Neue Publikation: Koroška/Kärnten. Wege zu einer befreienden Erinnerungskultur

Nadja Danglmaier, Brigitte Entner, Ute Holfelder, Elisabeth Klatzer (Hg.): Koroška/Kärnten. Wege zu einer befreienden Erinnerungskultur. Mandelbaum Verlag 2022.

Koroška/Kärnten braucht eine offene und zukunftsorientierte Erinnerungskultur. Dieses Buch lotet aus verschiedenen Perspektiven aus, wie das gelingen kann. Ausgangspunkt ist der Domplatz im Herzen von Klagenfurt/Celovec, ein Platz mit einer reichhaltigen Geschichte. In dieser spiegelt sich vieles vom Lauf der Kärntner Geschichte und der Form wider, wie diese erinnert wird: eine Erzählung geprägt von Auslassungen, Umdeutungen und Verzerrungen.
Ausgehend von neuen Forschungsergebnissen reflektieren die Beiträge aus wissenschaftlicher, künstlerischer und aktivistischer Perspektive die Auseinandersetzung mit den widersprüchlichen Erinnerungen und vielfältigen Erfahrungen von Widerständigen, Opfern und Täter:innen. Sie gehen davon aus, dass eine neue Erinnerungskultur eine befreiende Wirkung entfalten kann. Daraus ergeben sich Impulse für Wege in die Zukunft einer zwei- und mehrsprachigen emanzipatorischen Gesellschaft, in der sowohl Kärnten als auch Koroška in ihrer Vielfalt Platz finden.

https://www.mandelbaum.at/buch.php?id=1100&action=autorin&menu=

Forschungstag und Antrittsvorlesung: Solidarität und Transformation

Am 23. Juni 2022 fand der Forschungstag des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung an der Universität Klagenfurt statt. Im Rahmen des Programms absolvierte Caroline Schmitt ihre Antrittsvorlesung unter dem Titel „Solidarität inklusiv denken“.

Caroline Schmitt ist seit März 2021 Professorin für Migrations- und Inklusionsforschung am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung an der Fakultät für Kulturwissenschaften.

Caroline Schmitt, geboren 1984, studierte Erziehungswissenschaft mit den Nebenfächern Soziologie und Psychologie sowie das Zusatzzertifikat Europäische Studien an der Universität Trier. Von 2010 bis 2013 war sie Stipendiatin am interdisziplinären Forschungszentrum Social and Cultural Studies Mainz (SOCUM). Ab 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, leitete dort u. a. ein Jahr lang den interdisziplinären Studienschwerpunkt „EUROMIR – Soziale Dimension und interkulturelle Aspekte europäischer Migration“ und vertrat die Juniorprofessur „Außerschulische Sonderpädagogik und Inklusion“. 2015 wurde sie zum Thema „Migrantische Ökonomien in Deutschland. Afro Hair Salons zwischen sozialer Ausgrenzung und gesellschaftlicher Inkorporation“ promoviert. Ihre im Jahr 2022 abgeschlossene Habilitation trägt den Titel „Inklusion und Fluchtmigration. Neue Narrative für die Soziale Arbeit. Von 2018 bis 2020 war sie Vertretungsprofessorin für Sozialpädagogik an der Universität Trier. Ihre Forschungs- und Lehrtätigkeit führte sie zudem an die Kent University Istanbul (Türkei), Kangnam University in Yongin (Südkorea), die Univerzita Palackého v Olomouci (Tschechien), die Leopold-Franzens-Universität in Innsbruck und im Zuge von Feldforschungen nach Großbritannien und Namibia. Ihre Forschung und Lehre ist an Fragen eines inklusiven Zusammenlebens in der Migrationsgesellschaft ausgerichtet und befasst sich mit Biografien und Lebenswelten, dem professionellen Handeln von pädagogischen Fachkräften, mit solidarischen Allianzen und Städten sowie trans- und internationaler Sozialer Arbeit.

Im Anschluss an die Antrittsvorlesung fand ein Round Table mit Kolleg*innen aus der D-A-CH-Region zu „Transformationen in und durch Forschung? Praxen – Methodologien – Politiken“ statt, nach der gemeinsam verbrachten Mittagspause folgten Präsentationen von aktuellen Forschungsprojekten aus der Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung. Nach Kurzpräsentationen der fünf Projekte vor dem Plenum wurden diese an Tischen diskutiert, Austausch ermöglicht und Netzwerke geknüpft.

