Aktuelles


Zwischen Weltliteratur und Universalpoesie
Neue Perspektiven auf Goethe und die Romantik
Der von Anke Bosse, Wolfgang Bunzel und Fotis Jannidis herausgegebene Band widmet sich den Begriffen ‚Weltliteratur‘ und ‚Universalpoesie‘. Mit ihnen verbindet sich der Versuch, die historisch neue Konstellation am Beginn der Moderne gedanklich zu erfassen.
An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert hat es diverse Versuche gegeben, die grundlegenden ästhetischen Tendenzen der Gegenwart zu benennen und auf diese Weise die „Signatur des Zeitalters“ (Friedrich Schlegel) begrifflich zu erfassen. Die Romantiker schlugen dafür das Modell einer ‚Universalpoesie‘ vor, die nicht nur alle literarischen Gattungen überspannt, sondern auch die Kunst mit dem Leben verbindet. Goethe sah angesichts der rasanten Beschleunigung von Handel und Kommunikation sowie der zunehmenden Verflechtung der Nationen eher eine Zeit der ‚Weltliteratur‘ anbrechen. Der vorliegende Sammelband setzt beide Konzepte zueinander in Bezug, lotet in Einzelstudien Aspekte dieses Epochenwandels aus und lenkt dabei den Blick besonders auf Goethe.
Der Band ist Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, der Direktorin des Freien Deutschen Hochstifts / Frankfurter Goethe-Museums und des Deutschen Romantikmuseums, gewidmet und wurde ihr zu ihrem 65. Geburtstag als Ehrengabe in einem Festakt überreicht.

Nachlese
MEIN BUCH mit Ada Pellert
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe MEIN BUCH war am 16. Oktober Ada Pellert, die Rektorin der Universität Klagenfurt,) zu Gast. Im Gespräch mit Anke Bosse, der Leiterin des Robert-Musil-Instituts/Kärntner Literaturarchivs, sprach sie über Bücher, die sie geprägt, inspiriert und begleitet haben.
Ada Pellert gab Einblicke in ihre persönliche Lektürebiografie und reflektierte darüber, welche Rolle Literatur für ihre Sicht auf Bildung, Führung und Gesellschaft spielt. Dabei spannte sich der Bogen von prägenden Jugendlektüren bis hin zu aktuellen Werken, die sie zum Nachdenken anregen – etwa "Empusion" von Olga Tokarczuk. Das Gespräch zeichnete sich durch Offenheit, Humor und intellektuelle Tiefe aus, es entstand eine lebendige Diskussion über die Bedeutung des Lesens im digitalen Zeitalter. Das Publikum erlebte einen anregenden Abend, der einmal mehr zeigte, wie Bücher Brücken zwischen persönlicher Erfahrung und gesellschaftlichem Diskurs schlagen können.

Revue der Entpörung
Samstag, 25. Oktober, 15:00 Uhr, Schauspielhaus Wien
Die ‘woke cancel culture’ als neuer Lieblingskampfbegriff und Anlass für schlaflose Nächte Rechtskonservativer: alles voll mit Triggerwarnungen und kultureller Aneignung, Gender und Sprachverboten! Angesichts dieses von rechts (und links?) geführten Kulturkampfes scheint eine reflektierte Debatte kaum mehr möglich.
Doch wie können bei all dieser „Empörung“ Schriftsteller*innen noch „anständig“ schreiben?
Im Rahmen einer mehrstündigen „Revue der Entpörung“ gehen Künstler*innen dieser Frage nach. Ihre Reden, Lesungen und Performances laden das anwesende Publikum ein, mit ihnen in einen Gedankenaustausch zu kommen.
Moderation: Pia Hierzegger

Fabjan-Hafner-Preis 2025
Verleihung am Samstag, 11. Oktober 2025, 11 Uhr, Stadtgalerie Klagenfurt
Das Goethe-Institut Ljubljana vergibt in Zusammenarbeit mit dem Literarischen Colloquium Berlin (LCB), dem Land Kärnten, dem Musil-Institut/Kärntner Literaturarchiv (Universität Klagenfurt), dem Verband slowenischer Literaturübersetzer und Übersetzerinnen (DSKP) und dem Österreichischen Kulturforum Laibach den „Fabjan-Hafner-Preis“, der die besten Übersetzerinnen und Übersetzer aus dem Slowenischen ins Deutsche und umgekehrt auszeichnet. Der Preis ist nach dem Übersetzer, Dichter und Literaturwissenschaftler Fabjan Hafner (1966–2016) benannt.
2025 findet die Vergabe erstmals in Kärnten statt.

Europe and the USSR.
Literature in the Face of the Persecution and Extermination of the Jews
The purpose of this special issue – edited by Anke Bosse and Atinati Mamatsashvili – is to examine the literary and artistic responses to the rise of antisemitism in the 1930s, which led to the systematic persecution and extermination of Europe’s Jews. It focuses, first, on the period preceding the war and, second, on the post-war period. This approach facilitates a dual investigation of two core questions: Is literature (and other media) able to project an aftermath as the consequence of ongoing events? And how was the aftermath of the Shoah perceived in the years that followed the genocide?
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