Abschluss von Workshops zu post- und dekolonialer Friedensforschung und Friedensbildung

Im Juli 2022 fand an der Universität Klagenfurt ein Präsenz-Workshop zu den Herausforderungen und Chancen post- und dekolonialer Zugänge zur Friedensbildung und verwandten politischen Pädagogiken statt. Vom Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung initiiert (Claudia Brunner, Viktorija Ratković, Daniela Lehner) und gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung der Universität Augsburg durchgeführt (Christoph Weller, Christina Pauls), wurden nicht nur spannende Forschungsprojekte, sondern auch geteilte Herausforderungen einer solchen Perspektive in kooperativ-kritischer Atmosphäre diskutiert. Aufbauen konnte das dreitägige Treffen auf einem zweitägigen Online-Workshop im Oktober 2021 ebenso wie auf einen allerersten Workshop zu post- und dekolonialen Perspektiven in der Friedensforschung in Wien 2016. Alle drei Begegnungen wurden von der Deutschen Stiftung Friedensforschung gefördert, die sämtliche Projektberichte veröffentlicht hat. Diese mehrjährige Initiative unterstützt die kollegiale Vernetzung vor allem von Nachwuchswissenschaftler*innen, deren Arbeiten das Feld der Friedensforschung und Friedensbildung bereits jetzt beleben und dies hoffentlich auch in Zukunft noch tun werden!

ZFF-Veranstaltungstipp: Den Krieg verweigern

Das Friedensbüro Salzburg lädt ein:

Online-Informationsgespräch am 6. Dezember 2022, 11:00 Uhr, zum Tag der Menschenrechte

Schutz und Asyl für Deserteure und Kriegsdienstverweigerer aus Russland, Belarus und der Ukraine
Mit Rudi Friedrich (Connection e.V.) und Herbert Langthaler (Asylkoordination)

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ZFF Fortbildungstipp: Wehrhaft ohne Waffen?!

Europa rüstet auf – und im Angesicht des russischen Angriffskrieges scheint das vielen Bürger*innen alternativlos. Doch der Krieg in der Ukraine hat uns auch vor Augen geführt, welchen schrecklichen Preis die Zivilbevölkerung für die militärische Verteidigung zahlt. Doch als Alternative kursiert im Diskurs nur die Kapitulation. Soziale Verteidigung zeigt einen weiteren Weg auf, mit dem Gesellschaften sich gewaltfrei behaupten können.

Die Ideen der Sozialen Verteidigung können Sie in diesem Jahr zum Beispiel noch in drei kostenfreien Online-Workshops kennenlernen:

Am 30.11. von 17:30 bis 20:30 Uhr
Am 4.12. von 13 bis 16 Uhr
Am 12.12. von 18 bis 21 Uhr

Anmeldungen bitte an pastoors [dot] tobias [at] gmail [dot] com

Tobias Pastoors engagiert sich für die Kampagne „Soziale Verteidigung voranbringen“, die unter anderem vom Bund für Soziale Verteidigung unterstützt wird.

Neutralität und Krieg

Claudia Brunner erörtert am Internationalen Tag der Neutralität (12.12.) bei einer Podiumsdiskussion des Renner Instituts Kärnten in Klagenfurt, warum es aktuell so schwierig ist, eine antimilitaristische Position zu vertreten. Während die EU sich immer noch als ‚Friedensprojekt‘ versteht, erleben wir eine diskursive, kognitive und affektive Militarisierung, die selbst die bislang weitgehend unangefochtene politische Neutralität Österreichs infrage zu stellen scheint. Heinz Gärtner und Pascal Lottaz diskutieren Konzepte und Potenziale von Neutralität und schlagen konkrete Perspektiven zur Beendigung des Krieges und zur Zukunft der Ukraine vor. Die Veranstaltung findet im Renner Institut Kärnten in Klagenfurt statt, um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen

Stell‘ dir vor, es ist Krieg – und keine*r geht hin…

Im Rahmen einer Friedensenquête am Internationalen Tag der Menschenrechte (10.12.) erörtert Claudia Brunner im Literaturhaus Graz, wie diskursive, kognitive und affektive Militarisierung funktioniert und warum antimilitaristische oder gar pazifistische Positionen derzeit beinahe unhörbar sind. Weitere Vortragende sind Heinz Gärtner und Pascal Lottaz, die über das Potenzial der politischen Neutralität sprechen und eine Perspektive zur Beendigung des Krieges und zur Zukunft der Ukraine vorschlagen. Die Veranstaltung ‚Aktive Neutralitäts- und Friedenspolitik in Zeiten globaler Kriege‘ findet im Literaturhaus Graz statt, um Anmeldung wird gebeten. Weitere Informationen

Promotionsstelle am ZFF

Wir freuen uns auf Bewerbungen für eine Promotionsstelle am Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung, Institut für Erziehungswissenschaften und Bildungsforschung. Gemeinsam wollen wir an Fragen der Friedensbildung und politischer Pädagogiken (Globales Lernen, Menschenrechtsbildung, Global Citizenship Education und verwandte Ansätze) weiterarbeiten (4 Jahre, 75%). Fragen gern an claudia [dot] brunner [at] aau [dot] at, Bewerbungen bis 30.11.2022 direkt über das Bewerbungsportal!

