• Header_Dies Academicus_magenta

„Per aspera ad astra“

In diesem Jahr können wir den Dies Academicus leider nicht als Präsenzveranstaltung abhalten. Deshalb haben wir für Sie einen virtuellen Dies Academicus zusammengestellt.

Viel Freude beim Lesen!

Ausstellung ARTEFICIA: Ehrendoktorate im Zeichen der Kunst

Michael Guttenbrunner, Peter Turrini, Peter Handke, Josef Winkler, Maja Haderlap, Valentin Oman, Manfred Bockelmann, Maria Lassnig und Wolfgang Puschnig tragen das Ehrendoktorat der Universität Klagenfurt. Ihnen ist die in das Jahr 2021 verschobene Jubiläumsausstellung ARTEFICIA gewidmet, die ab 25. März 2021 in der Großen Galerie der Universität zu sehen sein wird.

Die aus Anlass des 50. Jubiläums der Universität ausgerichtete multimediale Ausstellung ARTEFICIA versammelt diese neun Größen aus dem Kunstbereich erstmals an einem Ort mit Artefakten, Tönen, Erzählungen und Kommentaren. Die Leihgaben – Originalobjekte, Werkzeuge und Dokumente – werden dankenswerterweise von den Ehrendoctores selbst, von Privatpersonen sowie von Archiven und Sammlungen, wie der Maria Lassnig Stiftung in Wien, zur Verfügung gestellt.

In den fünfzig Jahren ihres Bestehens zeichnete die Universität Klagenfurt 35 Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst mit einem Ehrendoktorat aus; ein Viertel davon sind Künstler und Künstlerinnen aus Kärnten. Einigen von ihnen wurde der Ehrentitel für das Gesamtwerk, anderen wieder für einen hervorragenden Arbeitszyklus verliehen. Über die Jahrzehnte entstand so ein Kreis von Persönlichkeiten, der auf eine eigene Weise die Identität der Universität Klagenfurt widerspiegelt. Deren engagierte Angehörige, vornehmlich von der Fakultät für Kulturwissenschaften, haben sich für die Auszeichnungen an Kunstschaffende aus den Sparten Literatur, Bildender Kunst und Musik eingesetzt.

  1. Der Schriftsteller Michael Guttenbrunner (Dr. h.c. 1994), ein in Leben und Werk beständig Widerborstiger, der unverdrossen gegen nazistische und narzisstische Realitätsverbohrungen anschrieb.
  2. Der Bildende Künstler Valentin Oman (Dr. h.c. 1995), der der Welt mit Interesse an den engeren und weiteren Territorien seiner slowenischen Herkunft, an den Vorgängen in den Balkankriegen, am Ortstafelkonflikt, an verletzten Volksgruppenrechten und an Sprachdemagogen begegnet.
  3. Die Bildende Künstlerin Maria Lassnig (Dr. h.c. 1999/2013), die an Körpern die Bandbreite menschlicher Gefühle veranschaulichte. Das Wesen ihrer Arbeit bestand im sinnlichen Realisieren, die sicherste Realität bot ihr der eigene Körper – als Body Awareness Painting.
  4. Der Schriftsteller Peter Handke (Dr. h.c. 2002), der sich erzählerisch an Peripherien des Erfahrbaren begibt und den oft heftigen Widerspruch auf seine Art verträgt. Im Sehen, Begreifen und dem Neubeschreiben kommt dem Nobelpreisträger kaum wer nach.
  5. Der Musiker Wolfgang Puschnig (Dr. h.c. 2004), dessen own voice und grenzüberschreitender Klang nicht um den Puls der Zeit kreisen, sondern vielmehr um den Herzschlag, der das Vibrieren des musikalischen Nervs dem Hören anträgt und abverlangt.
  6. Der Schriftsteller Josef Winkler (Dr. h.c. 2009), der atemlos drastische Bilder animalischer Leiblichkeit zwischen Sexualität, Schlachtfesten und Todesarten formuliert. Niemals euphemistisch im Wohlklang schwelgend, ist er keineswegs bereit, seiner Leserschaft Ablass-Kompromisse einzuräumen noch sich selbst zu schonen.
  7. Der Schriftsteller Peter Turrini (Dr. h.c. 2010), der keines der relevanten zeitgeschichtlichen Ereignisse im Österreich der letzten fünfzig Jahre kommentar- und haltungslos an sich vorübergehen ließ. Österreich ist ihm Bühne, Inspiration und Reibungsfläche, Kritik sein zweiter Name, Gerechtigkeitssinn sein Antrieb.
  8. Die Schriftstellerin Maja Haderlap (Dr. h.c. 2012), die mit dem Roman Engel des Vergessens einer breiten Leserschaft eröffnete, was Skrupel, Verwirrung, Feindseligkeit und Demütigung dem individuellen Gedächtnis, den gemeinsam geteilten und den ideologischen Erfahrungen abverlangen.
  9. Der Bildende Künstler Manfred Bockelmann (Dr. h.c. 2013), der sich seit 2010 einem unabschließbaren Projekt zur Würdigung jugendlicher Opfer des Nationalsozialismus widmet: großformatige Kohleporträts von Kindern, die im Holocaust ermordet wurden. Mit diesem Zeichnen gegen das Vergessen holt er unbekannte Opfer zurück in die Erinnerung.

