Buchpräsentation: Die Welt neu denken lernen – Anstöße für eine planetare Politik

Donnerstag, 27. Mai 2021 | 18:00 Uhr

Leibniz-Veranstaltungssaal
Lakesidespitz | Lakesidepark

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich über das Formular an.

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Politischer Islam. Konstruktion und Funktion eines Feindbildes – Vortrag & Diskussion

Montag, 31. Mai 2021, 17-19 Uhr
online

PD Mag. Dr. Farid Hafez, Universität Salzburg
Mag. Dr. Helmut Krieger, Universität Wien

Nicht erst seit den Hausdurchsuchungen vom November 2020 bei islamischen Vereinen und Einzelpersonen ist das Schlagwort von der Gefährlichkeit des politischen Islams präsent. Alles andere als klar definiert, wird der Begriff ‚politischer Islam‘ in Österreich seit einigen Jahren verwendet, um gegen muslimische Einrichtungen und Gemeinschaften gerichtete Gesetze diskursiv zu rahmen. Doch Kontroversen über Bedeutung und Sinnhorizont von ‚politischem Islam‘ sind nicht nur auf Österreich beschränkt. Im Sinne einer verflochtenen Geschichte und angesichts globaler Herrschaftsverhältnisse gilt es zu fragen, inwiefern diese Kontroversen auch mit grundlegenden Entwicklungen internationaler Politik verknüpft sind.

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SP Fachtag: Professioneller Umgang mit Scham in sozialen Einrichtungen

11. Juni 2021, 08:45-14:30 | online via Zoom

Der vom IfEB-Arbeitsbereich Sozialpädagogik und Inklusionsforschung jährlich stattfindende Sozialpädagogische Fachtag widmet sich dieses Jahr dem Thema Scham in sozialen Einrichtungen.

Während der Scham lange Zeit in professionellen Kontexten keine systematische Aufmerksamkeit zugekommen ist, wird ihre Bedeutung für das individuelle Wohlgefühl, für zwischenmenschliche Begegnungen, aber auch als Mittel der politischen Auseinandersetzung nun zunehmend thematisiert. Scham dient im Positiven der Regulation des Miteinander, kann aber auch im Negativen über Gebühr die eigene Handlungsmöglichkeiten beschränken. Aus Angst beschämt zu werden, vermeiden viele Menschen Situationen, in denen sie beobachtet werden. Als unsichtbares und verdrängtes Gefühl kann Scham menschliche Beziehungen unbemerkt belasten.
Institutionelle Settings können Beschämung – im Falle übermächtiger Strukturen, defizit-orientierter Diagnosen oder bei der Arbeit in Zwangskontexten – mitverursachen. Wie kann in solchen Zusammenhängen durch anerkennendes und die Person würdigendes Verhalten eine stimmige Grundlage für empowernde, ressourcen- und lösungsorientierte Arbeit geschaffen werden? Während die Vorträge und Workshops der Veranstaltung solche Fragen aufgreifen, thematisiert die abschließende Podiumsdiskussion, wie Beschämung, Scham und Schamlosigkeit in politischen Auseinandersetzungen als „Waffe“ eingesetzt wird, was das für die Einrichtungen bedeutet und wie gegengelenkt werden kann.

Um Anmeldung bis 15.05.2021 bei Renate [dot] Bojanov [at] aau [dot] at wird gebeten. Der Teilnahmlink wird nach erfolgter Anmeldung übermittelt!

Download: Programm

IfEB-Forschungstag

23. Juni 2021, 09:00 – 12:30 | online via Zoom

Das Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung lädt herzlich zu seinem diesmal online stattfindenden Forschungstag ein.

Wie gewohnt, erhalten Sie dabei Einblicke in aktuelle Forschungstätigkeiten der Institutsmitarbeitenden. Diesmal mit folgenden Vorträgen:

09:15-10:00 Uhr: Maria Groinig | Lebensweltorientierte Gesundheitsförderung und soziale Bildungsarbeit im dauerhaften Prozess des „Modification Care”?

10:15-11:00 Uhr: Veronika Michitsch & Elisabeth Quendler | Der Bauernhof als Bildungsort: Anforderungen und Chancen einer natur- und tiergestützten Elementarpädagogik zur Förderung der kindlichen Bildung im Naturraum

11:15-12:30 Uhr: Gerald Grimm | Von der Pädagogischen Historiographie zur Historischen Bildungsforschung. 40 Jahre Forschung an der Universität Klagenfurt. Rückblicke – Einblicke – Ausblicke

Um Anmeldung bis zum 21.06.2021 wird gebeten: diana [dot] olip-lipusch [at] aau [dot] at  (danach erhalten Sie den LINK zur ONLINE-VERANSTALTUNG)

Download: Programm

Buchvorstellung „Stimmen gegen Armut“ auf Radio Agora zum Nachhören

Ungleichheit führt zu einer tiefen sozialen Kluft in der Demokratie und gefährdet den sozialen Zusammenhalt: Alban Knecht, Mitglied der Armutskonferenz und Mitherausgeber des Buches „Stimmen gegen Armut“ stellt sich im Interview brennenden Fragen zur Situation von Armut betroffener Menschen in Österreich.

