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INSTITUT FÜR ROMANISTIK

AAU1/Institut für Romanistik2/Forschung

Forschung

Literaturwissenschaft

„Un testo vuole che qualcuno lo aiuti a funzionare“  – ‚Ein Text will, dass jemand ihm hilft zu funktionieren.‘ (Umberto Eco, Lector in fabula, 1979)

Texte – und gerade literarische Texte –  sind Gebilde, die ihre Leserinnen und Leser täglich herausfordern. Es gilt, sie zu verstehen, sie zu interpretieren, sie unter Bezug auf aktuelles wie auf historisches kulturelles Wissen zu kontextualisieren und sich ein kritisches Urteil über ihre Funktion zu bilden.

Das Ziel der Klagenfurter Romanistischen Literaturwissenschaft ist es in Forschung und Lehre, die eigene Welt, die jeweils ‚fremde‘ und auch die ‚vergangene‘ Welt als ‚Welt(en) aus und in Texten‘ zu erkennen und zu verstehen, und dies bezogen auf die jeweiligen italienischen, französischen und spanischen Kulturräume der unterschiedlichen Epochen vom Mittelalter bis zur unmittelbaren Gegenwart. Diesem Leitziel entsprechend, stellt sich die Romanistische Literaturwissenschaft den wichtigen, auch gesellschaftlichen Herausforderungen, die von literarischen Texten und deren materiellen und medialen Gestaltungen, ihren wechselnden Funktionen und Funktionalisierungen sowie den komplexen räumlichen, zeitlichen und medialen Rezeptions- und Transferprozessen, denen sie unterworfen sind, ausgehen.

Forschungsschwerpunkte Literaturwissenschaft

Sprachwissenschaft

In der linguistischen Abteilung der Klagenfurter Romanistik bestehen ganz unterschiedliche und weit gefächerte Schwerpunkte, die sowohl die Beschreibung der Gegenwartssprachen als auch die Sprachgeschichte und zudem die angewandte Sprachwissenschaft, im Hinblick auf eine linguistisch fundierte Sprachdidaktik, umfassen.

Geforscht wird insbesondere zu den romanischen Sprachen Französisch, Italienisch und Spanisch; in einer vergleichenden romanistischen Perspektive werden jedoch auch weitere Sprachen wie insbesondere das Katalanische und das Portugiesische behandelt.

In der gegenwartsbezogenen deskriptiven Linguistik bestehen Interessenschwerpunkte zu Syntax, Pragmatik, kognitiver Linguistik, Lexikographie und Diskurslinguistik.

Einen breiten Raum nehmen die Forschungsaktivitäten zur historischen Sprachwissenschaft und insbesondere zum romanischen Mittelalter ein. Sowohl philologische Fragen im Sinn der Editionswissenschaft, als auch unterschiedliche linguistische Analyseansätze – zur Lexikographie, zur Syntax, zu den Diskurstraditionen – werden dabei verfolgt. Derzeit konzentrieren sich die mediävistischen Projekte auf das Alt- und Mittelfranzösische, das Katalanische und das Italienische (Toskanisch und insbesondere Lombardisch). Theoretische Aspekte werden insbesondere im Bereich des Konzepts der Diskurstraditionen bearbeitet, unter anderem auch im Bereich der Diskurstraditionen der Argumentation.

Im Bereich Linguistik und Didaktik bestehen vor allem Forschungsprojekte zur Pragmatik, Grammatikvermittlung und kognitiven Didaktik. Des Weiteren bestehen Projekte und Kooperationen mit Schulen im Bereich innovativer Methoden und Ansätze im Fremdsprachenunterricht, u.a. Gamification und Mehrsprachigkeitsdidaktik.

Forschungsschwerpunkte Sprachwissenschaft

Didaktik / Bildungsforschung

Die sprachdidaktische Forschung an unserem Institut versteht sich als zentrales Bindeglied zwischen angewandter Linguistik und Unterrichtspraxis. Unsere wissenschaftlichen Schwerpunkte konzentrieren sich auf folgende Kernbereiche:

