Gender- und Diversitätskompetenzen für Mitarbeiter*innen der AAU // Weiterbildung und Zertifikat

Zielgruppe: Das allgemeine und wissenschaftliche Personal der Universität Klagenfurt

Siehe: https://www.aau.at/gender/diversitaetskompetenzen

Newsletter – Wintersemester 2020/2021

Der Newsletter des Universitätszentrums für Frauen*- und Geschlechterstudien informiert Sie über Weiterbildungsmaßnahmen, Veranstaltungen und Workshops zum Thema Gleichstellung und Diversität im Wintersemester 2020/2021:

 

Newsletter_UZF*G_WiSe 20/21

 

Kontakt:

Universitätszentrum für Frauen*- und Geschlechterstudien (UZF*G)

Sterneckstraße 15, 9020 Klagenfurt

gender [dot] zentrum [at] aau [dot] at

„Grenzen setzen“ – Informationsbroschüre zu sexuellen, geschlechtsbezogenen und sexualisierten Belästigungen an der Universität Klagenfurt

Sehr geehrte Angehörige der AAU,

nach der Informationsveranstaltung „Charmant oder belästigend? Definitionen und Handlungsstrategien zu sexueller und geschlechtsbezogener Belästigung an Universitäten“ am Beginn dieses Jahres, möchten wir Ihnen hiermit den Leitfaden „Grenzen setzen – Informationsbroschüre zu sexuellen, geschlechtsbezogenen und sexualisierten Belästigungen an der Universität Klagenfurt“ vorstellen. Dieser informiert über Formen von Belästigungen, rechtliche Konsequenzen, Handlungsmöglichkeiten und zuständige Anlaufstellen an der Universität.

Des Weiteren möchten wir auch auf folgende Veranstaltung am Donnerstag, den 2. Juli 2020 aufmerksam machen:

Re_Agieren bei Sexueller Belästigung von Dr.in Lisa Horvath und Mag. Stefan Pawlata

Ziele: Erkennen von Sexueller Belästigung, Reagieren und Agieren im Sinne von empowert handeln in Fällen von Sexueller Belästigung – als Betroffene* oder auch als Beobachterin*.

Zielgruppe: alle Frauen* der AAU.

Anmeldung und weitere Infos: https://apollon.aau.at/course_detail.aspx?id=3631

 

Informationsbroschüre „Grenzen setzen“

 

Für Rückfragen oder Austausch stehen wir gerne zur Verfügung!

 

Covid 19 – Krise und Diversität

Sehr geehrte Angehörige der AAU,

in den letzten Wochen stehen wir durch die Covid 19‐Krise vor vielen neuen Herausforderungen. Dies
betrifft nicht nur die Umstellung auf Homeoffice und die damit einhergehende Mehrfachbelastung
von bezahlter und unbezahlter (Care‐)Arbeit. Durch die Krise werden Ungleichheiten und Privilegien
zwischen den Angehörigen der AAU nicht nur sichtbarer, sondern diese Differenzen verstärken sich
auch.

Daher möchten wir in unserer Funktion als Diversitätsrat der Universität Klagenfurt auf einige
Aspekte im universitären Arbeitsumfeld aufmerksam machen, um die Vielfalt der individuellen
Lebens‐ und Arbeitspraktiken der Universitätsangehörigen sichtbar zu machen:

Accessibility Office (Mark Wassermann) / Behindertenvertrauensperson (Andreas Jeitler):
Seitens der Vertreter von Menschen mit Behinderungen im Diversitätsrat möchten wir spezifisch
darauf hinweisen, dass in Zeiten von Covid 19 die barrierefreie Nutzbarkeit von elektronischen
Systemen sowie deren Inhalte eine grundlegende Notwendigkeit darstellt. Durch die derzeitige Krise
und dem damit verbundenen Physical‐Distancing kommt es für Menschen mit Behinderungen zu
Ausfällen von persönlichen Unterstützungsleistungen. Daher ist eine gut funktionierende,
barrierefreie digitale Kommunikations‐, Studien‐ und Arbeitsumgebung unerlässlich.

