Caroline Jaklitsch | Foto: privat

Caroline Jaklitsch: Eine zukünftige Lehrerin mit Leidenschaft für Sprachen und Kultur

Caroline Jaklitsch aus Villach ist gerade dabei ihr Studium in Anglistik und Amerikanistik an der Universität Klagenfurt abzuschließen. Mit einem breiten Interessenspektrum hat sie sich auch für das Erweiterungsstudium Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und das Lehramt für Englisch und Deutsch entschieden. Vor ihrem Studium hat sie den Kreativzweig im Borg Hermagor besucht und ihre künstlerischen Talente entwickelt. In diesem Interview wird sie über ihre Erfahrungen im Studium, ihre Leidenschaft für Sprachen und Kultur sowie ihre Zukunftsaussichten sprechen.

Warum hast du dich dazu entschlossen zu studieren? Und wie hast du dich für unsere Uni entschieden (z. B. weil du jemanden gekannt hast, wegen der Qualität der Lehre, wegen der Stadt etc.)?

Studieren wollte ich eigentlich schon immer, nur die Richtung hat sich erst später ergeben. Die Universität Klagenfurt ist es geworden, weil ich zum Studieren nicht unbedingt in ein anderes Bundesland oder ins Ausland gehen wollte. In meinem vorletzten Schuljahr habe ich mit der Schule die Universität besucht und mich da entschlossen, dass ich hier zur Uni gehen will.   Durch die Nähe zu Villach bin ich in der Lage zuhause zu wohnen und bin nicht weit weg von meiner Familie und meinen Freunden, was mir sehr wichtig ist und es hat einfach das Gesamtpaket gepasst.

Wann und wie hast du herausgefunden, was du studieren willst?

Während meines Maturajahrs habe ich beschlossen, in die Fußstapfen meiner Großeltern mütterlicherseits zu treten und Lehrerin zu werden. Mit Menschen zu arbeiten und Dinge zu erklären hat mir immer viel Spaß gemacht und ich habe mich dann dazu entschieden Lehramt Englisch und Deutsch zu studieren. Deutsch stand für mich schon länger fest und Englisch war eine eher überraschende Entscheidung. Vor meinem Maturajahr habe ich 6 Wochen von den Sommerferien in Broadstairs, einer kleinen Stadt in England, verbracht um meine Sprachkenntnisse, die wirklich mies waren, zu verbessern. In der Zeit ist dann der Knopf aufgegangen und ich habe mich sozusagen in die Sprache verliebt und beschlossen Englisch zu meinem zweiten Unterrichtsfach zu machen. Das Studium hat mir dann so großen Spaß gemacht, dass ich zusätzlich noch ein Bachelorstudium in Anglistik und Amerikanistik draufgelegt und keine Sekunde bereut habe.

Was machst du im Studium? Was lernt man und was gefällt dir dabei am besten?

Das Studium ist sehr facettenreich und man bekommt Einblicke in viele verschiedene Bereiche. Kultur, Sprache, Literatur, Geschichte. Es ist von allem etwas dabei. Mir gefallen hier am besten die Lehrveranstaltungen zur amerikanischen Literatur. Man bekommt so viel Input und kann sehr viel aus dem Studium mitnehmen. Das schöne am Studium ist aber nicht nur, dass es so vielfältig und lehrreich ist, sondern auch, dass man an sich selbst als Person arbeitet und mit dem Studium wächst.

Wie erklärst du deiner Familie oder deinen Freunden den Inhalt deines Studiums?

Am liebsten mit Beispielen. Viele sind sich gar nicht bewusst, was man eigentlich alles in einem Anglistik und Amerikanistikstudium macht. Ich nehme, wenn ich gefragt werde, immer die Lehrveranstaltungen, die ich gerade besuche als Beispiel und erzähle was in diesen gemacht wird und wie man die Inhalte einsetzen kann.

Was macht dein Studium für dich zu etwas Besonderem?

Die Freundschaften, die ich an der Uni geschlossen habe und generell das gesamte Umfeld. Das Universität hat einfach eine familiäre Atmosphäre, die das ganze Studium zu etwas Besonderem macht. Man ist nicht einfach nur eine Nummer, sondern man kennt sich untereinander. Auch die Professor:innen kennen einen beim Namen und es gibt immer wieder Gespräche miteinander außerhalb von Lehrveranstaltungen über alles Mögliche.

