Antrittsvorlesungen am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Am 17. April 2026 finden an der Universität Klagenfurt die Antrittsvorlesungen von Christina Seeger und Andreas Scheu vom Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft statt. Gemeinsam geben sie Einblicke in ihre Forschungsfelder und zeigen Perspektiven aktueller Entwicklungen in der Medien- und Kommunikationswissenschaft auf.
Das Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft lädt gemeinsam mit dem Rektorat und der Dekanin der Fakultät für Sozialwissenschaften am 17. April 2026 herzlich zu den öffentlichen Antrittsvorlesungen ein:
17. April 2026
um 16 Uhr
Hörsaal B, Universität Klagenfurt
Univ.-Prof.in Dr.in Christina Seeger
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Vortragstitel:
Ästhetik, Affekt, Algorithmus: Zum Wandel von Selektions- und Bewertungslogiken im digitalen Raum
Zum Inhalt des Vortrags
Digitale Plattformlogiken und veränderte Rezeptionsweisen führen zu einer grundlegenden Verschiebung in der Bewertung von Inhalten. In hochgradig personalisierten und visuell geprägten Umgebungen erscheinen heterogene Informationsarten – vom KI-generierten Katzenvideo bis hin zu politisch relevanten Nachrichteninhalten – zunehmend als funktional gleichwertig. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Antrittsvorlesung mit der Frage, welche Kriterien die Selektion und Bewertung von Inhalten prägen, welche Rolle persönliche Relevanz, ästhetische und affektive Cues sowie anekdotische Evidenz im Verhältnis zu wissenschaftlicher Evidenz und Expertise in digitalen Öffentlichkeiten spielen und welche Konsequenzen dies für die kommunikationswissenschaftliche Forschung hat.
Zur Person
Christina Seeger ist seit Oktober 2021 als Universitätsprofessorin am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft tätig. Sie studierte Kommunikationswissenschaft und Politische Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, wo sie 2014 promovierte. Seit Jänner 2026 ist sie Prodekanin der Fakultät für Sozialwissenschaften.
Christina Seeger forscht zu Digitalisierung und digitaler Kommunikation, politische Kommunikation sowie Medienpsychologie. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die Nutzung sozialer Medien und deren Wirkung insbesondere auf Jugendliche und junge Erwachsene, der Verbreitung und Widerlegung von Falschinformationen sowie Hass und Anfeindungen im Netz.
Univ.-Prof. Dr. Andreas M. Scheu
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft
Vortragstitel:
Öffentlichkeit unter Druck: Potenziale und Grenzen von Wissenschaftskommunikation
Zum Inhalt des Vortrags
Was kann Wissenschaftskommunikation leisten – und was nicht? In digitalen Öffentlichkeiten, geprägt von Plattformlogiken, generativer künstlicher Intelligenz und Falschinformationen, gewinnt diese Frage an Dringlichkeit. Wissenschaftskommunikation wird hierbei oft als Gegengewicht zu problematischen Entwicklungen betrachtet. Die Antrittsvorlesung beleuchtet vor diesem Hintergrund Potenziale und Grenzen: zwischen Aufmerksamkeitslogik und wissenschaftlicher Stringenz, Zuspitzung und Differenzierung sowie öffentlicher Verunsicherung und der Erosion klassischer epistemischer Autoritäten.
Zur Person
Andreas M. Scheu ist seit August 2024 Professor am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft und leitet die Arbeitsgruppe Science Communication & Science Journalism am Institute for Comparative Media and Communication Studies der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Andreas Scheu hat 2012 an der LMU München promoviert und habilitierte sich 2020 an der Universität Münster.
Seine Forschung konzentriert sich auf drei zentrale Bereiche: Erstens befasst er sich mit Fragen von Wahrheit und Faktizität vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Herausforderungen, zweitens untersucht er die Nutzung von Wissenschaftskommunikation mit Schwerpunkt auf nicht-erreichte und misstrauische Publika. Der dritte Schwerpunkt liegt auf längerfristigen Entwicklungen von Wissenschaft und Wissenschaftskommunikation in Österreich und im europäischen Vergleich.
Einladung zu den Antrittsvorlesungen von Christina Seeger und Andreas M. Scheu
Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft | Universität Klagenfurt










Daniel Waschnig