Darüber hinaus ist festzuhalten, dass Personen, die durch Covid 19 einem erhöhten Risiko ausgesetzt
sind, alle notwendigen Unterstützungsmaßnahmen angeboten werden müssen. Dies umfasst
weiterführende Home‐Office Regelungen, Anwesenheitsfreistellungen sowie Telepräsenzregelungen.
Der Schutz der Gesundheit muss jedenfalls Vorrang vor anderen Interessen haben.

Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (Maria Mucke und Christina Terle):
Während Covid 19 und den damit verbundenen Konsequenzen sind vermehrt Fälle von
Diskriminierung aufgrund des Geschlechts aufgetreten. Betroffene sind nicht nur (weibliche) AAU Angehörige
mit Vereinbarkeitsverpflichtungen, sondern auch Personen ohne Kinder,
z.B. mit chronischen Erkrankungen. Darüber hinaus kam es aufgrund der ungleichen Verteilung von
Arbeit durch Führungskräfte auf Mitarbeitende sowie aufgrund des erhöhten digitalen
Kommunikationsbedarfs zu Missverständnissen und Konflikten zwischen den
Universitätsangehörigen.

Die Angehörigen der AAU sollen sich auch in Zeiten von Covid 19 mit Höflichkeit, Zuverlässigkeit und
Respekt begegnen. Dasselbe gilt natürlich auch für den Umgang mit Studierenden und Personen aus
dem außeruniversitären Umfeld. Bitte pflegen Sie einen positiven Umgang mit Diversität und fördern
Sie die Gleichstellung der Geschlechter, z.B. indem Sie sich in andere Lebensrealitäten hineinversetzen
und Verständnis für andere Lebenssituationen zeigen. Nehmen Sie daher doch in einem ersten Schritt
Kontakt zu Teammitgliedern, Lehrenden und/oder Studierenden auf, schauen Sie wie die Personen mit
der Umstellung zurechtkommen und suchen Sie gegebenenfalls gemeinsam nach Lösungen, die für
alle unter den gegebenen Rahmenbedingungen realisierbar sind.

Familienservice (Bronwen Arbeiter‐Weyrer) / Vereinbarkeitsbeauftragte (Rachel Köberl):
Studierende mit familiären Betreuungspflichten ‐ und vor allem Alleinerziehende ‐
sind aufgrund fehlender bzw. eingeschränkt angebotener Kinderbetreuung außer Hause bzw.
Berufstätigkeit mit einem überdurchschnittlich hohen Ausmaß an gebundenen Zeitressourcen
konfrontiert. Im Gegensatz zu anderen Studierenden, fehlt ihnen die dringend notwendige Flexibilität,
sich an fixen terminlichen Vorgaben im Rahmen von vorgegebenen Online‐LV‐Zeiten zu orientieren
und den zusätzlichen – zumeist zeitnahe zu erbringenden ‐ erhöhten Lernaufwand zu bewältigen.
Möglichst viele Vorlesungen aufzuzeichnen und die LV‐Anforderungen nach Möglichkeit zeitlich
flexibel zu gestalten, würde für die studierenden Eltern eine Entlastung bringen.

Zeitressourcen für (wissenschaftliche) Mitarbeitende im Homeoffice, die parallel zu der beruflichen
Verwaltungs‐, Lehr‐ oder Forschungstätigkeit ihre Kleinkinder betreuen, Homeschooling
beaufsichtigen und/oder Care‐Aufgaben bewältigen müssen, sind zumeist knapp bemessen. Eine
Hilfestellung für die arbeitenden Eltern würde eine etwaige Rücksichtnahme durch die jeweiligen OEFührungskräfte/Institutsvorstände, vor allem beim Festlegen von etwaigen Vereinbarungen, mit sich
bringen.

