Andrej Zwitter ist neuer Professor für Humanwissenschaft des Digitalen
Mit Februar 2026 verstärkt Andrej J. Zwitter die Universität Klagenfurt als Professor für „Humanwissenschaften des Digitalen“.
Univ.-Prof. Dr. iur. Andrej J. Zwitter
§ 98-Professur (unbefristet)
Andrej J. Zwitter ist seit Februar 2026 Professor für Humanwissenschaft des Digitalen. Zugleich übernimmt er die Leitung eines universitären Forschungszentrums, das im Rahmen einer strategischen Weiterentwicklung und Neupositionierung als zukunftsweisende Plattform für interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Gesellschaft, Mensch und Daten etabliert wird.
Andrej Zwitter bringt für diese Aufgabe langjährige Erfahrung im Aufbau und in der Leitung wissenschaftlicher Strukturen mit. Er war Gründungsdekan des University College Fryslân (Niederlande) sowie über mehrere Jahre Dekan der Faculty Campus Fryslân an der Universität Groningen. Zudem war er unter anderem Mitbegründer des regionalen Urban Data Center, Data Fryslân, Gründungsdirektor des Data Research Centers und Founding Board Member von Chapter Zero Netherlands, einer Initiative des World Economic Forum zur Einbindung von Governance- und Nachhaltigkeitsfragen in unternehmerische Entscheidungsprozesse. Diese Erfahrungen prägen seinen Ansatz, interdisziplinäre Forschung institutionell tragfähig zu verankern und strategisch weiterzuentwickeln.
Geboren 1982 in Klagenfurt, führte Andrej Zwitters akademischer Werdegang vom Magister- und Doktoratsstudium der Rechtswissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz über die Ruhr-Universität Bochum an die Rijksuniversiteit Groningen in den Niederlanden. Internationale Perspektiven fließen durch Forschungstätigkeit am Österreichischen Institut für Internationale Politik (OIIP) in Wien (2014/15), als Program Director am The New Institute in Hamburg (2023/24) sowie durch Gastprofessuren und Forschungsaufenthalte unter anderem an der ETH Zürich, der Osaka University und der Columbia University in seine Arbeit ein.
Forschungsschwerpunkte
Inhaltlich befasst sich Zwitter mit Fragen der Data Governance, der Ethik und mit Nachhaltigkeits- und Krisenforschung sowie mit Konzepten menschlicher Entwicklung und gesellschaftlicher Resilienz. Verbunden sind diese Themen durch die Leitidee des Human Flourishing: Digitale und datenbasierte Innovationen sollen dazu beitragen, menschliches Wohlergehen, gesellschaftliche Teilhabe und institutionelle Handlungsfähigkeit langfristig zu stärken. Forschung und Lehre sind dabei unter dem übergreifenden Profil der Human Flourishing and Data Sciences gebündelt, mit dem Ziel, digitale Innovationen konsequent an gesellschaftlichen Bedürfnissen und normativen Orientierungen auszurichten.
Das von Zwitter geleitete Zentrum versteht sich als strategisches Zukunftsprojekt der Universität Klagenfurt. Es soll unterschiedliche Disziplinen, Methoden und Perspektiven zusammenführen und einen Rahmen schaffen, in dem datenbasierte Forschung mit Fragen der Governance, Ethik und gesellschaftlichen Wirkung verknüpft wird. Leitend ist dabei die Überzeugung, dass Daten- und Digitaltechnologien Mittel zur Verbesserung menschlicher Lebensbedingungen sein müssen. Entsprechend wird das durch Zwitter geleitete Zentrum Forschung zur Digital Health, zur menschlichen Entwicklung sowie Krisen- und Resilienzfragen aufgreifen.
Mit seiner Professur und der Leitung des neu positionierten Zentrums setzt Andrej Zwitter an der Universität Klagenfurt Impulse für eine Digitalisierungsforschung, die analytische Präzision mit normativer Orientierung verbindet und die Universität als Kooperationsplattform zwischen Forschung, Industrie und Gesellschaft stärkt.










Hoge Noorden/Jacob van Essen