Lohn statt Taschengeld: Menschen mit Lernschwierigkeiten ein selbstbestimmtes Leben außerhalb von Institutionen ermöglichen

In Österreich ist die UN-Behindertenrechtskonvention seit Oktober 2008 in Kraft. Die Übereinkunft sieht vor, dass alle Menschen frei in der Wahl ihres Wohn- und Aufenthaltsortes sind. Menschen mit Lernschwierigkeiten, die also mit intellektuellen Beeinträchtigungen leben, werden hierzulande aber häufig in Einrichtungen untergebracht, ob sie das wollen oder nicht. Eine Forschungsgruppe an der Universität Klagenfurt wirft einen kritischen Blick auf diese Institutionalisierung. Mit zwei Projekten in Kärnten erlangen Menschen mit Lernschwierigkeiten nun schon deutlich mehr Unabhängigkeit. Die Projekte, sowie weitere Forschungsarbeiten, unter anderem aus dem Bereich der Wohnungslosenhilfe und zum Thema Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, werden im Rahmen des Sozialpädagogischen Fachtags am 24. Juni 2022 an der Universität Klagenfurt vorgestellt.

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IfEB Forschungstag und Antrittsvorlesung Prof. Caroline Schmitt

Das IfEB lädt herzlich zum

Forschungstag „Solidarität und Transformation. Theorien – Empirie – Zukünfte“

am 23. Juni 2022 von 9.00 bis 16.00 Uhr an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Z.1.08/Z.1.09) ein.

Außerdem freut es uns bekannt zugeben, dass die 

Antrittsvorlesung von Frau Univ.-Prof.in Dr.in Caroline Schmitt mit dem Titel „Solidarität inklusiv denken“ im Rahmen des Forschungstags stattfinden wird!

Details zu den Vorträgen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programm .

Anmeldung bis 8.6.2022 erbeten unter: diana [dot] olip-lipusch [at] aau [dot] at

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung | Nadja Danglmaier (Sprecherin der AG Forschung)

Eine Veranstaltung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung/Universität Klagenfurt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Ausserschulische Bildung und Erziehung/Universität Zürich, dem Institut für Bildungswissenschaft/Universität Wien & der EU-RAC Research Bozen sowie dem Arbeitsbereich Grundschulpädagogik/Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Diversitätspädagogik – Bei Themen wie Bildung, Erziehung und Sozialisation über den Tellerrand blicken

Seit nunmehr zwei Jahren lebt die gebürtige Wienerin Elisabeth Engberding in Kärnten. Mit zehnjähriger Berufserfahrung hat die Pädagogin begonnen, den Master Diversitätspädagogik in Schule und Gesellschaft und das Erweiterungsstudium Schreibwissenschaft berufsbegleitend zu studieren. Neue Perspektiven zu entdecken und ihren Wissensstand in puncto Forschung zu erweitern, sind dabei ihre Ziele. Zusätzlich engagiert sie sich als Tutorin und Studienassistentin am ifeb.

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Master Sozialpädagogik und soziale Inklusion: Die Vertiefung in das eigene Interesse

Nach dem Abschluss des Oberstufenrealgymnasiums Gurk und einer Ausbildung zur Diplomsozialbetreuerin in der Altenarbeit zog es Bellinda Puchner an die Universität. Die 28-Jährige entschied sich nach dem Bachelor Erziehungs- und Bildungswissenschaft dazu, sich im Master auf Sozialpädagogik und soziale Inklusion zu spezialisieren. Die Kärntnerin wohnt mit ihrer 5-köpfigen Familie in St. Veit an der Glan wo sie mit ihrem Mann das Theater Freiraum² Bühne Mittelkärnten betreibt. Weiterlesen

Sozialpädagogischer Fachtag, 24. Juni 2022

RE | DE – INSTITUTIONALISIERUNG. Menschenrechtsbasierte Praxis oder strukturelle Exklusion?

Universität Klagenfurt | 24. Juni 2022 | 09:00 – 15:00 Uhr | Raum Z.1.09

Am 24. Juni 2022 findet an der Universität Klagenfurt wieder der Sozialpädagogische Fachtag statt.

