Universität Klagenfurt setzt auf CAMPUSonline: Strategische Entscheidung für die digitale Zukunft
Die Universität Klagenfurt führt das Campus-Management-System CAMPUSonline ein und setzt dabei auf ein kooperatives Entwicklungsmodell mit der TU Graz. Damit macht sie einen wesentlichen Schritt zur nachhaltigen Digitalisierung und Modernisierung universitärer Kernprozesse. Am 8. April wurde der entsprechende Kooperationsvertrag im Rahmen einer feierlichen Unterzeichnung mit Rektor Horst Bischof (TU Graz) offiziell besiegelt.
Bewährtes System mit internationaler Reichweite
CAMPUSonline wurde an der TU Graz entwickelt und gilt als eines der erfolgreichsten Campus-Management-Systeme im deutschsprachigen Raum. Seit der ersten Inbetriebnahme im Jahr 1998 hat sich das System kontinuierlich weiterentwickelt und wird heute von insgesamt 45 Hochschulen und Universitäten – darunter 34 in Österreich und 11 in Deutschland – genutzt. Rund 500.000 Studierende arbeiten täglich mit CAMPUSonline.
Zu den Referenzpartnern zählen renommierte Institutionen wie die TU München, die RWTH Aachen und die Universität zu Köln. Qualität und Innovationskraft des Systems wurden unter anderem 2010 mit dem eGovernment-Löwen der Bayerischen Staatsregierung ausgezeichnet.
Antwort auf steigende Anforderungen der Digitalisierung
Die Einführung von CAMPUSonline erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Herausforderungen im bestehenden System der Universität Klagenfurt. Das aktuell eingesetzte, intern entwickelte Campus-Management-System ist seit über 20 Jahren im Einsatz und hat sich in dieser Zeit bewährt. Dennoch stoßen sowohl die technische Basis als auch die Abbildung komplexer universitärer Prozesse zunehmend an ihre Grenzen.
Insbesondere führen hohe Wartungsaufwände, begrenzte Skalierbarkeit sowie steigende Anforderungen in den Bereichen Internationalisierung, Compliance und Digitalisierung des Student Life Cycles zu einem erhöhten Handlungsbedarf.
Mit CAMPUSonline eröffnet sich die Möglichkeit, diese Herausforderungen strukturiert zu adressieren und gleichzeitig eine langfristig stabile und zukunftsfähige Systemlandschaft aufzubauen.
Vorteile: Standardisierung, Effizienz und strategische Entlastung
Der zentrale Vorteil von CAMPUSonline liegt in seiner Rolle als vielfach bewährte Standardsoftware, die an zahlreichen Universitäten erfolgreich im Einsatz ist. Die Universität Klagenfurt folgt damit bewusst dem strategischen Ansatz, auch im Bereich der Digitalisierung auf standardisierte Prozesse zu setzen.
Durch die Einführung eines etablierten Systems wird redundante Arbeit reduziert, wertvolle interne Entwicklungskapazitäten können besser eingesetzt werden. Diese stehen künftig gezielt für innovative und universitätsspezifische Projekte zur Verfügung, anstatt in den Betrieb und die Wartung grundlegender Systeme gebunden zu sein. Ein wesentlicher Faktor ist dabei, dass CAMPUSonline von einer öffentlichen Universität – der TU Graz – betrieben und gewartet wird. Gesetzliche Anpassungen, technische Weiterentwicklungen und Systempflege erfolgen zentral und nach klar definierten Standards. Für die Universität Klagenfurt bedeutet dies eine deutliche Entlastung im laufenden Betrieb sowie eine nachhaltige Reduktion technischer und personeller Risiken.
Für Institute und Lehrende kommt es durch die Einführung zu erheblichen Effizienz- und Usabilitygewinnen, auch weil Erfahrungen aus vielen anderen Universitäten und Hochschulen in die Entwicklung von CAMPUSonline eingeflossen sind. Prozesse rund um Planung, Verwaltung und Durchführung der Lehre können standardisiert und verlässlich abgebildet werden.
Studierende profitieren von stabileren Abläufen, einer besseren Organisation des Lehrangebots und zuverlässigen digitalen Services im gesamten Student Life Cycle.
Kooperative Entwicklung als strategischer Kern
Ein wesentliches Merkmal von CAMPUSonline ist das kooperative Entwicklungsmodell, das auch für die Universität Klagenfurt eine zentrale Rolle spielt. Gemeinsam mit der TU Graz und weiteren Partneruniversitäten werden neue Funktionen entwickelt und bestehende Module kontinuierlich verbessert.
Im Rahmen dieser Entwicklungskooperation:
- können Anforderungen gemeinsam konzipiert und umgesetzt werden,
- werden entwickelte Funktionen in den Standard integriert und stehen allen Partneruniversitäten zur Verfügung,
- erfolgt die Wartung und Weiterentwicklung durch die TU Graz nach klar definierten Qualitäts- und Governance-Richtlinien,
- entsteht eine aktive Community, die den Austausch von Best Practices und Innovationen fördert.
Diese Form der Zusammenarbeit ermöglicht nicht nur eine Kostenreduktion durch geteilte Entwicklungsaufwände, sondern stärkt auch die Innovationsfähigkeit und Qualität der Software nachhaltig.
Fazit
Mit der Entscheidung für CAMPUSonline setzt die Universität Klagenfurt auf ein bewährtes, vielfach erprobtes System und wird Teil einer aktiven, kooperativen Entwicklungscommunity. Die Kombination aus technologischer Modernisierung, organisatorischer Weiterentwicklung und partnerschaftlicher Zusammenarbeit eröffnet neue Perspektiven für Studium, Lehre und Verwaltung.
Die Einführung von CAMPUSonline stellt eine strategische Investition in die Zukunft der Universität Klagenfurt dar. Sie schafft die Grundlage für stabile, effiziente und innovative digitale Prozesse und stärkt gleichzeitig die Position der Universität innerhalb einer starken europäischen Hochschulkooperation.
Die kommenden Jahre werden im Zeichen dieser Transformation stehen – mit dem klaren Ziel, die Universität Klagenfurt nachhaltig digital und zukunftssicher aufzustellen.










Krömer



