Soul Food in Kärnten
Lust auf einen kulinarischen Streifzug durch Klagenfurt und Umgebung? Wir haben uns durchgekostet und bieten die besten Tipps für Gaumenfreuden.
EINKAUFSTIPPS
Der allerbeste und größte Lebensmittelladen von Klagenfurt ist der Benediktinermarkt. An dutzenden „Standln“ erhält man hier die besten Waren aus Kärntens Landwirtschaft und Gärtnereien, frisch, nachhaltig und vieles in Bio-Qualität. Die Gastronomie am Platz verarbeitet die Produkte auch gleich zu deftigen oder leichten, jedenfalls aber zu wunderbaren Köstlichkeiten für jeden Geschmack: von der regionalen Hausmannskost bis zur Haubenküche. Ein besonderes Flair durchzieht den Markt an den Großmarkttagen Donnerstag und Samstag. Da bringen nicht nur die Kärntner Bäuer:innen Gemüse, Obst und Fleischwaren her, sondern auch zahlreiche Fierant:innen aus Slowenien, Kroatien und Italien bieten vom Pršut bis zur Dorade, vom Sauerkraut bis zu den Artischocken alles an. Der Duft und das Gewimmel sorgen für eine Stimmung bei den Marktbesucher:innen, die weit über die Erledigung des Einkaufs hinausgeht. Wer zum Mittagessen bleiben will, geht etwa zu Rudi’s, wo es die berühmten Kärntner Kasnudeln gibt, die sich auch für Vegetarier:innen eignen oder auch in Varianten mit Spinat oder Fleisch zu haben sind. Gleich gegenüber in der Markthalle bietet die Kochwerkstatt feinste Haubengerichte aus Kärntner Produkten an.
Im Lakeside Park – zwischen den Gebäuden B9 und B10 – lädt Rupp’s Bauernecke zum genussvollen Einkaufen ein. Hier erwartet Besucher:innen eine vielfältige Auswahl an hochwertigen Produkten direkt von über 50 regionalen Landwirtschaften: Frische Eier, duftendes Gebäck, Milchprodukte, hochwertige Öle, Fleischspezialitäten und vieles mehr – alles mit Liebe zur Qualität und zur Region hergestellt.
Neben dem Standort im Lakeside Park ist Rupp’s Bauernecke auch in Maria Rain, Ebenthal und im Klagenfurter Stadtteil Harbach vertreten.
LOKALTIPPS
magdas: Das Lokal von Welt
Die größte Internationalität bietet wohl das magdas LOKAL: Hier arbeiten Menschen aus 10 Nationen und sprechen bis zu 7 Sprachen. So bunt fällt dann auch die Speisekarte in dem von der Caritas initiierten Kunst-, Lese- und Wohlfühl-Restaurant aus. Orientalische Mezze treffen auf schmackhafte Burger, indische Currys und mediterrane Fisch- und Nudelgerichte. In der Früh kann man aus internationalen Frühstücksgerichten wählen, zu Mittag werden zusätzlich zwei Menüs angeboten. Das magdas hat Montag bis Freitag von 10:00 bis 23:00 Uhr geöffnet.
Österreichische Küche at its best im „Augustin“
Im Zentrum der Altstadt direkt am Pfarrplatz schafft es das Bierhaus zum Augustin mit seinen eher handfesteren österreichischen Speisen und den Bierspezialitäten zum Bierlokal erster Güte. Der Gastgarten im Innenhof ist nur einer von vielen gemütlichen und versteckten Innenhöfen, die man in der gesamten Klagenfurter Altstadt verteilt findet. Wer regionale und schmackhafte Küche aus Österreich sucht, wird hier jedenfalls fündig. Von Montag bis Samstag von 11:00 bis 24:00 Uhr hat das Augustin geöffnet.
Kleine Häppchen im „Tapeo – Tapay Y Vino“
Die spanische Tapas-Bar „Tapeo“ findet man in der Koschatstraße zwischen Innenstadt und Uni, direkt neben der Videothek Bellisimo. Geboten werden Tapas von Schinken und Käse bis zu Gambas und den scharfen Fleischbällchen Albondigas (an die man noch Tage später sehnsüchtig zurückdenkt). Die Küche ist zu hundert Prozent authentisch. Die Preise sind dem hervorragenden Essen angemessen. Geschmaust wird in familiären und gemütlichen Ambiente mittwochs, donnerstags und freitags. Eine Reservierung ist empfehlenswert.
