Alle News seitens der Universität Klagenfurt zum Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft

 

Einblick in die Lehre… 3 Fragen an Marcus Stiglegger

Filme können unsere Gesellschaft beeinflussen. Eine prägende Epoche des Hollywood-Kinos, die solche Filme hervorbrachte, war New Hollywood. Diese Ära von 1967 bis 1976 war für das US-amerikanische Kino notwenig, um mit alten Hollywood-Traditionen zu brechen, um neuen Themen wie Krieg, Drogenkonsum oder Sexualität Raum für Diskurs zu geben. Die LV gibt Studierenden die Möglichkeit, sich mit der Wirkung dieser Filme auch auf die moderne Filmindustrie auseinanderzusetzen. 

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Was machen Health-and-Fitness-Accounts auf Sozialen Medien mit uns?

Viele User*innen folgen gesunden Influencer*innen, die uns täglich mit ihren jungen, schlanken Körpern und reichlich Ernährungstipps konfrontieren. Doch was passiert, wenn sich zahlreiche User*innen dadurch zu sehr auf gesunde Ernährung fokussieren? Antworten darauf möchte Rebecca Scheiber im Rahmen ihrer Dissertation finden.

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Diversity und Umweltschutz: Welche Rolle spielt CSR für Nachwuchskräfte bei der Jobwahl?

Den jungen, aufstrebenden Talenten den 1980er und 1990er Jahre sagt man nach, sie hätten sich immer für diejenigen Jobs entschieden, die den imposantesten Gehaltszettel und die steilste Aufstiegskurve zu bieten hätten. Doch was ist den heute jungen High Potentials wichtig, wenn sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden? Und ist die Generation, die für „Fridays for Future“ und „Black Lives Matter“ auf die Straße geht, dabei auch sensibler, was die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen betrifft? Gerrit Boehncke sucht in seiner Dissertation nach Antworten auf Fragen wie diese.

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Mit dem Studium Medien- und Kommunikationswissenschaften in das Silicon Valley

Silke English hat an der Universität Klagenfurt Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Kurz nach ihrem Studienabschluss hat sie in einem Startup gearbeitet, mit dem sie später in das Silicon Valley übersiedelt ist. Heute ist sie dort immer noch vielfältig tätig und erzählt im Interview, wie sie all diese Projekte unter einen Hut bekommt, in wie fern ihr Studium für den dortigen Berufseinstieg hilfreich war und was sie heute noch mit der Uni verbindet.

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Einblick in die Lehre… 3 Fragen an Jasmin Kulterer

In westlichen Industrieländern bedeutet Essen schon lange mehr als die bloße Nahrungsaufnahme. Essen kann Genuss bedeuten, es kann zur Veränderung benutzt werden oder andere Kulturen geschmacklich erlebbar machen. Auf sozialen Medien wird Essen inszeniert und instrumentalisiert. Was das für das Individuum bedeuten kann und wie man es kritisch analysiert und diskutiert, erfahren Studierende in diesem Proseminar.

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Müllsammelaktion am Kreuzbergl: Studierende und Alpenverein engagieren sich für eine saubere Natur

Bei sehr wechselhaftem Wetter, aber trotzdem voller Motivation konnte eine Gruppe Studierender der Universität Klagenfurt in Kooperation mit dem Alpenverein Klagenfurt vergangenen Samstag, am 22. Mai 2021, eine Müllsammelaktion am Kreuzbergl und in dessen unmittelbarer Umgebung umsetzen. Der Jugend und den jungen Erwachsenen liegen vor allem eine saubere Umwelt und eine intakte Natur am Herzen. So konnte im Rahmen der Sammelaktion achtlos weggeworfener Müll gesammelt und ordnungsgemäß entsorgt werden.

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Ein Wiedersehen mit … Stefan Piëch

Stefan Piëch ist Medienunternehmer, Mitglied der International Academy of Television Arts & Sciences (“Emmy Award”) in New York und hat an der Universität Klagenfurt in Medienwissenschaften promoviert. Mit ad astra hat er über deutsche Filmgeschichte, eine neue Gründerzeit und Newton im Lockdown gesprochen.

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„Wissensdrang und Neugier haben mich von klein auf geprägt“

Christina Cerne hat an der Universität Klagenfurt Pädagogik mit der Fächerkombination Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Während ihrer ersten beruflichen Station in Wien hat sie ihr zweites Studium Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Klagenfurt abgeschlossen. Sie ist seit 2004 von Asien aus weltweit tätig und über das Projekt Erasmus+ weiterhin mit ihrer Alma Mater verbunden. Weiterlesen

Journalismus muss abholen

Der gesellschaftliche Diskurs verschärft und radikalisiert sich zunehmend. Doch warum gelingt es den demokratiegefährdenden Strömungen besser, Menschen abzuholen, als jenen, die Demokratie fördern möchten?

