Finanzierung für 14 Doktorand*innen im Bereich Optimierung in FWF-doc.funds-Projekt: Eröffnungskolloquium am 27. Oktober

Mit der Bewilligung des FWF-doc.funds-Projekts ist den beteiligten Professor*innen, allen voran der 32-jährigen Koordinatorin Michaela Szölgyenyi, ein Meilenstein in der Erfolgsgeschichte der Institute für Mathematik und für Statistik gelungen. Ab Anfang Oktober arbeiten 10 Doktorand*innen (darunter 8 Frauen) im Projekt, weitere 4 Stellen werden noch besetzt. Der Auftakt der doc.funds doctoral school mit dem Titel „Modeling – Analysis – Optimization of discrete, continuous, and stochastic systems” wird am 27. Oktober 2020 mit einem Eröffnungskolloquium begangen.

Einladung zum Eröffnungskolloquium
am 27. Oktober 2020 (16:15 Uhr – 17:45 Uhr) | Hörsaal 3 | Universität Klagenfurt
Eröffnungsworte durch Vizerektorin Friederike Wall und Dekan Gerhard Friedrich
sowie durch die Koordinatorin Michaela Szölgyenyi
Begrüßung und Vorstellung der Doktorand*innen
Kolloquiumsvortrag von Birgit Rudloff (Wirtschaftsuniversität Wien) zu „Multivariate Dynamic Programming: from the Mean-Risk Problem to Dynamic Nash Games“
Achtung: beschränkte Teilnehmerzahl. Eine Anmeldung bei beate [dot] simma [at] aau [dot] at ist unbedingt erforderlich.

 

Optimierungsprobleme begleiten uns ständig im täglichen Leben. Zum Beispiel stellen Supermärkte die Versorgung sicher, indem sie die Transportwege der Ware optimieren, Energieversorger optimieren die Bereitstellung von Strom, und Autobahnen werden so gebaut, dass die darauf fahrenden Autos möglichst wenig Lärm verursachen. Dabei kommen diskrete, stochastische, also vom Zufall beeinflusste, und stetige mathematische Modelle zum Einsatz, die es zu analysieren gilt.

Um solche Probleme zu lösen, ist es oft essenziell, nicht nur mit dem Blickwinkel eines mathematischen Teilgebietes daran zu arbeiten, sondern das Wissen mehrerer Teilgebiete zu vereinen und damit Synergien zu schaffen. In der Überschreitung dieser Grenzen einzelner mathematischer Fachdisziplinen liegt ein sehr großes innovatives Potential.

Das Ziel der doc.funds doctoral school und ihrer neun Professor*innen der Institute für Mathematik und Statistik an der Universität Klagenfurt ist es, die Doktorand*innen mit dem nötigen mathematischen Wissen auszustatten, um anspruchsvolle mathematische Fragestellungen, die aus Optimierungsproblemen des täglichen Lebens resultieren, zu verstehen und zu lösen. Der Clou darin liegt in der Verbindung vieler Perspektiven: „Üblicherweise tauschen sich die mathematischen Subfelder wenig aus. Wir wollen sie aber verbinden, um bisher unlösbare Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven in Angriff zu nehmen“, so Michaela Szölgyenyi.

Die stellvertretende Koordinatorin ist Barbara Kaltenbacher, weitere Faculty Members sind Clemens Heuberger, Philipp Hungerländer, Christian Pötzsche, Franz Rendl, Elena Resmerita, Gunter Spöck und Angelika Wiegele.

Die Doktorand*innen der doc.funds doctoral school sind:

  • Johannes Hofmeister (Institut für Statistik): stochastic control
  • Phuoc Truong Huynh (Institut für Mathematik): parameter identification
  • Dunja Pucher (Institut für Mathematik): discrete optimization
  • Iris Rammelmüller (Institut für Statistik): Bayesian statistics and parameter identification
  • Jutta Rath (Institut für Mathematik): combinatorics
  • Teresa Rauscher (Institut für Mathematik): parameter identification
  • Verena Schwarz (Institut für Statistik): computational stochastics and dynamical systems
  • Sarah Selkirk (Institut für Mathematik): combinatorics
  • Melanie Siebenhofer (Institut für Mathematik): discrete optimization