Baar: Die Farbe des Granatapfels
Anna Baar
Die Farbe des Granatapfels
Quelle: privates Archiv Anna Baar
Text: Elmar Lenhart
Die Beziehung eines Klagenfurter Kindes zu seiner kroatischen Großmutter ist Thema des Romans Die Farbe des Granatapfels. Die beiden sprechen verschiedene Mutter- und Vatersprachen. Die unterschiedlichen Register ziehen sich wie ein roter Faden durch Anna Baars Roman. Es geht also um Sprache. Nicht nur die Autorin thematisiert die Darstellung verschiedener Sprechweisen, auch der Lektor tut das. So wandert in diesem autobiografischen Text das Kroatisch der Großmutter in einen österreichisch gefärbten Text und wird am Ende vom Lektor eines deutschen großen Verlags korrigiert. Viele kroatische Sätze und Phrasen blieben im Roman, andere wurden durch Übersetzungen ersetzt.
Dem Kind ist die Gegend an der Adria zugleich vertraut und fremd. Dazu passt das Bild der Schneebeeren, die ursprünglich aus Mittelamerika kommen. Der Roman geht an dieser Stelle der Frage nach: Sind es immer die größtmöglichen Kontraste, die am meisten interessieren, oder nicht etwa auch das nahezu unscheinbar Andere, die Nuance? Die Beschreibung des Alltäglichen steht im Mittelpunkt und da kommt es auf Feinheiten an.
Die Farbe des Granatapfels wurde 2015 veröffentlicht und machte seine Autorin schlagartig bekannt. Anna Baar trat im selben Jahr mit einem Ausschnitt daraus beim Literaturwettbewerb Tage der deutschsprachigen Literatur (besser bekannt als „Bachmannpreis“) an.
Quicklinks
Plattformen

Informationen für
Adresse
Universitätsstraße 65-67
9020 Klagenfurt am Wörthersee
Austria
+43 463 2700
uni [at] aau [dot] at
www.aau.at
Campus Plan
Anreise