Erste Ausblicke in die Ausstellung bietet der ARTEFICIA-Kalender.

ad astra.

Magazin für Wissenschaft und Kultur der Universität Klagenfurt

Retrospektive

9 Ausgaben – 9 Titelstories: Lesen Sie sich durch alle bisherigen Titelbeiträge unseres Magazins ad astra.

Oliver VitouchDaniel Waschnig
Stephan Dickert & Alice Pechriggl
Radu Prodanaau/Waschnig
Hans Karl Peterlini und Alexander Onysko im Wappensaal im Landhaus Klagenfurt
Judith Glück mit Eule Rasputinaau/Waschnig
Kirsten von Elverfeldt | Foto: Waschnig
Stephan Weiss | Foto: aau/tinefoto.com
Schönberger Klaus | Foto: aau/Müller

Perspektive

Gabriele KotsisKK

Aufbruch mit Vorfreude

Worauf wir uns im Jahr 2021 freuen dürfen:

  • auf lange Warteschlangen beim Buffet;
  • auf die Fahrt mit dem Fahrrad zur Uni, weil der Uniparkplatz immer voll ist;
  • dass Ausfälle des Internet einer Lehrveranstaltung nichts mehr anhaben können;
  • im Hörsaal A nach freien Sitzplätzen Ausschau halten, weil schon 560 vor uns da waren;
  • Abstand zu nehmen vom Abstand-Halten.

Worauf ich mich im Jahr 2021 freue: Wenn sich die Frage nach der Vorfreude erübrigt.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Wir können uns darauf freuen, dass die Infektionszahlen hoffentlich sinken, wir unsere Freiheit wiederbekommen und wieder ein normales Leben mit persönlichem Kontakt zu Freund*innen, Kolleg*innen und Studierenden möglich sein wird.

Worauf freuen Sie sich?

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, ich persönlich freue mich auf Reisen ins benachbarte Italien sowie in ferne Länder und darauf, meine Freunde und meine weitere Familie wieder in die Arme schließen zu können.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Wir dürfen uns auf die warme Jahreszeit – allenfalls mit Impfung – freuen, die wieder anregende Gespräche ohne Bildschirm ermöglichen sollte.

Worauf freuen Sie sich?

Ich freue mich auf einen Kaffee mit Meerblick und einem Buch in der Hand ….

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen? Worauf freuen Sie sich?

2021 freuen wir uns auf die Einschränkung der Pandemie durch ein flächendeckendes Impfprogramm. Persönlich freue ich mich auf die Öffnung der Lesesäle, die Normalisierung des universitären Alltags sowie auf ein bisschen Reisefreiheit.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Auf ein Jaukerl.

Worauf freuen Sie sich?

Auf eine Uni voller Menschen. Auf das Umarmen von Freunden. Auf Theater und Konzerte. Und auf ein gelegentliches After-Work-Bier mit Kolleg*innen.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen? Worauf freuen Sie sich?