Projektabschluss KnowWar

Als kleinster Partner war das Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung der Universität Klagenfurt über mehrere Jahre am Projekt KNOWWAR – KNOWLEDGE PRODUCTION IN TIMES OF FLIGHT AND WAR am Rande beteiligt. Initiiert vom Projektleiter Helmut Krieger (Institut für Internationale Entwicklung, Universität Wien) haben NGOs, Universitäten und Forschungsinstitutionen aus Palästina, Syrien, dem Libanon und Österreich über viele Herausforderungen hinweg zusammengearbeitet und sich mit folgenden fragen beschäftigt:

  • was bedeutet es, in Zonen von Krieg und Konflikt kritische Forschung zu betreiben?
  • wie gelingt Transdisziplinarität mit sozialen Akteur*innen unter prekärsten Lebensbedingungen?
  • welche Herausforderungen birgt der Zusammenhang von Flucht, Migration, Entwicklungszusammenarbeit und Wiederaufbaumaßnahmen in Krieg und Konflikt für Forscher*innen in und aus der Region?
  • welche solidarischen Bündnisse können unter diesen Bedingungen zwischen Forschenden entstehen und was bleibt unmöglich?

Nun ist das Projekt abgeschlossen und erste Publikationen liegen auf englisch und z.T. auf arabisch (online) vor, auf der Projektseite finden sich auch Interviews, Konferenzberichte und andere Materialien.

SOLIDARISCH GEGEN KLASSISMUS. Ein Workshop für Studierende

10. November 2022, 15:00 bis 18:00 Uhr
Rauminformation erfolgt nach der Anmeldung

Einladung zum Workshop durch das Universitätszentrum für Frauen*- und Geschlechterstudien (UZF*G) der Universität Klagenfurt.

Die viel zitierte „soziale Hängematte“ ist nur ein Beispiel für Klassismus. Die Diskriminierung aufgrund der Klassenherkunft und/oder -zugehörigkeit richtet sich etwa gegen armutsbetroffene Menschen, gegen Wohnungslose oder Arbeiter*innenkinder im Bildungssystem. In diesem Workshop arbeiten wir gemeinsam daran, verschiedene Formen von Klassismus benennen zu können und diskutieren, wie wir gegen Klassismus aktiv werden können.

Hinweis: Der Workshop ist offen für alle Personen.

Workshopleiterin: Brigitte Theißl, Brigitte Theißl (brigittetheissl.net)

Wir freuen uns auf zahlreiche Anmeldungen unter lena [dot] klemke [at] aau [dot] at oder gender [dot] zentrum [at] aau [dot] at bis zum 07.11.2022.
Für Fragen oder weitere Informationen: lena [dot] klemke [at] aau [dot] at

Weitere Veranstaltungen des UZF*G findet ihr im Flyer unter der Mail oder unter Veranstaltungen und Angebote für Studierende – Universität Klagenfurt (aau.at)

Vortrag von Claudia Brunner bei den Kärntner Gesprächen zur demokratiepolitischen Bildung 2022

Am Donnerstag, den 20. Oktober 2022, fand im Konferenzsaal der AK Kärnten die Veranstaltung ‚(Ohn-)Macht der Demokratie‘ statt.

Im Zuge dieser Veranstaltung hielt Claudia Brunner einen Keynote-Vortrag zum Thema ‚Epistemische Gewalt. Warum wir unser Verständnis von Demokratie, Wissen und Herrschaft neu denken müssen‘ – hier zu streamen.

Der Arbeitsbereich Erwachsenenbildung und berufliche Bildung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung mit Irene Cennamo ist Kooperationspartner der ‚Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung‘, eine Publikation folgt.

ZFF-Medientipp: ‚Krieg und Frieden‘ – der Friedensforscher Thomas Roithner zum Ukrainekrieg, (Ab)Rüstung und Militarisierung

Wir freuen uns, unseren Kollegen Thomas Roithner ‚im Gespräch‘ mit Renata Schmidtkunz auf Ö1 zu hören. Do, 20.10. um 21 Uhr, Wh. Fr, 21.10. um 16.05

https://oe1.orf.at/programm/20221020/695019/Thomas-Roithner-Friedensforscher