Symposien
Kant und der Kritische Rationalismus (Zum Kant-Jahr 2024)
07.11.2024 | 16.00 Uhr | Hörsaal 6 (Mensagebäude)
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Prof. Dr. iur. Jens Eisfeld
Kants praktische Philosophie und der Kritische Rationalismus
Für Karl Popper und Hans Albert ist Kant derjenige unter den klassischen Philosophen der Neuzeit, der dem Kri- tischen Rationalismus am nächsten steht. Das wirft die Frage nach den Gemeinsamkeiten, aber auch den Unter- schieden zwischen der kritischen Philosophie Kants und dem Kritischen Rationalismus auf.
Dieser Frage soll sowohl im Hinblick auf die theoretische Philosophie, also die Erfahrungs- oder Wirklichkeitstheo- rie Kants nachgegangen werden, als auch im Hinblick auf dessen praktische oder Moralphilosophie. Dabei besteht eine nicht zu unterschätzende Aufgabe darin, diejenigen Auffassungen, die sich in den Werken Kants tatsächlich nachweisen lassen, von den zahlreichen Umdeutungen und Missverständnissen dieser Auffassungen, die in der Sekundärliteratur in Umlauf sind, zu trennen.
apl. Prof. Dr. Mayya Soboleva
Erfahrungsbegriff bei Kant und Popper
Im Fokus meines Vortrages wird Poppers Interpretation der Erfahrungstheorie von Kant stehen, wie diese in den in der Zeitschrift „Ratio“ im Jahr 1957 veröffentlichten Aufsät- zen entwickelt wurde. „Erfahrung“ ist ein zentraler Begriff der Erkenntnistheorie Kants, der dessen ‚kopernikanische Wende‘ fundiert.
Auch Popper rückt diesen Begriff in den Vordergrund der Erkenntnistheorie. Allerdings erfährt ‚Erfahrung‘ im kriti- schen Rationalismus gewisse Transformationen im Ver- gleich zu der kritischen Philosophie Kants. Diese Popper- sche ‚Wende‘ zu verfolgen ist das Ziel des Vortrages.
Mgr. Jitka Paitlová, Ph.D.
Kants Erbe im kritischen Rationalismus von K. Popper und H. Albert
In meinem Vortrag möchte ich den grundlegenden Einfluss von Kants Philosophie auf Karl Poppers frühes Denken darstellen. Diese zentrale Annahme wird oft übersehen, da Popper seine Inspiration durch Kants Transzendentalismus in seinem Text „Die beiden Grundprobleme der Erkenntnistheorie“ ausarbei- tete, der jedoch seinerzeit nicht veröffentlicht wurde. Erst als eine grundlegend überarbeitete Fassung des Textes „Logik der Forschung“ (1934) in Carnaps neupositivistischer Ausgabe erschien, wo Popper die Reminiszenzen an diese traditionelle metaphysische Konzeption vollständig beseitigte und lediglich darauf hinwies, dass das Abgrenzungsproblem schon „Kants Problem“ sei. Ich werde daher den Einfluss von Kants Philoso- phie auf Poppers frühe Erkenntnistheorie und das Fortbestehen bestimmter kantischer Prinzipien in Poppers Version des kriti- schen Rationalismus erklären. Ich werde auch erläutern, wie die kantischen Elemente des kritischen Rationalismus von Poppers Nachfolger, Hans Albert, weiterentwickelt wurden.
Kritischer Rationalismus gestern - heute - morgen: Gedächtnissymposium für Hans Albert (1921 - 2023)
Hans Albert (1921–2023) war der bedeutendste Vertreter des Kritischen Rationalismus im deutschen Sprachraum. Zu seinen Ehren veranstalten wir dieses Symposium. Für die darin behandelten Themenfelder sollen der gegenwärtige Diskussionsstand festgestellt, Probleme herausgearbeitet und Lösungsvorschläge entwickelt werden. Dabei sollen vorrangig die einschlägigen Arbeiten Hans Alberts berücksichtigt werden. Insbesondere soll gezeigt werden, dass der Kritische Rationalismus, insbesondere angeregt durch Hans Alberts Werk, auch Antworten auf gegenwärtige und zukünftige Fragen liefern kann.PDF
Detaillierte Informationen zu den Vortragenden und dem Ablauf des Symposiums entnehmen Sie bitte dem Folder.


