Werner Kofler | Foto: Auguste Kronheim

Werner Kofler intermedial: Kommentierte Werkausgabe zum Werk in Radio, Film und Theater entsteht

Gefördert vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF wird Projektleiter Wolfgang Straub ab November gemeinsam mit einem Forschungsteam am Robert-Musil-Institut für Literaturforschung/Kärntner Literaturarchiv und in Kooperation mit dem Austrian Center for Digital Humanities (Graz) an einer kommentierten Werkausgabe zu Werner Kofler arbeiten.

Der Schriftsteller Werner Kofler (1947–2011) gilt als einer der wortgewaltigsten Sprachvirtuosen der deutschsprachigen Literatur, bekannt für die Radikalität und Kompromisslosigkeit seiner Texte. Als Fortsetzung eines vom FWF geförderten Projekts an der Universität Wien, das Koflers Prosawerk kommentiert edierte, wird Kofler intermedial sein weiteres, die Literatur überschreitendes Œuvre in den Blick nehmen: „24 Hörspielarbeiten, Texte, die meisterhaft für die radiophone Umsetzung geschrieben sind und enge Verflechtungen mit der Prosa aufweisen; in seinem Film Im Museum und zwei Theaterstücken erweitert Kofler seine medialen Darstellungsformen um die visuelle Dimension“, listet Projektleiter Wolfgang Straub auf.

Projektergebnis wird die Finalisierung der Hybridedition sein. Wolfgang Straub kündigt an: „Einerseits erscheinen die Texte in einer kompakten Druckausgabe mit Kommentar, als vierter Band der bereits bestehenden Werkausgabe; andererseits werden wir den aktuellen Herausforderungen der Digital Humanities in Bezug auf Gegenwartsliteratur mittels einer Online-Plattform begegnen.“ Zusätzlich zur editorischen Erschließung und Kommentierung wird Kofler intermedial neben diskursanalytischen, rezeptions- und literaturgeschichtlich ausgerichteten Fragestellungen den Fokus auf eine intermediale Perspektive ausdehnen. Koflers mehrfach als polyphon etikettiertes Werk eigne sich, so Straub weiter, wie kaum ein anderes, etwa die Zusammenhänge von Text und Stimme zu analysieren und zu veranschaulichen.

Foto: Auguste Kronheim

Germanistik studieren an der Universität Klagenfurt