Neenakost vodi v globoko socialno vrzel v demokraciji in ogroža socialno kohezijo: Alban Knecht, član konference o revščini in sourednik knjige „Glasovi proti revščini„, odgovarja na pereča vprašanja o položaju ljudi, prizadetih zaradi revščine.

Gestaltung | Oblikovanje: Asja Boja

Permanenter Link zur Sendung: https://cba.fro.at/496788

Einladung Vortrag: Epistemische Gewalt: feministisch-dekoloniale Perspektiven, 29.4.2021 um 18:15 Uhr

Claudia Brunner trägt am

29. April 2021, 18:15 Uhr

mit dem Abendvortrag Epistemische Gewalt: feministisch-dekoloniale Perspektiven

zur Vorlesungsreihe ‚The ‚‘Self‘ and the ‚‘Other‘ in Political Theory an der Universität Potsdam bei.

Teilnahme-Link zur Online-Veranstaltung hier.

 

Nachruf Erich Ribolits

Univ.-Prof. Dr. Erich Ribolits (2.12.1947-7.4.2021)

Unvergessen: seine inspirierenden Vorträge, seine klugen Schriften, sein Charme und Wiener Schmäh. Ein Großer – so hätte er sich freilich selbst nie gesehen – der österreichischen Bildungsforschung ist tot. Er verstarb nach schwerer Krankheit am Mittwoch, dem 7. April 2020, in Wien im 74. Lebensjahr.

Er war Wiener von Geburt und blieb dieser Stadt sein Leben lang treu. Nach einer Elektrotechnik-Ausbildung an einer Höheren Technischen Lehranstalt zog es ihn als junger Ingenieur erst einmal nach Südafrika, wo er einige Jahre für ein großes Elektrounternehmen tätig war. Wieder zurück in Wien begann er ein Studium an der Berufspädagogischen Akademie, welches er mit der Lehramtsprüfung abschloss. In der darauffolgenden mehrjährigen Tätigkeit als Berufsschullehrer, die er mit Freude und viel Engagement ausübte, lernte er nicht nur das pädagogische Handwerkszeugs von Grund auf, er begann sich auch mehr und mehr für die theoretische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Fachbereich der Berufsausbildung zu interessieren. Ab 1978 inskribierte er deshalb ein berufsbegleitendes Studium der Pädagogik und Politikwissenschaft an den Universitäten Wien und Klagenfurt, das er 1984 mit der Promotion abschloss. Ab 1985 war er Lehrbeauftragter und ab 1988 Professor an der Agrarpädagogischen Akademie Wien. Doch die universitäre Wissenschaft und Forschung ließ ihn nicht mehr los. Ab 1986 übernahm Erich Ribolits diverse Lehraufträge und Gastprofessuren an verschiedenen österreichischen Universitäten. 1996 erfolgte seine Habilitation und 2000 die Verleihung des Titels „Universitätsprofessor“. 2006 wechselte er an das Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien, wo er bis zu seiner Pensionierung 2008 in Forschung und Lehre sowie als Leiter der Forschungseinheit „Aus- und Weiterbildung“ tätig war. Doch der „Ruhestand“ war nicht seine Sache. Erich Ribolits war weiter ein gefragter Lehrbeauftragter an den Universitäten Wien, Klagenfurt und Graz – er schrieb, hielt Vorträge, diskutierte für sein Leben gern und übernahm Aufgaben als Herausgeber von Zeitschriften und in diversen Funktionen, wie zum Beispiel als Mitglied der Akkreditierungsgruppe von Ö-Cert.

Wo anfangen bei seinen Verdiensten – und wo aufhören? Letzteres ist nicht als rein rhetorische Frage gemeint, sondern als Hinweis darauf, dass Erich Ribolits in seinen Büchern, Schriften, Vorträgen und Diskussionsbeiträgen noch lange fortwirken wird. Dies gilt nicht nur für die Scientific Community der Aus- und Weiterbildung, der Berufspädagogik und der Bildungswissenschaft insgesamt, sondern vor allem für die Vielzahl an Studierenden und Teilnehmenden, denen Erich Ribolits ein hoch geschätzter Lehrer – oft sogar lieber Freund war. Erich Ribolits gehörte einer Generation von Lehrenden und WissenschaftlerInnen an, die aufgrund ihrer politischen Sozialisation in den 1968er Jahren den demokratischen Grundsätzen von Mündigkeit, Solidarität, Mitbestimmung und Gleichheit zutiefst verbunden waren. Dies spiegelt sich nicht nur in seinen Büchern und Schriften wieder, die einem kritisch-emanzipatorischen Bildungsdiskurs verpflichtet waren, sondern auch in seiner Lehr- und Leitungstätigkeit, die immer auf gegenseitigem Respekt, auf Achtung und Kollegialität beruhte. Die Universität war für ihn kein „Elfenbeinturm“, sondern ein bunter Tummelplatz von Ideen, Ort kritischer Reflexion und Auseinandersetzung – kurz: ein Teil unserer „polis“.