ZE International Office (Elena Buffa):
Internationale und Incoming‐Studierende mussten zum Teil ins Heimatland zurückkehren und
werden voraussichtlich auch in den kommenden Monaten noch Einreisebeschränkungen unterliegen.

Einzelne Studierendengruppen, die normalerweise die PC‐Räume und ‐gänge der AAU nützen (z.B.
MORE‐Studierende) haben durch die Sperrung dieser Einrichtungen oft keinen Zugang zu
Computer/Laptops.

Personalentwicklung (Evelin Brunner):
Be aware – Achten Sie darauf, dass die Internetverbindung bzw. die Übertragungsmodalitäten im
Homeoffice bzw. Home Learning nicht immer dieselben sind und seien Sie verständnisvoll.

Be aware – Achten Sie darauf, dass die momentane Situation an Distanz Zukunftsängste und soziale
Isolation verstärken kann und seien Sie verständnisvoll.“

ÖH Referat für Frauen und Gleichbehandlungsfragen (Anna Strobach):
Wir möchten Sie besonders darauf hinweisen, dass die meisten Studierenden momentan stark und
oft mehrfach belastet sind ‐ durch finanzielle Existenzängste (Verlust von Nebenjobs zur
Studienfinanzierung), Sorge um fristgerechten Studienabschluss, beengte Wohn‐
/Arbeitsraumsituation, große Entfernung zur Familie, Kinderbetreuung, Auswirkungen der
gesellschaftlichen Einschränkungen auf die psychische Verfassung etc. ‐ und die Forderung nach der
gewohnten Leistungsfähigkeit dadurch kaum erfüllbar ist, eher eine weitere Belastung darstellt.

Wir möchten Sie bitten, uns Studierenden so viel Sicherheit zu geben bzw. Unsicherheit zu nehmen
wie möglich: Erreichbar sein, Information über Prüfungsform und ‐termin so früh wie möglich
mitteilen, unterstützen, wenn wir die technischen Voraussetzungen nicht erfüllen können u.ä.

Universitätszentrum für Frauen‐ und Geschlechterstudien (Kirstin Mertlitsch):
Die Corona‐Krise verstärkt traditionelle Geschlechterverhältnisse. Im Sinne des Undoing Gender gilt
es geschlechtsspezifische Rollenmuster gewahr zu werden, um diese aufzubrechen.

Maßnahmen und Verordnungen während der Krise sind in hohem Maße auf traditionelle Strukturen
wie One‐income‐(Klein)Familien mit heteronormativen Rollenverteilungen ausgerichtet und
berücksichtigen weder diverse Familien‐Konstellationen (bis hin zu Alleinerziehenden), noch andere
Lebens‐ und Beziehungspraktiken.

 

Wir bitten Sie hiermit, um Ihren aktiven Beitrag, um Antidiskriminierung, Vereinbarkeit und
Diversität zu fördern und wachsenden sozialen Ungleichheiten entgegenzuwirken. Dabei geht es
darum Differenzen aufgrund von Alter, Behinderung, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht, Religion
und Weltanschauung sowie sexueller Orientierung – auch in ihren Überschneidungen ‐
wahrzunehmen und anzuerkennen.

Die Mitglieder des Diversitätsrates unterstützen und beraten Sie gerne dabei:

Kirstin Mertlitsch (Leitung des Diversitätsrates) / UZFG (Universitätszentrum für Frauen‐ und Geschlechterstudien),
Bronwen Arbeiter‐Weyrer (Familienservice),
Evelin Brunner (Personalentwicklung),
Elena Buffa (ZE International Office),
Andreas Jeitler (Behindertenvertrauensperson),
Rachel Köberl (Vereinbarkeitsbeauftragte),
Maria Mucke (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen),
Jutta Steininger (Expert*innenkommission für Frauen‐ und Geschlechterstudien),
Anna Strobach (ÖH Referat für Frauen und Gleichbehandlungsfragen),
Christina Terle (Arbreitskreis für Gleichbehandlungsfragen),
Mark Wassermann (Accessibility Office)

