Publikationen
Ausgewählte Publikationen
Bonvesin da la Riva
Tradizioni di lingua, di poesia e di cultura
Fra i più importanti e prolifici poeti duecenteschi, Bonvesin da la Riva non ha ancora ricevuto negli studi l’approfondimento che meritano la complessità della sua opera e la sua rilevanza storico-linguistica e letteraria. Bonvesin ha lasciato una vasta opera di poesie religiose e didattiche di altissimo valore. Con i suoi componimenti in volgare l’autore contribuisce in modo decisivo ad elaborare la scripta letteraria milanese. Bonvesin è anche un intellettuale attento all’attualità politica e sociale che lo circonda: è noto il suo impegno come doctor gramatice o maestro di scuola; come frate del terz’ordine degli Umiliati egli si dedica ad opere di carità, sostenendo in particolare gli ospedali di Legnano e di Milano. Quindici anni dopo l’incontro di Heidelberg, documentato in Bonvesin da la Riva. Poesia, lingua e storia a Milano nel tardo Medioevo a cura di R. Wilhelm e St. Dörr (Heidelberg, Winter, 2009), il convegno «Bonvesin da la Riva: tradizioni di lingua, di poesia e di cultura», tenutosi a Klagenfurt nel novembre del 2021, ha voluto proporre una nuova sintesi sull’opera del poeta milanese. I risultati ora raccolti in volume riuniscono tanto presentazioni di progetti in corso, quanto ricerche puntuali su aspetti centrali della produzione bonvesiniana. Si profila così la personalità di un intellettuale engagé, tanto poliedrica quanto inafferrabile, che, di là dall’immagine canonizzata di una «figura ambrosianamente pia e borghese» (Contini), potrebbe rivelare inattesi caratteri di originalità.
De uno zovene che zè in soa ventura
Una novella in versi del codice Ambrosiano N 95 sup.
La breve novella in versi qui edita racconta di un giovane che deruba un bambino e lo getta nel fiume e che ottiene infine non solo il perdono del bambino ma anche una somma di denari. L’enigmatico testo è conservato nel ms. Ambrosiano N 95 sup., allestito da Giovan Francesco Cignardi a Milano intorno al 1430. Il volume si apre con due saggi basati sulle conferenze plenarie: il primo, dovuto a M.L. Meneghetti, discute l’interazione fra testo e immagine nei manoscritti medievali, specialmente in vista della loro datazione e localizzazione; l’altro, di E. De Roberto, propone una visione d’insieme dello zibaldone del Cignardi, profilandolo in particolare come una sorta di manuale per l’educazione maschile. Seguono una serie di studi puntuali realizzati dai partecipanti alla Scuola estiva di Klagenfurt del 2022, volti all’inquadramento storico-linguistico e letterario del testo, l’edizione, un esauriente commento e un glossario.
Heimsuchungen
Phantomatische Schreibweisen von Verlust und Erinnerung
Was geschieht, wenn Erzählen zur Heimsuchung wird? Jutta Fortin zeigt, wie sich das Verdrängte in Rhythmus, Syntax und Bild einschreibt und im literarischen Text fortwirkt. Ausgehend von André Greens Konzept der „toten Mutter“ entwickelt sie ein Lektüremodell, das eine neue Poetik des Verlusts entfaltet. Das Phantomatische erweist sich dabei als ästhetischer und ethischer Modus, in dem sich private und kollektive Traumata verbinden – von der familiären Leerstelle bis zur Nachwirkung der Shoah. Von Camille Laurens über Alain Fleischer und Yves Ravey bis zu Erri De Luca verdeutlicht Fortin, wie sich seit den 1980er Jahren Verlust und Erinnerung zu einer gemeinsamen Form verschränken. Zwischen Fotografie und Schrift, zwischen Mythos, Märchen, Körper und Raum wird das Unsagbare nicht erklärt, sondern spürbar. Das Schreiben gibt dem Verlorenen kein Ende, sondern eine Gestalt, die wandert, zirkuliert und weiterlebt. In den Texten bewahrt sich so die Gegenwart des Abwesenden – als Spur, als Nachhall, als leises Fortleben in der Sprache der Literatur.
