Alle News seitens der Universität Klagenfurt zum Institut für Psychologie

Die Wasserflasche finden, die kleine Waffe aber nicht: Forschung zur Rolle des Arbeitsgedächtnisses bei der Handgepäckskontrolle am Flughafen

Mit Hilfe von visueller Suche kann der Mensch bestimmte Objekte identifizieren, zum Beispiel kann eine Ärztin gefährliche Anomalien auf Röntgenbildern erkennen bzw. kann das Flughafensicherheitspersonal Gegenstände über das Röntgenbild im Handgepäck erkennen. Anna Conci, ÖAW-DOC-Stipendiatin am Institut für Psychologie, erforscht, welchen Einfluss das Arbeitsgedächtnis auf die Suchleistung hat.

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„Wir leben in einer Welt, die wesentlich mehr Weisheit braucht, als sie derzeit aufweist.“: Handbuch der Weisheitsforschung neu erschienen

Über 800 Seiten stark ist das Cambridge Handbook of Wisdom, das kürzlich von Robert J. Sternberg (Cornell University) und Judith Glück (Universität Klagenfurt) herausgegeben wurde. Das Handbuch gibt einen Überblick über die an Universitäten noch immer eher vereinzelt betriebene Weisheitsforschung und zeigt Perspektiven auf, wie mehr Wissen über Weisheit zu einer besseren Welt beitragen könnte. Weiterlesen

Weise Lehrerinnen und Lehrer für Studie gesucht

Das Handeln von Lehrerinnen und Lehrern prägt Kinder und Jugendliche in besonderer Weise. Umso interessanter scheint es für Judith Glück (Institut für Psychologie) und ihr Team, nach Situationen zu suchen, in denen Lehrende weise gehandelt haben – so wahrgenommen aus der Perspektive von Schülerinnen und Schülern oder Eltern. Aktuell sucht sie nach solchen weisen Lehrkräften – und nach Geschichten, die weisem Handeln an Schulen nachspüren.

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Wie egoistisch sind wir, wenn wir durstig sind?

Bertolt Brecht formulierte einst in der Dreigroschenoper: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral.“ Eine Studie, in der die Bereitschaft zu teilen bei Durstigen erhoben wurde, zeigt nun das Gegenteil: Die durstigen TeilnehmerInnen waren eher bereit, Wasser zu teilen als (aktuell ihr Bedürfnis nicht stillendes) Geld.

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„Die Geschlechterklasse brauchen wir nicht mehr, außer in Begehrensangelegenheiten. Und diese sind zutiefst privat.“

Die Fortschrittlichkeit im Umgang mit Menschen, die sich in den Kategorien Mann/Frau nicht einordnen können oder wollen, lässt sich am lebenspraktischen Beispiel von Unisex-Toiletten ablesen. Während diese in so manchem skandinavischen Land eine Selbstverständlichkeit sind, wurde deren Installation in öffentlichen Gebäuden kürzlich von Donald Trump wieder verboten. Universitäten wie die University of California, Berkeley halten dagegen. Die Argumente, warum an der Binarität der Geschlechter so unbedingt festgehalten werden müsse, sind häufig stark affektiv. Weltweit ist anzunehmen, dass rund 1,7 Prozent der Menschen intergeschlechtlich sind. Aktuell wurde hierzulande vom Verfassungsgerichtshof für das Personenstandsgesetz festgestellt, dass zwar die Eintragung des Geschlechts in Personenstandsregister und –urkunden nötig sei, dieses aber nicht auf männlich oder weiblich beschränkt sein dürfe. Der VfGH ließ dabei offen, wie das dritte Geschlecht zu bezeichnen ist. Wir haben mit Alice Pechriggl aus Anlass der Tagung „Gender in Transition“ darüber gesprochen, warum das Beharren auf die Zweigeschlechtlichkeit in vielen Bereichen so standhaft ist und warum sie trotzdem „Licht am Ende des Tunnels“ sieht.

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Von der Unmöglichkeit der Liebe und der Notwendigkeit, aktiv zu lieben

Der Psychologe Michael Wieser (Institut für Psychologie) ist Mitherausgeber eines Themenhefts zum Schwerpunkt „Lieben“ der Zeitschrift für Psychodrama und Soziometrie. Im Interview erklärt er, warum es sich leichter mit dem „Lieben“ wissenschaftlich arbeiten lässt als mit der „Liebe“ und warum er eine stete Entscheidung zum aktiven Lieben als Basis für funktionierende Beziehungen hält.

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Michaela Pötscher-Gareiß mit Award of Excellence ausgezeichnet

Der Award of Excellence des Wissenschaftsministeriums wird seit 2008 an die 40 besten Absolventinnen und Absolventen von Doktoratsstudien der wissenschaftlichen und künstlerischen Universitäten des vergangenen Studienjahres vergeben. Die Vorschläge dafür kommen von den Universitäten. Am 7. Dezember 2017 wurde der Preis von Sektionsleiterin Iris Rauskala übergeben.

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Programm für psychische Gesundheit von Kindern in Südosteuropa

Fast die Hälfte aller psychischen Erkrankungen hat ihre Ursprünge im frühen Alter der Betroffenen, also vor ihrem 14. Lebensjahr. Daraus entstehen im Erwachsenenalter häufig chronische Krankheiten, die wiederum negative Auswirkungen auf Sozialleben, ökonomische Produktivität und Lebensqualität der Betroffenen haben. Ein von H2020 (Europäische Union) gefördertes Projekt bemüht sich nun um die Prävention solcher Erkrankungen im Kindesalter. Der Fokus liegt auf Südosteuropa. 

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Studie: Wie setzt man sich gegenwärtig mit Nationalsozialismus in Schule & Gesellschaft auseinander?

2017 jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs zum 72. Mal. Wir stehen damit in einer Zeit, in der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Nationalsozialismus langsam verschwinden. Ein interdisziplinäres Projekt widmete sich in den letzten Jahren insbesondere der Generation jener junger Menschen, die als letzte mit diesen unmittelbaren ZeugInnen in Austausch treten. Im Zentrum des Projekts stand die Frage, wie Erinnerungen an den Nationalsozialismus an Jugendliche weitergegeben werden und wie junge Menschen den öffentlichen und privaten Erinnerungsdiskurs mitgestalten. Die Ergebnisse werden nun in Buchform präsentiert.

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Die menschelnde Wirtschaft

Vor wenigen Tagen wurde mit Richard H. Thaler (University of Chicago) einer der Begründer der Verhaltensökonomie als nächster Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften verkündet. Seiner Argumentation zufolge agiert der (in der Wirtschaft handelnde) Mensch nicht immer als homo oeconomicus, also nicht immer rational. Die Wirtschaftswissenschaftlerin Alexandra Rausch, der Kognitionspsychologe Bartosz Gula und die Sozialpsychologin Janet Kleber sprechen im Interview darüber, welche Anomalien und Irrationalitäten die Forschung kennt und wie man diesen möglicherweise entgegenwirken kann.

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