Valerie Hase, Daniel Barben und Wolfgang Faber in das Kuratorium des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF gewählt
Mit der Wahl am 29. Juni 2026 ist Valerie Hase, Professorin für Digital Media and Communication am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, nun eine neue Referentin für das Wissenschaftsgebiet Soziologie und interdisziplinäre Sozialwissenschaften im FWF-Kuratorium. Ebenfalls neu im Kuratorium ist Wolfgang Faber, Professor am Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity. Daniel Barben war bereits für zwei Funktionsperioden seit 2020 Referent für das Wissenschaftsgebiet Soziologie und interdisziplinäre Sozialwissenschaften im Kuratorium, dem er weitere drei Jahre angehören wird. Er ist Professor am Institut für Gesellschaft, Wissen und Politik.
Valerie Hase ist seit November 2025 am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Fakultät für Sozialwissenschaften tätig und Leiterin des neu gegründeten Digital Media and Methods Lab. Sie studierte an der Universität Münster sowie an der LSE. Ihr Doktoratsstudium schloss sie an der Universität Zürich ab. Nach rund drei Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der LMU München folgte die Berufung an die Universität Klagenfurt. In ihrer Forschung untersucht sie, wie Informationen online zirkulieren – auch in Krisen- und Konfliktkontexten wie Terrorismus oder digitaler Propaganda. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt liegt auf der Entwicklung digitaler Forschungsmethoden an der Schnittstelle von Sozial- und Computerwissenschaften, vor allem im Bereich der Computational Social Science. In einem aktuellen, vom österreichischen Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekt beschäftigt sich mit dem Einfluss von Big Tech und digitalen Plattformen auf Demokratien zur Frage: Machen digitale Plattformen Nachrichten vielfältiger oder bedrohen sie Meinungsvielfalt?
Wolfgang Faber ist Professor für Semantische Systeme am Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity an der Universität Klagenfurt. Von 2013 bis 2018 war er Professor für Artificial Intelligence an der School of Computing and Engineering an der University of Huddersfield, UK. Von 2006 bis 2013 war Faber als assoziierter Professor am Institut für Mathematik an der University of Calabria in Italien tätig, davor als Universitätsassistent an der TU Wien, wo er auch promovierte und habilitierte. Wolfgang Faber ist aktuell auch Vorstandsmitglied der Austrian Society for Artificial Intelligence (ASAI) und der Web Reasing and Rule Systems Association (RRA). Seine Forschungsschwerpunkte sind Artificial Intelligence, insbesondere logikbasierte AI, logic programming, nonmonotonic reasoning, sowie computational complexity. Er leitet aktuell das vom FWF geförderte Projekt „Reversing Action Effects: Theory and Practice“.
Daniel Barben ist seit 2014 Professor für Technik- und Wissenschaftsforschung an der Universität Klagenfurt. Er studierte Soziologie, Psychologie, Politikwissenschaft und Philosophie an der FU Berlin. Danach war Barben für fast zehn Jahre am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung im Forschungsbereich Technik – Arbeit – Umwelt tätig, wobei er 1995 an der Universität Potsdam in Politikwissenschaft promovierte. Auf Beschäftigungen an der TU Berlin und an der Universität Bielefeld folgten Tätigkeiten als Habilitationsstipendiat der DFG an den Universitäten Rutgers und Harvard für gut anderthalb Jahre. Nach der Habilitation in Soziologie an der FU Berlin 2004 war Barben an der University of Wisconsin-Madison und an der Arizona State University tätig, zuletzt als Associate Research Professor am Consortium for Science, Policy and Outcomes. Ein Ruf führte ihn 2010 zurück nach Europa auf die VDI-Professur für Zukunftsforschung am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen, wo er an der Entwicklung mehrerer interdisziplinärer Forschungsverbünde beteiligt war. Barbens Fachgebiete sind die Science, Technology and Society Studies; die Wirtschafts-, Umwelt- und politische Soziologie sowie Gesellschaftstheorie. Seine Forschungsschwerpunkte betreffen die Governance von Wissenschaft und Technik in verschiedenen institutionellen Kontexten, insbesondere Innovation, Risiko- und Sicherheitsregulierung, geistige Eigentumsrechte, Ethik und Akzeptanzpolitik; globale Herausforderungen und (nicht-)nachhaltige Transformationen; Wissenspolitik um Demokratie und soziotechnische Zukünfte. Barben gehört dem Leitungsteam des City Science Lab der AAU an. Er ist Mitglied des Österreichischen IIASA-Rats und Mitglied des Gemeinsamen Ausschusses von DFG und Leopoldina zum Umgang mit sicherheitsrelevanter Forschung.










© aau/Daniel Waschnig