  • Angewandte Linguistik und Sprachbewusstheit: Ein wesentlicher Fokus der Forschung im Bereich Sprachdidaktik liegt auf der Pragmatik- und Grammatikvermittlung sowie auf der Förderung metasprachlicher Kompetenzen und der systematischen Entwicklung von Sprachbewusstheit. Untersucht wird auch die zentrale Rolle der Korpuslinguistik in der Didaktik, wobei der Fokus besonders auf der Analyse von Wortschatz und Wortfrequenz liegt.
  • Digitale Innovation und multimodales Lernen: Der Einsatz innovativer digitaler Medien in der Fremdsprachendidaktik und der Lehrkräftebildung wird untersucht. Zudem werden Literatur und Film als interkulturelle Medien, die das audiovisuelle Lernen, das Sehverstehen und die multimodale Kommunikation stärken, erforscht. Darüber hinaus befasst man sich mit der Digitalisierung von didaktischen Escape Rooms und untersucht deren Einsatzmöglichkeiten im modernen Unterricht.
  • Mehrsprachigkeitsdidaktik: Ein tragender Pfeiler im Bereich Sprachdidaktik ist die Erforschung von Mehrsprachigkeitskonzepten, insbesondere im Kontext der Interkulturalität und der Interkomprehension zwischen (vorwiegend romanischen) Sprachen.
  • Kompetenzmessung, Bildungsstandards und Evaluation: Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und Evaluation kompetenzorientierter Lehr- und Lernformate im Einklang mit nationalen und europäischen Bildungsstandards.
Forschungsschwerpunkte Didaktik / Bildungsforschung

Laufende Projekte

About Moving Bodies in the Media and Digital Universe

Projektleitung

Angela Fabris

Projekt­mitarbeiter:innen

Giulia Zava, Tamara Urach, Magdalena Mühlböck

Laufzeit

01.01.2026 - 01.01.2029

The project Moving Bodies explores thebody not merely as a physical entity, but as a site of narration across media,boundary-crossing, resistance, education, and didactic and transculturaltransformation. A significant aspect concerns the representation of the humanor digital body across different media, building on what was defined in 2015 asthe Body Turn (Gilleard and Higgs), which observes how literature,cinema, and the visual arts (together with specific fields within educationalscience and media didactics) are increasingly focused on the body and its materiality.The body thus becomes a communicative instrument and a hermeneutic trace,engaging with aspects of contemporary society, the aesthetics of literary,visual or cultural works, and innovative didactic and educational approaches.This framework includes narratives that portray the body as an entirely humanform or, indeed, a digital one, as well as in transition, as a modifiableand/or progressively replaceable element.A second key aspect concerns movement. In ourincreasingly interconnected world, bodies move across geographical borders,arts, disciplines, and media platforms. The five-day programme of the summerschool will therefore not be limited to analysing different forms of human ordigital bodies, as outlined above, but will also consider the effects generatedby the movement of such bodies. In this context, phenomena such as migration,armed conflicts, tensions, as well as different forms and degrees ofcoexistence will be addressed, including the ongoing dialogue between human anddigital beings.The prokect focuses also on how literature,cinema, TV series, game studies, performing arts, creative writing, and digitalmedia more broadly represent and mediate bodily experience and its movements inthe past, present, and in near and future scenarios. Particular attention willbe given to bodies as entangled entities that enter into relationships withother bodies, spaces (real or virtual), and discourses. Space will also bedevoted to the interrelations between the self and the “Other,” as well as tohybrid and in-between spaces such as the transcultural, the digital, and theposthuman, together with the crossing of boundaries in both a physical and anaffective sense.

Weitere Informationen

CLARIAH-AT: Hackathon zur Erstellung von Digitalen Educational Escape Rooms (Spanisch und Französisch als L2)

Projektleitung

Jaime Climent de Benito

Laufzeit

26.11.2024 - 31.12.2026

Förderung

Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW)

Webseite

https://clariah.at/de/projects/hackathon-digital-escape-rooms/

Organisation eines Hackathons, bei dem Gruppen von Schüler*innen und Lehramtsstudierenden attraktive Szenarien für Digitale Educational Escape Rooms für Jugendliche, die eine Fremdsprache lernen, erstellen und präsentieren. Der Erfolg wird an der Anzahl der Teilnehmer*innen (mindestens 40 Personen) und an der Anzahl der eingereichten Projekte (mindestens 10 Szenarien) gemessen. Dieser Hackathon ist ein Sprungbrett, um die Story Line von zukünftigen Escape Rooms zu entwickeln, die sich an L2-Lernende auf einem Anfangsniveau (A2-Niveau) richten, nämlich Spanisch und Französisch (12-14 Jahre), und Spanisch und Französisch (15-17 Jahre). ln diesen digitalen pädagogischen Escape Rooms werden schriftliche Texte und Audios verwendet, wobei die Handlung durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz angepasst wird. lm Rahmen früherer Projekte wurden mit Hilfe der Korpuslinguistik spanische Schulbücher analysiert, um eine Liste des Grundwortschatzes und der Einheiten zu erhalten, die in diesen Escape Rooms verwendet werden sollen. Darüber hinaus wurde im Juni 2024 das Thema eines didaktischen Escape Rooms an der Universität Klagenfurt mit Gymnasiasten getestet.Das Organisationsteam unter der Leitung von Dr. Climent de Benito (AAU) wird sich aus Lehramtsstudierenden (Französisch und Spanisch) zusammensetzen, die im WS 24/25 in verschiedenen didaktischen Lehrveranstaltungen zu Mentor*innen ausgebildet werden. Neben der lntegration des Geschlechtergleichgewichts berücksichtigt das Team auch den Datenschutz und das Urheberrecht.

