In der Schulzeit an die Hochschule und im Studium auch nach Irland
Christoph Rauter studiert im sechsten Semester Informationstechnik an der Universität Klagenfurt und schreibt gerade an seiner Bachelorarbeit. Bereits als Schüler hat er Lehrveranstaltungen an der Universität Klagenfurt absolviert. Vor Kurzem war Christoph, der auch schon mehrere Semester als Tutor an der Uni gearbeitet hat, in Dublin auf einem Auslandssemester am Trinity College.
Was studierst du genau und warum hast du dich ausgerechnet für dieses technische Studium entschieden?
Ich studiere Informationstechnik hier an der Universität Klagenfurt. Schon in der Schule, der HTL Villach, habe ich mich im zweiten Jahr als außerordentlicher Student an der Universität Klangfurt eingeschrieben und schon ein paar Lehrveranstaltungen besucht. Darauf gekommen, dass mich die Technik interessiert, bin ich eigentlich schon in der Neuen Mittelschule.
Du hast beim Programm Schülerinnen und Schüler an die Hochschule mitgemacht. Was kannst du dazu sagen?
Das hat mir sehr gut gefallen und ich habe sehr viel gelernt. Ich habe immer eine Vorlesung und einen Kurs pro Semester an der Universität Klagenfurt absolviert. Das hat zeitlich auch super in meine Aktivitäten für die Schule hineingepasst.
Waren das technische Kurse, die du dir selbst aussuchen konntest?
Ja, genau.
Jetzt studierst du Informationstechnik: Wie erklärst du deiner Familie und deinen Freunden, was du im Studium so machst, was du lernst, woran du arbeitest, was Deine Projekte sind?
Das ist oft nicht so ganz leicht zu erklären, weil die meisten wissen, was Informatik aber eben nicht was Informationstechnik ist. Ich erkläre es meistens als Mischung zwischen Informatik und Elektrotechnik. Man lernt einiges übers Programmieren, aber man lernt auch über die Hardware viel, wie der Computer auf einer grundlegenden Ebene funktioniert und auch wie Informationen verschickt und verarbeitet werden.
Hat sich dein Blick auf die Welt durch das Studium verändert?
Definitiv. Man lernt sehr viel und man lernt auch viele Sachen, die außerhalb des Studiums liegen. Vor allem dadurch, dass es so viele Kooperationen gibt und so viele Informationen. Zum Beispiel gibt es am Institut für Intelligente Systemtechnologien eine Kooperation mit der NASA.
Wie kann man sich als Student:in da einbinden oder wie wird man da als Student:in eingebunden?
Wenn man bei verschiedenen Professoren Lehrveranstaltungen besucht, machen sie auf die Projekte und Programme, die es gibt, aufmerksam und dann kann man sich auf einen Platz im Projekt bewerben.
Warum hast du dich eigentlich für Klagenfurt als Studienort entschieden?
Es war für mich wie die Fortsetzung der HTL, weil Klagenfurt am nächsten war und weil man einen direkten Kontakt zu den Professoren hat. Eine meiner ersten Vorlesungen war bei Prof. Bettstetter, damals als Schüler hat es sehr geholfen, dass ich mich mit all meinen Fragen an ihn wenden konnte, weil ich als Schüler nicht im Studienalltag war. Es hat auch damals, als ich als Schüler an der Uni lernte, schon sehr viel geholfen, dass die Gruppen klein waren und man Fragen stellen konnte. Nach der HTL habe ich mir die Lehrveranstaltungen, die ich als Schüler absolviert habe, anrechnen lassen und einfach nahtlos weiterstudiert.
Im wievielten Semester bist du gerade?
Ich bin jetzt im sechsten Semester, das ist mein letztes Semester und im nächsten Semester starte ich mit meinem Masterstudium Information und Communications Engineering mit der Spezialisierung auf Networks and Communications.
Du hast vor kurzem ein Auslandssemester am Trinity College in Dublin absolviert, wie war das?
Ich war dort von Anfang Januar bis Ende Mai, denn die Semesterzeiten sind nicht dieselben wie bei uns. Die Organisation vorab an der Uni Klagenfurt und mit dem Trinity College hat aber super gepasst. Von den Lehrveranstaltungen her war es super interessant.
Gibt es am Trinity College ein Studium der Informationstechnik beziehungsweise ein artverwandtes Studium oder hast du dir aus verschiedenen Studienrichtungen Lehrveranstaltungen aussuchen können?
Ich habe mir aus verschiedenen Studienrichtungen Kurse ausgesucht, weil mir aus dem Curriculum hauptsächlich Kurse gefehlt haben, die allgemeinbildend waren und keine technischen Lehrveranstaltungen. Das heißt, ich habe zum Beispiel ein Grundlagenlabor gemacht, in dem wir ein kleines Auto gebaut haben, das dann selbst navigiert hat. Das war sehr spannend. Sonst habe ich Geopolitik, Geologie und Displacement studiert.
Gibt es irgendetwas, was für dich das Tollste am Erasmus -Austausch war?
Die internationalen Studierenden, die man da kennenlernt. Ich glaube, diese Möglichkeit hat man sonst nie, dass man auf einem Ort so viele Studierende aus so vielen verschiedenen Ländern kennenlernt und auch gemeinsame Ausflüge macht. Wir haben uns viele Orte in Irland angeschaut. Das hat mir am meisten gefallen.
WORT-RAP
Mein erster Tag an der Universität Klagenfurt war … ich hatte zwei erste Tage an der Uni, einmal als Schüler und einmal als Student, kann mich aber an beide nicht mehr so genau erinnern.
Mein schönstes Erlebnis in einem Universitätskurs… die Aha -Momente, wenn man versteht, wie Anwendungen in der Technik wirklich funktionieren. Das ist ein super Gefühl!
Ich bin inspiriert von… All den coolen Projekten, die es auf der Universität Klagenfurt schon in der Vergangenheit gegeben hat.
Und mein Studium in drei Worten… Ich habe da nur zwei Worte: Informationen verarbeiten.