*** English Version ***

Dear members of the University of Klagenfurt,

in the past few weeks we have faced many new challenges due to the Covid 19 crisis. This
affects not only the switch to home office and the associated multiple burdens of paid and
unpaid (care) work. The crisis not only makes inequalities and privileges between members
of the University of Klagenfurt (AAU) more visible, but also increases these differences.
Therefore, in our function as the Diversity Council of the University of Klagenfurt, we would
like to draw attention to some aspects in the university work environment in order to make
the diversity of the individual life and work practices of the university members visible:

Accessibility Office (Mark Wassermann) / Disability Representative (Andreas Jeitler):
On the part of the representatives of people with disabilities in the Diversity Council, we
would like to specifically point out that in times of Covid 19, the barrier‐free usability of
electronic systems and their content is a fundamental necessity. The current crisis and the
associated physical‐distancing are causing problems for people with disabilities in terms of
disrupted personal support services, so a well‐functioning, accessible digital communication,
study and work environment is essential.

It should also be noted that people who are at increased risk from Covid 19 must be offered
all the necessary support measures. This includes further home office regulations, attendance
exemptions and telepresence regulations. In any case, protecting health has priority over
other interests.

Working group for equality issues (Maria Mucke and Christina Terle):
During Covid 19 and the related consequences, cases of gender discrimination have
increased. Those affected are not only (female) AAU members with compatibility obligations,
but also people without children, e.g. with chronic diseases. In addition, misunderstandings
and conflicts between members of the university have arisen due to the unequal distribution
of work by managers among employees and the increased need for digital communication.

The members of the AAU should treat each other with courtesy, reliability and respect even
in times of Covid 19. The same applies, of course, to dealing with students and people from
outside the university. Please maintain a positive approach to diversity and promote gender
equality, e.g. by imagining yourself in other realities of life and showing your understanding
of other life situations. So, in a first step, get in touch with team members, teachers and / or
students, see how the people are coping with the changeover and, if necessary, look for
solutions that can be implemented for everyone under the given framework conditions.

Family Service (Bronwen Arbeiter‐Weyrer) / Compatibility Officer (Rachel Köberl):
Students with family care responsibilities ‐ and above all single parents ‐ are faced with an
above‐average amount of tied‐up time resources due to the lack or limited availability of
childcare outside the home or work. In contrast to other students, they lack the urgently
needed flexibility to orientate themselves towards fixed deadlines within the framework of
given online course times and to cope with the additional increased learning effort, which is
often expected at short notice. Recording as many lectures as possible and arranging the
course requirements as flexibly as possible would bring relief to the student parents. Time
resources for (academic) employees in the home office who look after their toddlers,
supervise home‐schooling and / or have to cope with care tasks in parallel to the professional
administration, teaching or research work are usually scarce. Aid for the working parents
would entail any consideration by the respective OE managers / institute board members,
especially when stipulating any agreements.

ZE International Office (Elena Buffa):
International and incoming students have had to return to their home country in some cases
and will probably still be subject to entry restrictions in the coming months. Individual
student groups that normally use the AAU PC rooms and corridors (e.g. MORE students)
often have no access to computers / laptops due to the temporary closure of these facilities.

Personnel development (Evelin Brunner):
Be aware ‐ Remember that the internet connection or the transmission modalities in the
home office or home learning are not always the same and be understanding.

Be aware ‐ Consider that the current situation at a distance can increase fear of the future
and social isolation and be understanding.

ÖH Department for Women and Equal Opportunities (Anna Strobach):
We would particularly like to point out that most students are currently under heavy and
often multiple burdens ‐ due to financial fears (loss of part‐time jobs to finance their studies),
worry about completing their studies on time, cramped living / working space situation,
great distance from family, childcare, effects of the social restrictions on the mental state etc.
‐ and the demand for the usual performance is hardly achievable, is more of a burden.