Die vom Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung), dem BMKz (Selbstbestimmt-Leben-Initiative Kärnten) sowie dem Kärntner Monitoringausschuss organisierte Veranstaltung befasst sich mit Fragen der De- und Re-Institutionalisierung, die Adressat*innen in unterschiedlichen sozialpädagogischen Handlungsfeldern betreffen.

Mit Vorträgen von Rafael Blaschun, Hubert Raunjak, Daniel Voith, Nicole Goritschnig und Fabienne Pirker sowie von Petra Flieger, Marc Diebäcker, Volker Schönwiese u.a.

Details zu den Vorträgen entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Wir laden sehr herzlich ein und ersuchen um Anmeldung bis zum 3. Juni 2022 bei Renate Bojanov!

Für das Organisationsteam mit lieben Grüßen,

Ernst Kočnik, Rahel More und Marion Sigot

 

IfEB-Forschungstag „Solidarität und Transformation“ und Antrittsvorlesung Prof. Caroline Schmitt

Das IfEB lädt herzlich zum

Forschungstag „Solidarität und Transformation. Theorien – Empirie – Zukünfte“

am 23. Juni 2022 von 9.00 bis 16.00 Uhr an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Z.1.08/Z.1.09) ein.

Außerdem freut es uns bekannt zugeben, dass die 

Antrittsvorlesung von Frau Univ.-Prof.in Dr.in Caroline Schmitt mit dem Titel „Solidarität inklusiv denken“ im Rahmen des Forschungstags stattfinden wird!

Details zu den Vorträgen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Programm .

Anmeldung bis 8.6.2022 erbeten unter: diana [dot] olip-lipusch [at] aau [dot] at

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung | Nadja Danglmaier (Sprecherin der AG Forschung)

Eine Veranstaltung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung/Universität Klagenfurt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Ausserschulische Bildung und Erziehung/Universität Zürich, dem Institut für Bildungswissenschaft/Universität Wien & der EU-RAC Research Bozen sowie dem Arbeitsbereich Grundschulpädagogik/Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Erwachsenenbildung: 1. Werkstattgespräch 2022 (online)

„Soziale Transformation. Rolle der Erwachsenenbildung bei aktuellen Themen, wie Demokratiebrüche, Digitalisierung, Klimakrise, Krieg, Migration usw.“

Mi, 27.4.2022, 16:00-19:00 via Zoom

Programm:

  • Begrüßung, Vorstellungsrunde
  • Philipp Assinger (Uni Graz): „Gedanken zu Bezugspunkten für die Wissenschaft, Praxis und Politik der Erwachsenenbildung im Kontext von gesellschaftlichen Megatrends“
  • Martin Klemenjak (FH Kärnten) u. Daniel Weidlitsch (AK Kärnten): „Demokratie vererbt sich nicht!“ – „Kärntner Gespräche zur demokratiepolitischen Bildung“
  • Ingrid Otepka (MARA O Achtsam Leben Erfahren): „Achtsamkeit als Grundlage für soziale Transformation. Warum wir es sinnvoll finden, Achtsamkeit in die Erwachsenenbildung einfließen zu lassen“

Zwischen und nach den Beiträgen wird es die Möglichkeit zur Diskussion geben.

Bitte melden Sie sich bis Do, 21.4. per Mail an: daniela [dot] savel [at] vhs [dot] at.
Sie erhalten den Link zur Veranstaltung nach der Anmeldung

Ein Abend im Zeichen der Solidarität. Bericht zur Veranstaltung „Abend der Solidarität“, 25. März 2022 im magdas LOKAL Klagenfurt

Im Rahmen der Veranstaltung „Abend der Solidarität. In welchem Kärnten wollen wir leben?“ laden Prof.in Dr.in Caroline Schmitt (Arbeitsbereich Transnationale Migrations- und Solidaritätsforschung) und Ass. Prof. Dr. Jasmin Donlic (Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft und diversitätsbewusste Bildung) von der Universität Klagenfurt verschiedene Akteur*innen aus Wissenschaft, Kunst und Kultur, Wirtschaft sowie dem sozialen Bereich zu einem Austausch ins magdas LOKAL in Klagenfurt ein.

