Vierundzwanzig Orte in Kärnten, an denen ihr Augen machen werdet

Kärnten/Koroška kann viel, und noch ein bisschen mehr: Das südlichste Bundesland in Österreich mit seinen rund 560.000 Einwohner*innen entdecken immer mehr junge Menschen, die mitten in einer atenberaubenden Natur, im kulturellen Schmelztiegel zwischen Alpen und Adria und in einem innovativen, offenen Umfeld arbeiten und studieren wollen. Wir zeigen euch hier einige der Hotspots in Kärnten, die entdeckt werden wollen.


Lesachtal

1 – Natur pur: Lesachtal


Für alle, die es gerne etwas langsamer wollen und auf „slow“ in allen Varianten stehen: Das Lesachtal gilt als Europas naturbelassenstes Tal. Im Südwesten Kärntens an der italienischen Grenze hin zu Osttirol gelegen, kann jeder noch so gestresste Geist die Seele baumeln lassen und Ruhe finden, während der Blick über die beeindruckenden Gipfel, die satten Wiesen und die kleinen Dörfer streift. Nur rund 1.300 Menschen wohnen in der abgeschiedenen Gemeinde. Weltberühmt wurde der Osttiroler Teil des Lesachtals, als 2015 ganze drei Minuten des JamesBond-Films „Spectre“ mit Daniel Craig in Obertilliach gedreht wurden

Römerbad in Bad Kleinkirchheim

2 – Entspannen: Thermal-Römerbad in Bad Kleinkirchheim


Im blubbernden Whirlpool mit warmem Thermalwasser sitzen und den Schifahrerinnen und Schifahrern beim Herunterwedeln vom Berg zusehen: Das ist im 12.000 Quadratmeter großen Thermalbad in Bad Kleinkirchheim möglich. Das Bad mit beeindruckender Architektur ist in zwei Bereiche gegliedert: Während die Therme eine vielfältige Badelandschaft inklusive großem Außenpool für Groß und Klein bietet, gibt’s im ruhigeren Saunabereich mehr als zehn Saunen und Dampfbäder sowie Pools auf drei Ebenen. Die Eintrittspreise sind verhältnismäßig moderat; im Winter reichen die Öffnungszeiten bis 22:00 Uhr.

Nockberge

3 – Sanfte Weite: Nockberge


Mit einer Länge von 35 Kilometern schlängelt sich die (mautpflichtige) Nockalmstraße über 52 Kehren durch die Nockberge. Sie reicht von Innerkrems bis Reichenau und bietet einzigartige Aussichtsplätze, die eure Instagram-Follower staunen lassen werden. Die höchsten Punkte sind die Eisentalhöhe (2.049 m) und die Schiestelscharte (2.027 m). Die Straße ist von Mai bis Oktober geöffnet, dazwischen gehört das Gebiet einzig den Murmeltieren, Steinböcken und ähnlichem Getier. An der Strecke liegt auch das Karlbad, das als eines der letzten Bauernbäder in den Ostalpen gilt. Das Karlbad hat schon ab der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Bauern, Jägern und Holzfällern als Kurort gedient.

Weissensee

4 – Glasklar: Weissensee


Er gilt vielen als der Schönste und Sauberste (als einer von vielen Schönen und Sauberen in Kärnten): der Weissensee. Über den fjordähnlichen See, der auch im Sommer angenehm erfrischend bleibt, lässt es sich schwimmen, eislaufen, tauchen, surfen, segeln … Das türkis-schimmernde Wasser, das vielerorts bis zum Grund blicken lässt, lässt niemanden kalt. Tipp für alle Festivalfreunde: Am Ostufer des Sees, im idyllischen Stockenboi, findet jährlich im Juli das kultige Musikfestival „Woodstockenboi“ mitten in der Naturarena mit Hip-Hop, Rock, Pop bis Electronic Sounds statt.