Weitere Informationen

DAL – Dizionario dell’antico lombardo

Projektleitung

Raymund Wilhelm, Elisa De Roberto, Stephen Dörr

Laufzeit

01.10.2015 - 31.12.2025

Webseite

http://www.aau.at/romanistik/zrm/

Das Altlombardische Wörterbuch (Dizionario dell’antico lombardo – DAL) ist als ein Instrument für die lexikalische Untersuchung der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Varietäten der Lombardei konzipiert; damit bildet es ein umfangreiches Forschungsprojekt zur Sprachgeschichte der Region von den ersten Textzeugnissen bis zur Durchsetzung einer für ganz Italien gültigen literatursprachlichen Norm. Die regionale Ausrichtung, die Berücksichtigung soziolinguistischer Dynamiken und der weite diachronische Rahmen unterscheiden das DAL substanziell von anderen lexikographischen Unternehmungen zum älteren Italienischen wie dem LEI oder dem TLIO.Das DAL ist als ein evolutives Wörterbuch konzipiert, es soll nach und nach online bereitgestellt werden; in der Folge ist eine Papierausgabe geplant. Nach dem Vorbild des Dictionnaire étymologique de l’ancien français (DEAF) soll das DAL, ausgehend von einer ausführlichen kritischen Bibliographie des Textkorpus und der einschlägigen Forschungsliteratur, zu einer Forschungsstelle für das Altlombardische und seine Texte werden.Das DAL wird gemeinsam verantwortet von Prof. Dr. Elisa De Roberto (Università Roma Tre), Dr. Stephen Dörr (Akademie der Wissenschaften, Heidelberg) und Prof. Dr. Raymund Wilhelm (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt). Hauptsitz des Projekts ist das ZRM – Zentrum für Romanistische Mediävistik (Institut für Romanistik, Klagenfurt).

Weitere Informationen

Diskurslinguistische Perspektiven auf Nachhaltigkeit in frankophonen Kontexten (geplante Sektion beim Frankoromanistiktag in Kassel 2026)