100 Jahre Republik Österreich: Rückblick und Ausblick (27. - 28.09.2018)
Am 12. November 1918 wurde (Deutsch-)Österreich als demokratische Republik proklamiert. 1926 schrieb Karl Kraus zum Geburtstag der Republik: „Sie ist jetzt im Alter von acht Jahren. Ich kannte Kinder, die begabter waren.“ Weitere acht Jahre später war die Demokratie zerstört, 1938 auch der Staat Österreich. Nach dem Inferno des Zweiten Weltkriegs gelang es einer geläuterten Generation von Österreichern, die demokratische Republik wieder zu errichten und in der Folge in einem eindrucksvollen wirtschaftlichen und politischen Prozess wieder aufzubauen und ein neues österreichisches Nationalbewusstsein zu schaffen. Der Beitritt zur Europäischen Union 1995 ermöglichte die Intensivierung der Teilnahme des Landes an der europäischen Integration. Aus dem „Staat, den keiner wollte“ war zwar keine „Insel der Seligen“ geworden, aber ein Gemeinwesen selbstbewusster Bürgerinnen und Bürger im Zentrum des wiedervereinigten Europas.
In diesem Symposium wollen wir anhand einiger politisch, wirtschaftlich und kulturell bedeutsamer Beispiele die Aussage von Ingeborg Bachmann „Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler“ dahingehend hinterfragen, ob in den ersten 100 Jahren der Republik Österreich nicht doch Lernprozesse stattgefunden haben und welche Schlussfolgerungen wir daraus für die nächsten 100 Jahre ziehen können. Dabei wird insbesondere auch die Geschichte des Bundeslandes Kärnten beleuchtet werden, dessen Grenzlage besondere Probleme aufgeworfen hat. Neben dem Rückblick auf die Schwierigkeiten und Leistungen der Vergangenheit soll der Versuch unternommen werden, die Risiken und Chancen für eine gedeihliche Entwicklung Österreichs und Kärntens in einer sich rasch verändernden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umwelt abzuschätzen.
Eine detaillierte Programmübersicht finden Sie im Veranstaltungsfolder.
Weitere Veranstaltungen zu diesem Thema finden Sie unter www.oesterreich100.at .
Karl Popper and the Philosophy of Mathematics (05. - 07.04.2018)
The Karl Popper Foundation Klagenfurt (KPF) at the Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Klagenfurt, Austria held a symposium, lasting for about 2½ days, on the topic “Popper and the Philosophy of Mathematics.” Karl Popper contributed intensively to the theory of probability, to mathematical logic, and to some other areas of mathematics, in addition to his main interests in the philosophy of science, political philosophy, and other areas of philosophy.
The Proceedings of the Symposium are available, download here (PDF).
Oseni Taiwo Afisi: „Karl Popper’s Corroboration as a Derivative of Bayesian Probability“
Max Albert: „Critical Rationalism and Decision Theory“
David Binder: „A Critical Edition of Popper’s Work on Logic“
Brian Boyd: „The Psychology of Reasoning, the Logic of Discovery and Critical Rationalism“
Constantin Brincus and Iualian Toader: “ Non-normal Interpretations of Positive Logic“
Bernard Burgoyne: „From Cosmic Paths to Psychic Chains“
Flavio Del Santo: „The Physical Motivations for a Propensity Interpretation of Probability, and the Reactions of the Community of Quantum Physicists“
David Miller: „Independence (Probabilistic) and Independence (Logical)“
Arne Petersen: „On Situational Logic as a Method in a World of Propensities“
Daniel Pimbé: „Are There Absolute Proofs in Mathematics?“
Peter Schroeder-Heister: „Popper on Deductive Logic and Logical Deduction“

Gerechtigkeit in Zeiten der Wirtschaftskrise (19. - 20.06.2013)
Philosophie und Wirtschaftswissenschaft
Internationales Symposium aus Anlass des 90. Geburtstages von Hans Albert (19. – 20.06.2013)
Evolution: Natur - Mens - Gesellschaft (25. - 27.06.2009)
Kritischer Rationalismus heute (26. - 29.11.2008)
Internationales und interuniversitäres Symposium zur Aktualität der Philosophie Karl Poppers, Universitäten Graz und Klagenfurt gemeinsam mit Österreichische Karl-Popper-Forschungsgemeinschaft
Das naturwissenschaftliche Weltbild am Beginn des 21. Jahrhunderts (14. - 15.10.2005)
Was bleibt vom Positivismusstreit? (07. - 08.05.2004)
Die Österreichische Schule der Nationalökonomie (22.09.2003)
Karl Poppers wissenschaftliches Werk (06. - 08.06.2002)
Seine Bedeutung im 21. Jahrhundert, Universität Graz (06.06.2002) & Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (07. bis 08.06.2002), gemeinsam mit der Österreichischen Karl R. Popper Forschungsgemeinschaft
Altern und Alterssicherung aus wissenschaftlicher Sicht (30.11. - 01.12.2001)
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