We would like to ask you to give us students as much security or to reduce uncertainty as far
as possible: to be accessible, to provide information about the examination method and date
as early as possible, to support us if we cannot meet the technical requirements, etc.

University Center for Women and Gender Studies (Kirstin Mertlitsch):
The corona crisis reinforces traditional gender relationships. In the sense of undoing gender,
it is important to become aware of gender‐specific role patterns in order to break them open.

Measures and regulations during the crisis are largely geared towards traditional structures
such as one‐income (small) families with heteronormative roles and do not take into account
diverse family constellations (right down to single parents) or other life and relationship
practices.

We hereby ask for your active contribution to promote anti‐discrimination, compatibility and
diversity and to counter growing social inequalities. It is about recognizing and
acknowledging differences based on age, disability, ethnicity, gender, religion and belief, as
well as sexual orientation ‐ including their areas of intersection.

The members of the Diversity Council will be happy to support and advise you:

Kirstin Mertlitsch (chairwoman of the Intersectional Diversity Council/ UZFG centre for gender studies),
Bronwen Arbeiter‐Weyrer (Family Services),
Elena Buffa (ZE International Office),
Evelin Brunner (university’s staff development department)
Andreas Jeitler (ombudsman for disabilities)
Rachel Köberl (compatibility officer),
Maria Mucke und Christina Terle (the equalities working group),
Jutta Steininger (Commission of Experts for Women and Gender Studies),
Anna Strobach (ÖH – student union department for women and equal treatment),
Mark Wassermann (Accessibility Office)

Online-Workshop für Studierende: „Speak Up – Kommunikationstools für LVen, Gremien & Co“

Das Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien möchte Sie auf folgenden Online-Workshop aufmerksam machen:

 

Speak up – Kommunikationstools für LVen, Gremien & Co.

24. Juni 2020 // 13:00 bis 17:00 Uhr

Vortragende: Dr.in Meike Lauggas – Zur Person

Inhalte (Auswahl):

  • Digitale Tools und Online-Kommunikation
  • Vermittlung hilfreicher Kommunikationsstrategien und Körpersprache
  • Schlagfertigkeit und deeskalierende  Techniken
  • Entwicklung und Ausbau innerer  „Tankstellen“ und Schutzschilder
  • Reflexion der Wirkungsweise diverser Differenzkriterien als gesellschaftlich mächtige Kategorien
  • Kurze, frei gesprochene Inputs in Abwechslung mit Arbeit in Klein- und Großgruppe
  • Raum für Erfahrungs- und Gedankenaustausch unter den Teilnehmer_innen

 

Anmeldungen bitte unter: https://conference2.aau.at/event/38/

Fragen bitte an: gender [dot] zentrum [at] aau [dot] at

Poster

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Das Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien

„QueerePapiere“ – Queer*feministischer Blog aus Kärnten/Koroška

 

Der neue queer*feministische Blog ist online!!

Unter: queerepapiere.wordpress.com wird unter anderem der Frage nachgegangen:

Was heißt es, queer in Kärnten/Koroška zu sein? bzw. Wie queer ist Kärnten/Koroška überhaupt? 

Erdacht, konzipiert und gestaltet wurde der Blog von den Mitarbeiter*innen des Universitätszentrums für Frauen- und Geschlechterstudien Charlotte Adelt & Hannah Tomasi.

Lotte & Hannah verpflegen Sie/Euch mit queeren Geschichten, feministisch-relevanten Texten, trashigen Posts und guten Infos.

Schauen Sie rein – es lohnt sich!

 

Kontakt:

Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien der Alpen Adria Universität Klagenfurt:

hannah [dot] tomasi [at] aau [dot] at

charlotte [dot] adelt [at] aau [dot] at

 

Erweiterungsstudium „Gender Studies“ – neues Curriculum

Gender Studies leisten einen wesentlichen Beitrag zur Herstellung von Geschlechterdemokratie und Chancengleichheit in einer pluralisierten Gesellschaft. Gender- und Diversitäts-Wissen wird als Schlüsselqualifikation in verschiedenen öffentlichen und privaten Arbeitsfeldern nachgefragt: im Bereich der Bildung und sozialen Arbeit, in Kultur und Medien, in Wissenschaft und im Wissenschaftsmanagement sowie in verschiedenen politischen und wirtschaftlichen Bereichen.