Projektleitung

Jennifer Gabel de Aguirre, Svenja Dufferain-Ottmann

Laufzeit

01.07.2025 - 31.12.2027

Nachhaltigkeit gilt als Antwort auf die ökonomischen, sozialen undkulturellen Krisen unserer Zeit. Als Leitprinzip integriert es die DimensionenÖkologie, Ökonomie und Gesellschaft in enger Verschränkung. Diese umfassenunter anderem auch Ziele wie „hochwertige Bildung“, „keine Armut“,„Geschlechtergerechtigkeit“ und „weniger Ungleichheiten“, https://unric.org/de/17ziele/).Aufgrund des Schlüsselwortwortcharakters von Nachhaltigkeit nimmt es nicht Wunder, dass die linguistischeReflexion über Nachhaltigkeitsdiskurs(e) sowohl in der Germanistik als auch insprach- und kommunikationswissenschaftlichen Studien aus Frankreich festetabliert ist. Umso erstaunlicher ist es hingegen, dassNachhaltigkeitsdiskurs(e) in der deutschen Frankoromanistik, ebenso wie in denbenachbarten Disziplinen z.B. der deutschsprachigen Hispanooder Italoromanistikbislang kaum beforscht wurden.Im Rahmen des Frankoromanistiktages 2026 in Kassel soll in dieser Sektionein Austausch über die verschiedenen theoretisch-konzeptionellen sowiemethodisch-analytischen linguistischen Zugriffe auf Nachhaltigkeitsdiskurs(e)sowohl in der deutschsprachigen Romanistik als auch im Vergleich mit denjeweiligen Zugängen in frankophonen Forschungskontexten außerhalb Deutschlands.Neben klassischen Analysekonzepten wie Metaphern oder Topoi, die sowohl inder Germanistik als auch in der Romanistik verankert sind, möchten wir explizitBeiträge willkommen heißen, die sich den Nachhaltigkeitsdiskursen mitAnalysekategorien nähern, die bislang in der deutschsprachigen Romanistik zurUntersuchung von Diskursen eher weniger herangezogen wurden.Zu nennen sind hier die in der französischen Diskurs- und Argumentationsanalysestark verankerten, auf die Persuasionstrias von Aristoteles zurückgehendenKonzepte des Ethos (Konstruktion von glaubwürdigen Selbstbildern) und Pathos(Emotionen). Der Einbezug der Ethos- und Pathosebene erscheint insbesondere beiNachhaltigkeitsdiskursen unabdingbar, da die Konstruktion eines bestimmtenSelbstbilds, z.B. eines ethisch und moralisch integren, glaubwürdigen Ethossowie die Vermittlung von Emotionen (wie z.B. apokalyptischeAngstkommunikation, Konstruktion von Wut, Mitleid oder Harmonie erzeugende„heile Welt“-Szenarien oder auf multimodaler Ebene der Einsatz vonKindermotiven in Nachhaltigkeitsberichten) bestimmte Perspektiven derWirklichkeitswahrnehmung schaffen („dissimuler le Mal et affirmer le Bien“,Vargas 2021 : 109).Weitere Analyseebenen, zu deren Berücksichtigung wir explizit ermunternwollen, sind Wortbildung, Euphemismen bzw. Dysphemismen, Hyperbeln,Kollokationen und Formeln, Syntaxstrukturen, Agency, Pronomina, Sprechakte,Implikaturen, Polyphonie oder strukturelle und lexikalische Mittel zurSuggestion von Unstrittigkeit und von (vermeintlich) gesetzten,Selbstverständlichkeiten‘sowie der Einsatz multimodaler Elemente.Als Korpora bieten sich unter anderem Kommunikate von privatenWirtschaftsunternehmen (hier vor allem ressourcenintensive Branchen wie z.B.Tourismus, Energie, Verkehr, Mode, Chemie oder sich bewusst der Nachhaltigkeitverschreibende Start-Ups), politischen Parteien, (ggfs. aktivistischen)Non-Profit-Organisationen, staatlichen Behörden und Einrichtungen (auchUniversitäten) oder der Bereich des Journalismus an, gerade auch in Bezug aufdie Spezifizität von Nachhaltigkeitsdiskurs(en) in Social Media.

Weitere Informationen

Diskurstraditionen der Argumentation

Projektleitung

Jennifer Gabel de Aguirre

Laufzeit

01.01.2023 - 31.12.2027

Während Diskurstraditionen insbesondere seit den 90er und 2000er Jahren intensiv in der Forschung berücksichtigt werden, gibt es wenig Forschung, welche inhaltliche Diskurstraditionen in den Fokus stellen. Dabei gibt es hier insbesondere im Bereich der Argumentation die Möglichkeit, u.a. argumentative Topoi im Sinne von inhaltlich angereicherten Schlussregeln zu untersuchen. Diese spiegeln an den soziokulturellen und historischen Kontext gebundene Endoxa wider und zeichnen sich durch Besonderheiten bei der sprachlichen Realisierung aus. Auch die Selbstdarstellung, d.h. das Ethos, und die Konstruktion von Emotionen im Diskurs, das Pathos, weisen inhaltliche Traditionen und spezifische sprachliche Realisierungen auf. Basis der Forschung zu diesem Thema ist ein Korpus von Bittschriften (ehemaliger) Versklavter und der jeweiligen Gegenpartei aus Gerichtsprozessen der Corte Suprema von Quito im Zeitraum von 1702 bis 1848, welches aus der Serie Esclavos aus dem Nationalarchiv von Ecuador stammt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse werden anhand anderer Bittschriften aus der Audienz von Quito überprüft.

Weitere Informationen

Die „Dritte Landschaft“ und marginalisierte Räume in der zeitgenössischen italienischen Kultur: Interdisziplinäre Perspektiven

Projektleitung

Nicola Tallarini

Laufzeit

01.07.2025 - 28.02.2026

Dieses Forschungsprojekt befindet sich in einer frühen Phase und widmet sich der von Gilles Clément geprägten „Dritten Landschaft“, also marginalisierten Räumen, die eine besondere ökologische, soziale und kulturelle Bedeutung aufweisen. Im Zentrum der Untersuchung stehen literarische, künstlerische und filmische Darstellungen dieser Randzonen sowie deren ästhetische und politische Dimensionen.

