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Medien- und Kommunikationswissenschaften studieren: Individuell und praxisnah

Als gebürtiger Kärntner kennt Adrian Schatzmayr die Vorzüge des Lebens im Süden Österreichs. Nachdem er als Kleinkind nach Salzburg zog, dort die Schule besuchte und seine Matura am BRG Akademiestraße im Informatikzweig absolvierte, hat es ihn letzten Endes wieder nach Kärnten gezogen, wo er heute Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Welche Schwerpunkte er an seinem Studium mag, was für ihn den Campus erlebenswert macht und was er in den USA gemacht hat, erzählt er uns im Interview.

Warum hast du dich dazu entschlossen zu studieren? Und wie hast du dich für unsere Uni entschieden?

Direkt im Anschluss meines schulischen Werdeganges wollte ich mein Interesse an Medien weiter vertiefen. Ich würde mich selbst als Cineasten beschreiben und mich haben Filme und Serien seit meiner Kindheit fasziniert. Deshalb habe ich mich zunächst an einer FH in Salzburg beworben. Nach einem gescheiterten Bewerbungsversuch wurde mir der Rat gegeben, ich solle etwas mehr Praxiserfahrung sammeln und es im darauffolgenden Jahr erneut versuchen. Gesagt getan. Ich konnte bei verschiedenen Film- und Serien-Drehs als Setrunner und Videooperator mitarbeiten und hautnah miterleben, was es heißt ein Film- beziehungsweise Serienprojekt umzusetzen und vor allem wie viel Arbeit dahintersteckt. Im Jahr 2017 habe ich mich dann nochmals bei der FH beworben und parallel dazu an der Uni Klagenfurt. Auf die Idee hat mich mein Vater gebracht, der selbst lange beruflich in Klagenfurt tätig war. Bei der FH ist auch der zweite Versuch nicht geglückt, aber diesmal hatte ich ja ein Ass im Ärmel. Klagenfurt war also nicht meine erste Wahl, aber ich bin froh diese Entscheidung getroffen zu haben und habe es nie bereut hier zu studieren.

Wann und wie hast du herausgefunden was du studieren willst?

Es kristallisierte sich für mich heraus, dass bei meiner neugewonnenen Berufserfahrung noch ein theoretisches Grundgerüst fehlt. Dem Vorschlag meines Vaters folgend, habe ich mich auf der Website der AAU schlau gemacht, welche Studienrichtungen angeboten werden. Bei meiner Recherche bin ich auf das Studium Medien- und Kommunikationswissenschaften gestoßen und da wusste ich, dass das das Richtige für mich ist.

Welcher Moment wird dich immer an dein Studium hier erinnern?

Abgesehen von den vielen positiven Erinnerungen, die ich mit meiner Zeit an der AAU verbinde, waren es vor allem die Uni-Veranstaltungen, die mir am meisten in Erinnerung bleiben werden. Vor allem die ÖH-Skitage auf der Turracher Höhe und die Bootsparties am Wörthersee waren für mich einzigartige Erlebnisse, die ich mit meinen Studienkolleg*innen teilen durfte. Bei jeder dieser Veranstaltungen konnte ich neue Kontakte knüpfen und interessante und nette Leute kennenlernen. Meiner Meinung nach machen vor allem diese Momente das Campusleben wirklich (er-)lebenswert.

Was macht dein Studium für dich zu etwas Besonderem?

Es verbindet kommunikationswissenschaftliche Aspekte mit älteren und neueren Medien. Diese Kombination, würde ich behaupten, ist österreichweit einzigartig und bietet einem die Möglichkeit nicht nur theoretische Kommunikationsmodelle zu studieren, sondern auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Ich bezeichne mich als praktisch denkenden Menschen und verstehe und merke mir Dinge einfach besser, wenn ein Bezug zur Praxis hergestellt werden kann.

Welche Themen gefallen dir in deinem Studium am besten?

Spannend finde ich die Medienlandschaft Österreichs, die Wechselwirkung zwischen Öffentlichkeit, Demokratie und Medien, Stuart Halls Beitrag zu den Cultural Studies und die praktischen Kurse und Seminare, in denen man selbst Projekte organisieren und realisieren kann.