Das neue Curriculum tritt nach der Kundmachung im Mitteilungsblatt der Universität Klagenfurt mit 1. Oktober 2020 in Kraft und gilt für alle Student*innen, die ab dem Wintersemester 2020/21 ihr Erweiterungsstudium beginnen.

Umfang: 32 ECTS-AP

Vorgesehene Studiendauer: 2 Semester

Die Student*innen des Erweiterungsstudiums Gender Studies sind nach erfolgreicher Absolvierung des Erweiterungsstudiums in der Lage:

  • grundlegende Theorien, Methoden und Begriffe der interdisziplinären Gender Studies, insbesondere der intersektionalen und kritischen Diversitätsansätze zu verstehen und diese auf das eigene Studienfach, fachübergreifend, auf Bereiche des beruflichen Lebens und des Alltags anzuwenden.
  • feministische, queere und intersektionale Wissenschaftskritik im eigenen Fach und fächerübergreifend auszuüben und die Herstellung von Wissen, Methoden und Theorien in Verbindung mit Ansätzen feministischer, queerer sowie postkolonialer Theorien kritisch zu reflektieren.
  • die Entstehung von Geschlechterdifferenzen und -diskriminierungen sowie deren Naturalisierung und Normalisierung zu identifizieren und zu reflektieren.
  • Strategien zur Sensibilisierung für Diskriminierungsstrukturen, Chancengleichheit und Antidiskriminierung zu entwickeln und umzusetzen.

Zulassungsvoraussetzungen:

  • Bei einem Bachelorstudium die Absolvierung von Prüfungen und/oder der Bachelorarbeit im Umfang von mindestens 120 ECTS-AP;
  • bei einem Masterstudium die Absolvierung von Prüfungen und/oder der Masterarbeit im Umfang von mindestens 80 ECTS-AP;
  • bei einem Diplomstudium die Absolvierung des ersten Studienabschnitts.

 

Curriculum

Lehrveranstaltungen

Stellenausschreibung: Studienassistenz für das Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien an der AAU

Wir suchen:

eine*n Studienassistent*in für den Bereich Frauen- und Geschlechterstudien im Ausmaß von 10 Wochenstunden (2×5 Stunden)

Voraussichtlicher Beginn des Arbeitsverhältnisses ist der 1. Oktober 20201

Die vielfältigen Aufgaben umfassen unter anderem:

  • Unterstützung bei der Betreuung von Lehrveranstaltungen und Lehrenden, Beteiligung am Auswahlprozess des Lehrveranstaltungsangebots
  • Planung, Organisation und Umsetzung eines Semesterprojekts für Studierende
  • Teilnahme und Mitarbeit an Sitzungen und Gremien (z. B. ExKo)
  • Ansprechpartner*in für Studierende
  • Mitarbeit bei Veranstaltungen, Tagungen und Projekten des Zentrums
  • Mithilfe bei spezifischen administrativen Tätigkeiten des Zentrums
  • Unterstützung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit

Erforderliche Voraussetzungen:

  • Erste theoretische Kenntnisse oder praktische Erfahrungen der Frauen- und Geschlechterstudien
  • Interesse an der Auseinandersetzung mit queeren, geschlechterspezifischen und
    intersektionalen Themen
  • Sehr gute Deutschkenntnisse
  • Gute Englischkenntnisse
  • Soziale Kompetenzen und hohe Teamfähigkeit

Erwünscht:

