Triest | Foto: xbrchx/Fotolia.com

Verlagerung des Straßenverkehrs auf die Schiene. Grenzübergreifendes Pilotprojekt zwischen dem Hafen in Triest und dem Logistik Center Austria Süd (LCA) wird entwickelt und beforscht

Triest hat einen Hafen mit einem Platzproblem aufgrund des schmalen Küstenbereichs hin zur Stadt. Fürnitz hat die ideale Lage am Knoten der baltisch-adriatischen Achse (Danzig-Warschau-Wien-Villach-Triest-Venedig-Bologna) und der Tauernachse (München-Salzburg-Villach-Ljubljana-Zagreb-Belgrad-Sofia-Istanbul). Um Verzögerungen bei der Zollabwicklung zu verhindern und die Belastung der Umwelt zu reduzieren, will man nun im Interreg-Projekt Smartlogi an neuen Formen intelligenter Logistik arbeiten, die unter anderem einen grenzüberschreitenden Zollkorridor ermöglichen sollen.

Der Hafen von Triest hat ein großes Interesse, Waren möglichst rasch weiter zu verliefern, da der Platz durch die nahegelegene Stadt Triest beschränkt ist. Notgedrungen wird hier viel auf LKWs verladen und über die Straßen weitertransportiert. Zahlreiche administrative und technologische Herausforderungen verhindern derzeit einen so genannten „Modal Shift“ (Verkehrsverlagerung von einem Verkehrsträger auf den anderen) von der Straße auf die Schiene.

Im Projekt Smartlogi möchte man das LCA in Fürnitz, das perfekt an die diversen Hauptverkehrsrouten angeschlossen ist, zu einem engen Kooperationspartner des Hafens von Triest entwickeln. Gefördert wird dieses Projekt mit einem Gesamtvolumen von ca. 1,3 Mio. Euro aus dem Interreg-Programm Österreich-Italien, zudem werden die Eigenanteile der Kärntner Projektpartner vom Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds (KWF) kofinanziert.

Ziel ist es, durch den grenzüberschreitenden Aktionsplan die Auswirkungen des Güterverkehrs auf Umweltverschmutzung, Treibhausgasemissionen und Lärm zu verringern und gleichzeitig Prozesse zu optimieren, um die entsprechenden Transportaktivitäten im alpinen Raum effizienter zu gestalten.

Das Projekt Smartlogi wird von der Alpen-Adria-Universität (Institut für Produktions-, Energie- und Umweltmanagement) unter der Projektleitung von Gerald Reiner begleitet.

Am 24. April 2018 lädt die Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft Kärnten (ÖVG) und die Bundesvereinigung Logistik Österreich (BVL) gemeinsam mit dem Smartlogi-Projektteam um 18:00 Uhr zu einer Informationsveranstaltung in den Oman-Saal der Alpen-Adria-Universität.