„PEACE (EDUCATION) NOW!“ IfEB Forschungstag und ZFF Jubiläum 25. Juni 2025

Am 25. Juni 2025 feiert das Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung (ZFF) im Rahmen des Forschungstages des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung (IfEB) sein 20jähriges Bestehen. Wir laden herzlich ein zu Festvortrag, Projektvorstellungen, Buchpräsentation, interaktiver Diskussion und Verleihung des ZFF-Friedenspreises! Wir wollen mit unserer Forschung, Lehre und ‚third mission‘ nicht kriegstüchtig werden, sondern friedensfähig bleiben – und freuen uns auf Ihre/Deine Beteiligung an diesem interdisziplinären ‚Feiertag für den Frieden‘. Mehr zum Programm (9-16 Uhr, Stiftungssaal AAU)  finden Sie/findest Du hier!

Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung (Teilnahme in Präsenz oder online möglich).

KUBI – Peer-Mentoring-Projekte 2025: Gastvorträge und Forschungswerkstatt

Vom Prüfen in Klassen zum Klassenverhältnis durch Prüfungen. Kindheit und Moderne bei Foucault (Christoph T. Burmeister | Leopold-Franzens-Universität Innsbruck)

27. Mai 2025 – 17:15–18:45 Uhr, Raum V.1.27

Kindheit, Familie und soziale Klassen sind keine Themen Foucaults. So zumindest scheint es, schaut mensch auf die vielstimmige Rezeption seines Werks. Dabei sind Kindheit und Familie, so die leitende These des Vortrags, sehr wohl äußerst relevante Themen seines Werks – indes nicht als besondere Interessensgebiete, sondern als zentrale Befunde seiner Analysen frühneuzeitlicher und moderner Praktiken. Sie entpuppen sich hier als zentrale Elemente des Hervorbringens und Funktionierens, der Praktiken und Techniken moderner Formen der Vergesellschaftung. Sie sind niemals nur arbiträr oder bloße Ableitung eigentlich entscheidender Prozesse, keine kindischen Nebeneffekte erwachsener Politiken, keine nachgeordneten Anhängsel wesentlicher Ordnungsbestrebungen, vielmehr stehen sie im Zentrum, so werde ich im Vortrag zeigen, entscheidender Trans-/Formationen hin zur Moderne und zu modernen Klassenverhältnissen.


Gouvernementalität, Diskurs- und Subjektivierungstheorie in der Kindheitsforschung. Anmerkungen zu ihren kulturtheoretischen Grundannahmen und methodologischen Prämissen (Christoph T. Burmeister | Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und Priska Buchner | Universität Klagenfurt)

28. Mai 2025 – 14:00–15:00 Uhr, Raum N.0.07

In diesem Vortrag führe ich in die kulturtheoretischen Grundannahmen, methodologischen Prämissen und leitenden Begriffe ein, die Diskurs-, Dispositiv- und Subjektivierungsanalysen zugrunde liegen. Anhand der drei Analyseachsen Wissen und Wahrheitsspiele, Machverhältnisse und -technologien sowie Subjektivierungsweisen und Selbstverhältnisse werden mögliche Analysedimensionen und gegenstandsbezogene methodische Schwerpunktsetzungen von Diskurs-, Dispositiv- und Subjektivierungsanalyse konkretisiert, die sich nicht durch die Methode, sondern jeweils am Gegenstand klären.
Daran anschließend wird Priska Buchner eine kurze Einführung in das Konzept der Gouvernementalität als Methodologie aus ihrem Dissertationsprojekt geben und daraus abgeleitete theoretische Überlegungen zu Sampling Strategie und Design der Analysewerkzeuge vorstellen.

Nach einer kurzen Pause schließt sich eine Forschungswerkstatt an:

Gouvernementalitäts-, Diskurs-, Dispositiv- und Subjektivierungsanalysen mit aktuellem Forschungsmaterial

Ende: 18 Uhr, Raum N.0.07

In dieser Forschungswerkstatt wird eine Analyse anhand von Forschungsmaterial aus dem Dissertationsprojekt von Priska Buchner durchgeführt. TeilnehmerInnen, die selbst mit diesen methodischen Ansätzen arbeiten, sind eingeladen, eigenes Forschungsmaterial mitzubringen. Der Workshop steht auch allen anderen interessierten TeilnehmerInnen offen. Für Getränke und Snacks wird gesorgt.

Für eine Teilnahme am Workshop bitte per Email bis 23.05. anmelden bei Priska Buchner priska [dot] buchner [at] aau [dot] at, bei Interesse eigenes Material einzubringen bitte mit einer kurzen Beschreibung des Projekts, Materials und Forschungsdesigns. Es ist ebenfalls möglich, lediglich am Vortrag teilzunehmen.