Für Erich Ribolits war die Welt gestaltbar und veränderbar. Diskussionen und Debatten bereiteten ihm Lust und Freude, er vertrat seine Standpunkte hartnäckig, aber immer mit einem Schuss „Wiener Schmäh“. Er liebte das Leben, seine Frau und Familie und seine Freunde!

Lieber Erich, Du wirst uns allen unendlich fehlen!

Elke Gruber, Graz, am 8. April 2021

CfP Workshop „Friedensforschung, Friedensbildung & (De-)Kolonialität“, 27.-29. Oktober 2021, Klagenfurt (oder online)

Der Workshop widmet sich einer vertieften Beschäftigung mit feministischen, post- und dekolonialen Ansätzen der Friedens- und Konfliktforschung sowie der Friedensbildung (Friedenspädagogik). Er richtet sich an Forschende ebenso wie an fortgeschrittene Studierende. Wir freuen uns auch auf Vorschläge von Personen, die nicht primär in der wissenschaftlichen, sondern auch in zivilgesellschaftlich-sozialarbeiterischer Friedensarbeit tätig sind.

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Beitrag von Claudia Brunner in International Politics Reviews

Soeben ist ein Open Acess Aufsatz in „International Politics Reviews“ mit dem Titel „Conceptualizing Epistemic Violence. An Interdisciplinary Assemblage for IR“ erschienen.

Parallel dazu macht der Herausgeber, Robbie Shilliam, auch eine Podcast-Reihe, zu der Claudia Brunner beigetragen hat.

Vortragsreihe: Fluchtmigration und Geflüchtetenunterbringung. Interdisziplinäre Dialoge

Kooperationsveranstaltung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt, der Ethnologie der Universität Trier und des Arbeitskreises „Flucht, Agency und Vulnerabilität“ des Netzwerks Fluchtforschung im Zeitraum 13. April bis 01. Juni 2021.

Die digitale Vortragsreihe gibt einen Einblick in theoretische und empirische Perspektiven auf Fluchtmigration und Geflüchtetenunterbringung. Die Vorträge befassen sich mit Fragen von Grenzen, Dekolonialisierung, Agency, Bildung, ethnografischer und partizipativer Forschung sowie Ethik. Hierbei denken die Vortragenden über den Status Quo hinaus und eröffnen neue Ansatzpunkte für gesellschaftliche Umgangsweisen mit Flucht und Mobilität.

 

Di, 13. April 2021, 10.15 – 11.45:

Grenzüberschreitende Fluchtmigration in Zeiten der Corona-Krise: Ethnografische Perspektiven aus Griechenland (Moria) und Kenia (Kakuma)

Dr.in Claudia Böhme, Dr.in Anett Schmitz (Universität Trier)

 

Di, 27. April 2021, 10.15 – 11.45:

Dekoloniale Perspektiven auf Fluchtmigration und ein Leben in Lagern als schrecklicher sozialer Prozess

Prof. Dr. Ronald Lutz (Fachhochschule Erfurt)

 

Di, 4. Mai 2021, 10.15 – 11.45:

„Man kämpft sich müde“. Agency und Vulnerabilität im professionellen Handeln pädagogischer Fachkräfte in Geflüchtetenunterkünften

Prof.in Dr.in Caroline Schmitt (Universität Klagenfurt)

 

Di, 11. Mai 2021, 10.15 – 11.45:

Schule und Flucht. Partizipative Zugänge in der Fluchtforschung

Prof. Dr. Hans Karl Peterlini, Dr. Jasmin Donlic, Daniela Lehner, MSc (Universität Klagenfurt)

 

Di, 18. Mai 2021, 10.15 – 11.45:

Postmigration. Perspektiven jenseits von Grenzen aus der EUREGIO

Assoz. Prof. Dr. Marc Hill (Universität Innsbruck), Jun.-Prof.in Dr.in Claudia Lintner (Freie Universität Bozen)

 

Di, 01. Juni 2021, 10.15 – 11.45:

Forschen im Kontext von Flucht und Asyl. Impulsgespräche

Dr.in Margrit Kaufmann (Universität Bremen), Prof. Dr. Ronald Lutz (Fachhochschule Erfurt), Dr.in Laura Otto (Goethe-Universität Frankfurt), Prof. Dr. Michael Schönhuth (Universität Trier), Hoa Mai Trần, M.A. (Fachstelle Kinderwelten, Institut für den Situationsansatz Berlin)

 

Organisation und Moderation: Caroline Schmitt (Universität Klagenfurt), Anett Schmitz (Universität Trier)

Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten: Bitte geben Sie den entsprechenden Vortrag, Ihren Namen und Ihre E-Mail-Adresse an: ethnologie [at] uni-trier [dot] de.

Der Link zur Online-Veranstaltung wird Ihnen rechtzeitig zugeschickt.