Ausgabe Mai 2021

Beiträge

Heute schon an morgen denken


Wenn Patient*innen sich nicht mehr zu notwendigen Behandlungsmethoden äußern können, kommen im besten Fall Patientenverfügungen zum Einsatz. Da nur 0,6 Prozent der Patient*innen eine Patientenverfügung besitzen, untersucht ein Forschungsprojekt der Abteilung für Marketing und Internationales Management in Kooperation mit dem Klinikum Klagenfurt die Gründe dafür und möchte zugleich Bewusstsein für dieses Thema schaffen.    Weiterlesen

Die eigene Gesundheit immer im Blick

Das Projekt AYUDO, gefördert durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), möchte älteren oder chronisch kranken Menschen mittels technischer Tools helfen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern. Eine im Projekt entwickelte App mit eingebautem Sprachassistenten in Kombination mit einem Tablet und einem Aktivitätsarmband ermöglichen es, verschiedene Gesundheitsdaten einfach und teilweise automatisch zu dokumentieren. Projektleiterin Claudia Steinberger vom Institut für Artificial Intelligence und Cybersecurity erklärt im Kurzinterview, wie AYUDO Menschen unterstützen kann.

Welche Gesundheitsdaten können in der von Ihnen entwickelten Software integriert werden?

AYUDO kann ganz unterschiedliche Daten verwalten, diese können nach Bedarf konfiguriert werden. Es können Vitalparameter wie Blutzucker, Blutdruck, Puls, Gewicht, Körpertemperatur, Schlafqualität, das Bewegungsverhalten, aber auch Informationen wie die Flüssigkeitszufuhr oder das Ernährungsverhalten eingegeben werden. Zusätzlich kann AYUDO auch subjektive Vitalparameter zum eigenen Wohlbefinden erfassen. Beim Medikamentenmanagement kann AYUDO die Nutzer*innen ebenfalls unterstützen.

Wie kann AYUDO das Leben von älteren oder chronisch kranken Menschen verbessern?

AYUDO ist eine Anwendung zur Integration und möglichst barrierefreien Nutzung der eigenen Gesundheitsdaten, die ältere Menschen bei ihrem persönlichen Gesundheitsmanagement unterstützen soll. Nutzer*innen dokumentieren mit Hilfe der Tablet-Applikation „AYUDO VOICE“, einem intelligenten Sprachassistenten, bestimmte Gesundheitsdaten und können deren zeitliche Entwicklung beobachten. Die eigenen Medikationsdaten aus ELGA sowie Daten aus dem Smart Home sind darüber hinaus automatisch integrierbar. Durch die intuitive Interaktion kann AYUDO VOICE die Nutzer*innen motivieren, ihr eigenes Gesundheitsmanagement aktiv zu betreiben.

In Österreich ist die elektronische Gesundheitsakte ELGA seit einigen Jahren im Einsatz. Ergänzt Ihre Software die Services von ELGA?

AYUDO macht einen Teil der ELGA-Daten für die Patient*innen nutzbar. Wir wollten im Projekt evaluieren, ob so ein direkter Nutzen der eigenen ELGA-Daten für Patient*innen möglich und sinnvoll ist. Momentan nutzen ausschließlich Ärzt*innen ELGA-Daten in Applikationen.

Ist Ihre App bereits im (Test-)Einsatz? Welche nächsten Schritte sind geplant?

Ein erster Prototyp liegt bereits vor. Im Mai 2021 wird es eine Expert*innen-Evaluierung geben, um die Benutzerschnittstelle von AYUDO VOICE auszuwerten. Im September 2021 ist ein Testlauf mit zehn Patient*innen des Klinikum Klagenfurt geplant. In weiterer Folge wird dann die Einbindung von Smart-Home-Anwendungen getestet.

für ad astra: Katharina Tischler-Banfield

Wenn Roboter Chirurg*innen unterstützen

Robotersysteme sind heute nur Assistenten zum Halten und Zielen von Operationswerkzeugen. Ein Forschungsteam rund um Jan Steinbrener und Stephan Weiss an der Universität Klagenfurt möchte nun an neuen technologischen Möglichkeiten arbeiten, die die Chirurg*in bei ihrer Arbeit unterstützen sollen.

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