#allesUNI: Positive Visionen für Kärnten am Welttag der Kreativität und Innovation

Welche Zukunft will Kärnten erzählen? Beim #allesUNI-Podium an der Universität Klagenfurt diskutierten führende Persönlichkeiten aus Medien, Wirtschaft und Kultur über neue Perspektiven für das Land – und darüber, warum Mut, Vernetzung und große Visionen jetzt entscheidend sind.

Vor großem Publikum und in lebhafter Atmosphäre widmete sich die Podiumsdiskussion „Das Bild Kärntens im Wandel. Was soll man sich in Zukunft über Kärnten erzählen? Die Macht von Bildern, Medien und Vordenker:innen in einem Bundesland im Aufbruch“ im Omansaal der Universität Klagenfurt der Frage, wie sich Wahrnehmung, Selbstverständnis und Außenbild des Landes derzeit verändern. Die Veranstaltung fand am Welttag der Innovation und Kreativität statt und war Teil der bundesweiten Initiative #allesUNI der Österreichischen Universitätenkonferenz (uniko). Ziel der Aktion ist es, die Rolle der Universitäten als Motoren für Innovation, gesellschaftlichen Dialog und Wissenszirkulation sichtbar zu machen. Die Moderation der Podiumsrunde übernahm Andrej Zwitter, Professor für Humanwissenschaft des Digitalen.

Am Podium diskutierten Karin Bernhard (Landesdirektorin ORF Kärnten), Sabine Herlitschka (Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria), Wolfgang Fercher (Chefredakteur Kleine Zeitung), Nadja Kayali (Intendantin Carinthischer Sommer) und Ada Pellert (Rektorin der Universität Klagenfurt), was Kärnten heute auszeichnet und künftig braucht. Einig waren sich die Diskutant:innen darin, über Grenzen hinauszudenken, größer zu denken und Kärnten als gemeinsames Projekt zu verstehen. Ein starkes Miteinander sei ebenso notwendig wie der Mut zu großen Visionen und der Glaube an die eigene Gestaltungskraft.

Kärnten wurde als Land mit vielfältigem Potenzial in Kultur, Industrie und weiteren Zukunftsfeldern beschrieben. Entscheidend sei, den Mut aufzubringen, sich den großen Herausforderungen zu stellen und Ideen in die Tat umzusetzen. Visionen, Mut und Zuversicht wurden als zentrale Voraussetzungen genannt. Gleichzeitig wurde betont, dass Kärnten alle Voraussetzungen mitbringe, um ambitionierte Ziele zu verfolgen – man müsse sich diese jedoch auch zutrauen und stärker vernetzen.

Auf die Frage, wie große Vorhaben gelingen können, verwiesen die Diskutant:innen auf die Bedeutung von Tatkraft, Ausdauer und Zuversicht im Handeln. Auch die Vermittlung von Innovation, Forschung und den Stärken des Standorts wurde als wichtiger Faktor genannt, um Entwicklungen sichtbar zu machen und positive Impulse zu setzen.

Karin Bernhard
Landesdirektorin ORF Kärnten

„Kärnten ist der Ort, wo man morgens am Wörthersee schwimmt, mittags in einem KI-Labor forscht und abends über europäische Zukunftsthemen in drei Sprachen diskutiert. Eine Region, die ihre historischen Hypotheken – Ortstafelkonflikt, Hypo-Krise etc. – nicht verdrängt, sondern als Lernprozess begriffen und überwunden hat.
Somit ist Kärnten im Jahr 2036 eine selbstbewusste, mehrsprachige Innovationsregion im Herzen des Alpen-Adria-Raums. Die Koralmbahn hat einen dynamischen Wirtschaftsraum geschaffen, in dem junge Menschen bleiben, arbeiten und gründen. Leistbarer Wohnraum, moderne Bildung und digitale Infrastruktur bieten echte Perspektiven. Kärnten steht für Lebensqualität, technologische Stärke und internationale Vernetzung – und hat den Wandel vom Abwanderungsraum zum Zukunftsstandort geschafft.“

Sabine Herlitschka
Vorstandsvorsitzende Infineon Technologies Austria

„Kärnten – das Land der großen Chancen! In zehn Jahren ist es DAS Bildungsland mit Exzellenz, vernetzten Campusstrukturen und internationaler Sichtbarkeit. Es ist DAS Innovationsland mit starken Schrittmachertechnologien für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. DAS Land, mit modernster Infrastruktur, in dem sich Ideen, Projekte und Gründungen schnell umsetzen lassen, und DAS Land, das wie ein Magnet Fachkräfte, Talente, Unternehmen und Start-ups anzieht. Diese Zukunft kann Wirklichkeit werden, jedenfalls wartet sie nicht – sie entsteht nur, wenn wir jetzt gemeinsam mutig ins Tun kommen.“

Wolfgang Fercher
Chefredakteur Kleine Zeitung

„In zehn Jahren hat es Kärnten raus aus der Belanglosigkeit geschafft, mit einem unterschätzten Standortvorteil, der in einer unsicheren Welt an Bedeutung gewinnt: Sicherheit. Nicht nur im klassischen Sinn, sondern als Gefühl von Stabilität, Verlässlichkeit und sozialer Unterstützung. Wer hier investiert, arbeitet oder lebt, sucht genau das. Sicherheit hat sich nicht als Stillstand erwiesen, sondern als Fundament für Wachstum, Ansiedelungen, Innovation und geistiger Offenheit im Dreiländereck.“

Nadja Kayali
Intendantin Carinthischer Sommer

„Kärnten 2036: Fünf Jahre ist es her, dass in Villach das Festspielhaus des Carinthischen Sommers eröffnet wurde. Das Gebäude ziert die internationalen Architekturzeitschriften und gerade läuft die große Retrospektive anlässlich des 100. Geburtstages von Valentin Oman. Menschen aus aller Welt strömen nach Kärnten. Villach ist die internationalste Stadt Österreichs geworden und übertrifft sogar Wien. Die Westbahn hat eine fahrende Galerie eingerichtet, die auf Haupt- und Nebenstrecken durch Kärnten fährt. Klagenfurt baut gerade den Festspielhauszwilling und im kommenden Jahr erfolgt die große Eröffnung als Twin-Cities. Die Kunst war der Gamechanger für ein prosperierendes Land.“

Ada Pellert
Rektorin Universität Klagenfurt

„Kärnten sehe ich in zehn Jahren als einen offenen, innovationsstarken Lebens- und Wissensraum, der Tradition und Zukunft mutig verbindet. Hochschulen, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft arbeiten im gesamten Alpen-Adria-Raum noch enger zusammen und prägen ein positives, vielfältiges Bild des Landes nach innen und außen. Kärnten erzählt dann Geschichten von Kreativität, Kooperation und internationaler Sichtbarkeit – in einer prosperierenden Region, in der man gut und gerne lebt.“

#ALLESUNI – Event – Österreichische Universitätenkonferenz