Weitere Informationen

Erstellung von Didactical Escape Rooms (Französisch als L2)

Projektleitung

Jaime Climent de Benito

Projekt­mitarbeiter:innen

Virginie Leclerc, Justine Phelan, Anna-Theresa Pertl

Laufzeit

10.05.2024 - 31.12.2027

Webseite

https://gutelehre.at/projekt/fachdidaktische-begleitung-zu-pps-3-franzoesisch-mit-workshop-ss-24

Das Projekt umfasst die Erstellung und Erprobung von Unterrichtsmaterialien in Zusammenarbeit mit Studierenden aus dem BA bzw. MA Lehramt, sowie die Einübung neuer Arbeitsmethoden im Bereich didaktischer Escape-Rooms (in Präsenz). Diese Aktivitäten richten sich an Französischschüler:innen der Sekundarstufe, insbesondere für die Niveaus A2 und B1 des GERS. Ziel ist es, Übungen zu entwickeln, die eine konzeptionelle Einheit aufrechterhalten und es den Schüler:innen ermöglichen, neue sprachliche und kulturelle Inhalte, sowie Fähigkeiten auf spielerische Weise in der Gruppe zu üben und zu erlernen.

Weitere Informationen

Forms and Genres of the Mediterranean Screen. For a Visual Poetics of the Sea

Projektleitung

Angela Fabris

Projekt­mitarbeiter:innen

Giuseppina Gemboni

Laufzeit

01.01.2019 - 31.12.2028

Mediterranean studies are flourishing in film and cultural studies. In this field, a wide range of heterogeneous methods and theories are applied depending on the Mediterranean intended in its uniqueness and multiplicity. In this sense, filmic forms and genres reflect the variety of spatial and visual logics that characterize the Mediterranean and on which the project intends to dwell.

Weitere Informationen

Front- und Veteranendichtung des Ersten Weltkriegs

Projektleitung

Martina Meidl

Laufzeit

01.01.2023 - 31.12.2028

Im Fokus stehen von französischen und italienischen Frontsoldaten des Ersten Weltkriegs verfasste Gedichte, die während der Kriegs- und Nachkriegszeit oder sogar unmittelbar an der West- bzw. Südfront entstanden sind. Dabei werden auch wenig bekannte und vergessene Texte mit dem Ziel, diese (digital) sichtbar zu machen und in den literaturwissenschaftlichen wie erinnerungskulturellen Diskurs einzugliedern, untersucht.Im Zentrum stehen dabei die Frage nach den Eigenschaften und Möglichkeiten von Lyrik als Zeugnisliteratur, Fragen zur Lyrik als Ausdruck von inneren Veränderungsprozessen, die Frage nach der Darstellbarkeit von unbewältigtem, traumatischem Erleben und Erinnern sowie Fragen zu den spezifischen Möglichkeiten lyrischer Darstellung von Kriegserlebnissen.Das Projekt führt die im Rahmen meines Habilitationsprojekts erfolgte Forschung fort, erweitert diese durch eine komparatistische Perspektive und intensiviert die internationale Vernetzung.

Weitere Informationen

The Invention of the Lottery Fantasy – A Cultural, Transnational and Transmedial History of European Lotteries

Projektleitung

Angela Fabris

Laufzeit

01.01.2022 - 31.12.2026

Förderung

Norwegian Research Council

The project examines the cultural, political, and financial impact of what we call the lottery fantasy, the idea of a sudden, life-changing wealth through the big prize in the lottery. We will examine the lottery fantasy as a cultural figure as it circulated between countries, languages, and different medial forms in Europe, both in the eighteenth century and today.State-sanctioned lottery institutions are important agents in European economy, through the financing of sports, culture, and charitable organisations. At the same time, their position as a public body for the organisation of gambling has repeatedly been subject for debate, from the birth of the state-sanctioned lotteries in the seventeenth and eighteenth centuries until today. The debate has been centred around political and moral issues connected to gambling addiction, social inequality and the relationship between state and citizen. The project will study the role played by the lottery fantasy in this political and financial development, through its invention and circulation in and from the eighteenth century.A group of international researchers will map and analyse the lottery fantasy in a large array of cultural and medial forms of expression: newspapers, periodicals, almanacs, visual art, literature and theatre. By exploring how the lottery fantasy was transmitted, criticised, parodied and played with in European culture in the eighteenth century, we aim to produce new knowledge of the impact of state-sanctioned lotteries in the emergence of the modern European state, as well as of the role played by art and culture in modern political economy and in the relationship between state and citizen.

Weitere Informationen

Letteratura e vino nei paesi europei

Projektleitung

Angela Fabris, Linda Garosi, Enrico Zucchi

Laufzeit

01.01.2025 - 31.12.2027

Il progetto intende analizzare nell'arco di sei anni, tramite tre pubblicazioni e altrettanti convegni i percorsi letterari intorno al vino, tenendo conto di forme, funzioni e significati differenti.

Weitere Informationen

Lyrik-Uni 2026

Projektleitung

Blake Shedd, Dominik Srienc, Angela Fabris, Peter Svetina

Projekt­mitarbeiter:innen

Gerhild Gram, Edith Maria Bernhofer, Šejla Silić, Alexander Striessnig

Laufzeit

21.10.2025 - 31.03.2026

Webseite

https://lyrikuni.aau.at/

Das Projekt will auf die Poesie als eine der wesentlichen Aufgaben des universitären Lebens aufmerksam machen: Am Tag der Poesie, dem 21. März 2026 (diesmal eigentlich am Freitag den 20. 3. 2026), finden an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt halbtägig Dichterlesungen statt, am Abend folgt im Robert Musil-Institut eine Diskussion mit mehreren AutorInnen über Mehrsprachigkeit und Poesie. An dem Projekt sind MitarbeiterInnen der philologischen Institute der Universität (Anglistik, Germanistik bzw. Robert Musil-Institiut, Romanistik, Slawistik) sowie Studierende der einzelnen Institute beteiligt. Im Rahmen des Projekts wird eine Sammlung von Gedichten von StudentInnen und AAU-Bediensteten veröffentlicht.

Weitere Informationen

Mapping chivalric literature: Renaud de Montauban in Europe (ESP)

Projektleitung

Giulia Zava

Projekt­mitarbeiter:innen

Angela Fabris

Laufzeit

16.02.2026 - 15.02.2029

Förderung

Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF)

Webseite

https://www.fwf.ac.at/en/research-radar/10.55776/ESP4887825

This project explores one of the most fascinating yet understudied figures of chivalric literature: Renaud de Montauban, cousin of Roland and a central character in the Matter of France. From the thirteenth to the eighteenth century, Renaud appears in French, Italian, and Spanish texts, embodying the restless spirit of rebellion that distinguishes him from other Carolingian heroes. Although absent from the Chanson de Roland, he plays a major role across the Carolingian cycle, where his defiance of authority and shifting moral codes offer a unique perspective on the literary, cultural and ideological transformation of early modern Europe. Adopting a comparative approach, the research will examine how Renaud’s character changes across time, genres, and cultural contexts. Why does he sometimes appear as a hero, other times as a rebel, or Roland’s counterpart? How do these variations reflect the social and political concerns of different periods? And what can they tell us about the evolving ideas of chivalry, power, and identity? The study will combine traditional literary analysis with digital humanities tools to map the themes and relationships surrounding Renaud’s character. Using ontologies from information science, a database will be created to trace how characters and events develop across centuries and regions. The results will be made available through an interactive online platform, allowing users to explore Renaud’s narrative world through dynamic visualisations.By following Renaud’s journey though time and space, the project will open new perspectives on literary criticism, comparative literature, digital humanities, cultural history and gender studies – showing how one rebellious knight can illuminate centuries of European imagination.

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Mehrsprachige Escape Rooms

Projektleitung

Jaime Climent de Benito, Cristina Gavagnin, Virginie Leclerc, Alice Orel

Laufzeit

01.07.2025 - 31.12.2033

Erstellung mehrsprachiger Escape Rooms, insbesondere in mehreren romanischen Sprachen und deren Erprobung mit Schüler:innen der Sekundarstufe. Ziel ist die Gestaltung didaktischer mehrsprachiger Spiele und Aktivitäten.

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Mehrsprachige Escape Rooms zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann

Projektleitung

Jaime Climent de Benito, Cristina Gavagnin

Projekt­mitarbeiter:innen

Virginie Leclerc, Roger Dale Jones, Alice Orel, Cornelia Esterl, Christina Thuller-Habernigg, Anna Benussi

Laufzeit

22.07.2025 - 31.12.2026

Ziel dieses schulbezogenen Projekts ist es, die Wirksamkeit verschiedener mehrsprachiger Aktivitäten im Hinblick auf die Förderung mehrsprachiger und interkultureller Kompetenzen bei Schüler:innen der Sekundarstufe, die Fremdsprachen – insbesondere romanische Sprachen – erlernen, zu untersuchen. Die Studie berücksichtigt dabei sowohl den Einfluss spielerischer Elemente (wie Escape Rooms oder Schnitzeljagden) als auch literarischer Komponenten (zum Beispiel ein literarischer Spaziergang mit Texten von Ingeborg Bachmann) sowie den Einsatz digitaler Medien (Padlets). Die Ergebnisse dieser Untersuchung werden in einer wissenschaftlichen Publikation veröffentlicht.