Wärmendes Curry in „Nana’s Kitchen“
Es gibt „asiatisches“ Essen, von dem einem noch Stunden nachher der Gaumen juckt und man sich zwar voll, aber gar nicht gut fühlt. Der schlichte und auf schnelle Küche ausgerichtete Thai-Imbiss Nana’s Kitchen in der 8.-Mai-Straße gehört nicht zu dieser Kategorie. Auf der Menükarte stehen Nudel- und Reisgerichte, vorwiegend mit leckeren Curry-Saucen, die geschmacklich vielfältig sind. Das Flair erinnert an die Straßenküchen Bangkoks – lebendig, duftend, authentisch. Durch die offene Küche hat man beste Sicht auf die Köche und ihre frischen Kreationen. Für die, die lieber zuhause schlemmen: Alle Gerichte gibt’s auch zum Mitnehmen. Geöffnet ist der Thai-Imbiss täglich von 11 bis 14 Uhr sowie Dienstag bis Donnerstag zusätzlich abends von 17 bis 20 Uhr – sonntags wird pausiert.
Ausflug an den Atlantik: „Ricardo“ kocht Portugiesisch
Die Jalapenos mit Meersalz und einer feinen Knoblauchmarinade sind nur eines von vielen Gerichten, die in Erinnerung bleiben: In der Tabakgasse zwischen Altem und Neuem Platz bietet das Ricardo Bistro portugiesische und internationale Fusion-Küche. Das Ambiente des Lokals ist etwas für Detailverliebte, die es gerne be sonders gemütlich haben (andere könnten auch sagen, es stehen zu viele Deko-Gegenstände herum). Im Sommer lockt auch ein kleiner Gastgarten, der etwas mehr Luftigkeit bietet. Für alle, die sich durch die besten Gerichte probieren wollen, empfiehlt sich der Fusion-Teller für Zwei. Das Ricardo Bistro hat Montag bis Samstag von 18:00 bis 23:30 Uhr sowie von Dienstag bis Samstag zusätzlich von 11:30 bis 14:00 Uhr geöffnet. Abends braucht man so gut wie immer eine Reservierung.
Essen aus aller Welt im „Domino“
Das Konzept des „Domino“, in der Lidmanskygasse gelegen, ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich. Für das Lokal wurde ein traditionelles Klagenfurter Gasthaus (das schon deutlich in die Jahre gekommen war) „sanft“ aufgewertet; hie und da fragt man sich, ob das Gebotene noch altmodisch oder schon super-hip ist. Kulinarisch wird ein bunter Mix aus aller Welt geboten. Besonders lecker sind die Glasnudel- oder Reisbowls, die verschiedene Komponenten in einer Schüssel vereinen, die, miteinander vermengt, wirklich prima schmecken. Daneben gibt’s im Domino aber auch hiesige Gerichte wie den beliebten Kaiserschmarrn. Das Lokal hat montags bis freitags von 11:00 bis 19:00 Uhr geöffnet und freitags von 11 bis 15 Uhr. Die Preise sind moderat und der Prosecco ist ein Gedicht.
Auf ein Guinness ins „McMullens“
Schon beim Betreten des „McMullens“ spürt man sofort den irischen Pub-Flair und fühlt sich in der gemütlichen Atmosphäre gleich wohl. Liebhaber*innen von Guinness, Kilkenny oder Whiskey finden hier alles, was zu einem gelungenen Pub-Abend gehört. Neben den Bier-Klassikern Guinness und Kilkenny, irischem Whiskey und Cider wird hier auch klassisches Pub-Food wie Burger, Wings, Fish and Chips und eine gute Auswahl an Wraps serviert. Beim Pub-Quiz oder an Live-Musik-Abenden füllt sich das Pub besonders schnell – Tischreservierung jedenfalls empfohlen. Die Türen des McMullens sind täglich von 17:00 bis 2:00 Uhr geöffnet.