Wo holst du dir an der Uni Hilfe, wenn du etwas brauchst oder mal nicht weiterweißt?

Bei Freund:innen, Kommiliton:innen und der Lehrveranstaltungsleitung.

Welcher Moment wird dich immer an dein Studium hier erinnern?

Da gibt es unzählige Momente mit Freund:innen in und außerhalb von Lehrveranstaltungen. Jetzt gerade ist es allerdings der Moment, in dem ich die Beurteilung meiner Bachelorarbeit bekommen habe. Das ist einfach etwas ganz Besonderes. Man ist glücklich, erleichtert, unglaublich stolz auf sich selbst und bekommt obendrein noch einen großen Motivationsschub.

Machst du noch etwas neben dem Studium?

Ich arbeite samstags, das lässt sich gut mit dem Studium vereinbaren, da es nicht so viele Lehrveranstaltungen gibt, die auch samstags stattfinden. Ein, zwei Mal habe ich mich deswegen zwar geärgert, weil ich eine interessante LV nicht besuchen konnte, aber ansonsten gibt es keine Probleme oder Überschneidungen.

Das klingt, als gäbe es für dich nur studieren oder arbeiten.

Nein, so ist es natürlich nicht. Ich treffe Freund:innen und habe auch ein Hobby, das ich leidenschaftlich ausübe. Ich gehe einmal in der Woche tanzen, Stilrichtung modern. Das ist ein guter Ausgleich zum Studium und die Zeit, in der ich richtig abschalten kann und was nur für mich mache. Im Winter kommt dann noch das Tanztraining für den Treffner Fasching dazu, bei dem ich seit 10 Jahren Gildenmitglied bin.

Wow, geht sich das alles zusammen aus?

Während der Prüfungszeit ist das zwar manchmal etwas anstrengend, weil das Wochenende gut gefüllt ist, aber der Spaß am Fasching und mit den anderen Mitgliedern ist das definitiv wert.

Hat sich dein Blick auf die Welt durch das Studium verändert?

Nur durch das Studium nicht, allerdings hat es einen großen Einfluss darauf. Ich bin viel kritischer geworden und hinterfrage mehr als vor dem Studium. Durch das Wissen, das man sich in den Lehrveranstaltungen aneignet und durch die Gespräche mit verschiedensten Leuten bekommt man auch nochmal einen ganz anderen Blickwinkel auf Dinge, die man vorher ganz anders gesehen hat.

Was ist dein Lieblingsplatz in Klagenfurt oder an der Uni Klagenfurt?

Mein Lieblingsplatz ist eindeutig die Aula. Dort ist immer was los und man trifft immer jemanden den man kennt. Zum Lernen zwar nicht optimal, aber der Raum ist einfach so lebendig und der Austausch, der dort stattfindet, ist einfach super.

Warum sollte man an unserer Universität studieren?

Sie hat einfach alles! Große Studienauswahl, super und vor allem nette Professor:innen, interessante Lehrveranstaltungen, tolle Studienkolleg:innen, und vieles mehr! Das Gesamtpaket stimmt einfach.

Worüber wärst du froh gewesen, wenn es dir jemand vor dem Studium erzählt hätte?

Das nicht alle Entscheidungen in Stein gemeißelt sind und es okay ist, sich mitten im Studium umzuentscheiden und etwas Neues anzufangen. Man macht sich so viel Druck mit der Studienwahl und nicht jeder/jede weiß sofort was zu einem passt und es ist besser, im Studium festzustellen „Moment mal, das gefällt mir eigentlich gar nicht“ und dafür etwas anderes zu finden als das Studium ohne Freude und Begeisterung durchzuziehen und dann nach dem Abschluss nie wieder etwas damit zu machen oder unglücklich zu sein.

Wort-Rap

  • Mein erster Tag an der UNI war… definitiv “Issues in Literature: The Life and Writings of Mark Twain”
  • Mein Studi-Leben ist… eine Achterbahnfahrt mit vielen großartigen Momenten
  • Uni geht nicht ohne… Freunde, Spaß und ab und zu ein bisschen Verzweiflung
  • Mich motiviert/en… meine Familie und Freunde und die Ziele, die ich mir gesetzt habe
  • Mein Traumjob ist… eine Dozentenstelle an der Uni