Frischmuth: Die Ferienfamilie
Barbara Frischmuth
Die Ferienfamilie
Quelle: Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung, Graz
Text: Elmar Lenhart
Die Mitglieder einer Familie verbringen die Sommerferien in einem Haus am Lande. Im Wesentlichen sind es zwei Erwachsene und eine Menge Kinder, die aus unterschiedlichen Beziehungen stammen. Geschildert wird der Urlaub aus der Sicht der Kinder und Jugendlichen, die der Situation Positives abgewinnen können, während die Erwachsenen auf ihre Art versuchen, damit klarzukommen, dass ihre Verhältnisse nicht die stabilen Anker darstellen, die sie sein möchten.
Zum Zeitpunkt der Entstehung des Textes, Ende der 70er Jahre, waren Familienkonstellationen wie diese eher selten und wurden als neues Phänomen der Gesellschaft wahrgenommen und breit diskutiert. Der Begriff Patchwork-Familie entstand erst 1990. Dass die Kinder und Jugendlichen in diesem Roman und das Verhalten der Erwachsenen in seiner Komplexität nicht nur durchschauen, sondern auch mit Nachsicht begegnen, trägt zur optimistischen Grundstimmung des Textes bei, der sich wie andere Veröffentlichungen von Barbara Frischmuth dieser Zeit gegen konservative Werthaltungen wendet.
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