Kölnbreinsperre

5 – Energiespeicher: Kölnbreinsperre


Österreichs höchste Staumauer, die Kölnbreinsperre, liegt am Ende der 14,4 Kilometer langen Malta-Hochalmstraße. Nichts für Höhenängstliche ist die Aussichtsplattform „Airwalk“, die einen atemberaubenden Blick in das Tal – und 200 Meter die Mauer entlang nach unten – bietet. Vor Ort gibt es auch Führungen, bei denen man sich über den Bau und Betrieb des Staudamms und eines von Österreichs größten Energiespeicher informieren kann.

Bonsai

6 – Die Kraft des Kleinen und Stillen: Bonsaimuseum


Das größte Bonsaimuseum Europas gibt es im kleinen Ort Seeboden am Millstätter See. Seit 1976 beschäftigen sich die Besitzer des Privatmuseums mit asiatischer Bonsaikunst und japanischer Gartengestaltung. Besucherinnen und Besucher schlendern durch 15.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und bestaunen die teils über 100 Jahre alten Bonsais. Günther Klösch und seine Familie laden darüber hinaus gemeinsam mit weiteren ExpertInnen auch zu so manchem Japan-Workshop ein.

Gurker Dom

7 – Gurker Dom


Das romanische Gotteshaus aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den beeindruckendsten Gebäuden Kärntens. Höhepunkte sind die 100-säulige Krypta unter der Kirche sowie das Fastentuch aus dem Jahr 1458. Die Schatzkammer des Doms zu Gurk birgt über 300 Objekte. Besucherinnen und Besucher gewinnen in zehn Räumen einen Einblick in die religiöse Kunst vergangener Epochen. Übrigens: Die rund um das Jahr 1.000 n. Chr. geborene Hemma von Gurk wird von der römisch- katholischen Kirche als Heilige verehrt und gilt als Schutzpatronin Kärntens. Hemma ist seit 1174 in der Krypta des Doms begraben.

Gmünd

8 – Inspirierend für Kreative: Künstlerstadt Gmünd


Jede coole Stadt hat heute ihr Künstler- und Kreativen-Viertel: Kärnten hat eine ganze Künstler-Landstadt. Gmünd erhielt 1346 das Stadtrecht und ist nach Friesach die zweitälteste mittelalterliche Stadt in Kärnten. In den idyllischen engen Gassen und am Hauptplatz Gmünds finden sich viele kleine Werkstätten und Geschäfte, in denen sich schönes Handgefertigtes direkt von den KünstlerInnen kaufen lässt. Kunstinteressierte genießen im Gmünder Stadtturm auch jährlich eine Ausstellung von international renommierten Malerinnen und Malern. Das 2.500-Einwohner-Städtchen hat noch mehr Überraschendes zu bieten: Von 1945 bis 1950 verlagerte Ferdinand Porsche seine Produktionsstätte nach Gmünd. Ein kleines, feines Porsche-Museum erinnert daran.

Metnitzer Totentanz

9 – Schaurige Bilder: Metnitzer Totentanzmuseum


Der Tod beschäftigte den Menschen schon immer: Im 14. Jahrhundert kam die Tradition des Totentanzes auf. Künstlerinnen und Künstler stellten den Einfluss und die Macht des Todes vor allem in allegorischen Bildern dar. Ein eindrucksvolles Beispiel davon ist der Metnitzer Totentanz, der auch zu besichtigen ist. Ausgestellt sind die einzigen in Österreich erhaltenen Fresken eines Totentanzes aus dem 15. Jahrhundert gemeinsam mit anderen mittelalterlichen Totentanzdarstellungen. Das kleine Museum im beschaulichen Metnitz ist stilvoll gestaltet und bietet einen Ausflug in eine andere Zeit.