Typisch Kärntnerisch
Sie finden sich auf nahezu jeder Speisekarte und gehören zum südlichsten Bundesland wie der Wörthersee zu Klagenfurt: Kärntner Kasnudeln. Am besten lassen sich diese mit Kartoffeln, Topfen und Kärntner Nudelminze gefüllten Teigtaschen mit den italienischen Ravioli vergleichen. Wer in Kärnten zu Besuch ist, muss sie einfach probieren.
RUND UM KLAGENFURT
Buschenschenken – Geniessen auf Kärntnerisch

Eine typische Kärntner Brettljause (Foto: Kärtnen Werbung/Michael Seyer)
Wer es etwas rustikaler liebt, der sollte an lauen Sommerabenden eine der vielen Buschenschenken in Kärnten besuchen. Buschenschenken sind kleine, meist von Landwirt:innen betriebene Gaststätten, bei denen großteils nur selbsterzeugte Lebensmittel – Getränke und kalte Speisen – aufgetischt werden dürfen. Die „Brettljause“ deckt dabei alle deftigen Wünsche ab, da sie die gesamte Palette an selbstproduzierten Produkten abbildet: Speck, Schinken, Salami, Streichwurst, Topfen, Käse, Butter und Brot. Für den süßen Abschluss gibt es Mehlspeisen wie den Kärntner Reindling, Krapfen oder Buchteln. Gegessen und getrunken wird vorwiegend im Freien, daher: Jacke oder Pullover auch im Sommer nicht vergessen! Ob eine Buschenschenke geöffnet hat, erkennt man am „Buschen“ (traditionellerweise Wachholderzweige), der meist beim Eingang oder der Einfahrt hängt.
Outdoor-Essen beim „Forellenhof Jorde“
Nur 10 Autominuten von der Universität Klagenfurt entfernt, wartet ein besonderes Highlight auf alle Fischliebhaber:innen. Beim Forellenhof Jorde wird Essen zum Erlebnis: Über offenem Feuer gebratene Steckerlfische, ein Picknick am angrenzenden Polsterteich oder eine Glamping-Nacht mit Lagerfeuer sorgen für abwechslungsreiche Stunden. Die Qualität der Fische aus nachhaltiger und biologischer Aufzucht schmeckt man in jedem Bissen, im Hofladen kann man sich viele Produkte mit nach Hause nehmen. Der Hofladen ist donnerstags von 12:00 bis 17:00 Uhr und von Freitag bis Sonntag jeweils von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die Summerkitchen ist von Mittwoch bis Samstag von 16:00 bis 22:30 Uhr geöffnet.
Lendhafenviertel – Der urbane Hotspot Klagenfurts

Lendhafen | Foto: aau
Am Beginn des Lendhafens pulsiert das Leben: Das Lendhafenviertel gilt als angesagter Treffpunkt der jungen, kreativen Klagenfurter Szene. Hier reihen sich hippe Cafés, Bars und gemütliche Lokale aneinander – ideal für Genießer:innen und Entdecker:innen.
In der Hafenstadt wird Frühstück zum Erlebnis: Ob klassisch oder ausgefallen – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ergänzt wird das kulinarische Angebot durch wechselnde Mittagsmenüs, kleine Snacks, erfrischende Drinks und ein feines „Deli“ mit regionalen Spezialitäten.
Im charmanten Lendhafencafé LC genießt man Kaffee mit Blick aufs Wasser – ein Lieblingsplatz für entspannte Stunden.
Die Bar Wohnzimmer lädt mit lässiger Atmosphäre zum Verweilen ein und begeistert regelmäßig mit beliebten Pub-Quiz-Abenden.
Das Hafenzwitschern im Mai bringt frische Frühlingslaune ins Viertel: Besucher:innen erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Live-Musik, kreativen Marktständen und kulinarischen Highlights – von Weinverkostungen über Wörtherseefisch bis zu Honigspezialitäten.
Das Hafenknistern im Advent sorgt für besinnliche Stimmung in der kalten Jahreszeit. In gemütlicher Atmosphäre mit Feuerschalen, sanfter Beleuchtung und stimmungsvoller Musik genießen Gäste Glühwein, Punsch, warmes Gebäck und entdecken handgemachte Produkte sowie feines Kunsthandwerk.










Romy Müller





