Social Innovation Lab Carinthia zeichnet innovative Projekte aus Kärnten aus
Innovative Ideen für eine lebenswerte Zukunft Kärntens standen im Mittelpunkt des Abschlussevents des Social Innovation Lab Carinthia (SILC). Aus zehn Projekten prämierte eine Fachjury die besten zukunftsweisenden Ideen. Grundlage der Entscheidung waren eindrucksvolle Video-Pitches der Finalist:innen.
Seit 2021 unterstützt das Social Innovation Lab Carinthia engagierte Menschen dabei, gesellschaftliche Herausforderungen mit unternehmerischem Denken zu verbinden und nachhaltige Lösungen für Kärnten zu entwickeln. SILC ist ein Kooperationsprojekt des Gesellschaftsreferats des Landes Kärnten und des fakultätsübergreifenden Universitätszentrums mit den Schwerpunkten Entrepreneurship, Innovation und soziale Kompetenz der Universität Klagenfurt.
Ziel ist es, innovative Ideen mit sozialem und ökologischem Mehrwert systematisch weiterzuentwickeln – von der ersten Idee bis hin zu tragfähigen Geschäftsmodellen. Damit leistet das SILC einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung von Social Entrepreneurship und Social Businesses in Kärnten und zur nachhaltigen Verbesserung der Lebensqualität im Land.
„Hier wird eindrucksvoll gezeigt, wie Bildung, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung zusammenspielen“, betonte Landesrat Peter Reichmann im Rahmen der Preisverleihung. Die ausgezeichneten Projekte stünden für „Kreativität, unternehmerisches Denken und nachhaltige Lösungen – genau jene Kompetenzen, die wir für die Zukunft Kärntens brauchen“. Das Land Kärnten unterstütze diesen Weg bewusst, „weil soziale und ökologische Innovation aus Bildung heraus echten Mehrwert für unsere Gesellschaft schafft“.
Vom Ideenwettbewerb zum Social Impact Programm
Ein zentraler Bestandteil ist der jährlich stattfindende Ideenwettbewerb „Make Good Things Happen!“. Aus 24 Einreichungen im Jahr 2025 wurden von der Jury zehn Projekte für das anschließende Social Impact Programm ausgewählt. Nach dem Kick-off im September 2025 durchliefen die Teilnehmer:innen fünf Module zur Geschäftsmodellentwicklung, erhielten individuelles Projektcoaching und profitierten von Vernetzungsformaten sowie Gastvorträgen.
Für Erich Schwarz, Leiter des aspire! Center, ist das Programm ein gezielter Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen: „Gesellschaftliche Herausforderungen wie soziale Ungleichheit, demografischer Wandel oder ökologische Transformation erfordern innovative und zugleich nachhaltige Lösungsansätze, die langfristige Wirkung entfalten und wirtschaftlich tragfähig sind.“ Für deren Umsetzung brauche es geeignete Rahmenbedingungen ebenso wie engagierte Akteurinnen und Akteure, „die Verantwortung übernehmen und neue Wege beschreiten“. Das Social Innovation Lab Carinthia stärke damit gezielt soziale Innovation, wirkungsorientiertes Unternehmertum und regionale Wertschöpfung.
Zehn Projekte im Finale
21 engagierte Personen präsentierten beim Abschlussevent ihre Vorhaben:
- Appica (Christina Gumpinger, Daniel Scheffknecht)
- Bärenhöhle (Elisabeth Mörtl, Naomi Rieger-Matthews, Melanie Hohenwarter)
- Der Bauernhof als Bildungsort (Sarah Buxbaum, Magdalena Schweinzer, Veronika Michitsch)
- FrischGeist (Jeeson Kurian)
- Für-Dich-Da (Melanie Aichelburg, Melanie Hirbernink, Julia Kogler, Victoria Mentin, Daniela Nais-Messner)
- MEQUALY (Makka Elmurzaeva)
- MINKT Up (Natalija Tschelej-Kreibich)
- RePlast (Serhii Koliada, Tamila Rassinger)
- Sopharmis (Florian Dorighi, Bernd Gutschi)
- WorkFluency (Martin Wiebe)
Jury kürt Preisträger:innen
Beim Abschlussevent am 23. Jänner 2026 bewertete die Expert:innen-Jury die finalen Video-Pitches. Die drei bestplatzierten Projekte erhielten Preisgelder in Höhe von 1.000 Euro, 700 Euro und 300 Euro sowie die Möglichkeit, ihre Ideen im build! UP Programm des build! Gründungszentrums weiterzuentwickeln. Das Siegerprojekt erhielt zusätzlich einen Gutschein für die Teilnahme am SCOL Organisationstraining. Der Preis für die Erstplatzierung wurde von der Kärntner Sparkasse gesponsert und von Harald Baier (Geschäftsführer Startinvest) überreicht.
Die Top-3-Projekte 2026:
- RePlast (Serhii Koliada, Tamila Rassinger): innovatives Plastikrecycling.
- Sopharmis (Florian Dorighi, Bernd Gutschi): intelligentes Tablettenmanagement.
- Bärenhöhle (Elisabeth Mörtl, Naomi Rieger-Matthews, Melanie Hohenwarter): Projekt zur Resilienzstärkung von Kindern.
Darüber hinaus erhielten vier weitere Finalprojekte Gutscheine für die Teilnahme am build! UP Programm. Alle zehn Projekte wurden zudem mit einem Beratungsgutschein der Kammer der Steuerberater:innen und Wirtschaftstreuhänder:innen, Landesstelle Kärnten, unterstützt.
Die SILC-Jury im Überblick
- Landesrat Peter Reichmann (vertreten durch Anna Ratschiller)
- Markus Bliem (Land Kärnten, Abteilung 1)
- Jochen Gallob (Büro LRin Beate Prettner)
- Bernhard Novak (Land Kärnten, Büro LR Daniel Fellner)
- Carmen Durchschlag & Matthias Bilban (AMS Kärnten)
- Christina Staubmann (Caritas Kärnten)
- Christian Salmhofer (Klimabündnis Kärnten)
- Henrik Fißmann (build! Gründungszentrum Kärnten)
- Erich Schwarz (Universität Klagenfurt)
Ausblick
Der nächste SILC-Ideenwettbewerb startet am 1. April 2026. Interessierte können ihre Konzepte für soziale und ökologische Innovationen einreichen.
Weitere Informationen: www.aau.at/silc










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