Wie erklärt man den Inhalt des Studiums seiner Familie oder Freunden?

Meistens lautet die Frage: „Was kannst du nach dem Studium machen?“ und nachdem man sich ein sehr breites Wissen aus beispielsweise Moderation, PR, Marketing und Journalismus aneignet, kristallisiert sich eben individuell heraus, auf welchen Bereich man sich spezialisieren will.

Hast du Erfahrungen im Ausland gesammelt? Erzähle uns etwas darüber.

Ich hatte das Privileg ein Auslandssemester in den USA an der University of Illinois at Urbana Champaign (UIUC) zu absolvieren. In diesen vier Monaten habe ich ein ganz anderes Leben, viele neue Bekanntschaften und Freunde, sowie auch eine andere Kultur kennen lernen dürfen. Abgesehen vom sprachlichen Benefit war es eine unglaubliche Bereicherung eine andere Uni in einem anderen Land besuchen zu können. Die USA waren schon lange auf meiner To-Do-Liste und ich bin froh, dass ich die Möglichkeit bekommen und wahrgenommen habe für eine längere Zeit dorthin zu gehen. Ich kann nur jeder und jedem ans Herz legen ein Auslandssemester zu machen, denn so eine Möglichkeit bietet sich nicht oft.

Wo holst du dir an der Uni Hilfe, wenn du etwas brauchst oder mal nicht weiterweißt?

Wenn es um Fachspezifisches geht, melde ich mich meistens bei der zuständigen Abteilung oder der Studienprogrammleitung. Bei generellen Fragen wende ich mich entweder an Studienkolleg*innen oder auch an die ÖH.

Hat sich dein Blick auf die Welt durch das Studium verändert?

Ja, vor allem dahingehend, dass ich viele Menschen kennengelernt habe, die ich anderswo vielleicht nicht getroffen hätte, wodurch ich etwas weiter über meinen eigenen Tellerrand hinausschauen konnte. Außerdem lernt man an der Universität kritisch zu denken und man hinterfragt automatisch mehr Dinge im Alltag, als man es vielleicht vorher getan hat.

Was gefällt dir daran Student zu sein?

Vor allem die Möglichkeit sich weiterzubilden und Dinge auszuprobieren, die man sonst nie machen würde und sich so zusätzlich Gedanken machen zu können in welche Richtung man beruflich gehen wird. Und natürlich das Leben am Campus, auch wenn das gerade stark unter Corona leidet. Außerdem bietet das USI, aus sportlicher Sicht, viele spannende Kurse an, bei denen man sich auch körperlich ausprobieren kann. Und, wie bereits erwähnt, die Möglichkeit unkompliziert Zeit im Ausland studieren und verbringen zu können.

Machst du noch etwas neben dem Studium? Lässt sich das gut kombinieren?

Ich arbeite noch in der e-Learning-Abteilung der AAU. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und das Arbeitsklima mit den Kolleg*innen könnte nicht besser sein. Aufgrund der flexiblen Arbeitseinteilung ist es mir möglich meine Lehrveranstaltungen und meine Arbeitsstunden gut miteinander zu kombinieren. Und natürlich treffe ich mich auch gerne mit meinen Freund*innen und meiner Familie und bin für (fast) jeden Spaß zu haben. An regnerischen Tagen gehe ich gerne ins Kino und sobald die Sonne scheint findet man mich am See oder am Tennisplatz.

Warum sollte man an unserer Uni studieren?

Erstens, weil wir eine sehr moderne Uni sind und der Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden persönlicher ist als bei anderen Universitäten. Das bietet den Vorteil, dass man auf individuelle Bedürfnisse eingehen und zusammen qualitativ bessere Lösungen für Probleme finden kann. Ein weiterer Punkt ist das Thema Freizeitgestaltung. Vor allem im Sommer kann man Radfahren, Bergsteigen, Wandern gehen oder einfach den Wörthersee genießen. Viele Freunde haben mich oft belächelt und gefragt: Warum studierst du in Klagenfurt? Was ist so besonders an der AAU? Ich antwortete immer: „Habt ihr einen See vor der Haustüre?“ Darauf wissen die meisten nicht was sie sagen sollen oder geben mir sogar recht.

