Neue Publikation zu Monitoring als Wissenspraxis im Nationalpark
Während in der globalen Naturschutzpolitik stark auf die Ausbreitung unter Schutz gestellter Gebiete gesetzt wird, stellt sich die Frage, ob und wie Schutzgebiete zum Erhalt bedrohter Arten und Lebensräume beitragen. Der etablierte Weg zur Beantwortung dieser Frage im Naturschutz besteht in regelmäßigen Untersuchungen bzw. im Monitoring von Pflanzen, Tieren und Ökosystemen.
In einem neu veröffentlichten Beitrag im Journal Social Studies of Science beschreibt Erik Aarden Monitoring als eigenständige Wissenspraxis in Naturschutz und Biodiversitätsforschung und bietet so eine neue Perspektive auf eine bestimmte Form wissenschaftlicher Forschung. Der Artikel zeigt anhand ethnografischer Forschung zu Monitorings von Salzlacken, Botanik und Gänsen im Nationalpark Neusiedler See–Seewinkel, wie die Möglichkeit einer Untersuchung des Naturraums sowohl von organisatorischen Bedingungen, Erhebungsinstrumenten und -routinen als auch von menschlichem und nicht-menschlichem Verhalten geprägt wird.
Der Artikel zeigt so, wie Monitoring den Nationalpark nicht nur abbildet, sondern räumlich und zeitlich mitgestaltet, und wie diese Perspektive sowohl für eine sozialwissenschaftliche Perspektive auf Forschung „im Feld“ als auch für gebietsbezogenen Naturschutz von Bedeutung ist.
Der Artikel ist Open Access zugänglich unter: https://doi.org/10.1177/03063127261442140













