Im profilbildenden Cluster entwickeln Forscher*innen Lösungen, die ökologisch, technologisch und ökonomisch sinnvoll sind und zu einer nachhaltigen Gesellschaft und Wirtschaft beitragen.
Der Umgang mit knappen Ressourcen und der Klimawandel gehören zu den großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. Dem Energiesektor kommt dabei angesichts der langfristigen Erschöpfbarkeit fossiler Energien und deren Auswirkungen auf den Klimawandel eine zentrale Bedeutung zu. Die Entwicklung von Optionen zur Verbesserung bestehender und Anwendung neuer Technologien, etwa in den Bereichen der Energieaufbringung und -Verwendung, des Verkehrs oder der Produktion, stellt eine wichtige Säule in jeder Strategie zur Aufrechterhaltung der langfristigen Ressourcenbasis dar. Mindestens genauso gefragt sind aber auch systematische und gesellschaftliche Lösungen, da technologische Ansätze unter anderem wegen der Existens von Reboundeffekten und deren Wachstumsanreizen langfristig nicht ausreichen, um dauerhaft tragfähiges Wirtschaften zu ermöglichen.
Die Forschung in diesem Bereich zielt darauf ab, diese Herausforderungen im Einklang mit den aktuellen Klimazielen der Europäischen Union anzugehen: Reduzierung der Netto-Treibhausgasemissionen um mindestens 55 % bis 2030 und Erreichen der Klimaneutralität bis 2050. In eine ähnliche Kerbe schlägt der „Energiefahrplan“ der EU, der bis zum Jahr eine fast vollständige Dekarbonisierung des Energiesystems vorsieht.
Ökonomische Aktivität und Umweltschutz bzw. Beschränkung des Ressourcenverbrauchs müssen nicht notwendigerweise Zielkonflikte darstellen. Demnach könnten Konzepte einer „green economy“ beim Erreichen der Ziele helfen. Der Schwerpunkt sieht an der Schnittstelle der Problemfelder ein interdisziplinäres Handlungsfeld, dem er sich in mehreren Arbeitsbereichen widmet: Energie und Recht, technologische Innovationen, betriebliche Energiewirtschaft, Energie und Landnutzung, regional- und volkswirtschaftliche Energiefragen. Ein besonderer Fokus liegt im Bereich „Smart Grids“. Im Sinne forschungsgeleiteter Lehre fließen die Erkenntnisse auch in einen ABWL-Studienzweig „Studienzweig Energie- und Umweltmanagement“ und in ein Kurzstudium „Erweiterungsstudium Nachhaltige Entwicklung und Energie“ ein.