Was magst du an Klagenfurt?

Mir gefällt die Stadt an sich mit dem Neuen und dem Alten Platz, die Verbundenheit zu Eishockey, im Speziellen zum KAC. Ich liebe den Wörthersee und die geografische Nähe zu Italien und Slowenien. Vor allem das südländische Lebensgefühl ist spürbar, wenn man durch die Gassen Klagenfurts spaziert.

Worüber wärst du froh gewesen, wenn es dir jemand vor dem Studium erzählt hätte? Also, was ist dein Tipp für Studienanfänger*innen?

Anfangs war ich ziemlich überfordert mit der Organisation meiner Lehrveranstaltungen. Wenn man bei den Einführungsveranstaltungen nicht genau aufpasst, ist man gleich etwas verloren. Am besten macht man sich also zu Beginn einen Termin bei der ÖH aus, um zur Stundenplanerstellung beraten zu werden. Oder man wendet sich an die Uni oder jemanden, der*die schon in einem höheren Semester ist. Man bekommt auf jeden Fall Unterstützung, wen man fragt!

Wort-Rap

  • Meine Lieblings-LV war… “Producing Videos to Support (e-)Learning”
  • Mein Studi-Leben ist… herausfordernd und lustig
  • Uni geht nicht ohne… Uniwirt
  • Mich motivieren… meine Freundin, Freunde und meine Familie
  • Mein Traumjob… ist Moderator

klagenfurtarts, der Vlog: in Kärnten gibt es viel zu entdecken

Was passiert, wenn eine Gruppe motivierter Studentinnen auf eine spannende Lehrveranstaltung trifft? llagenfurtarts entsteht. Was es genau mit diesem Projekt auf sich hat, verraten uns die 7 Köpfe, die dahinterstecken. 

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Einblick in die Lehre… 3 Fragen an Marcus Stiglegger

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Mit dem Studium Medien- und Kommunikationswissenschaften in das Silicon Valley

Silke English hat an der Universität Klagenfurt Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Kurz nach ihrem Studienabschluss hat sie in einem Startup gearbeitet, mit dem sie später in das Silicon Valley übersiedelt ist. Heute ist sie dort immer noch vielfältig tätig und erzählt im Interview, wie sie all diese Projekte unter einen Hut bekommt, in wie fern ihr Studium für den dortigen Berufseinstieg hilfreich war und was sie heute noch mit der Uni verbindet.

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Einblick in die Lehre… 3 Fragen an Jasmin Kulterer

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„Wissensdrang und Neugier haben mich von klein auf geprägt“

Christina Cerne hat an der Universität Klagenfurt Pädagogik mit der Fächerkombination Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert. Während ihrer ersten beruflichen Station in Wien hat sie ihr zweites Studium Publizistik und Kommunikationswissenschaften an der Universität Klagenfurt abgeschlossen. Sie ist seit 2004 von Asien aus weltweit tätig und über das Projekt Erasmus+ weiterhin mit ihrer Alma Mater verbunden. Weiterlesen

Studieren in Seoul: Das Alltägliche wird zum Abenteuer

Warum Seoul? Dieser Frage musste sich Cedrik Hennigs nicht nur im Interview stellen. Auch sein Umfeld wollte von dem Münchner Studenten der Medien- und Kommunikationswissenschaften wissen, warum es ihn für sein Auslandssemester so weit weg zieht. Hier erzählt er vom Leben und Studieren in Südkorea und warum es gut tut in eine unbekannte Kultur einzutauchen. 

Wie geht es dir?

Mir geht es sehr gut! Ich bin hier durch die Partneruniversität super betreut. Ich habe schnell Anschluss gefunden und außerdem sind noch zwei weitere AAU-Studierende mit mir hier.

Wie ist es für dich in Südkorea zu studieren?

Das ist schwer in wenige Worte zu fassen. Hier und wahrscheinlich generell im asiatischen Raum gibt es eine ganz andere Kultur, es ist eine ganz andere Welt als in Europa. Dadurch ist hier auch das Studium anders. Es ist zwar auf Englisch, das hält die Sprachbarrieren gering. Allerdings ist das ganze System, zum Beispiel bei der Vergabe von Noten oder Punkten ungewohnt und auch strenger. Das Leistungsniveau hier ist ein anderes. Auch das hängt, denke ich, sehr stark mit der Kultur zusammen, die auf Leistung und einen hohen Bildungsabschluss abzielt.

