Schreiben verbindet: Round-Table-Gespräch mit Gästen aus Graz und Georgia

Wer mehr über die Arbeit der Schreibzentren an anderen Universitäten erfahren möchte, kann den Austausch auf Fachkonferenzen suchen oder Literatur recherchieren. Ein Besuch vor Ort ist eine weitere Möglichkeit für den Erfahrungsaustausch. Am 9. Juli 2025 waren Beate Boulgaropoulos und Eva Mautner (Graz) sowie Robert B. Griffin (Georgia, USA) an der Universität Klagenfurt zu Gast und nahmen an einem Round Table mit Mitarbeiter*innen des SchreibCenters teil. Weiterlesen

Kreativität in 5 Zeilen: Rückblick auf den Limerick-Tag

Am 12. Mai 2025 fand in der Aula der Universität Klagenfurt ein Limerick-Tag statt. Das Projekt wurde von Marius Menne-Fornezza im Rahmen einer Lehrveranstaltung des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft (MK) konzipiert und in Kooperation mit dem SchreibCenter der Universität umgesetzt. Weiterlesen

Von der Theorie in die Praxis: Einblicke in studentische Annäherungen an das Texten im digitalen Umfeld

Im Wintersemester 2024/25 wurde erstmals die Lehrveranstaltung „Texten im digitalen Umfeld“ im Masterstudium „Kreatives Schreiben und Schreibkulturen“ angeboten. Im Zentrum stand die Frage, wie digitale Technologien – insbesondere KI-gestützte Werkzeuge – das Schreiben und Lesen von Texten in Journalismus, Social Media und Wissenschaftskommunikation im digitalen Raum beeinflussen. Ziel war es, theoretische Grundlagen mit praktischen Anwendungsfeldern zu verbinden und Studierenden einen kritischen Zugang zu aktuellen Schreibtechnologien zu ermöglichen. Integraler Bestandteil des Kurses waren Diskussionen um ethische und rechtliche Aspekte, etwa Urheberrecht, Datenschutz oder Bias. Weiterlesen

Einladung zu Gastvorträgen von Aleksandra Tulej und Delna Antia-Tatić (06.03.2025 | 13:30–15:00 Uhr | HS 5)

Wir laden herzlich ein zu folgenden Vorträgen am 6. März von 13:30 bis 15:00 Uhr:

 Aleksandra Tulej: „Weil Journalismus kein Aktivismus ist“ 

Journalismus hat sich verändert. Mit Instagram, TikTok und einer Generation von Influencer:innen, die nicht nur Produkte, sondern auch Meinungen verkaufen, verschwimmen die Grenzen zwischen Berichterstattung und Aktivismus. Plötzlich konkurrieren journalistische Recherchen mit emotionalen Appellen, investigativer Arbeit mit pointierten Instagram-Stories.  Oft fehlen dabei die journalistischen Standards: Quellenprüfung, Gegenrecherche, Multiperspektivität. Doch was bedeutet das für den Journalismus – und warum ist es gefährlich, wenn sich Journalismus und Aktivismus zu sehr annähern?

Zur Person: Aleksandra Tulej ist stellvertretende Chefredakteurin der „Wiener Zeitung“. Vorher war sie Chefreporterin des multikulturellen Magazins „Biber“. Ab 2023 leitete sie das Magazin als Chefredakteurin und bildete auch zusammen mit Antia-Tatić in der Biber-Akademie „mit scharf“ junge journalistische Talente aus . Tulej studierte Rechtswissenschaft und beschäftigt sich in ihrer journalistischen Arbeit vorrangig mit unterrepräsentierten Milieus der Gesellschaft und ihre Leitlinie dabei lautet: mit den Leuten sprechen anstatt über sie.

 Delna Antia-Tatić: „Identität & Othering: Wie geht Diversität im Journalismus?“

Sie haben Fluchterfahrung, einen Migrationshintergrund und/oder wissen wie es ist, ein Arbeiterkind zu sein: Immer mehr Redaktionen suchen bewusst nach Nachwuchstalenten außerhalb ihrer etablierten Bubble. Denn klar ist: Wenn sich Perspektive und Zugang zu Themen ändern, wird Journalismus nicht nur besser, er spricht auch mehr Menschen an. Doch wie erreicht man jene, die sich meistens nicht angesprochen fühlen? Ein Einblick in die Gefühlswelt von Zugehörigkeit und „Othering“.

Zur Person: Delna Antia-Tatić studierte Philosophie und Kulturreflexion und absolvierte später das Masterstudium Europäische Studien an der Universität Wien Wien. Sie ist ehemalige Herausgeberin und Chefredakteurin (2019–2023) des Magazins „Biber“, das vor allem auf die Repräsentanz von Menschen mit Migrationshintergrund ausgerichtet war. Zudem bildete sie fast zehn Jahre lang Nachwuchsjournalist*innen mit internationalem Hintergrund in der österreichischen Journalismusakademie „mit scharf“ aus. Antia-Tatić schreibt momentan für die „Süddeutsche Zeitung“ und ist Gründerin des „femFATAL – Der Zukunftskanal für Gendermedizin“.

Das Team des SchreibCenters freut sich auf Ihr Kommen!