Einladungsschreiben Vorträge und Workshop mit Christoph Burmeister

Sozialpädagogischer Fachtag: Qualitätsvolle Schutzkonzepte – Impulse für den Gewaltschutz in der Sozialen Arbeit

Hiermit laden wir herzlich zum heurigen Sozialpädagogischen Fachtag „Qualitätsvolle Schutzkonzepte – Impulse für den Gewaltschutz in der Sozialen Arbeit“ der Universität Klagenfurt ein!

13. Juni 2025 | 08:00 – 15:00 Uhr | Universität Klagenfurt, Stiftungssaal

Die Veranstaltung wird  seitens des Arbeitsbereichs Sozialpädagogik und Inklusionsforschung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung in Kooperation mit der Fachstelle Kinderschutz des Amts der Kärntner Landesregierung (Abteilung 4 – Soziales), dem Universitätszentrum für Frauen*- und Geschlechterstudien und dem Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen der Universität Klagenfurt angeboten.

Vorträge:


Christiane Hintermann (Villach) & Robert Grollitsch (Klagenfurt):

„Handeln statt Hoffen“ – Praxisimpulse aus der Sozialen Arbeit für gelebten Kinderschutz


Detlef Maag (Berlin):

Wissensdiskriminierung(en) von betroffenen Erfahrungswissenden im professionellen und wissenschaftlichen Kontext von Gewaltschutzdebatten


Barbara Kavemann (Berlin):

Wie funktionieren Bilder in der Prävention mit Kindern und Jugendlichen mit kognitiven Beeinträchtigungen? Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts BeSt – Beraten und Stärken


Anmeldung bis zum 25.05.25 erbeten unter: https://conference3.aau.at/event/168/overview. Bei der Anmeldung kann die Teilnahme an einem der folgenden Workshops ausgewählt werden:

  • Christiane Hintermann, Sexualpädagogik Kärnten: Sexuelle Bildung als Präventionsmaßnahme im Kinderschutz

Der Workshop geht der Frage nach, welche positiven Effekte eine achtsam begleitete Sexualentwicklung in Kombination mit sexueller Bildung für Kinder hinsichtlich der Prävention von übergriffigen Situationen, bis hin zu sexualisierter Gewalt, haben kann. Erarbeitet werden klare Schutzfaktoren, auf unterschiedlichen Entwicklungsebenen, um Kinder und Jugendliche von Anfang an zu stärken und zu bilden.

  • Robert Grollitsch, (un)aufgeregt – Verein zur Förderung sexueller Bildung & Prävention sexualisierter Gewalt: der Verhaltenskodex als Schlüssel für Gewaltschutz

Der Workshop thematisiert die Bedeutung eines Verhaltenskodex als zentrales Instrument des Gewaltschutzes in der Sozialen Arbeit. Die Teilnehmenden setzen sich mit den wesentlichen Bausteinen eines wirksamen Kodex auseinander und analysieren Praxisbeispiele, um so eigene Ansätze zur Umsetzung in ihrem jeweiligen Arbeitskontext zu entwickeln.

  • Petra Regenfelder-Davis, Fachhochschule Kärnten: Intersektionale Schutzkonzepte als Best Practice an Hochschulen

Wie sind Menschen durch Gewalt an Hochschulen betroffen oder exkludiert? Wie können wir unsere Kulturen der Bildung und Zusammenarbeit verändern – hin zu einem gewaltfreien, Vielfalt-schätzendem Miteinander? Wo können wir ansetzen, um intersektionale Schutzkonzepte in die Praxis zu bringen? Der Workshop dient der Vernetzung von Mitarbeitenden und Studierenden von Hochschulen in Österreich.

  • Farina Schorn, Roman Ulram, Delfi Kinderschutzzentrum: Kinderschutzkonzepte begreifen, verstehen und umsetzen

Was sind Kinderschutzkonzepte? Wie kann ich den Prozess beginnen? Was ist die Bedeutung von diesen „Konzepten“? Diese Fragen sind derzeit für Fachkräfte in der Sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen omnipräsent und das ist gut so! Alle Formen der Gewalt und sexueller Missbrauch an jungen Menschen finden sich in allen Bereichen des Lebens auch in Institutionen. Gemeinsam sichere Orte für Kinder und Jugendliche zu schaffen, diese Orte achtsam, machtsensibel und partizipativ zu gestalten- das bedeuten Kinderschutzkonzepte.

ZFF-Veranstaltungstipp: 7. Salzburger Friedenstagung zum Thema „Raus aus der Erschöpfung. Zukunftsfähige Systeme gestalten.“

16.-18. Juni 2025, St. Virgil Salzburg

Bitte hier anmelden

Neben Vorträgen von Hartmut Rosa, Barbara, Blaha und Katharina Mau wird es viele Diskussionen und Präsentationen zu erleben geben u. a. mit Thomas Roithner, Sophia Spanger, Friedrich Glasl, Sara Fromm, Sandra Klaft, Helga Kromb-Kolb,  Hans Holzinger und vielen anderen.

Tagungswebsite

Programm

Weiterlesen