Integrating vulnerability processes into a sociohydrological model

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In the 2026 article “Integrating Vulnerability Processes into a Sociohydrological Model,” the authors, Glenda Garcia-Santos, Romitha Wickramasinghe, Annekha Chetia, and Shinichiro Nakamura, investigate how flood risk evolves through the interaction of hydrological processes and human society. Building on earlier sociohydrological studies by Di Baldassarre and colleagues, the paper argues that vulnerability should not be viewed as a fixed condition. Instead, vulnerability changes over time through social memory, institutional learning, governance quality, preparedness, and adaptive capacity.

The study critiques traditional flood-risk models for focusing mainly on physical hazards such as rainfall, river discharge, and flood intensity while treating vulnerability as secondary or static. Drawing on the IPCC risk framework, the authors emphasize that flood risk results from the interaction of hazard, exposure, and vulnerability. Communities facing similar floods may experience very different outcomes depending on poverty, infrastructure, institutional support, and social inequality.

To address this issue, the authors develop a dynamic sociohydrological model integrating hazard, exposure, sensitivity, adaptive capacity, vulnerability, and flood losses. Their simulations show that flood losses are shaped not only by physical flood intensity but also by long-term social processes and feedback mechanisms. Improved adaptation and preparedness can reduce vulnerability even when exposure increases because more people settle in protected flood-prone areas. However, social memory fades over time, causing preparedness and institutional commitment to weaken if floods do not occur for long periods.

The article concludes that sustainable flood-risk management requires more than technical infrastructure such as levees. Long-term resilience depends on maintaining adaptive capacity, institutional continuity, preparedness, and equitable governance, especially under climate change, urbanization, and increasing global flood exposure.

Biodiversität, Gesundheit und Raum: Humangeographische Perspektiven in der Ringvorlesung Anthropozän

Am 29. April diskutierten Vertreter:innen aus Wissenschaft, Praxis und Politik im kärnten.museum die Bedeutung von Biodiversität für Gesundheit im Anthropozän. Für das Institut für Geographie und Regionalforschung beteiligte sich Martina Blank mit einer humangeographischen Perspektive:

„Biodiversität trägt wesentlich zur körperlichen und psychischen Gesundheit bei. Gleichzeitig ist der Zugang zu biodiversem Raum ungleich verteilt. Biodiversität ist damit auch Gegenstand von Auseinandersetzungen um Raum, in denen grundlegende gesellschaftliche Fragen von Eigentum und Macht verhandelt werden.“ Die Veranstaltung, die von Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger eröffnet wurde, war Teil der Ringvorlesung „Das Anthropozän/Menschenzeit – The Anthropocene“, einer Kooperationsveranstaltung des Vienna Anthropocene Network (VAN), des Instituts für Geologie und des UNESCO IGCP 732 Projektes der Universität Wien, gemeinsam mit dem Forum Anthropozän und gefördert durch das 1. Europäische Klima- und Umweltbildungszentrum/Nationalpark Hohe Tauern (Kärnten).

Weitere Informationen unter: www.forum-anthropozaen.com

Fotohinweis: Forum Anthropozän/Christian Senger. 30.04.2026

Zur Verfügung gestellt von Land Kärnten: https://www.ktn.gv.at/Service/News?nid=39433

Reihe hinten – von links nach rechts: Wolfgang Muchitsch (Direktor kärnten.museum), Michael Wagreich (Anthropozänforschung, Universität Wien), Barbara Pucker (Direktorin Nationalpark Hohe Tauern Kärnten), Sabine Seidler (Initiatorin Forum Anthropozän) , Claudia Dojen (kärnten.museum). Reihe vorne – von links nach rechts: Martina Blank (Humangeografie, Universität Klagenfurt), LR.in Marika Lagger-Pöllinger, Hans-Peter Hutter (Umweltmediziner, MedUni Wien).

Lange Nacht der Forschung – 24. April 2026 ab 17:00 Uhr

Am Freitag, 24. April 2026 findet von 17:00 – 23:00 Uhr wieder die Lange Nacht der Forschung mit vielen interessanten Stationen für Groß und Klein am Campus der Universität Klagenfurt und des Lakeside Park statt.

Das Institut für Geographie und Regionalforschung ist auch dieses Jahr vertreten und präsentiert am Stand U34 (Nordtrakt) mit eigens entwickelten Computermodellen den Zusammenhang zwischen regionalen Unternehmensnetzwerken und der Entwicklung von Regionen. Besucher sind herzlich dazu eingeladen, selbst zu erforschen, welche Faktoren sich wie auf die wirtschaftliche Entwicklung einer Region auswirken.

https://langenachtderforschung.at/station/7469

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Viele Universitäten richten ihre Third Mission zunehmend auf Nachhaltigkeit aus. Doch was, wenn ein transformativer Impact weniger davon abhängt, was Universitäten tun, als vielmehr davon, wie sie es tun?

Ein Artikel von Max-Peter Menzel, zusammen mit Gesa Pflitsch (BOKU) in Research Policy veröffentlicht, argumentiert, dass die Bewältigung sogenannter „wicked problems“, also komplexer Probleme, die durch widersprüchliche Wertesysteme geprägt sind, eine grundlegende Veränderung der Wissensprozesse der Third Mission (TM) erfordert: Weg von Äquivalenz (Effizienz und Fokussierung auf reine Problemlösung) hin zu Dissonanz (dem bewussten Einbeziehen unterschiedlicher Werte). Anders gesagt: Das „Wie“ besteht darin, Dissonanz nicht als Hindernis zu betrachten, das möglichst früh beseitigt werden muss. Dissonanz ist vielmehr ein generativer Treiber von Transformation, wenn sie organisiert und produktiv genutzt wird.

Das Papier visualisiert dies als einen zyklischen Prozess: Dissonanz ermöglicht wirkungsvolle Problemlösungen, wodurch wieder neue Dissonanz als Basis für weitere kreative Ideen erzeugt wird. Der visualisierte Prozess beschreibt auch Pfade, die nicht zu einer produktiven Nutzung von Dissonanz führen.

 

 

Was bedeutet das für die Praxis?

  • Die Schaffung eines „Intermediate Space“ zwischen Universität und Gesellschaft, welcher durch überlappende Bewertungsprinzipien geprägt ist und fortlaufende Neu-Interpretationen, Ko-Kreationen und weiteres Experimentieren ermöglicht.
  • Investition von Zeit und Ressourcen, um „deep dialogue“ zu ermöglichen. Dies ist die Grundlage, um aus unterschiedlichen Wertsystemen die Basis für die Schaffung von Neuheit zu bilden.
  • Die Einbettung einer transformativen Third Mission in unterstützende „Policy-Mixes“, da Transformation keine rein universitäre, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe ist.

Wenn Universitäten transformativ wirken wollen, wird die „Organisation von Dissonanz“ zu einer Kernaufgabe der transformativen Third Mission.

Der vollständige Artikel „Rethinking the Third Mission: Organizing Dissonance in transformative universities” ist zugänglich unter: https://doi.org/10.1016/j.respol.2025.105394