Eva Krallinger-Gruber | (c) wildbild

Wir dürfen vorstellen: Fräulein Flora.

Die Salzburgerin Eva Krallinger-Gruber studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der AAU. Sie arbeitete in Frankreich, Belgien, Amerika und der Schweiz. Jetzt ist sie ihre eigene Chefin und zeigt mit dem Online-Stadtmagazin „Fräulein Floras Favourite Hangouts“ was Salzburg zu bieten hat. Sie steht, gemeinsam mit ihrem Mann, hinter dem Blog  und bringt bald ihr eigenes Magazin heraus. Im Interview erzählt sie uns, warum sie Klagenfurt als Studienort gewählt hat und was sie heutigen Studierenden raten würde.

Von Salzburg nach Klagenfurt. Können Sie sich noch an Ihre erste Woche an der AAU erinnern?

Sehr genau sogar. Ich habe das Tutorium für Erstsemestrige besucht und in dieser Gruppe eigentlich alle meine Freunde für die gesamte Studienzeit kennengelernt. Mit vielen davon bin ich auch heute noch befreundet.

Sie haben Publizistik und Kommunikationswissenschaften studiert. War Ihr Studium für Ihre heutige Tätigkeit hilfreich?

Auf jeden Fall. Nicht so sehr wegen der inhaltlichen Komponente, aber definitiv in der Art und Weise, wie ich mir Wissen aneigne und Projekte umsetze. Das lernt man auf der Uni wie sonst nirgends: Nicht passive Daten auswendig lernen, sondern suchen und finden.

Sie stehen, gemeinsam mit ihrem Team, hinter dem „Fräulein Flora“. Was sind Ihre Arbeitsaufgaben und wie sieht Ihr beruflicher Alltag aus?

Wir haben gerade ein Magazin für Salzburg entwickelt und meine Aufgaben dabei waren vielfältig: Konzeption, Umsetzung, Finanzierung, Textierung – eigentlich von allem ein bisschen. An meinem Job liebe ich besonders, dass ich selber entscheide, was ich mache und was nicht. Und das obwohl ich wirklich sehr viel arbeite, eigentlich jeden Tag inklusive Wochenende.

Wie wird man zu so einer Allrounderin?

Ich hab ganz viel ausprobiert, war viele Jahre im Ausland und habe in großen Marketing-Büros gearbeitet. Nebenher habe ich einen Blog gestartet und aus diesem hat sich eine kleine Agentur entwickelt – so bin ich in meinem jetzigen Beruf gelandet.

Trotz Ihres Wunsches ins Ausland zu gehen haben Sie sich für eine heimische Universität entschieden. Was hat Sie damals an die AAU gezogen? 

Ich wollte an einer kleinen Uni studieren, wo man sich nicht wegen jedes Lehrveranstaltungs-Platzes die „Schädel eindreschen“ muss. Das war zu meiner Zeit ganz wunderbar in Klagenfurt. Ich habe mich im Kleinen viel wohler gefühlt und immer wenn meine Freunde aus Wien erzählt haben, dass sie schon wieder ein Semester länger studieren müssen, habe ich mir gedacht: „Gottseidank bin ich nicht woanders hingegangen.“

Sie würden sich also wieder für die AAU entscheiden?

Auf jeden Fall. Und ich würde weniger schnell studieren und mehr Zeit am See verbringen.

Was würden Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?

Das Studium zu genießen. Man hat nie mehr wieder so viel Zeit mit sich selbst, wenn man erstmal die Uni verlassen hat.

Gibt es etwas, das Sie aus Ihrer Studienzeit vermissen?

Zeit haben, monatelang frei haben, die Sorglosigkeit des Studienalltags und mich nicht mehr vor Prüfungen zu fürchten. Das war trotzdem immer irgendwie aufregend.

 

Wort-Rap:

  • Ein glücklicher AAU-Moment war … eigentlich jeder Frühling. Wenn die Sonne wieder rausgekommen ist und wir nach den Vorlesungen zum Wörthersee spaziert sind. Eine Uni am See hat schon was.
  • Aus Ihrer Studienzeit besitzen Sie noch … meinen Laptop. Wobei mir da letztens Wasser darauf ausgeronnen ist. Jetzt muss ich schauen, ob diese Antwort nicht doch eine Lüge ist.
  • Wer hat Sie inspiriert? Larissa Krainer. Sie war die Betreuerin meiner Diplomarbeit und hat mir echt gute Inputs geliefert.
  • Ihr Studium in 3 Worten: kurz, auslandslastig, aktiv.