Lange Nacht der Forschung – 24. April 2026 ab 17:00 Uhr

Am Freitag, 24. April 2026 findet von 17:00 – 23:00 Uhr wieder die Lange Nacht der Forschung mit vielen interessanten Stationen für Groß und Klein am Campus der Universität Klagenfurt und des Lakeside Park statt.

Das Institut für Geographie und Regionalforschung ist auch dieses Jahr vertreten und präsentiert am Stand U34 (Nordtrakt) mit eigens entwickelten Computermodellen den Zusammenhang zwischen regionalen Unternehmensnetzwerken und der Entwicklung von Regionen. Besucher sind herzlich dazu eingeladen, selbst zu erforschen, welche Faktoren sich wie auf die wirtschaftliche Entwicklung einer Region auswirken.

https://langenachtderforschung.at/station/7469

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Viele Universitäten richten ihre Third Mission zunehmend auf Nachhaltigkeit aus. Doch was, wenn ein transformativer Impact weniger davon abhängt, was Universitäten tun, als vielmehr davon, wie sie es tun?

Ein Artikel von Max-Peter Menzel, zusammen mit Gesa Pflitsch (BOKU) in Research Policy veröffentlicht, argumentiert, dass die Bewältigung sogenannter „wicked problems“, also komplexer Probleme, die durch widersprüchliche Wertesysteme geprägt sind, eine grundlegende Veränderung der Wissensprozesse der Third Mission (TM) erfordert: Weg von Äquivalenz (Effizienz und Fokussierung auf reine Problemlösung) hin zu Dissonanz (dem bewussten Einbeziehen unterschiedlicher Werte). Anders gesagt: Das „Wie“ besteht darin, Dissonanz nicht als Hindernis zu betrachten, das möglichst früh beseitigt werden muss. Dissonanz ist vielmehr ein generativer Treiber von Transformation, wenn sie organisiert und produktiv genutzt wird.

Das Papier visualisiert dies als einen zyklischen Prozess: Dissonanz ermöglicht wirkungsvolle Problemlösungen, wodurch wieder neue Dissonanz als Basis für weitere kreative Ideen erzeugt wird. Der visualisierte Prozess beschreibt auch Pfade, die nicht zu einer produktiven Nutzung von Dissonanz führen.

 

 

Was bedeutet das für die Praxis?

  • Die Schaffung eines „Intermediate Space“ zwischen Universität und Gesellschaft, welcher durch überlappende Bewertungsprinzipien geprägt ist und fortlaufende Neu-Interpretationen, Ko-Kreationen und weiteres Experimentieren ermöglicht.
  • Investition von Zeit und Ressourcen, um „deep dialogue“ zu ermöglichen. Dies ist die Grundlage, um aus unterschiedlichen Wertsystemen die Basis für die Schaffung von Neuheit zu bilden.
  • Die Einbettung einer transformativen Third Mission in unterstützende „Policy-Mixes“, da Transformation keine rein universitäre, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe ist.

Wenn Universitäten transformativ wirken wollen, wird die „Organisation von Dissonanz“ zu einer Kernaufgabe der transformativen Third Mission.

Der vollständige Artikel „Rethinking the Third Mission: Organizing Dissonance in transformative universities” ist zugänglich unter: https://doi.org/10.1016/j.respol.2025.105394

Forschendes Lernen als Brücke zwischen Schule und Universität

Am 12.01.2026 besuchten 32 Schüler:innen der MS Weitensfeld das Institut für Geographie und Regionalforschung, um gemeinsam mit Studierenden des Bachelorstudiums „Geographie und wirtschaftliche Bildung“ (GWB) forschend zu lernen.

In sechs forschungsorientierten Lernstationen, die die Studierenden ein Semester lang vorbereitet hatten, erprobten die Schüler:innen moderne technische Geräte und Modelle zu geographischen und sozioökonomischen Fragestellungen und gewannen dabei vielseitige Erkenntnisse. Ziel war es, ein Verständnis für Wissenschaft und wissenschaftliche Erkenntnisgewinnung zu entwickeln sowie Probleme mit Lebensweltbezug mithilfe selbst erhobener Daten zu beleuchten. Wir blicken auf einen erfolgreichen und spannenden Vormittag zurück und freuen uns auf weitere Durchgänge dieser Art.

Organisation: Horst Kanzian mit Lehramtsstudierenden im Unterrichtsfach GWB.

 

 

Anerkennungspreis für den ÖH-Unigarten beim ‚European Award for Ecological Gardening 2023‘

Mit dem European Award for Ecological Gardening 2023 werden herausragende, realisierte, qualitativ hochwertige Projekte und Leistungen in drei Kategorien prämiert, die das ökologische Gärtnern zur Grundlage haben. Gesucht wurden innovative wie nachhaltige Projekte mit Vorbildcharakter, die naturnah gestaltet sind, ökologisch gepflegt werden, und auch soziale und wirtschaftliche Aspekte einbinden können.

Die Einreichung des Projektes ÖH-Unigarten der Universität Klagenfurt fand im Rahmen der Lehrveranstaltung ‚Regenerative Umweltsysteme zum Klimaschutz‘ gemeinsam mit den Studierenden für die Kategorie „Lernen im Garten – Naturerlebnisgärten, Schulen und Bildungseinrichtungen“ statt. Die europaweite Auszeichnung erfolgte durch eine internationale Fachjury.

Frau Mag. Vanessa Rainer und Herr Dr. Mario Molina-Kescher nahmen im Zuge der Preisverleihung am 13. Oktober 2023 in Innsbruck die Auszeichnung entgegen.