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Poetik, Rhetorik und „Acutezza“ in der Frühen Neuzeit (Italien, Spanien)

Projektleitung

Martina Meidl

Laufzeit

01.01.2023 - 31.12.2028

Grundidee der Acutezza ist, die Dinge geistig zu durchdringen, indem Analogien zwischen ihnen hergestellt werden. Seine Wurzeln hat dieser Begriff bereits in der aristotelischen Rhetorik, wobei Cicero ihn zudem im Bereich der Dialektik ansiedelt. Die mittelalterliche Tradition verweist den Acutezza-Begriff disziplinär schließlich ganz auf das Gebiet der Poetik, erst in der Renaissance wird die Acutezza mit der Kunst der Unterhaltung und des Gesprächs wieder zurück in ihr Ursprungsgebiet, die Rhetorik, geführt.Heute wird der Acutezza-Begriff in erster Linie mit der Kunst und Literatur des Barocks in Verbindung gebracht und als rhetorische wie auch intellektuelle Strategie angesehen, deren wichtigster Theoretiker der spanische Jesuit Baltasar Gracián (1601-1685) war. Im 17. Jahrhundert wurden zahlreiche Traktate diesem Konzept gewidmet, das in seiner Geschichte unterschiedliche Disziplinen befruchtete, doch mit dem Rationalismus des 18. Jahrhunderts in Kritik und weitgehend in Vergessenheit geriet.Das Projekt findet seinen Ursprung im 2022 ausgelaufenen interdisziplinären HRSM-Projekt "The Exercise of Judgment in the Early modern Period" und basiert auf einer Forschungskooperation mit der Universität Trento.

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Post-Memory, Identität und intermedialer Dialog bei Alain Fleischer

Projektleitung

Jutta Emma Fortin

Laufzeit

01.09.2024 - 31.12.2027

Das Projekt untersucht die Rolle von Post-Memory für die Konstitution von Identität im Werk von Alain Fleischer. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die Nachwirkungen der Shoah in literarischen und fotografischen Formen einschreiben, obwohl sie weder unmittelbar erlebt wurden noch vom Vater erzählt wurden. Aufbauend auf dem von Marianne Hirsch geprägten Konzept der Post-Memory wird analysiert, wie Erinnerung als vermittelte, nachträgliche Erfahrung wirkt und dabei narrative Identität formt.Fleischers Werk zeichnet sich durch einen ausgeprägten intergenerischen Dialog aus, in dem Literatur, Fotografie und Film miteinander verschränkt sind. Dieser Dialog ermöglicht es, Erinnerung nicht nur erzählerisch, sondern auch visuell und materiell zu artikulieren. Die Untersuchung zeigt, dass sich Post-Memory bei Fleischer nicht nur als thematischer Bezug, sondern auch als strukturelles Prinzip manifestiert: in Wiederholungen, Bildspuren, Auslassungen und medialen Überlagerungen. Identität erscheint dabei als instabiler Prozess, der sich im Spannungsfeld von persönlicher Geschichte und kollektiver Erinnerung immer wieder neu konstituiert.Das Projekt leistet einen Beitrag zum Verständnis der ästhetischen Verarbeitung historischer und privater Traumata, indem es zeigt, wie Literatur und Bilder Formen finden, in denen das Nicht-Erlebte dennoch erinnert und weitergegeben werden kann.

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Research Network for the History of European Periodicals (R-NHEP)

Projekt­mitarbeiter:innen

Angela Fabris

Laufzeit

01.01.2022 - 31.12.2031

Webseite

https://r-nhep.com/

The Research Network for the History of European Periodicals is dedicated to the interdisciplinary study of periodicals and newspapers published in Italy and Europe from the 18th century to the present day and aims to stimulate research on European journalism from a literary, historical and linguistic perspective at an international level, involving multiple fields (erudite, encyclopaedic, spectator-type, popular etc.).The research group is dedicated to the promotion and dissemination of studies on European periodicals in various fields, including:the study of the discursive traditions that have characterised journalism since the 18th century (journalistic prototypes, genres and styles; formats of criticism and public debate, such as the polemic and the querelle);the role of translations and translators in the development of European journalism (historical translation studies and historical translator studies);the functions played by the letter both within periodicals and in the evolution and diversification of newspapers themselves (the use of the letter in periodicals; epistolary and periodicals as ‘analogue social networks’).

