UNI für Kinder. Kinderuniversität für Volksschulen im Juli 2026 | Foto: Thomas Hude

„Warum nennen wir ein Haus nicht Baum?“: Rund 150 Kinder bei der „UNI für Kinder. Kinderuniversität für Volksschulen“ an der Universität Klagenfurt

An vier Terminen im Jahr lädt die Universität Klagenfurt zur „UNI für Kinder. Kinderuniversität für Volksschulen“ zum Fragen-Stellen und Antworten-Finden. An den beiden Juli-Terminen am 8. und 9. Juli nutzten wieder Schulklassen aus fünf Schulen die Gelegenheit, die Universität näher kennen zu lernen und in die Welt der Forschung einzutauchen.

Das Programm bot auch bei den Juli-Terminen der „UNI für Kinder. Kinderuniversität für Volksschulen“ wieder viele Highlights für die teilnehmenden Dritt- und Viertklässler:innen. So sprach beispielsweise der Germanist Johannes Waßmer darüber, warum Menschen schreiben, wie unser Alphabet entstand und was der Buchstabe A mit einem Stier zu tun hat. Daraus ließen sich von den Kindern eine Vielzahl von sprachwissenschaftlichen Fragen ableiten. „Warum nennen wir ein Haus nicht Baum?“, war nur eine von vielen Fragen, die von den jungen Forscher:innen kamen. Auf mindestens genauso großes Interesse stieß der Historiker Martin Gabriel mit seinem Vortrag, der sich mit Farben, Tieren und Göttern und mit dem Zusammenspiel zwischen Mensch und Umwelt in früheren Zeiten beschäftigte. „Warum wurde der Hund zum Begleiter des Menschen und warum mögen die meisten von uns Panda-Bären?“, auch darauf hatte Martin Gabriel in seinem Vortrag passende Antworten.

Den Beginn der Veranstaltung bildete an beiden Tagen ein Vortrag zur Frage „Woher wissen wir überhaupt, was wir wissen?“, in dem die Kinder selbst zu Forschenden werden und in einem kurzen Abriss erproben, wie der Wissenschaftsbetrieb funktioniert – von der Beobachtung über das Einsetzen von wissenschaftlichen Instrumenten bis hin zur Publikation und Tagungsteilnahme. Einen besonderen Höhepunkt bietet auch die für alle angebotene Führung durch die Bibliothek, in der sich die Kinder auf Büchersuche durch die Magazin-Räumlichkeiten begeben und die wertvollsten Bücher in den Sondersammlungen besichtigen könen.  Den Abschluss bildeten an beiden Tagen Beiträge der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik (GMPU). Cornelia Doppelhofer, Patricia Gallob und Dieter Bucher gestalteten Workshops, mit denen die Kinder am eigenen Leib erfuhren, aus welchen Grundbausteinen Musik besteht. Das Programm wurde mit einem Gewinnspiel begleitet. „Morgen schließen unsere Viertklässler:innen die Volksschule ab – und schon heute gehen einige mit einer Sponsionsrolle nach Hause“, freute sich eine der teilnehmenden Lehrerinnen.

Der Einladung an die Universität folgten am 8. bzw. 9. Juli 2026 die Volksschule Obermühlbach, die Volksschule Frantschach-St.-Gertraud, die Waldorfschule Klagenfurt, die Volksschule 6 Villach und die Volksschule Moosburg. Im Herbst 2026 erfolgt die Einladung an die Kärntner Volksschulen für die Termine im Februar und Juli 2027; die Teilnahme an der „UNI für Kinder. Kinderuniversität für Volksschulen“ ist nur im Klassenverband möglich.