Museum Liaunig

10 – Große Kunst von Welt: Museum Liaunig


Das Museum Liaunig könnte auch in Wien, Paris oder New York stehen: An der Grenze Kärntens zu Slowenien in Neuhaus/Suha befindet sich das private Kunstmuseum des Industriellen Herbert Liaunig. In wechselnden Ausstellungen wird die umfangreiche Sammlung österreichischer Kunst ab 1945, ergänzt durch vorangehende Vertreter der klassischen Moderne sowie exemplarische Werke internationaler KünstlerInnen, der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt. Als Kontrastprogramm zur zeitgenössischen Kunst verstehen sich die historischen Sammlungen der Familie Liaunig. Faszinierend ist nicht nur, was das Museum an Kunst bereithält, sondern auch das Gebäude selbst: Der architektonisch beeindruckende Bau führt in ein 4.400 Quadratmeter großes Inneres, das sich großteils unter einer Hügelkuppe befindet.

Werner Berg Museum

11 – Landleben in Bildern: Werner Berg Museum


50 Jahre, von 1931 bis zu seinem Tod 1981, lebte der in Wuppertal geborene Künstler Werner Berg in Unterkärnten. Ihm widmet die Gemeinde Bleiburg/Pliberk an der slowenischen Grenze ein Museum. Ständig sind dort über 150 Ölbilder, Holzschnitte und Zeichnungen ausgestellt, hinzu kommen jährlich Sonderausstellungen von renommierten internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Bleiburg/Pliberk gilt vielen in Kärnten als Geheimtipp für kulturelle Veranstaltungen: So gibt es beispielsweise im Gasthof Breznik, der gleichzeitig auch sein eigenes Bier braut, immer wieder Konzerte.

Planetarium

12 – Sternderl schauen: Planetarium Klagenfurt


Rund 5 Minuten Fußweg vom Haupteingang der Universität entfernt gibt es Hotspots, die sich (vielleicht) für unvergessliche Dates eignen: Im Miniaturpark Minimundus lässt es sich – ganz ohne Flugkosten und CO2-Emissionen – unter dem Eiffelturm (kurz, aber doch) flanieren. Und im Klagenfurter Planetarium kann man auch untertags romantisch gen Himmel blicken und Sternderl schauen. Das Planetarium bietet verschiedene Shows, die die Entstehung des Weltalls erklären. Auch wenn das Gebäude und der Vorraum schon etwas in die Jahre gekommen sind; die Planetarium-Technik, die Bilder auf eine große Kuppel projiziert, ist es nicht. Übrigens: Das Kombi-Ticket erlaubt meist auch den Eintritt in den Reptilienzoo Happ, der nebenan liegt.

Adlerarena

13 – Könige der Lüfte: Adler-Arena Burg Landskron


Greifvögel, zum Greifen nahe, bietet die privat geführte Adler-Arena in der Burg Landskron nahe Villach. In einer 45-minütigen Show erleben die Besucherinnen und Besucher hautnah, wie die Tiere jagen und leben. In der Adler-Arena arbeiten erfahrene Falkner, die den Greifvögeln und Eulen ein artgerechtes Leben ermöglichen und sich für den Erhalt der Diversität dieser Tiere in der Region engagieren. Übrigens: Die Falknerei ist in der UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

Pyramidenkogel

14 – Überblick gewinnen: Aussichtsturm Pyramidenkogel


Berlin hat den Fernsehturm am Alexanderplatz. New York hat das Empire State Building. Paris hat den Eiffelturm. Sie alle bieten atemberaubende Ausblicke auf pulsierende Metropolen. Kärntens bedeutendster Aussichtsturm, der Pyramidenkogel, steht dem in nichts nach: Aus einer Höhe von 920 Metern – vom weltweit höchsten Holzaussichtsturm, der eine architektonische Meisterleistung ist – bietet sich ein Rundumblick über Kärnten und seine beeindruckende Seenlandschaft rund um Wörthersee und Keutschach. Faule kommen mit dem Panoramaaufzug hoch (es gibt aber auch eine Treppe), runter geht’s auch über eine Rutsche im Turminneren.

