19.06.: liTONale© – Festival für Sound & Poetry

WORT UND TON

 

liTONale© – Festival für Sound & Poetry

Freitag, 19. 06. 2026

17.00 – 22.00 Uhr

liTONale© – Festival für Sound & Poetry 2026 | Universität Klagenfurt

Unser seit 2019 bestehendes Festival für Sound & Poetry ist ein Ort der Begegnung zwischen Sprache, Klang und experimenteller Kunst. Sie bringt Künstler:innen zusammen, die sich an den Schnittstellen von Literatur, Musik und Performance bewegen. Im Zentrum stehen poetische Formen, die über das geschriebene Wort hinausgehen – hin zu Stimme, Rhythmus, Geräusch und digitalen Ausdrucksformen.
Lesungen werden zu Klangräumen, Texte zu Partituren, Stimmen zu Instrumenten. Dabei reicht das Spektrum von Spoken Word und Lautpoesie über elektroakustische Kompositionen bis hin zu intermedialen Performances.

Das Publikum ist eingeladen, Literatur nicht nur zu hören, sondern körperlich und sinnlich zu erfahren – als lebendigen Dialog zwischen Wort und Klang.

 

Nach denkwürdigen Darbietungen von Größen wie Bodo Hell, Ferdinand Schmalz mit Clara Frühstück, Lydia Haider & gebenedeit, Willi Landl, Hans Platzgumer  usw. wird es in diesem Jahr abermals zu einem Schaulaufen des ‚Who is Who‘ der literarisch-performativen Szene Österreichs kommen.

5 Stationen mit Literatur-Musik-Performances, die im Stundentakt inklusive Pause aufeinander folgen und abwechselnd an 3 Orten des Musil-Hauses stattfinden – in der Literaturlounge im EG, im Veranstaltungssaal im 1. Stock und im Innenhof.

In Kooperation mit dem Robert Musil Literatur Museum

 

PROGRAMM

  • Humming Lights: „Bachmann Reloaded“
    Ein sprachlich-performativ-musikalisches „sich abarbeiten“ an der Lyrik von Ingeborg Bachmann muss am Ende des Tages wahrscheinlich genau so sein, genau so gehört und gefühlt werden wie beim Zusammenspiel der Schauspielerin/Performerin Susanne Kubelka und dem Musiker Dirk Schilling: rasant, dringlich, rhythmisch, wie auch zart und, ja auch, zärtlich. Und das frei von Kitsch und falschem Pathos. Große Empfehlung für die Altersgruppe 0–99!
  • Schülande Engaling: „Du bleda Bua“
    Wenn sich drei Alleskönnerinnen – Sarah Jung, Judith Schwarz und Anna Widauer – exemplarisch mit einem Teil von Christine Nöstlingers ungeheurem Werk beschäftigen, dann gelingt das ohne nostalgische Schrammelklänge und gesellige Wien-Folklore. Vielmehr werden hier in einer Mischung aus bissigem Schmäh, Sozialkritik und Musikexperiment Nöstlingers Gedanken dorthin geführt, wo sie auch hingehören, ins Melodiöse und Orchestrale. Nämlich.
  • Max Höfler aka Lil Franz:1 bissi Mulatschak“
    Max Höfler aka Lil Franz featuring Captain Cosmetic (Ronald Wenzel): das ist humorvoller Irrsinn der (sehr!) guten Sorte, irgendwo zwischen Sprachkunst, Rap und Gitarrenpose. Oder anders, bei Humboldt geschulter Gangsterrap direkt aus der Grazer Hölle. Oder besser noch, ein ordentlicher Mulatschak aus Lesung, Konzert und Performance. Ein Gesamtkunstwerk. Woo-Hah!
  • MULM
    Impro. Trio. Fresh as something very fresh. So steht es im Info-Text des experimentellen Projekts MULM, das damit inhaltlich direkt in das Herz unseres Festivals vordringt. Mit elektronischen, wie auch analogen Mitteln werden von Sara Zlanabitnig, Richie Herbst Atmosphären und Klangteppiche geschaffen, über die Stephan Roiss Sprache sezieren, reduzieren und/oder ziselieren darf und kann. Zurück in die (schöne) Zukunft.

     

  • YASMO & die Klangkantine LIGHT
    Die Wiener Rapperin Yasmo ist, abgesehen von ihrem sonnigen Gemüt, alles andere als LIGHT. Yasmo ist HEAVY. In ihrer Direktheit, ihrer Unmittelbarkeit, ihrer Spontaneität, ihrem Storytelling, ihren Spoken Word-Texten. Ob zu viert oder zu zwölft: Yasmo & die Klangkantine bringen frischen Wind auf die Bühne: pointierte Lyrics, pulsierende Beats und eine Live-Energie, die direkt unter die Haut geht. Zwischen Rap, Jazz und Spoken Word entsteht ein Sound, der Grenzen sprengt und das Publikum mitreißt.