  • Erste Arbeitserfahrungen in Bereichen der Frauen- und Geschlechterforschung, in
    feministischen/queeren Organisationen oder verwandten Bereichen
  • Gute Studienleistungen im Bereich der Frauen- und Geschlechterstudien
  • Kompetenz im Umgang mit deutschen und englischen wissenschaftlichen Texten
  • Selbständige und genaue Arbeitsweise
  • Technisches Grundverständnis/Bereitschaft zur Einarbeitung in Umgang mit Technik
  • Sehr gute Kenntnisse in MS Office (Word, PPT, Excel)
  • Grundkenntnisse in Moodle und InDesign

Bitte beachten Sie, dass Bewerber*innen bei Abschluss des Arbeitsvertrages ein Masterstudium noch nicht abgeschlossen haben dürfen. Das Arbeitsverhältnis als Studienassistent*in endet jedenfalls mit Ende des Semesters, in dem das Masterstudium abgeschlossen wird oder nach einem maximalen Anstellungsverhältnis als studentische Mitarbeiter*in an der AAU von vier Jahren.

Gehalt:

Das monatliche Mindestentgelt für diese Verwendung beträgt € 529,15 brutto. Die Einstufung erfolgt gemäß Kollektivvertrag. (Uni-KV: Verwendungsgruppe C, www.aau.at/uni-kv).

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen − Motivationsschreiben, Lebenslauf, Studienerfolgsnachweis und evtl. Bescheinigungen/Zertifikatebis zum 31.05.2020 an gender [dot] zentrum [at] aau [dot] at. Für nähere Auskünfte über die ausgeschriebene Position wenden Sie sich bitte an Kirstin Mertlitsch (kirstin [dot] mertlitsch [at] aau [dot] at, +43 463 2700 2022).

 

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Kirstin Mertlitsch und das Team des Gender Zentrums

 


(1) jedoch nicht vor dem Ende der Beschränkungsmaßnahmen durch die Regierung im Zusammenhang mit COVID 19

Charmant oder belästigend? – Definitionen und Handlungsstrategien zu sexueller und geschlechtsbezogener Belästigung an Universitäten

Liebe Interessierte!

 

Die folgende Einladung richtet sich speziell an Universitätsangehörige mit Personal- und Leitungsverantwortung, von der Abteilungsleitung über die Professur bis zur Fakultätsleitung und an alle Geschlechter. Darüber hinaus gilt sie selbstverständlich allen Interessierten.

 

Hiermit dürfen wir Sie sehr herzlich zum interaktiven Vortrag einladen:

Charmant oder belästigend?
Definitionen und Handlungsstrategien zu sexueller und geschlechtsbezogener Belästigung an Universitäten

von ao. Univ.-Prof.in Dr.in Edith Gößnitzer (Universität Graz)

am Donnerstag, den 30.01.2020

von 13:00-15:00 Uhr

im Oman-Saal 

Zudem stellen sich universitäre Anlaufstellen im Fall von Belästigung und Mobbing vor, und es wird einLeitfaden zum Thema sexuelle Belästigung an der Universität Klagenfurt präsentiert. Die Veranstaltung soll bewusstseinsbildend wirken und Personalverantwortlichen Information und Unterstützung für die Wahrnehmung ihrer Fürsorgepflichten bieten. Das Rektorat ermuntert ausdrücklich zur Teilnahme.

Ablauf

12:30 Ankommen und informeller Austausch bei Suppe und Brot

13:00 Eröffnung: Rektor Oliver Vitouch 

13:15 Vortrag: „Charmant oder belästigend? – Definitionen und Handlungsstrategien zu sexueller und geschlechtsbezogener Belästigung an Universitäten“ von Edith Gößnitzer

Anschließend Vorstellung der einzelnen Anlaufstellen sowie Präsentation der Webpage und des Leitfadens

Moderation: Kirstin Mertlitsch

Mit herzlichen Grüßen,

Oliver Vitouch für das Rektorat

Kirstin Mertlitsch für das UZFG

Maria Mucke und Christina Terle für den akGLEICH

sowie 

Sonja Werdnig für den Betriebsrat für das allgemeine Universitätspersonal

Guido Offermanns für den Betriebsrat für das wissenschaftliche Universitätspersonal