Obir Tropfsteinhöhle

15 – Es tropft und tropft und tropft: Obir-Tropfsteinhöhlen


Vor rund 150 Jahren machten sich Bergleute auf die Suche nach Blei und Zink und fanden die Obir-Tropfsteinhöhlen. In der Nähe von Bad Eisenkappel in Unterkärnten gelegen, gelangt man mit einem Bus zu den Höhlen, wo Gäste rund 1,5 Stunden durch einen 800 Meter langen unterirdischen Erlebnisweg geführt werden. Zu sehen sind epochale Naturkunstwerke, die in 200 Millionen Jahren entstanden sind. Die Höhlen liegen dabei auf über 1.000 m Seehöhe. Ein Ausflug in die Tropfsteinhöhlen lohnt sich auch für alle, denen es im Sommer mal zu heiß wird: Die Temperatur liegt sowohl im Sommer als auch im Winter bei konstant 8 Grad Celsius.

Tscheppaschlucht

16 – Dem Berg so nah: Tscheppaschlucht


Von Klagenfurt aus führt das enge Loibltal (mit teils trauriger Geschichte) Richtung Slowenien. Zu Beginn des Passes in Unterloibl liegt der Einstieg in die Tscheppaschlucht, die ein Wandererlebnis in atemberaubender Natur verspricht. Sie führt vorbei an Wasserfällen und über Hängebrücken – die wagemutigste von ihnen ist die Teufelsbrücke. Der Weg führt über Leitern und Stiegen, daher sind Wanderschuhe empfehlenswert. Kinder und Hunde sollten trittsicher sein. Am Ende der Wanderung wird man von einem Shuttlebus wieder an den Ausgangspunkt zurückgebracht.

Burgbau Friesach | Foto: Burg Friesach Errichtungs-GmbH

17 – Wie im Mittelalter: Burgbau Friesach


Friesach ist die älteste Stadt Kärntens. Das Panorama der mittelalterlichen Stadt ist von drei Burgen geprägt. Um zu erforschen, wie diese Burgen vor Jahrhunderten entstanden sind, wird in Friesach eine neue Burg mit alten Mitteln neu errichtet – ohne Motoren oder Elektrizität und nur mit der Kraft von Menschen und Tieren. Verwendet werden ausschließlich natürliche Baustoffe, die auch damals schon zur Verfügung standen: Holz, Stein, Kalk und Wasser. Alle Mittelalter-Fans finden hier eine faszinierende Baustelle vor, die sich auch besichtigen lässt. Übrigens: Das Projekt wird von Historikern der Universität Klagenfurt begleitet.

Rafting

Für Adrenalin-Junkies: Rafting und Canyoning


Für alle, denen Gewässer nicht wild genug sein können, bieten die Rafting- und Canyoning-Angebote in Kärnten, unter anderem im Mölltal in Flattach oder in Obervellach, mitreißende Erlebnisse. Der Outdoorsport für Hartgesottene wird hier schon seit über 30 Jahren mit entsprechender Erfahrung betrieben.

19 – Selbstgebrautes: Die Kärntner Craftbeer-Brauereien


Vor mittlerweile 15 Jahren starteten Klaus Feistritzer und Alois Planner in Kötschach-Mauthen, am Ende des Gailtales gelegen, in Omas Suppentopf mit dem Bierbrauen. Inzwischen zählt das Loncium-Bier zu einem der meistausgezeichneten Craftbiere Österreichs. Loncium, der altkeltische Name des Ortsteils Mauthen, kommt in verschiedenen Sorten daher: Vom „normalen“ Classic-Bier bis zu den geschmacklich ausgefallenen Varianten ist das Spektrum breit. Wer’s nachmachen will: Die Brauerei bietet auch eigene Brauseminare an. Ähnlich erfolgreich ist auch das Wimitz-Bräu im landschaftlich einzigartigen Wimitzgraben. Auch hier setzt man auf regionalen Anbau.

Burg Glanegg

20 – Kärnten kann auch Wein: Burg Glanegg


Zu Füßen der Burg Glanegg liegt das Weingut von Franz und Alexander Laßnig. Angeboten werden Sauvignon Blanc, Chardonnay, Weißburgunder, Zweigelt, Donauriesling und Blütenmuskateller. Das Gute liegt also häufig näher als vermutet: In der Buschenschenke des Weinguts lässt es sich im Sommer hervorragend schmausen. Angeboten werden selbstproduzierte Produkte wie unter anderem der geschmacklich unnachahmbare Mangalitza-Speck.