Écrire le silence, chuchoter, crier
Die internationale und forschungsorientierte Tagung „Écrire le silence, chuchoter, crier“ (Das Schweigen schreiben, flüstern, schreien) war der Art und Weise gewidmet, wie Schweigen in narrativen, lyrischen oder hybriden (Text und Fotografie) Texten der französischen und frankophonen Literaturen der Gegenwart durchbrochen wird. Die Veranstaltung setzte den Fokus auf die Transformation des Schweigens. Diese kann sowohl leise zum Flüstern oder Stammeln als auch laut zum Schreien oder Wüten stattfinden. Das Interesse galt dabei gleichermaßen der inhaltlichen wie der formalen Umsetzung des Schweigens bzw. des Ausbruchs aus diesem Zustand in Texten. Die Tagung war mit denjenigen Themen befasst, die unsere Gesellschaft interessieren und beunruhigen – etwa mit dem Umgang mit den Terrorattentaten von Paris, mit der Shoah, mit dem Tod, mit Erzählungen von sexuellem Missbrauch, mit Erzählungen von unwürdigen Praktiken im Kontext des Kolonialismus, mit traumatisierenden Erfahrungen an der Front im Ersten Weltkrieg. Geöffnet für Forschende, Studierende und andere Interessierte, bot die Veranstaltung auch eine Lesung der Erzählung „La Cale“ (2014) von Mohamed Mbougar Sarr, Prix Goncourt 2021.
Die Sprache des erlittenen Krieges (1914-1938)
Französische Front- und Veteranenlyrik der Grande Guerre
Während des Ersten Weltkriegs steht vitalistischen und ästhetisierenden Kriegsvisionen eine Lyrik des erlittenen Krieges gegenüber, die die existentielle Grenzerfahrung des Stellungskriegs zur Sprache bringt und als Medium der Anklage fungiert.Im Fokus der Studie stehen von französischen Soldaten der Grande Guerre verfasste Gedichte, die während der Kriegs- und Nachkriegszeit oder sogar unmittelbar an der Westfront entstanden sind. Dabei werden auch wenig bekannte und vergessene Texte mit dem Ziel, diese sichtbar zu machen und in den literaturwissenschaftlichen wie erinnerungskulturellen Diskurs einzugliedern, untersucht und im Anhang zugänglich gemacht.Auf neues Terrain begibt sich die Studie zudem aufgrund ihrer Perspektivierung, unter der auch einige ‘kanonisierte’ Texte neu gelesen werden. Im Zentrum stehen dabei die Frage nach den Eigenschaften und Möglichkeiten von Lyrik als Zeugnisliteratur, Fragen zur Lyrik als Ausdruck von inneren Veränderungsprozessen, die Frage nach der Darstellbarkeit von unbewältigtem, traumatischem Erleben und Erinnern sowie Fragen zu den spezifischen Möglichkeiten lyrischer Darstellung von Kriegserlebnissen.FWF-geförderte Publikation der 2019 von der Autorin eingereichten Habilitationsschrift.
Diskurstraditionen der Argumentation
Eine Korpusanalyse von Bittschriften der Serie «Esclavos» der «Corte Suprema de Quito» (1702–1849)
Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet die Frage, inwiefern Diskurstraditionen auch durch inhaltliche Elemente repräsentiert werden können und insbesondere, welche Wechselbeziehungen es zwischen Argumentation und Diskurstraditionen gibt.Basis der Arbeit stellt ein Korpus von Bittschriften (ehemaliger) Versklavter und der jeweiligen Gegenpartei aus Gerichtsprozessen der Corte Suprema von Quito im Zeitraum von 1702 bis 1848 dar. Die Texte stammen aus der Serie Esclavos aus dem Nationalarchiv von Ecuador und weisen eine starke argumentative Dimension auf. Die qualitativ ausgerichtete Analyse behandelt die sprachliche Markierung von grundlegenden Elementen der Argumentation wie Konklusion und Argument, aber auch von Gegenargumentation und Unstrittigkeit. Ein wesentlicher Teil ist den Topoi gewidmet, d.h. den Schlussregeln, welche Argument und Konklusion verbinden. Diese spiegeln an den soziokulturellen und historischen Kontext gebundene Endoxa wider und zeichnen sich durch Besonderheiten bei der sprachlichen Realisierung aus. Auch die Selbstdarstellung, d.h. das Ethos, und die Konstruktion von Emotionen im Diskurs, das Pathos, weisen inhaltliche Traditionen und spezifische sprachliche Realisierungen auf.Die Untersuchung will im Bereich der Diskurstraditionen sowohl bisher weniger berücksichtigte Bereiche wie Argumentation und inhaltliche Diskurstraditionen beleuchten und gleichzeitig einen geographischen Raum in den Fokus rücken, der bisher nur von einer geringen Zahl Forscher:innen eingehender in diachronischer Hinsicht untersucht wurde.