Hast du deine Lehrveranstaltungen on oder off Campus?

Bei uns findet aktuell alles online statt. Das wurde schon im Vorhinein bekanntgegeben, jetzt wurde aber noch einmal bestätigt, dass auch bis zum Semesterende alles online bleibt.

Und warst du trotzdem schon einmal am Campus?

Ich war zwar noch in keinem Hörsaal oder Ähnliches, aber ja, ich wohne sogar am Campus. Das Wohnheim befindet sich hier. Obwohl man den Begriff Campus hier recht breit fassen muss. Der ist richtig groß, praktisch ein eigenes Stadtviertel. Es gibt hier verschiedene Restaurants, Banken, Schreibwarenläden und andere Einrichtungen. Eine Besonderheit ist, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt hinein- oder hinauszukommen, nämlich das front gate und das back gate.

Dann vielleicht die Gegenfrage – warst du schon einmal außerhalb des Campus?

Ja klar, auch das war ich. Das Einzige was es am Campus nämlich nicht gibt sind Bars. Aber alleine schon durch das Sightseeing hier in Seoul oder, um auch mal andere Restaurants oder Ausgehmöglichkeiten zu sehen, bin ich eigentlich täglich außerhalb des Campus.

Wie steht es denn um deine Koreanisch-Sprachkenntnisse?

Die Uni bietet zwar Sprachkurse auf verschiedenen Levels an, aber was die Lehrveranstaltungen betrifft ist hier alles auf Englisch. Es ist aber schon von Vorteil die Sprache sprechen zu können, denn nicht alle Koreaner*innen verstehen Englisch. Im Alltag helfen grundlegende Wörter wie: Bitte, Danke, Hallo und Auf Wiedersehen viel weiter. Die schnappt man aber automatisch auf, wenn man ein paar Wochen hier verbringt.

Lernst du viele Menschen kennen? Wie vernetzt du dich?

Durch die Onlinelehre ist es natürlich nicht so leicht und selbstverständlich die anderen Studierenden kennenzulernen. Aber es gibt circa 150 internationale Studierende und die meisten sind offen für gemeinsame Aktionen. Der Großteil lebt hier am Campus im Wohnheim, so läuft man sich auch über den Weg. Und die Studierendenbars sind auch immer ein guter Treffpunkt. Es gibt also genug Möglichkeiten, um doch Leute kennenzulernen.

Also sind die Bars offen?

Ja, aktuell sind Cafés, Restaurants, Bars und Clubs offen. Allerdings von 05:00-22:00 Uhr. Das bedeutet, man könnte tagsüber einfach mal in einen Club gehen. Natürlich gibt es aber Regeln. Zum Beispiel darf man nur zu viert am Tisch sitzen und die Maske nur im Sitzen runternehmen.

Warum hast du dich trotz Corona für ein Auslandssemester entschieden?

Ich habe mich schon vor Corona für das Auslandssemester beworben. Als ich mein ursprünglich geplantes Semester antreten wollte, wurde es mit Covid-19 bei uns gerade ernst und ich konnte meinen Auslandsaufenthalt glücklicherweise auf ein Jahr später verschieben. Natürlich habe ich jetzt auch hin und her überlegt. Letztendlich hatte ich aber Glück, denn die Situation in Südkorea ist besser – die Fallzahlen sind niedriger. Ich wusste auch, dass es eingeschränkter als ein ‚normales‘ Auslandssemester sein würde, aber dennoch wollte ich diese einmalige Chance nicht missen. Wer weiß, ob ich noch einmal so eine Möglichkeit habe.

Wie hat dein Umfeld darauf reagiert?

Ich hatte eigentlich die volle Unterstützung. Die meisten freuen sich für mich und fragen immer fleißig nach, was es Neues gibt. Corona war weniger das Thema. Dafür wurde ich oft gefragt, warum ich mir Seoul ausgesucht habe.

Und warum?