Linsendorfersee

21 – Kleinod an der Drau: Linsendorfer See


Stellen wir uns vor, es ist August. Es hat 32 Grad Celsius. In Kärnten brodelt das (unter anderem touristische) Leben. Die Parkplätze vor den Strandbädern sind eher voll. Und du suchst die berühmte „einsame Bucht“, in der du deine Ruhe hast. In Unterkärnten wirst du genau das finden: Der Linsendorfer See, neben der Drau gelegen und durch das fließende Gewässer kühler als die anderen Kärntner Seen, bietet genau das. Eine schöne Liegewiese mit Bäumen, mehr Schwäne als Menschen bevölkern den See, davor ein Bergmassiv, ein kleiner Kiosk verkauft Pommes, Eis und Bier.

Villach

22 – Stadt an der Drau: Villach


Die zweitgrößte Stadt Kärntens ist seit jeher ein Knotenpunkt: Sie liegt dort, wo sowohl Autobahnen als auch Züge Richtung Norden, Süden, Osten und Westen abzweigen. Das Stadtbild selbst ist von der Drau geprägt, die sich durch den Stadtkern schlängelt und an deren Ufern eine Reihe von kleinen, feinen Lokalen zum Niederlassen einladen. Villachs Veranstaltungskalender ist geprägt von zwei Großereignissen: Im Februar versinkt Villach im regen Faschingstrubel; im August ist es die Kirchtagswoche, die zig-tausende Menschen in die Draustadt bringt. Viele der Gäste kommen dabei aus dem nahegelegenen Italien, die das verhältnismäßig günstige Bier reichlich genießen. Villach kann aber auch mehr: Ein internationales Straßenkunstfestival, die kleine, feine neuebuehnevillach mit klugem Theaterprogramm oder das rockige Straight Ahead Festival beleben die Stadt.

Stift St. Paul

23 – Ruhe genießen: Stift St. Paul


Das Stift St. Paul im Lavanttal weist eine mehr als 900-jährige Geschichte auf. Damit gehört es zu den alten Benediktinerklöstern Österreichs. Der Gebäudekomplex besteht aus einer romanischen Kirche im Zentrum, dem zu den wichtigsten privaten Sammlungen Österreichs zählenden Stiftsmuseum und dem Stiftsgymnasium mit über 600 Schülerinnen und Schülern. Besonders imposant ist die Bibliothek des Stifts. So sind rund 70.000 Bücher in der Schaubibliothek untergebracht. Um die 3.000 Handschriften ab dem 5. Jahrhundert und 800 Inkunabeln machen St. Paul nach der Nationalbibliothek zur bedeutendsten Büchersammlung Österreichs. Besucherinnen und Besucher erwarten während der Sommer- und Herbstmonate auch aufwändig kuratierte Ausstellungen.

24 – Grauen der Geschichte aufarbeiten: Peršmanhof


Der Perˇsmanhof liegt in der Nähe von Bad Eisenkappel. Der Hof diente den Partisanen im Zweiten Weltkrieg als Stützpunkt. Rund 150 Partisanen lagerten gegen Ende des Kriegs rund um den Hof und erwarteten das Ende des dunklen Kapitels. Knapp davor, am 25. April 1945, sollte es jedoch noch zu einem fürchterlichen Massaker, verübt durch ein SS-Polizeiregiment, kommen, bei dem elf Zivilisten (darunter sieben Kinder) ermordet wurden. Bis in die Gegenwart erschüttert, dass die Kriegsverbrechen von den nach dem Krieg wirkenden Gerichten nicht geahndet wurden. Heute erinnert ein Museum zu Geschichte und Widerstand der Kärntner Slowenen während des Nationalsozialismus an die Ereignisse.