Christofer Huber im Gespräch über seine Studienzeit und den Berufsalltag

Christofer Huber, CTO der Firma webpunks, plaudert über seine ersten Studientage an der Universtität Klagenfurt und gibt Einblicke in seinen Berufsalltag. Studierenden würde er anraten, sich ständig weiterzuentwickeln und ins Ausland zu gehen, denn „man lernt eben nie aus“.

Die wichtigsten Stationen auf Ihrem Karriereweg?

Unter anderem die Zeit als Product-Manager in einem IT-Unternehmen in Bayern, mehrere leider gescheiterte Startup-Ideen sowie natürlich die Ausbildung an der AAU Klagenfurt.

 

Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern? Was war besonders, neu, auffällig, amüsant etc.

Ja, das müsste irgendwann im Oktober 2006 gewesen sein. Neu waren natürlich die vielen KollegInnen, mit denen man gemeinsam in das Studienjahr startete. Auffällig dabei war leider, dass nach einigen Semester nicht mehr alle davon übrig geblieben waren. Vor allem war auch der Anteil weiblicher Kommilitoninnen in den technischen Studien relativ niedrig. Wahrscheinlich war das einer der Gründe, warum ich mich immer wieder in BWL-Kurse setzte und später auch in das Studium inskribierte 😉

 

Was sind Ihre Arbeitsaufgaben? Wie sieht Ihr beruflicher Alltag aus und was ist es, das Ihnen in Ihrem Job besonders gefällt?

Als CTO der Firma webpunks umfassen meine Aufgaben vor allem die Planung von Kundenprojekten sowie die Abstimmung der internen Ressourcen im Bereich der Softwareentwicklung. Darüber hinaus macht mir natürlich auch das Programmieren selbst sehr viel Spaß und ich übernehme dabei Aufgaben in der Frontend- & Backend-Entwicklung.

 

War Ihr Studium für Ihre heutige Tätigkeit hilfreich und welchen Einfluss hatte Ihr Studium auf Ihre berufliche Tätigkeit(en)?

Die Spezialisierung im Bereich Entrepreneurship weckte früh das Interesse an der Selbstständigkeit und der Start-ip Welt. Durch den technischen Background war man in der Lage die eigenen Ideen in Code umzuwandeln und diese in Form von Prototypen am Markt zu testen. Ohne diesen Einfluss wäre ich heute wahrscheinlich nicht als Unternehmer aktiv.

 

Fällt Ihnen eine nette Anekdote aus Ihrer Studienzeit ein? Gibt es eine Situation in der Sie ans Studium/ eine bestimmte LV/ einen Prof zurückgedacht haben?

Ein im Nachhinein betrachtet sehr amüsanter Moment, war eine mündliche Prüfung bei Professor Hitz. Bei dieser musste ich die Architektur und die Workflows einer Java-Anwendung erklären, die im Zuge einer Gruppenarbeiten entwickelt worden war. Aus Nervosität oder wahrscheinlich eher Ehrfurcht war ich nicht in der Lage den geschriebenen Code sinngemäß zu beschreiben. Nach einem 15-minütigen Geplänkel und der Tatsache, dass ich am Ende auch ein einfaches “System.out.print” nicht mehr erklären konnte verabschiedete mich Professor Hitz mit den Worten “… und nun ziehen Sie von dannen” aus seinem Büro. Im Anschluss war ich mir
sicher, dass ich diesen Kurs im nächsten Jahr wiederholen müsste. Anscheinend war der Code dann doch besser umgesetzt, als es meine Beschreibung vermuten hätte lassen und die Beurteilung war am Ende dann doch positiv.

 

Würden Sie heute nochmal dasselbe studieren?

Mit großer Wahrscheinlichkeit würde ich nochmal dasselbe Studium wählen. Durch die Kombination aus Betriebswirtschaft und Informatik, bietet das Studium aus Informationsmanagement eine gute Grundlage für den späteren Einstieg in die IT-Branche. Da Wissen aus beiden “Welten” vereint wird, sind Info-Manager aus meiner Sicht sehr universell einsetzbar und können sowohl im IT-Projekt-Management als auch in der Softwareentwicklung eingesetzt werden.

 

Was würden Sie heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?

Wie das Sprichwort “Man lernt nie aus” verdeutlicht, ist es aus meiner Sicht extrem wichtig sich laufend (auch nach Abschluss des Studiums ;)) weiterzuentwickeln und neue Dinge zu lernen. In der heutigen Zeit ist es durch das Internet so einfach wie noch nie sich neue Sprachen, Programmieren oder viele andere Fähigkeiten selbst beizubringen. Zusätzlich ist es sehr wertvoll neben dem Studium so viel wie möglich Praxis in Unternehmen zu sammeln oder eigene Projekte und Ideen umzusetzen.

 

Was vermissen Sie aus Ihrer Studienzeit (an der AAU)?
Viele nette Kollegen und Professoren.

 

Wort-Rap:

Ein glücklicher AAU-Moment war… die Sponsionsfeier für das erste abgeschlossene Masterstudium.
Aus Ihrer Studienzeit besitzen Sie noch? Viele schöne Erinnerungen an Studienkollegen, Professoren und Lehrveranstaltungen.
Wer hat Sie inspiriert? Mein Studienkollege, Mitgründer und Kumpel Ernst Molden
Wenn Sie noch einmal studieren würden, würden Sie… mit Sicherheit mehr Zeit im Ausland verbringen und dabei einige Semester an einer ausländischen Universität studieren.
Ihr Studium in 4 Worten: ausgiebig, lehrreich und lustig