Rektorin Ada Pellert übernimmt den Vorsitz der Kärntner Hochschulkonferenz: Neue Impulse für Kooperation, Sichtbarkeit und Zukunftsthemen
Mit Mitte Dezember 2025 hat Rektorin Ada Pellert den Vorsitz der Kärntner Hochschulkonferenz (KHK) übernommen. Das Jahr 2025 stand im Zeichen einer umfassenden Analyse der Kooperationspotenziale der Kärntner Hochschulen. Dabei wurde deutlich: Die Hochschullandschaft Kärntens verfügt über zahlreiche komplementäre Stärken, die gemeinsam noch stärker sichtbar gemacht und wirksam für das Land genutzt werden können.
„Die Kärntner Hochschulen vereinen ein enormes gemeinsames Potenzial. Unser Ziel ist es, neue Formen der Kooperation zu entwickeln, die uns als Studien- und Wissenschaftsstandort klar positionieren und international sichtbar machen“, betont Rektorin Ada Pelllert. Dabei gehe es nicht allein um organisatorische Strukturen, sondern vor allem um ein gemeinsames Verständnis zentraler Zukunftsthemen für den Hochschulraum Kärnten.
Bildung – Innovationsraum Kärnten
Im Kooperationsfeld Bildung vertiefen die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (AAU) und die Pädagogische Hochschule Kärnten (PH Kärnten) ihre Zusammenarbeit. Kärnten hat sich in den vergangenen Jahren als Standort innovativer Bildungsimpulse etabliert – dieses Profil soll nun gezielt weiter geschärft werden.
In die Kooperation eingebunden werden auch zentrale regionale Akteure wie der Bildungshub Kärnten oder die Educational Labs. Ziel ist es, die vielfältige und innovationsstarke bildungswissenschaftliche Landschaft Kärntens national wie international noch sichtbarer zu machen.
Rektor Sven Fisler (PH Kärnten) unterstreicht: „Gerade der Alpen-Adria-Raum eröffnet vielfältige Möglichkeiten, insbesondere im Bereich der Mehrsprachigkeit und der transkulturellen Bildung.“ Gemeinsam sollen zukunftsweisende Modelle der Lehrer:innenbildung, der Didaktikentwicklung, der digitalen Bildung, der MINT-Fächer sowie des lebenslangen Lernens entwickelt werden – Modelle, die neue Bildungswege eröffnen und die Bildungsregion Kärnten nachhaltig prägen.
Digital Health – Starkes Kooperationspotenzial zwischen AAU und FH Kärnten
Ein besonders zukunftsrelevanter Schwerpunkt ist Digital Health, getragen vor allem durch die enge Zusammenarbeit von AAU und Fachhochschule Kärnten (FH Kärnten). Forschung und Innovation in diesem Bereich sind zentrale Treiber einer modernen, zugänglichen und patient:innenzentrierten Gesundheitsversorgung.
Ein zentrales Leitformat ist das gemeinsame Digital-Health-Symposium am 2. Februar, das als Plattform alle relevanten Stakeholder aus Gesundheitswesen, Forschung, Wirtschaft und Politik in Kärnten zusammenführt. Ziel ist es, regionale Kompetenzen zu bündeln, auszubauen und Kärnten nachhaltig als attraktiven Standort für digitale Gesundheitsinnovationen zu positionieren.
Rektor Peter Granig (FH Kärnten) betont: „Die Zusammenarbeit der Kärntner Hochschulen schafft Synergien in Lehre und Forschung und steigert damit die Attraktivität für nationale und internationale Studierende. So positioniert sich Kärnten als leistungsfähiger Hochschul- und Wirtschaftsstandort.“
Kultur – Neue Professuren an der GMPU und der Culture Tech Hub der AAU
Die Gustav Mahler Privatuniversität für Musik (GMPU) ist ein zentraler Akteur der Kärntner Kulturlandschaft. Mit den Schwerpunkten Musikalische Aufführungskunst, Klang und Intermedia, Komposition sowie Angewandte Musikwissenschaft eröffnen sich neue Räume für interdisziplinäre Forschung innerhalb der Hochschullandschaft.
Ab 2026 richtet die GMPU mehrere neue Professuren ein, die das künstlerisch-wissenschaftliche Profil der Universität weiter stärken und wichtige Impulse für das Kulturland Kärnten setzen.
Die AAU ergänzt diese Entwicklungen durch den Aufbau des Culture Tech Hub Klagenfurt, durch Projekte an der Schnittstelle von Kultur, Technologie und Kreativwirtschaft sowie durch intensive Kooperationen mit regionalen Kulturinstitutionen auf Basis literatur- und kulturwissenschaftlicher Forschung. So entsteht ein lebendiges Kooperationsfeld, in dem Kunst, Wissenschaft und digitale Zukunftsthemen auf Grundlage bereits etablierter Zusammenarbeit noch enger miteinander verschmelzen.
Rektor Roland Streiner (GMPU) hält fest: „Die GMPU steht für ein neues Verständnis von Hochschulkooperation – künstlerische Exzellenz als treibende Kraft für Forschung, Innovation und die kulturelle Zukunft Kärntens.“
Nachhaltigkeit, Tourismus und Kreislaufwirtschaft – Interdisziplinäre Stärke für Kärntens Zukunft
Das vierte Kooperationsfeld verbindet Kompetenzen aus Nachhaltigkeitsforschung, Tourismuswissenschaft und Kreislaufwirtschaft. Gemeinsam von AAU und FH Kärnten werden Modelle nachhaltiger Regionalentwicklung analysiert und weiterentwickelt.
Geplante Schwerpunkte liegen in nachhaltigem Tourismus, Kreislaufwirtschaft und regionaler Wertschöpfung. Enge Schnittstellen bestehen insbesondere zum Bereich Digital Health, etwa im wachsenden Zukunftsfeld des Gesundheitstourismus.
Bereits laufende Leuchtturmprojekte wie „Shared Charging“, das ein flächendeckendes, benutzerfreundliches Ladenetz für Elektrofahrzeuge auf Basis erneuerbarer Energien aufbaut, zeigen das große Potenzial dieser Kooperation. Auch die Zusammenarbeit im Entrepreneurship-Bereich wird weiter vertieft – mit klar komplementären Rollen der Hochschulen und unter Einbindung zentraler Akteure, etwa im Rahmen des Kärntner Gründungszentrums build!
Gemeinsam für einen starken Hochschulstandort Kärnten
Mit dieser strategischen Ausrichtung positioniert sich die Kärntner Hochschulkonferenz als kooperatives Netzwerk, das institutionelle Grenzen überwindet und gemeinsame Stärken sichtbar macht.
Rektorin Ada Pellert fasst zusammen: „Gelingende Kooperation in Kärnten befähigt uns auch, weitere Partnerschaften – etwa mit der Steiermark und unseren Nachbarn im Alpen-Adria-Raum – noch wirkungsvoller zu gestalten. So leisten wir gemeinsam einen zukunftsweisenden Beitrag zu einem innovativen österreichischen Wissenschaftsstandort.“
Pressemitteilung Kärntner Hochschulkonferenz | 18 Dezember 2025










© aau/Daniel Waschnig