Le tradizioni discorsive
Dalle norme comunicative alla storia della lingua
Il concetto di tradizione discorsiva, elaborato negli studi storico-linguistici in lingua tedesca a partire dagli anni Ottanta del Novecento, si è diffuso rapidamente a livello internazionale. Rientrano in tale categoria i generi letterari e i tipi di testo, le formule e gli stili, gli universi discorsivi: tutte quelle forme, cioè, che non sono regolate dalle grammatiche delle singole lingue ma che possiedono una loro riconoscibilità in quanto norme (perlopiù implicite). Il volume raccoglie sia riflessioni teoriche e metodologiche sia applicazioni a precise situazioni del Medioevo e della prima Età moderna, in ambito italiano e più largamente romanzo. In prospettiva teorica interessano i rapporti fra le tradizioni discorsive e quelle linguistiche, l’esistenza di vere e proprie comunità discorsive, il ruolo del linguaggio formulare ecc. Gli scavi empirici dedicati alla novellistica e all’agiografia, al trattato scientifico e ai primordi del giornalismo mostrano l’utilità, per non dire la necessità, del concetto di tradizione discorsiva e, nello stesso tempo, lo precisano in vari suoi aspetti.
Sea of Literatures
Towards a Theory of Mediterranean Literature
Mediterranean studies flourish in literary and cultural studies, but concepts of the Mediterranean and the theories and methods they use are very disparate. This is because the Mediterranean is not a simple geographical or historical unity, but a multiplicity, a network of highly interconnected elements, each of which is different and individual. Talking about Mediterranean literature raises the question of whether the connectivity of Mediterranean literature can or should be limited in some way by constructing an inside and an outside of the Mediterranean. What kind of connectivity and fragmentation do literary texts produce, how do they build and interrupt references (to the real, to fictional forms of representation, to history, but also to other texts and discourses), how do they create and deny communication, and how do they engage with and reflect literary and non-literary concepts of the Mediterranean? These and other questions are considered and discussed in the over twenty contributions gathered in this volume.
I giornali veneziani di Gasparo Gozzi
Tra dialogo e consenso sulla scia dello Spectator
Il volume offre un’indagine ad ampio spettro sulle pubblicazioni periodiche e pseudoperiodiche che escono a cura di Gasparo Gozzi a Venezia tra il 1760 e il 1762, ovvero la «Gazzetta Veneta», l’«Osservatore Veneto» e Il mondo morale. Pur richiamandosi al capostipite inglese dell’inizio del secolo, «The Spectator», Gozzi si impegna nel promuovere – tramite una serie di strategie – nuove forme narrative e di intersezione tra la cultura classica e quella moderna. In questo senso il foglio a due colonne diviene un terreno di sperimentazione per una estesa tipologia di microgeneri e a livello di palinsesto. Le categorie al centro dell’analisi sono la dialogicità quale modulo che attraversa le pagine gozziane del periodo e il consenso, elemento che – in relazione al pubblico in fase di espansione nella Venezia di metà Settecento – si proietta all’interno del foglio periodico e ne influenza l’allestimento, sia pure in veste fittizia.
La „Chanson de la Première Croisade“ en ancien français d’après Baudri de Bourgueil
Édition et analyse lexicale
La «Chanson de la Première Croisade», rédigée en ancien français au début du 13e siècle, relate les événements de la Première Croisade de 1095 à 1099 et s’inscrit dans la tradition des Chansons de Croisade. Le texte est une adaptation libre de la chronique latine de Baudri de Bourgueil rédigée vers 1108 et reflète les changements politiques et sociaux du début du 13e siècle. Il offre des perspectives intéressantes aux études littéraires, à l’histoire des mentalités et à l’étude de la réception historiographique au Moyen Âge. La présente édition est la première à rendre accessible une grande partie continue du texte (5127 des environ 15.000 vers) selon le ms. Hatton 77 avec ses variantes. La majeure partie du riche matériau offert par l’œuvre à la lexicographie historique est traitée dans l’analyse du lexique. Ceci ajoute une nouvelle pièce à la mosaïque de nos connaissances de l’ancien français et de la société médiévale.
Castell de Castells
Im Rahmen des Makroprojekts zur Toponymie vom Land Valencia der Acadèmia Valenciana de la Llengua (Valencia, Spanien) präsentiert diese Studie das Verzeichnis und die Klassifizierung der Ortsnamen der Gemeinde Castell de Castells sowie deren normative Festlegung im Katalanischen und deren Georeferenzierung anhand von Karten.