Andreas Jeitler als Behindertenvertrauensperson

Anna Strobach für das ÖH-Referat für Frauen- und Gleichbehandlungsfragen

Pavel Barbot für das ÖH-Referat für Queer und alternative Lebensbeziehungen

Evelin Brunner für die Personalentwicklung

Hans Smoliner für die Psychologische Studierendenberatung

Waltraud Sawczak für die Stabsstelle für Gesundheitsmanagement, Sicherheit und Barrierefreiheit

 

Zur Vortragenden:

Edith Gößnitzer ist außerordentliche Universitätsprofessorin am Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Karl-Franzens-Universität Graz. Als langjähriges Mitglied und stv. Vorsitzende des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen der Universität Graz sowie in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der ARGE GLUNA (Arbeitsgemeinschaft für Gleichstellung und Gleichbehandlung an Österreichs Universitäten) ist sie als Genderexpertin vielfältig und kontinuierlich in diverse Gremien und Kollegialorgane eingebunden. In diesem Rahmen ist sie auch die Ansprechperson für Weiterentwicklungen von Antidiskriminierungs- und Gleichstellungsmaßnahmen und berät praxisnah diverse Entscheidungsträger*innen zu Fragen der Gleichstellung, der Frauenförderung und des Gender Mainstreaming.

Eröffnung der Wanderausstellung: ‚asozial‘ – Ausgrenzung gestern und heute // am 14.01.20 um 18 Uhr

Liebe Interessierte,

das Universitätszentrum für Frauen- und Geschlechterstudien, das Institut für Geschichte, die Universitätsbibliothek sowie das Slowenische Wissenschaftliche Institut, mit finanzieller Unterstützung des Büros für Frauen.Chancengleichheit.Generationen der Stadt Klagenfurt, möchten Sie hiermit herzlich einladen:

Ausstellungseröffnung: ‚asozial‘ – Ausgrenzung gestern und heute

und

GastvortragZum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem Schritt – Stigmatisierung und Verfolgung von ‚asozialen‘ Mädchen und Frauen gestern und heute

von Dr.in Brigitte Halbmayr und Dr.in Helga Amesberger (Institut für Konfliktforschung, Wien)

am 14.01.20 um 18 Uhr im Zeitschriftensaal der Universitätsbibliothek

Über die Ausstellung:

Die Ausstellung widmet sich einer spezifischen Form von Ausgrenzung im Nationalsozialismus: Es stehen Strukturen der Verfolgung von jenen Frauen und Mädchen im Mittelpunkt, die moralischen und sittlichen Vorstellungen der nationalsozialistischen „Volksgemeinschaft“ nicht entsprachen. Für viele führten Ausgrenzung und Entrechtung zur Einweisung in Arbeitsanstalten und Konzentrationslager.

Eine ausführlichere Beschreibung finden Sie anbei im Flyer

 

Über die Vortragenden:

Dr.in Helga Amesberger und Dr.in Brigitte Halbmayr sind Sozialwissenschafterinnen am Institut für Konfliktforschung mit den Arbeitsschwerpunkten Rassismus, Nationalsozialismus und Holocaust, Oral History, Gender Studies.
Sie haben u.a. folgende Preise erhalten: Käthe Leichter-Preis 2011 und Wissenschaftspreis des österreichischen Parlaments 2019.

Aktuellste Veröffentlichungen:

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr, Elke Rajal (2019): »Arbeitsscheu und moralisch verkommen«. Verfolgung von Frauen als »Asoziale« im Nationalsozialismus. Wien: Mandelbaum.

Helga Amesberger, Brigitte Halbmayr und Simon Clemens (2019): „Meine Mama war Widerstandskämpferin“ – Netzwerke des Widerstands und dessen Bedeutung für die nächste Generation. Wien: Picus.