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Im Kosmos von Matthias Wieser

Mein Kosmos ist der Lendkanal. Dieser vier Kilometer lange künstliche Wasserweg vom Klagenfurter Stadtzentrum zum Wörthersee ist mein buchstäblicher Kosmos, weil ich hier jeden Tag auf meinem Fahrrad entlangradle. Das ist der schönste Arbeitsweg, den ich mir vorstellen kann. Er verbindet Stadt und Universität ebenso wie Familie und Freizeit. Wir besitzen zwar ein Auto, aber damit fährt meine Frau nach Villach zur Arbeit. Also radle ich täglich bei Wind und Wetter von unserer Wohnung unterm Kreuzbergl bis zur Uni und wieder zurück. Am Hinweg gehe ich gedanklich den Tagesplan durch und setze Prioritäten. Am Rückweg lasse ich die Universität nachklingen und ausgleiten, ich stelle mich auf Familie und Freizeit ein – oft mit meiner Tochter im Fahrradanhänger. Ich fahre ohne Stöpsel im Ohr. Ich will ja ganz bei Sinnen sein, wenn auch meist voller Gedanken.

Ich fühle mich wohl in Klagenfurt und in Koroška, das Land ist mir zur Heimat geworden. Ich kannte es schon von Familienurlauben am Klopeiner See und am Wörthersee. Ich bin zwar im Ruhrpott geboren, aber im Rheinland, am Rande der Nordeifel, aufgewachsen. Die dortige Mittelgebirgslandschaft mit ihren Braunkohlekraftwerken ist nicht ganz so schön wie Kärnten. Und Aachen, wo ich studiert habe, gilt als rain city mit vielen Wolken und Sprühregen. Den Begriff Heimat sehe ich unbefangen. Man kann auch mehrere Heimaten haben und nicht nur im geografischen Sinne. Kärnten und das Rheinland sind für mich ebenso wie die Wissenschaft Heimat oder die Kunst und die Kultur. Den Begriff sollte man sich nicht wegnehmen oder falsch instrumentalisieren lassen. Im Wort selbst steckt auch das Unheimliche, das macht es spannend. Doch damit etwas Heimat ist, muss man auch weg sein können. Ich habe also ein gegenteiliges Verständnis von Heimat zu denen, die glauben, dass nur der Heimat hat, der jahrzehntelang an einem Ort lebt und nie weggeht. Als privilegierter Ausländer und Arbeitsmigrant geht es mir hier gut, auch wenn man als Piefke manchmal sein Fett abkriegt – nicht immer zu unrecht.

Ich will als Wissenschaftler nicht nur asketisch-protestantisch arbeiten, ich möchte auch gestalten und mich einmischen. Ich bringe mich bei der Kultur ein und bei der Zweisprachigkeit im Land. Den Studierenden versuche ich zu zeigen, dass wir hier nicht im Elfenbeinturm sitzen und ‚nur‘ Bücher lesen. Ich kann zwar (noch) nicht Slowenisch, begrüße die Studierenden in den Lehrveranstaltungen aber zweisprachig mit Guten Tag, Dober dan. Als mich einmal ein Kärntner Student fragte, warum nicht Spanisch oder Italienisch, musste ich ihm erst einmal seine eigene Geschichte erklären. Meine Mitredelust führt natürlich dazu, in vielen Gremien mitzuarbeiten wie Kommissionen, Senat und Betriebsrat. Eine besonders schöne Aufgabe hat sich erst jüngst ergeben, die Leitung der besonderen Einrichtung der Universität UNIKUM.

Die seit Corona akut verstärkte digitale Kommunikation ist anstrengend und überfordert viele. Nun sieht man deutlich, dass es einen medialen Unterschied macht, wenn man beim Kommunizieren mit seinem Körper anwesend ist und die räumliche Atmosphäre spürt. Der ständigen Bildschirmkommunikation geht das ab, wenn auch sie manche Vorteile hat. Doch für viele Kontexte haben wir noch nicht die passenden Routinen damit. Das Digitale gilt als das Klare und Diskrete; die Null und die Eins, wo man klar unterscheidet. Das Analoge hat etwas vom Dazwischen, vom Übergang, dem Graubereich.

Aufzeichnung: Barbara Maier

Matthias Wieser



Geboren: 1978 in Essen, Deutschland

Beruf: Assoziierter Professor am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft

Ausbildung: Studium der Soziologie, Kultur- und Medienwissenschaft in Aachen, London und Klagenfurt

Kosmos: Lendkanal, Höhe Rizzibrücke, Klagenfurt, 9. Oktober 2020