Zweig: Die Welt von gestern
Stefan Zweig
Die Welt von Gestern
Quelle: National Library of Israel, Jerusalem; Text: Lorella Gassler
„Aber wie zaghaft, wie klein, wie kläglich erwies sich meine, erwies sich jede menschliche Phantasie gegen die Unmenschlichkeit, die sich entlud an jenem 13. März 1938, jenem Tage, da Österreich und damit Europa der nackten Gewalt zur Beute fiel!“ Dieser Auszug ist Teil der Erinnerungen, die Stefan Zweig in seiner Autobiographie Die Welt von Gestern (posthum erschienen 1942) niederschrieb. Als Sohn einer jüdischen Familie wurde er 1881 in Wien geboren und erlebte nicht nur die Grauen des Ersten, sondern auch des Zweiten Weltkrieges mit.
Die Welt von Gestern berichtet von den 1920er Jahren, die von Fortschritt, Vielfalt und einer Aufbruchsstimmung geprägt waren, aber auch vom Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und von der Machtübernahme totalitärer Regime. Zweig schreibt über seine Vergangenheit im Bewusstsein, dass es sich um einen Abschied für immer handelt. Er blickt nicht auf sein altes Zuhause zurück, lässt die Welt von gestern hinter sich. 1934 verlässt der erklärte Pazifist Österreich. Er ist denunziert worden und die Polizei durchsuchte sein Haus in Salzburg. Er geht zunächst nach London ins Exil und gibt seinen Wohnsitz in Österreich endgültig auf. Als der Krieg sich auch dorthin ausweitet, zieht er weiter nach Brasilien.
„[D]ie Zeit gibt die Bilder, ich spreche nur die Worte dazu, und es wird eigentlich nicht so sehr mein Schicksal sein, das ich erzähle, sondern das einer ganzen Generation […]“.
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