FORSCHUNG
Forschungsschwerpunkte
Von einigen an der Universität Klagenfurt vertretenen Fächern getragen sind die „Forschungsstärkefelder“ (Areas of Research Strength), in denen sich mehrere Forschungsgruppen mit relevanten Themenkomplexen befassen, die hohe internationale Sichtbarkeit generieren und eng mit Strukturen der Nachwuchsförderung wie den Doktoratsprogrammen bzw. dem Karl-Popper-Kolleg der Universität Klagenfurt verknüpft sind. Die Forschungsstärkefelder in der Forschung sind aktuell:

FORSCHUNGSSTÄRKEFELD
Digital Health
Die Forschung im Bereich Digital Health ist ein entscheidender Motor für eine moderne, zugängliche und patient:innenzentrierte Gesundheitsversorgung. In einer Zeit, in der die Bevölkerung altert, chronische Erkrankungen zunehmen und medizinisches Personal vielerorts knapp wird, bietet die Digitalisierung die Chance, das Gesundheitssystem grundlegend zu transformieren. Wissenschaftliche Erkenntnisse sorgen dafür, dass digitale Anwendungen nicht nur innovativ, sondern auch wirksam, sicher und ethisch vertretbar sind. Forschung ermöglicht es, neue Technologien, Management- und Kommunikationsansätze gezielt zu entwickeln, kritisch zu evaluieren und sinnvoll in bestehende Vorsorge- und Versorgungsstrukturen zu integrieren. Damit bildet sie das Fundament für eine zukunftsfähige Medizin, in der Menschen von bewussterer Vorsorge, von besseren Diagnosen und individualisierten Therapien profitieren können.

FORSCHUNGSSTÄRKEFELD
Multiple Perspectives in Optimization
Komplexe Optimierungsprobleme sind ständige Begleiter im täglichen Leben. Zur Entscheidungsunterstützung sind daher moderne mathematische Methoden der Modellierung, Analysis und Simulation notwendig. Dabei treten sowohl diskrete, kontinuierliche sowie stochastische Aspekte – oft in kombinierter Form – auf. Der Schlüssel um solche Probleme zu analysieren und schließlich zu lösen, liegt in der Überschreitung der Grenzen einzelner mathematischer Fachdisziplinen und im Einsatz des dadurch entstehenden innovativen Potentials. Diesem Themengebiet widmet sich das Forschungsstärkefeld „Multiple Perspectives in Optimization“ (MPOpt). Es wird primär durch das Institut für Mathematik und das Institut für Statistik getragen.

FORSCHUNGSSTÄRKEFELD
Vernetzte und autonome Systeme
Das Forschungsstärkefeld Networked and Autonomous Systems (NAS) ist ein etablierter und dynamischer Schwerpunkt der Universität Klagenfurt. Es wird von drei Instituten der Fakultät für Technische Wissenschaften getragen: Vernetzte und Eingebettete Systeme (NES), Intelligente Systemtechnologien (IST) und Informationstechnologie (ITEC). Damit verbindet NAS die Fachbereiche Informatik und Informations- und Kommunikationstechnik. Die Themen umfassen autonome Zustandsschätzung, autonome Navigation, drahtlose Kommunikation, Sensor- und Kameranetze, selbstorganisierende Systeme, Schwarmrobotik, Echtzeit-Datenverarbeitung und KI-gestützte Entscheidungsfindung.
Mehrere Forschungsgruppen sind daneben in „Forschungsclustern“ (Research Clusters) vernetzt, die fachübergreifende Forschungsvorhaben voranbringen. Die Forschungscluster sind aktuell:

FORSCHUNGSCLUSTER
Energiemanagement und -technik
Im profilbildenden Cluster entwickeln Forscher*innen Lösungen, die ökologisch, technologisch und ökonomisch sinnvoll sind und zu einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft beitragen. Gemäß der „20/20/20-Ziele“ der Europäischen Union möchte der Schwerpunkt Beiträge zur Lösung der genannten Herausforderungen liefern: Ein 20-prozentiger Rückgang der Treibhausgasemissionen, die Erhöhung der Energieeffizienz um 20 Prozent sowie ein 20-Prozent-Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch.

FORSCHUNGSCLUSTER
Nachhaltigkeit
Der globale Klimawandel und die Knappheit von Energie- und Naturressourcen sind zwei der „Grand Challenges“, denen sich die Europäische Union stellt. Der Schwerpunkt teilt die Einschätzung des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltfragen der Deutschen Bundesregierung, dass eine ‚Große Transformation‘ in Produktion, Konsum und Lebensstil nötig ist, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Eine solche Transformation kann nur durch gesellschaftliche Veränderungen zustande kommen, die nicht nur aus technischen, sondern auch aus sozialen Innovationen bestehen. Nachhaltigkeitsforschung hat an der Universität Klagenfurt eine lange Tradition. Die vielen Beiträge werden im profilbildenden Forschungscluster „Nachhaltigkeit“ gebündelt.

FORSCHUNGSCLUSTER
Selbstorganisierende Systeme
Der profilbildende Forschungscluster versucht Systeme zu verstehen, in denen die Einheiten direkt miteinander interagieren und kontinuierlich aufeinander und auf die Umgebung reagieren. Die Natur ist dabei häufig ein Vorbild solcher Prozessse in Wirtschaft, Psychologie und Technik.

FORSCHUNGSCLUSTER
Visuelle Kultur
Lange Zeit analysierten Geistes- und Kulturwissenschaftler*innen fast ausschließlich Texte. Nun werden auch Bilder daraufhin untersucht, wie sie eigenständig Bedeutungen in kulturellen und sozialen Kontexten vermitteln. Ins Zentrum der Betrachtung rückt die kulturelle Konstruktion des Visuellen. Dabei geht es den Forscher*innen nicht nur um den visuellen Charakter von Kunstwerken wie Gemälden oder avancierten Filmen, sondern auch und vor allem um die Bilder des Fernsehens, der Werbung oder der Computerspiele, die das Alltagsleben durchdringen und Identität mitbestimmen. Insbesondere interaktive visuelle Medien wie das Internet, Handy-Applikationen oder Videogames stellen neue Herausforderungen dar, deren Möglichkeiten zunehmend erforscht werden.
Weitere Forschungsschwerpunkte
Weitere Schwerpunkte wie Bildungsforschung, Public Health und Unternehmertum haben Potenzial, profilbildenden Charakter zu entwickeln.
Einem großen Teil dieser Arbeiten liegt zugrunde, dass die Digitalisierung (Humans in the Digital Age) heute weite Teile menschlicher Lebensbereiche durchdringt und damit als Prinzip essentiell ist, um Problemlagen begreifbar zu machen, aber auch, um neue Lösungsansätze zu generieren. Digitalisierung wird dabei in vielen dieser Forschungsaktivitäten nicht nur aus rein technischer Perspektive betrachtet, sondern fließt in ihren vielen Dimensionen in die Forschungsarbeiten ein. Der Mensch wird dabei stets als gestaltende Kraft für disruptive Transformationen begriffen, mit dem Fokus darauf, wie Digitalisierung dazu nützen kann, zur Erreichung der Sustainable Development Goals beizutragen.
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