Doing Democracy: Bildungsforschung und Partizipation in Krisenzeiten

Anlässlich seines 30-jährigen Bestehens lädt das Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung (IfEB) der Universität Klagenfurt zur Veranstaltung „Doing Democracy: Bildungsforschung und Partizipation in Krisenzeiten“. Im Fokus stehen Demokratie, Bildung, Diversität und gesellschaftliche Transformation. Keynote-Speakerin ist die Politikwissenschaftlerin Birgit Sauer.

Wie können Demokratie, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Teilhabe in Zeiten wachsender Polarisierung gestärkt werden? Dieser Frage widmet sich die Tagung „Doing Democracy: Bildungsforschung und Partizipation in Krisenzeiten“, zu der das Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung (IfEB) der Universität Klagenfurt anlässlich seines 30-jährigen Bestehens am 24. Juni 2026 einlädt.

Gerade vor dem Hintergrund zunehmender gesellschaftlicher Polarisierungen, demokratischer Spannungen und wachsender Unsicherheiten erscheint es wichtiger denn je, Räume für wissenschaftlich fundierten öffentlichen Diskurs zu schaffen. Die Veranstaltung bringt renommierte Wissenschaftler:innen, Bildungsakteur:innen sowie Vertreter:innen aus Politik und Zivilgesellschaft zusammen und versteht sich als Beitrag zu demokratischer Öffentlichkeit und gesellschaftlichem Dialog.

„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie lebt von Beteiligung, kritischer Reflexion und der Bereitschaft zum Dialog. Als Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung sehen wir es als unsere Aufgabe, Räume zu schaffen, in denen gesellschaftliche Herausforderungen wissenschaftlich fundiert diskutiert und gemeinsam bearbeitet werden können“, betont Institutsvorständin Marion Sigot.

Den Auftakt zur Tagung bildet eine Keynote der Politikwissenschaftlerin Birgit Sauer von der Universität Wien zum Thema rechtsautoritärer Mobilisierung und der Rolle von Geschlecht, Affekt und Emotionen. In weiteren Impulsvorträgen von Peter Gstettner, Hans Karl Peterlini, Irene Cennamo und Rosemarie Schöffmann werden Fragen der Demokratiebildung, der kritischen Bildungsforschung, der Erwachsenenbildung sowie der Bildung unter Bedingungen von Ungleichgewicht, Differenz und Anerkennung behandelt. Ein World-Café bietet den Teilnehmenden anschließend die Möglichkeit, zentrale Themen wie Diversität, Demokratieförderung, Demokratiebildung in Schulen, Inklusion und Exklusion sowie Militarisierung und Bildung gemeinsam zu diskutieren.

Seit seiner Gründung vor 30 Jahren beschäftigt sich das IfEB mit den Wechselwirkungen von Bildung, Gesellschaft und sozialem Wandel. Das Jubiläum bietet daher nicht nur Anlass für einen Rückblick, sondern vor allem für die Auseinandersetzung mit der Frage, welche Rolle Bildungsforschung in einer demokratischen Gesellschaft heute und in Zukunft einnehmen kann.

„30 Jahre IfEB stehen für drei Jahrzehnte Forschung, Lehre und gesellschaftliches Engagement. Unser Jubiläum verstehen wir nicht nur als Anlass zum Rückblick, sondern vor allem als Einladung, gemeinsam über die Zukunft von Bildung, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt nachzudenken“, so Institutsvorständin Marion Sigot und die Stellvertreter:innen Jasmin Donlic und Rita Phillips.

 

Mit der Veranstaltung unterstreicht die Universität Klagenfurt ihre Rolle als Ort demokratischer Öffentlichkeit, wissenschaftlicher Reflexion und gesellschaftlicher Verantwortung. Das Jubiläum des IfEB wird damit zugleich zu einer Einladung, über die Zukunft von Bildung, Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt ins Gespräch zu kommen.

 

Doing Democracy: Bildungsforschung und Partizipation in Krisenzeiten
Termin:
Mittwoch, 24. Juni 2026 | 9:30 bis 15:45 Uhr
Ort: Stiftungssaal (O.0.01), Universität Klagenfurt

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
https://conference3.aau.at/event/317/

 

Einladung 30 Jahre ifEB


PROGRAMM

09:30–10:00 Uhr
Begrüßungsworte der Vizerektorin und der Institutsleitung

10:00–11:00 Uhr
Keynote
Rechtsautoritäre antidemokratische Mobilisierung. Die Bedeutung von Geschlecht, Affekt und Emotionen
Birgit Sauer (Universität Wien)

11:15–12:15 Uhr
Kurzimpulse: Kritische Bildungsforschung zur Stärkung demokratischer Praxis

  • Peter Gstettner: Kritische Bildungsforschung in Zeiten wie diesen?
  • Hans Karl Peterlini: Bildung für Demokratie – schön und gut, aber wie demokratisch ist die Bildung?
  • Irene Cennamo: Zeitlose Kompetenzen (in) der Erwachsenenbildung: Von der Utopie zur Realität
  • Rosemarie Schöffmann: Politische Pädagogiken zwischen kolonialer Moderne und Transformation: Bildung unter Bedingungen von Ungleichheit, Differenz und Anerkennung

12:15–13:00 Uhr
Podiumsdiskussion zu den Kurzimpulsen

13:00–13:45 Uhr
Mittagspause

13:45–15:30 Uhr
World-Café: Zwischen Krise, Bildung und gesellschaftlicher Verantwortung

Diskussion an fünf thematischen Tischen:

  • Diversität, Narrative, gesellschaftliche Konflikte
  • Erwachsenenbildung & Demokratieförderung
  • Demokratiebildung in Schule
  • Transformation, Inklusion/Exklusion
  • Militarisierung & Bildung

15:30–15:45 Uhr
Zusammenfassung und Ausblick: Wohin soll die Reise gehen?
Peter Schlögl