Ich wollte auf einen für mich unbekannten Kontinent, neue Erfahrungen machen und in eine neue Kultur eintauchen. Dafür hat sich Asien gut angeboten. Die Uni Klagenfurt hat Kooperationen mit verschiedenen Unis hier und letztendlich habe ich mich für Korea entschieden, weil es total neu für mich ist und es mich gereizt hat, hier neue Erfahrungen zu machen.

Hattest du eine bestimmte Vorstellung von deinem Studium hier?

Konkrete Vorstellungen hatte ich nicht. Aber natürlich habe ich im Vorfeld ein bisschen recherchiert. Da findet man Eindrücke von früheren Studierenden und der Uni selbst. Von der Dimension des Campus oder den Gebäuden hier, davon hatte ich gar keine Vorstellung. Ich hatte mir das Campus-Leben so ähnlich wie in amerikanischen Filmen vorgestellt und ich muss sagen, so ähnlich ist es auch. Es gibt hier Clubs oder Sportmannschaften, die man immer trainieren sieht und viele Cafés, in denen auch immer Studierende sitzen. Soweit ich das Studium hier beurteilen kann, sehe ich, dass die Tendenz eher weg von Gruppenarbeiten und hin zum individuellen Lernen und self-study geht. Wahrscheinlich ist das auch Geschmacksache.

Wie lebst du in Südkorea?

Ich wohne im Studierendenwohnheim. Corona-bedingt habe ich ein Zimmer, das eigentlich ein Doppelzimmer ist, als Einzelzimmer. Normalerweise hätte man eine/n Mitbewohner*in, weil auf Privatsphäre wohl weniger Wert gelegt wird. Es lebt sich einfach anders, aber gut.

Was war noch neu für dich?

Was mich sehr überrascht hat ist, dass Einkaufen hier sehr teuer ist. Grundnahrungsmittel sind oft so teuer, dass man hier stattdessen einfach öfters Essen geht oder sich Essen liefern lässt. Auch die Streetfood-Kultur wird hier großgeschrieben. An jeder Ecke findet man Leckereien. Das Essen ist auf jeden Fall anders als in Europa. Weniger Obst und Gemüse, viel Zucker und Fett. Tierische Produkte findet man überall und vieles ist frittiert. Dafür ist man beim Trinken gesünder unterwegs. Es wird immer eine Karaffe Wasser zum Essen serviert und man findet überall Wasserspender. Das Nationalgetränk ist Soju, ein, für europäische Verhältnisse, milder Schnaps.

Was machst du, wenn du gerade keine Uni hast?

Das Schöne hier ist, dass viele Museen, typische Sightseeing-Spots, wie Paläste oder Touren, kostenlos sind. Kulturangebote zu genießen ist günstiger als in Europa. Außerdem kann man alles mit dem öffentlichen Verkehr erreichen. In Südkorea gibt es ein gut ausgebautes U-Bahn- und Busnetz.

Was möchtest du hier noch unternehmen?

Ganz viel natürlich. Auf jeden Fall steht ein temple stay auf meiner Liste. Aus früheren Zeiten, in denen Korea noch ein Königreich war, gibt es noch viele Tempel und Paläste. Nun kann man in diesen Anlagen mit buddhistischen Mönchen für ein Wochenende lang leben. Man lernt mit den Mönchen zu meditieren, macht Teezeremonien und bekommt Einblick in deren Leben.

Warum sollte man ein Auslandssemester machen und würdest du es weiterempfehlen?

Natürlich! Wo fange ich an: Persönlich bringt es einem unheimlich viel, das habe ich schon in den ersten Wochen hier bemerkt. Man findet sich ständig in neuen Situationen wieder, alltägliche Dinge wie Einkaufen oder zum Friseur gehen werden zum Abenteuer, es gibt Sprach- und Kulturbarrieren und man befindet sich in einer neuen, ungewohnten Welt. Auch auf der universitären Ebene ist es zu empfehlen. Man verbessert Sprach(en)kenntnisse und man erhält einen Einblick in andere Lehrinhalte und -methoden. Wenn man die Möglichkeit wahrnehmen kann, sollte man diese Chance echt nutzen.

Harald Raffer: Zur Visite an der Uni

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