Neumann: The Children of Vienna
Robert Neumann
The Children of Vienna
Quelle: Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien
Text: Elmar Lenhart
Wer sind die Hauptfiguren des Romans Die Kinder von Wien? Sind es Jid und Goy, Ewa und Curls oder der amerikanische, militärische Seelsorger, der sie eines Tages aufsucht, um ihnen zu helfen. Verrohung, Armut und Brutalität kennzeichnen das Leben der Kinder und Jugendlichen, die im Keller eines eingestürzten Hauses ausharren. In diesen Monaten nach dem Krieg, der ihnen die Lebensgrundlagen geraubt hat, sind sie alle von Hunger und Krankheit gezeichnet,. Sie sind die Zukunft der Stadt und ihr Verhalten entscheidet darüber, ob sich das Land wieder erholen kann. So sieht es der Reverend, der ihnen helfen will. An der Oberfläche, vor dem Keller, agieren bereits diejenigen, die sich die Situation zunutze machen wollen. Man erschauert auf jeder Seite dieses Buchs. In seinem Nachwort zur Neuausgabe schreibt Franz Schuh: „Neumanns Buch ist dermaßen erschütternd, dass die Vorstellung, es könnte wirklich so gewesen sein, nicht auszuhalten wäre.“
Der Autor lebte in England, Geflüchteter war er seit 1934, als seine Bücher in Deutschland bereits verbrannt wurden. Die deutsche Übersetzung besorgte er 1975 selbst und erfand dafür eine eigene Sprache, ein Deutsch, das gleichzeitig alle Vergangenheit und alle Welt miteinschließt, eine Sprache, die einen hohen musikalischen Wert hat und mit seinen Anleihen ans Englische und Jüdische etwas verbindet, das dann auch auf der erzählten Ebene zueinander findet.
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