Radiobeitrag von Kirstin Mertlitsch zur „Sister“

Was hat die feministische Solidaritätsfigur der Sister mit Liebe, schlechtem Gewissen und emotionaler Politik zu tun? Anna Bromley spricht mit Kirstin Mertlitsch, Autorin des Buchs „Sisters, Cyborgs, Drags“ (Bielefeld, 2016) zur Vorlage aller feministischen Begriffspersonen und bringt in Erfahrung, wer und auf welche Weisen von ihr angesprochen wird. Dazu Queer Rap von Princess Nokia.

Kirstin Mertlitsch ist Mitbegründerin und Leiterin des Universitätszentrums für Frauen- und Geschlechterstudien an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt.

http://reboot.fm/2017/06/18/lautstrom-57-anna-bromley-ruft-kirstin-mertlitsch-an/#respond

Studi-Workshop: „DUDE SOUNDS LIKE A LADY – Genderaspekte in der Rock- und Popmusik“

Liebe Studies,

wir Studienassistentinnen des UZFG laden Euch herzlich zum kostenlosen Workshop ein:

„DUDE SOUNDS LIKE A LADY – Genderaspekte in der Rock- und Popmusik“

mit Susanne Sackl-Sharif am 19.5.2017 im S.0.06 in der Sterneckstraße 15!

Im Mittelpunkt des Workshops steht die kritische Auseinandersetzung mit der Repräsentation und Vermarktung von Musiker*innen aus unterschiedlichen musikalischen Genres, wobei sowohl sexistische als auch rassistische Diskriminierungsformen fokussiert werden. Um eine gemeinsame Basis und ein gemeinsames Vokabular für die weiteren Diskussionen zu schaffen werden zunächst grundlegende Begriffe der Geschlechterforschung diskutiert. Außerdem wird ein kurzer (historischer) Überblick über wesentliche Strömungen der Geschlechterforschung sowie des Feminismus gegeben.
Diese theoretischen Konzepte und historischen Entwicklungen werden im zweiten Teil des Workshops anhand konkreter Beispiele der Rock- und Popmusik diskutiert. Folgende Themen stehen hierbei im Zentrum:
• Genderklischees in der Rock- und Popmusik: Dualismus zwischen „weiblichem“ Pop & „männlichen“ Rock
• Geschlechterrepräsentationen in populären Medien: Wie werden Musiker*innen in Zeitschriften und Videoclips dargestellt? wie wird über Musiker*innen geschrieben?
• Subversive Potenziale: Alternative Geschlechterrepräsentationen und -rollen (z.B. bei den Riot Grrrls, im Queer HipHop, im Punk und im Metal); subversive Gesänge und Sounds

Zielsetzungen:
• Überblick über wesentliche Begriffe und Theorieströmungen der Geschlechterforschung und des Feminismus
• kritische Reflexion eigener Vorurteile über Geschlechter(-ordnungen) und Sexualität
• Verknüpfung theoretischer Konzepte mit praktischen Beispielen aus der Rock- und Popmusik

Wir bitten um Voranmeldung bis zum 15.5. unter gender [dot] zentrum [at] aau [dot] at

XOXO,
Regina & Lotte

Guest Lecture: Introduction to Feminist Economics and Gender Budgeting by Dr.in Zofia Łapniewska

 

Die Wirtschaftswissenschaften und das Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien der Alpen-Adria Universität Klagenfurt laden herzlich zum folgenden Vortrag (in englischer Sprache) ein:

Introduction to Feminist Economics and Gender Budgeting

By Dr.in Zofia Łapniewska

Zeit: am Montag, den 27. März 2017, 18.00-20.00 Uhr

Ort: HS 4 an der AAU

Inhalt:

Economics, as a science, and gender, as an element of identity, are both notions of social construction. As such, they are limited by human perception and the particular cultural, social, economic and political environment they are defined in. In this context, feminist economists analyse gender roles in reference to the broader framework of power relations (recognised and deconstructed) and aim to undermine the symbolic patriarchal order. This order is also present in the language and other mechanisms of domination, used by those creating discourse, and is reflected in the selection of topics, methods and models recognised as “appropriate for economics”.

This lecture will focus on an analysis of the critical contribution of feminist economists into science, pointing at roots, motivations and aims of this perspective and major research fields of the school. One such field, unpaid work, forms of its valuation and valorisation with the response of states, which is related to gender budgeting, will be discussed in greater detail. The examples from various European countries will be provided. New thoughts and trends (including well-being and intersectionality) will be debated.

Zur Person:

Zofia Łapniewska is an economist, a Women in Scotland’s Economy Research Centre International Fellow at Glasgow Caledonian University and a Gender Studies lecturer at the University of Warsaw. For two semesters in 2015 she was a Visiting Fellow at the Gender Institute at the London School of Economics and Political Science. She also spent more than two years in Germany between 2012 and 2014 as a post-doctoral fellow at the Humboldt-Universität zu Berlin and later as a research fellow at the Technische Universität Berlin.

Her areas of scientific interest are feminist economics, institutional economics, and commons. Her latest publications include ‘Reading Elinor Ostrom Through a Gender Perspective’ in Feminist Economics (2016), (‘Re)claiming Space by Urban Commons’ in Review of Radical Political Economics (2015) and Women on the ‘Green Island’: The Crisis in Poland from a Gender Perspective (a book co-edited with Anna Czerwińska and Joanna Piotrowska, 2010).

Broschüre „gleichBerechtigte Wissenschaft – fundiert argumentieren für Gender Studies“

Gender Studies und feministische Forschung haben sich seit den 1980er Jahren an vielen Universitäten etabliert – manchmal als eigene Disziplin und manchmal als Querschnittsthema, das alle Fächer durchzieht. Sie verstehen sich als kritische Wissenschaft – als eine Wissenschaft, die ‚sich einmischt‘ – Debatten, Uneinigkeit und Auseinandersetzungen um den ‚richtigen‘ Weg gehören daher zu ihrem Alltag. Seit einigen Jahren häufen sich allerdings politische Angriffe auf die Gender Studies, die diesen nichts geringeres als die Zerstörung von Familie, Gesellschaft und Staat vorwerfen, angeblich ‚unwissenschaftliche‘ Vorgangsweisen und Ignoranz gegenüber den Naturwissenschaften kritisieren.

Stefanie Mayer, Evangeline Adler-Klausner, Daniela Jauk und Elli Scambor beleuchten in ihrer Broschüre „gleichBerechtige Wissenschaft – fundiert argumentieren für Gender Studies“ Parolen, die sich gegen die Gender Studies wenden. Sie diskutieren die wesentlichsten Argumente für Gender Studies und geben damit eine gute Argumentationshilfe die nicht nur für Studierende der Gender Studies hilfreich ist.

Die Broschüre erhalten Sie kostenlos bei uns am UZFG oder als Download: Gleichberechtigte Wissenschaft