Auf das gemeinsame Ausloten und Erweitern von Denk- und Handlungsräumen. Wie eigentlich immer freue ich mich auf anregende Gespräche und überraschende Begegnungen, ein Tüfteln an Problemen und deren Lösung.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Auf eine Universität mit gefüllten Hörsälen, anregenden Diskussionen in den Forschungsgruppen, persönlichen Gesprächen und zufälligen Begegnungen am Campus.

Worauf freuen Sie sich?

Auf gemeinsame Zeit mit Freunden und Familie.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Wieder in Gänze vertraute und neue Gesichter zu sehen.

Worauf freuen Sie sich?

Wieder mit Studierenden, Kolleg*innen und Freunden zusammen zu sitzen und Dinge zu diskutieren, die vielleicht schon in Vergessenheit geraten sind.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Auf eine breite Verfügbarkeit eines Impfstoffes, der uns die Rückkehr ins Sozialleben ermöglicht.

Worauf freuen Sie sich?

Auf die nächste Pizza in Italien, die ich einem deutschen Co-Autor von mir schon versprochen habe! Und – wie jeden Winter – freue ich mich schon auf den Wörthersee!

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Auf ein bewussteres Erleben und eine höhere Wertschätzung von Ereignissen und Aktivitäten, die wir bis vor kurzem noch als selbstverständlich angesehen haben

Worauf freuen Sie sich?

Darauf, alle Familienmitglieder und Freunde wieder umarmen zu können

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen? Worauf freuen Sie sich?

Als jemand, der inmitten der Corona-Pandemie an der AAU seinen Dienst angetreten hat, freue ich mich darauf, in der zweiten Jahreshälfte 2021 (hoffentlich) einmal all meine KollegInnen und StudentInnen persönlich treffen zu können.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen? Worauf freuen Sie sich?

Wir dürfen uns auf ein Jahr freuen, in dem wir Tätigkeiten, die früher alltäglich und selbstverständlich waren, viel bewusster erleben werden. Ich selber freue mich darauf, bei der Beantwortung vieler aktueller Forschungsfragen, meinen Beitrag leisten zu können.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen? Worauf freuen Sie sich?

Ich freue mich auf weitere spannende Forschungsprojekte, auf Defensiones und auf neue Doktorand*innen, und darauf, alle versäumten Geburtstags-, Paper-accepted-,… -Kuchen nachträglich mit den Kolleg*innen gemütlich zusammensitzend zu verspeisen.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen? Worauf freuen Sie sich?

Auch in diesen unsicheren Zeiten bringt das Leben immer wieder kleine Überraschungen. Freuen wir uns also auf all die schönen Kleinigkeiten, die auf uns zukommen werden, auch wenn wir noch nicht wissen, welche das sind.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen? Worauf freuen Sie sich?

Ich freue mich, das Jahr bereits gut beginnen zu können. Mit meiner ersten Monographie konnte ich zeigen, was für einen wichtigen Beitrag die Universität Klagenfurt in den Game Studies leisten kann. Vielmehr jedoch freue ich mich – sicherlich wie wir alle – darauf, einmal wieder gemeinsam auf dem Campus mit unseren Studierenden an neuen Ideen tüfteln zu können.

Worauf dürfen wir uns im Jahr 2021 freuen?

Für Studierende und Lehrende an der AAU hoffe ich auf eine Rückkehr zum Präsenzunterricht im Laufe des Sommersemesters 2021. Auch wenn wir uns auf die digitale Lehre gut eingestellt haben und viele (neue und alte) Tools dafür nutzen, kann der im Rahmen der Präsenzlehre mögliche Austausch miteinander und untereinander virtuell nicht ersetzt werden.

Worauf freuen Sie sich?

Ich freue mich auf persönliche Treffen mit Kolleginnen und Kollegen und darauf, in Familie, Verwandtschaft und im Freundeskreis wieder unbeschwert zusammentreffen zu können. Ich hoffe sehr, dass dies auch tatsächlich möglich sein wird.