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Vortrag Prof. Peter Burke: „Early Modern: when, where, why?”

Es freut uns mitteilen zu können, dass es im Rahmen des Initiativschwerpunktes „Judgment“ gelungen ist, den renommierten Kulturhistoriker Prof. Peter Burke zu einem Gastvortrag am 19. Juni 2018, ab 18.00 Uhr im Stiftungssaal der AAU einzuladen.

Begrüßung: Rektor Prof. Oliver Vitouch
Einführung: Prof. Reinhard Stauber
Moderation der Diskussion: Prof. Matthias Karmasin

Peter Burke (*1937) studierte am St. John’s College in Oxford, unterrichtete 16 Jahre an der School of European Studies der Universität Sussex und wechselte 1978 als Professor für Kulturgeschichte an das Emmanuel College der Universität Cambridge. Peter Burke ist einer der international bedeutendsten Kultur- und Medienhistoriker. Seine Bücher wurden in über 30 Sprachen übersetzt.

Seine letzte Publikation A Social History of Knowledge Volume II: From the Encyclopédie to Wikipedia geht der Frage nach, auf welche Art und Weise die Menschheit ihr Wissen organisiert. Aktuell arbeitet er an einer Kulturgeschichte der Universalgelehrten.

Wichtige Publikationen: Culture and Society in Renaissance Italy (1972), Popular Culture in Early Modern Europe (1978), The Fabrication of Louis XIV (1992), A Social History of Knowledge I: From Gutenberg to Diderot (2000), What Is Cultural History? (2004), A Social History of Knowledge II: From the Encyclopédie to Wikipedia (2011), What Is the History of Knowledge? (2016)

 

 

 

Gastvortrag von Fritz Trümpi (Wien)

In seinem Gastvortrag „Zum Musikbetrieb der späten Habsburgermonarchie – Der ‚Österreichisch-Ungarische Musikerverband‘ zwischen Nationalismus und Internationalität“, den Ass.-Prof. Dr. Fritz Trümpi vom Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien (MDW) am 17. April 2018 an der AAU gehalten hat, beschäftigte sich der Experte mit der Politisierung von Musik in Zentral- und Ostmitteleuropa, den organisatorischen Strukturen des ‚Österreichisch-Ungarischen Musikerverbandes‘ sowie deren Bedeutung für Fragen des Internationalismus wie auch Nationalismus in den Gebieten der späten Donaumonarchie bzw. deren Nachfolgestaaten. Im Fokus seiner Betrachtungen standen dabei Problemfelder wie die nationale Zusammensetzung von Orchestern und Teilorganisationen des ‚Musikerverbandes‘, die Bedeutung der ‚Österreichisch-Ungarischen Musiker-Zeitung‘ (etwa durch die Monopolisierung von Stellenausschreibungen und damit einhergehende Einflüsse auf die Mobilität), politisch-ideologische Konflikte zwischen den beiden Reichshälften der Monarchie oder Überlegungen zu den Anfängen der ab 1918 entstehenden Nationalopern wie jener in Cluj, die in ihrem Repertoire wie auch den Orchesterbesetzungen noch deutliche Spuren habsburgischer Internationalität aufwiesen.

Dr. Fritz Trümpi, geboren 1974 in Glarus (Schweiz) und Autor der mittlerweile als Standardwerk geltenden Monographie „Politisierte Orchester. Die Wiener Philharmoniker und das Berliner Philharmonische Orchester im Nationalsozialismus“ (2011), widmet sich derzeit im Rahmen seines Habilitationsprojekts an der MDW der Geschichte von Musikverbänden insbesondere in der cisleithanischen Reichshälfte der Habsburgermonarchie.