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Das Schweigen schreiben, flüstern, schreien

Projektleitung

Jutta Emma Fortin, Lydia Bauer

Laufzeit

01.01.2024 - 31.12.2026

Thema der internationalen, forschungsorientierten Tagung (Universität Klagenfurt, 10.-11. Oktober 20024) ist die Art und Weise, wie Schweigen in zeitgenössischen französischen oder frankophonen Erzähltexten durchbrochen wird. Unsere Tagung setzt den Fokus auf die Transformation des Schweigens. Diese kann sowohl leise zum Flüstern oder Stammeln als auch laut zum Schreien oder Wüten stattfinden. Wir interessieren uns dabei gleichermaßen für die inhaltliche wie für die formale Umsetzung des Schweigens bzw. des Ausbruchs aus diesem Zustand in narrativen Texten der französischen und frankophonen Gegenwartsliteraturen.

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Studie zur Toponymie des Landes Valencia (Spanien)

Projektleitung

Jaime Climent de Benito

Laufzeit

01.01.2022 - 31.12.2033

In Zusammenarbeit mit der Acadèmia Valenciana de la Llengua (Valencia, Spanien) wird eine Inventarisierung und eine Klassifizierung von Ortsnamen sowie deren Georeferenzierung mithilfe von Karten erstellt. Die Studie umfasst auch eine historische, soziale und kulturelle Analyse der untersuchten Orte.

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« La variation d’auteur et rédactionnelle: édition, génétique textuelle et philologie numérique »

Projektleitung

Gabriella Parussa, Andrea Valentini

Projekt­mitarbeiter:innen

Raymund Wilhelm, Lisa Struckl

Laufzeit

01.01.2018 - 31.12.2026

Au centre du projet, dirigé par Gabriella Parussa et Andrea Valentini à l'Université Paris III, se trouvent les réflexions menées autour de la notion de variance. Il s’agit en premier lieu d’interpréter la variance particulière aux manuscrits médiévaux qui souvent ne permet pas de distinguer nettement un auteur des copistes remanieurs. En prenant comme objet d’étude la « variante d’auteur », on se propose de faire converger les théories et les méthodes de la philologie traditionnelle et de la génétique textuelle. Le but du projet est donc de confronter les pratiques, le métalangage, les éditions des deux disciplines afin de trouver des solutions communes et d’établir un dialogue entre elles. Il s’agira aussi de réfléchir aux moyens techniques permettant de mettre en ligne les dossiers textuels ainsi que les transcriptions, afin de réaliser des éditions qui permettent de voir le travail d’écriture et de réécriture de la part des auteurs du corpus choisi.

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Die Vermittlung markierter sprachlicher Strukturen des Französischen sowie Italienischen im Spannungsfeld von Linguistik und Fremdsprachendidaktik

Projektleitung

Claudia Elisabeth Pichler

Laufzeit

01.12.2014 - 31.12.2026

Im Zentrum des Interesses stehen syntaktische Strukturmuster (syntaktische Variationen), die an der Schnittstelle von Satz, Diskurs und Text anzusiedeln sind. Aus didaktischer Sicht soll aufgezeigt werden, wie sich bei den Lernenden ein syntaktisches Strukturbewusstsein entwickeln und fördern lässt und welche Bedeutung unterschiedliche Funktions- und Verwendungsweisen syntaktischer Variationen im Hinblick auf die Textrezeption und die Textproduktion der Lernenden haben. Es geht dabei insbesondere auch um die Frage des Zusammenhangs von Sprachwissen und Sprachkönnen sowie um eine Vermittlung sprachlicher (syntaktischer) Strukturen, die nicht ausschließlich von formalen (linearen) Aspekten ausgeht, sondern von den kommunikativen Bedürfnissen der Lernenden. Dabei gilt es, die Grenze des Satzes zu überwinden und syntaktische Strukturen auch im Zusammenhang mit diskursiven Strategien und größeren Sinneinheiten (Texten) zu sehen.

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Eine vollständige Liste aller Forschungsprojekte des Instituts für Romanistik finden Sie in der Forschungsdokumentation (FoDok)

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