Zu Beginn des Abends spricht Dr. Adnan Alijagić, Geschäftsführer des Vereins Zentralraum Kärnten+, über die Potenziale regionaler Vernetzung und Zusammenarbeit in Villach, Klagenfurt, Feldkirchen und der Region. Er betont, dass Kooperation und gegenseitiges voneinander Lernen Voraussetzungen für das Zusammenleben sowie sozial nachhaltigen Wandel sind.

Studierende der Universität Klagenfurt hatten die Gelegenheit, ihre Seminar-Ergebnisse aus den beiden Seminaren „Urban Art in der postmigrantischen Gesellschaft – Transnational Practices“ und „Urban Art in der postmigrantischen Gesellschaft – Practices of Solidarity“ (Sommersemester 2022) zum Thema Solidarität zu präsentieren. Die Studierenden präsentierten Gedichte, Raps und ein Stück auf dem Klavier. Sie hatten ihre theoretischen Kenntnisse zum Thema in künstlerische Ausdrucksgestalten übersetzt. Dabei stellten sie die Notwendigkeit solidarischen Handelns durch Raps, Gedichte und ein Gesangsstück heraus. Der Sozialpädagoge, Jugendarbeiter und Rapper Mighty M aka Himmeldach fand während seiner Rap-Performance eine emotional berührende Sprache gegen soziale Ausgrenzung, Rassismus und globale Ungerechtigkeit.

In der anschließenden Lesung des Sammelbandes „Solidarität in Bewegung. Neue Felder für die Soziale Arbeit“, herausgegeben 2021 im Schneider Verlag Hohengehren und hier online einsehbar, betonten die Herausgeber*innen Prof. Dr. Marc Hill (Universität Innsbruck) und Prof.in Dr.in Caroline Schmitt, dass Solidarität weltoffen, inklusiv und bedingungslos verstanden werden müsse. Es bedürfe eines Bewusstseins für ein globales Wir, das gemeinsam auf dem Planeten lebt, miteinander verbunden ist und gemeinsam Verantwortung trägt. Mit Blick auf die Zukunft Kärntens sprach Caroline Schmitt Konzepte der kooperativen Zusammenarbeit an: „Green Cities“ sowie „Solidarity Cities“ seien Inspiration für ein solidarisches Miteinander und lieferten konkrete Ansatzpunkte auch für den Alpen-Adria-Raum. l

Der letzte Programmpunkt des Abends stand ganz im Sinne der herausfordernden Programmatik von Solidarität: In Impulsgesprächen zum Thema „Solidarität im Alpen-Adria-Raum“ diskutieren Marcel Leuschner (Diakonie de La Tour, Kärnten), Dr.in Carla Küffner (Plattform Migration), Prof. Dr. Hans Karl Peterlini (Universität Klagenfurt; UNESCO Chair for Global Citizenship Education, Culture of Diversity and Peace), Dr.in Bettina Pirker und Martin Diendorfer (Kärnten andas), Dr.in Nadja Danglmaier (Universität Klagenfurt; erinnern.at) sowie Isabell Winter (Urban Playground Klagenfurt) über ihre je eigenen Solidaritätsauffassungen sowie die damit verbundenen aktuellen und zukünftigen Herausforderungen für die eigene Arbeit und für Kärnten wie u.a. die Schaffung von mehr Räumen für Jugendliche in der Stadt und auf dem Land, die Verzahnungen von feministischer und migrationspolitischer Arbeit und die Notwendigkeit, niemanden im Solidaritätsdiskurs zu vergessen. Die vielfältigen Zugänge und Annäherungen beleuchteten dabei Ambivalenzen, Potenziale und Herausforderungen etwa in der Migrationspolitik, in der Rassismus- und Antisemitismus-Arbeit, der feministischen Arbeit sowie mit Blick auf Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts in der Weltgesellschaft im Allgemeinen.  Am Ende des Abends stand ein Grundtenor: Solidarität geht nur gemeinsam!

Die Veranstalter*innen bedanken sich herzlich bei allen Beteiligten und Gästen, bei der Kulturwissenschaftlichen Fakultät und dem Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung (IfEB) der Universität Klagenfurt.

Für den Arbeitsbereich „Transnationale Migrations- und Solidaritätsforschung“

Lukas Baumann, Universitätsassistent