Tra editoria e critica
I testi per l’editoria italiana del secondo Novecento, quarte, risvolti e note editoriali, i cosiddetti paratesti, erano spesso affidati a intellettuali, scrittori a loro volta, che collaboravano con le case editrici in varie forme. L’autonomia e la qualità di questi testi erano tali che si sarebbero potuti presentare senza opera, assegnandoli alla categoria della «letteratura sulla letteratura» ed essere identificati come forme ibride tra letteratura, critica e scrittura al servizio dell’editoria. Il libro, partendo da questioni preliminari come lo stato attuale degli studi sull’editoria e la prassi editoriale, prende in considerazione gli scritti di alcuni tra i collaboratori più significativi, in particolare quelli rivolti alle collane editoriali d’autore: Vittorini, Calasso, Garboli, Manganelli, Debenedetti, Calvino, Sciascia, Borges… Queste figure di editore iperlettore e di letterato editore sono oggi ancora più necessarie, proprio per l’urgenza di filtrare le opere da pubblicare all’interno di un’offerta indistinta e pressoché illimitata.
Was grammatische Kategorien miteinander machen
Form und Funktion in romanischen Sprachen von Morphosyntax bis Pragmatik. Festschrift für Ulrich Wandruszka
Die Festschrift spiegelt die Bandbreite von Ulrich Wandruszkas Werk wider: Anhand von Beispielen aus dem Italienischen, Französischen, Spanischen und Deutschen werden komplexe Form-Inhaltsrelationen grammatischer Kategorien zwischen Morphosyntax, Semantik, Textstruktur und Pragmatik analysiert. die Beiträge würdigen auch das enorme philologische 2Gepäck" des Jubilars, indem gezeigt wird, wie eine detaillierte einzelsprachliche (auch historische) Untersuchung immer wieder zu überraschenden Ergebnissen führt, die bisherigen typologischen oder vorwiegend theoriebasierten Annahmen widersprechen.
Der Infinitiv als formal-funktionale Kategorie zwischen Nomen und Verb – Eine kategorialgrammatische Darstellung unter besonderer Berücksichtigung des Altitalienischen
Das zentrale Thema der Dissertation ist die Beschreibung und Darstellung des morphosyntaktischen Zwischenstatus des Infinitivs, der formal und funktional zwischen Nomen und Verbum steht. Zu diesem Zwecke werden altitalienische Infinitivkonstruktionen untersucht, wobei als theoretischer Rahmen die sogenannte Kategorialgrammatik gewählt wurde.Die Infinitivphrase (VNP) wird als Ergebnis eines morphosyntaktischen Kompositionsprozesses und als eine in sich abgeschlossene Grundeinheit betrachtet. Die Tatsache, dass im Altitalienischen Infinitivanschlüsse mit explizitem Subjekt besonders häufig sind (z.B. "uccidere sé stesso l'omo" / "confessa lui esser stato omicida") wird als positives Argument dafür gewertet, innerhalb der VNP eine Strukturstelle für ein zugrundeliegendes Infinitivsubjekt anzusetzen. Funktionskompositionen (bzw. kompositorische Prozesse im allgemeinen) bewirken generell eine Vereinfachung der (morpho-)syntaktischen Strukturen. Die Infinitivphrase beziehungsweise die infinitivhaltige Nominalphrase (VNP)steht strukturell zwischen NPS (= satzhaltige Nominalphrase) und NP (= Nominalphrase). NPS und VNP stellen unterschiedliche Realisierungsvarianten der syntaktischen Kategorie NP dar. Die VNP ist durch nominale und verbale Merkmale gleichermaßen gekennzeichnet. Dieser formal-funktionale Zwischenstatus der Nennform zweigt sich gerade an der - im Rahmen der Kategorialgrammatik möglichen - Interpretation und Darstellung des Infinitivs als Resultat eines morphosyntaktischen Kompositionsprozesses.
Galileo in Europa
La scelta del volgare e la traduzione latina del „Dialogo sopra i due massimi sistemi“
In addition to his capital contribution to science and philosophy, Galileo is also celebrated as a master of the Italian language. The first part of the book focuses on the explicit passages in which the scientist justifies the choice of language, on the few Latin letters of his and on the coexistence of Italian and Latin in the last work (Discourses and Mathematical Demonstrations Relating to Two New Sciences). Subject of the second part is the Latin translation of the Dialogue Concerning the Two Chief World Systems, which was published in 1635 by Matthias Bernegger. Particular attention is given to the history of the translation and to the rendering of Galileo’s terminology, idiomatic expressions and metaphors.
Eine Liste aller am Institut für Romanistik verfassten Publikationen finden Sie in der Forschungsdokumentation (FoDok) sowie bei den einzelnen Teammitgliedern.
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