Welche Arten von Lehrveranstaltungen gibt es?

Im Laufe deines Studiums wirst du auf unterschiedliche Typen von Lehrveranstaltungen treffen.

Prinzipiell wird zwischen prüfungsimmanenten und nicht prüfungsimmanenten LV unterschieden.

  • Vorlesung (VO): In einer Vorlesung erfolgt die Wissensvermittlung durch Vortrag der Lehrenden. In der Vorlesung wird theoretisches Wissen vermittelt und/oder in die Grundlagen des Faches bzw. eines Teilgebietes eingeführt. Vorlesungen sind nicht prüfungsimmanent und haben keine Anwesenheitspflicht. Die Beurteilung erfolgt aufgrund eines einzigen (schriftlichen und/oder mündlichen) Prüfungsaktes am Ende der Vorlesung. Studierenden sind berechtigt, Vorlesungsprüfungen bis zum Ende des auf die Vorlesung folgenden Semesters abzulegen.

Prüfungsimmanente Lehrveranstaltungen (Anwesenheitspflicht):
Bei prüfungsimmanenten Lehrveranstaltungen erfolgt die Beurteilung nicht in einem einzigen Prüfungsakt, sondern auf Grund von mehreren schriftlichen und/oder mündlichen Teilleistungen. Die einzelnen Teilleistungen und ihr Gewicht für die Endnote sind vor Beginn der Lehrveranstaltung auf der LV-Karte bekanntzugeben.

  • Integrierte Vorlesung (VI): In diesen Lehrveranstaltungen wird ein Vorlesungsteil mit einem verknüpften Kurs-, Übungs-, Proseminar- oder Seminarteil untrennbar kombiniert und gemeinsam beurteilt.
  • Übung (UE): Übungen sind Lehrveranstaltungen, in denen zur Vertiefung von theoretischem Wissen konkrete Aufgaben, Problemstellungen und Projekte bearbeitet werden.
  • Kurs (KS): Kurse dienen dem Erwerb, dem Ausbau und der Vertiefung von sowohl theoretischen, methodischen als auch praktischen Kompetenzen.
  • Proseminar (PS): Proseminare sind Vorstufen des Seminars und dienen der Ausbildung bzw. Entwicklung des wissenschaftlichen Diskurses. Es werden exemplarisch Fragen des Faches in Form von Referaten, Diskussionen, schriftlichen Arbeiten oder anderen konkreten Analysearbeiten behandelt. In der Regel ist im Rahmen eines Proseminars eine schriftliche Arbeit zu verfassen.
  • Seminar (SE): Seminare sind forschungs- bzw. theorieorientierte Lehrveranstaltungen, die sich an fortgeschrittene Studierende richten und der Reflexion und Diskussion spezieller wissenschaftlicher Themenstellungen dienen. Seminare werden in der Regel durch eine schriftliche Arbeit abgeschlossen.
  • Praktikum (PR): Praktika sollen ergänzend zur wissenschaftlichen Ausbildung und Berufsvorbildung praktisch-berufliche Aspekte des Studiums abdecken. Besonderes Augenmerk wird auf die Beschäftigung mit konkreten Aufgabenstellungen und Projekten gelegt. In einem Projektpraktikum werden kleine angewandte Forschungs- oder Entwicklungsarbeiten unter Berücksichtigung aller notwendigen Arbeitsschritte durchgeführt, vorzugsweise in Teamarbeit. Meist muss am Ende des Praktikums eine Reflexion in Form einer schriftlichen Arbeit verfasst werden.
  • Exkursion (EX): Exkursionen ermöglichen Studierenden die Vertiefung des bisher erworbenen Wissens, indem fachliche Aspekte des Studiums in deren realen Kontexten, außerhalb der Universität, veranschaulicht werden.
  • Tutorien (TU) und Praxis (PX) sind keine Lehrveranstaltungen. In Tutorien erhalten Studierende Unterstützung, Beratung und Begleitung in Bezug auf fachliche, organisatorische und soziale Anforderungen ihres Studiums durch andere Studierende (Tutorinnen und Tutoren). Es besteht keine Anwesenheitspflicht und mangels Leistungsbeurteilung werden keine ECTS-Anrechnungspunkte vergeben. Die Praxis ist eine Studienleistung, die als facheinschlägige Tätigkeit in einem Betrieb, in der öffentlichen Verwaltung, in einer Non-Profit-Organisation oder in einer außeruniversitären Forschungsinstitution durchgeführt wird. Ferner kann die Praxis auch als Forschungspraxis an einer Universität absolviert werden.