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Senta Pineau von der in Deutschland bundesweiten Initiative „Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel!“ sprach am 26.1.2026 auf Einladung des Zentrums für Friedensforschung und Friedensbildung über den Auftrag von Universitäten, gerade in Zeiten des Krieges ein Raum der zivilen Forschung und Bildung zu bleiben. Nur dann, so die Referentin, können die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen glaubwürdig verfolgt werden.
Vortrag (ca. 50 Min.)
Video-Teaser (ca. 3 Min.)
Zum Inhalt:
Auf welche Weise sind Forschung und Bildung auch an Universitäten mit Aufrüstung, Militarisierung und Krieg verstrickt? Und warum sollten sie das gerade in Zeiten des Krieges nicht sein? Die in Deutschland, einem NATO-Mitgliedsstaat, seit vielen Jahrzehnten aktive Bewegung für Zivilklauseln als Selbstverpflichtung von wissenschaftlichen Einrichtungen, ausschließlich für zivile Zwecke zu forschen und zu lehren, gerät zunehmend unter Druck. Im neutralen Österreich ist das Konzept weitgehend unbekannt. Zugleich forcieren auch hierzulande Fördergeber*innen aus Militär und Rüstungsindustrie immer mehr Kooperationen mit Universitäten und in Bildungseinrichtungen. Diese Entwicklung einer materiellen und finanziellen sowie auch einer diskursiven, kognitiven und affektiven Militarisierung breiter Teile der Gesellschaft und der Normalisierung von Krieg als politische Handlungsoption und gesellschaftliche Realität wollen wir problematisieren.
Wir laden alle Angehörigen der Universität – in Forschung und Lehre, Verwaltung und Leitung – dazu ein, sich mit diesen Fragen in ihrem Wirkungsbereich zu beschäftigen.
Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung / Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung