Lehrveranstaltungshighlights der Visuellen Kultur im Wintersemester 2025/2026
Auch im Wintersemester 2025/2026 lädt die Abteilung „Visuelle Kultur“ am Institut für Kulturanalyse wieder zu einer Vielzahl spannender Lehrveranstaltungen ein. Nicht nur Studierende des Masterstudiums Visuelle Kultur dürfen sich auf praxisnahe Seminare und inspirierende Formate freuen. Ein erster Einblick:
Generative KI und die Transformation der fotografischen Künste (170.005)
In ihrer Lehrveranstaltung widmet sich Anna Schober-de Graaf den tiefgreifenden Veränderungen, die durch den Einsatz künstlicher Intelligenz in der Fotografie und der visuellen Kultur entstehen. Im Mittelpunkt stehen in den kommenden Wochen die Funktionsweisen bildgenerierender Machine-Learning-Modelle. Ein besonderer Fokus liegt auf der Rolle von Mustern in der Bildproduktion und ihrer Verknüpfung mit historischen ästhetischen Traditionen. Darüber hinaus wird die Zirkulation KI-generierter Bilder und deren Einfluss auf gängige Vorstellungen von Wahrheit kritisch beleuchtet.
Mehr Informationen dazu gibt es auf der LV-Karte oder auf Instagram.
Anna Schober-de Graaf ist Professorin für Visuelle Kultur an der Universität Klagenfurt. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Bildende Kunst und populäre Bildmedien der Moderne und der Gegenwart, Politische Ikonografie, Transnationalität und kulturelle Differenz.
Globale Biografien im Film: Lebenswege und Weltbilder (170.010)
Die Lehrveranstaltung von Martina Tritthart im kommenden Wintersemester setzt sich mit dem Biopic als vielschichtiges Medium auseinander – an der Schnittstelle von Dokumentation und Fiktion. Studierende sollen dabei narrative und ästhetische Strategien biografischer Inszenierung im globalen Kino analysieren und ein kritisches Verständnis für gesellschaftliche Deutungsmuster, politische Identitätsbildung und kulturelle Repräsentation im Film entwickeln.
Anhand internationaler Filmbiografien – von Oppenheimer bis Sonita – werden Fragen nach Authentizität, Perspektive und Inszenierung aufgeworfen: Welche Geschichten werden erzählt, welche bleiben unsichtbar? Wie beeinflussen Gender, Herkunft und soziale Kontexte die filmische Darstellung individueller Biografien?
Neben der Analyse filmsprachlicher Mittel lernen die Teilnehmer:innen, zwischen Filmkritik und Rezension zu unterscheiden und fundierte Texte in beiden Formaten zu verfassen. Theoretische Zugänge aus Film-, Kultur- und Genderforschung werden forschungsorientiert und multiperspektivisch auf konkrete Beispiele angewendet – reflexiv und praxisnah.
Mehr Informationen dazu gibt es auf der LV-Karte oder auf Instagram.
Martina Tritthart ist Post Doc-Assistentin in der Abteilung Visuelle Kultur. Sie forscht zu Medienkunst im öffentlichen Raum und im Bereich Animation Film-Studies.
„Doing Emoji“ und „ACT UP“ – die gesellschaftliche Dimension der Visualisierung von Emotionen in der Kunst und Populärkultur (170.018)
Im Wintersemester bietet Florian Gucher die Lehrveranstaltung „‚Doing Emoji‘ und ‚ACT UP‘ – Zur gesellschaftlichen Dimension der Visualisierung von Emotionen in Kunst und Populärkultur“ an.
Der Kurs nimmt die gesellschaftliche Dimension von Emotionen und deren Visualisierung in Kunst und Populärkultur in den Blick – von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart. Im Zentrum steht die Frage: Sind Emotionen wirklich naturhafte, ahistorische Konstanten? Oder vielmehr kulturell und historisch geformte Konstruktionen? Von Dürers „Melancholie“ bis zu Emojis auf dem Smartphone, vom barocken Pathos bis zum AIDS-Aktivismus werden Affekte im Wandel der Zeit untersucht. Der Begriff „Doing Emoji“ steht dabei exemplarisch für die These, dass Emotionen nicht einfach visualisiert, sondern hergestellt werden – als kulturelle Praktiken, politische Gesten oder kollektive Stimmungen. In diesem Sinne geht es nicht nur um das Sehen von Emotionen, sondern um ihre visuelle Inszenierung, ihre Rhetorik, ihre Wirkmacht.
Mehr Informationen dazu gibt es auf der LV-Karte oder auf Instagram.
Florian Gucher ist als Universitätsassistent in der Abteilung für Visuelle Kultur an der Universität Klagenfurt beschäftigt.
Die Anmeldung zu den Lehrveranstaltungen ist bis 15. Oktober 2025 möglich!












