Gastvortrag: THINKING IN CIRCLES:KOJÈVE READING HEGEL WITH HERACLITUS von Isabel Jacobs, 28. April 2026, 18.30 Uhr, N.1.71

Einladung zum Gastvortrag von
Isabel Jacobs (PhD, Queen Mary University of London):

THINKING IN CIRCLES: KOJÈVE READING HEGEL WITH HERACLITUS

am 28. April 2026, 18:30 Uhr, N.1.71

 

The guest lecture by Isabel Jacobs is dedicated to one of the most infamous readers of Hegel in the twentieth century, the Russian-French philosopher Alexandre Kojève, and is organised by the Department of Philosophy.

Rather than a bad reading of Hegel, Jacobs follows Kojève in reintroducing his philosophy as an update (mise à jour) of Hegel for his own time, a project that he thought was impossible to finish. Jacobs explains what this update of Hegel looked like – Kojève called it his “system of knowledge“ – by looking beyond the famous Hegel lectures and towards his “minor“ texts, including a monumental 3-volume introduction to pagan philosophy, his study of Kant and his early books on physics. Throughout his writings, as well as his diagrams and photographs some of which Jacobs will show, Kojève claimed he merely tried to repeat the entire Hegelian system but only one time – a closed circle drawn in a single stroke of the hand.

Throughout his life, Kojève was obsessed with the symbol of the circle, jotting down dozens of diagrams of circles which he attributed to different philosophers (“Kant“, for example, was a dotted circle, “Heraclitus“ a spiral; “Hegel“ a perfectly closed ircumference – but only thanks to the last pencil stroke by “Kojève“). In his Introduction to the Reading of Hegel, Kojève claimed that Hegel‘s system was both circular and only
virtually closed, a tension that reappears in his late work on Heraclitus.

There, Kojève contrasts post-Hegelian silence with the “infinite gossip“ of Heraclitus, gesturing toward an open temporality that unsettles totality and, ultimately, his famous concept of the end of history (which was conceptualised less as an end of events than a figure of circularity and the exhaustion of philosophical possibilities).

Isabel Jacobs (PhD, Queen Mary University of London) is a philosopher and writer  based in London and Prague. She is a Research Scholar at the Northwestern University Research Initiative in Russian Philosophy, Literature, and Religious Thought, and a Fellow at the Institute of Philosophy, Czech Academy of Sciences.
She has published on Soviet and continental philosophy and film and is currently writing
a book on Alexandre Kojève‘s aesthetics, working with his unfinished manuscripts,
diagrams and photographs. Her co-edited volume Authority, History, and Political Theology (with archival material on Kojève and the Jesuits) is coming out with Bloomsbury this summer.

 

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2026_Gastvortrag-Jacobs_A5 Flyer beidseitig

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

 

Konferenz: International Simone de Beauvoir Society 2026: „Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience“

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Einladung zur Teilnahme an der Konferenz der International Simone de Beauvoir Society 2026: „Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience“

 

Liebe Freund:innen, liebe Kolleg:innen,

hiermit möchten wir Sie herzlich zur Teilnahme an der kommenden Konferenz der International Simone de Beauvoir Society mit dem Titel „Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience“ einladen. Die Konferenz findet von Donnerstag, 28. Mai, bis Freitag, 29. Mai 2026 an der Universität Klagenfurt / Celovec, Raum O.0.01 (OGebäude) statt.

 

Vor dem Hintergrund anhaltender und erneut verschärfter Einschränkungen reproduktiver Rechte und im Dialog mit feministischen und queeren Debatten untersucht die Konferenz Beauvoirs Philosophie als eine zentrale kritische Ressource zur Analyse reproduktiver Erfahrungen, von Unterdrückung, Arbeit und Technologien sowie zur Neubestimmung von Reproduktion und nicht‑reproduktiver Verwandtschaft als Teil emanzipatorischer Zukunftsentwürfe.

 

Keynotes:
Prof. Stella Sandford (Manchester Metropolitan University)
Prof. Sylvie Chaperon (Université Toulouse‑Jean‑Jaurès)

 

Bestätigte Vortragende: Alexander Antonopoulos, Martina Barnaba, Claudia Bouliane, Chris Brudett, Thomas Chesworth, Sara Cohen Shabot, Katja Čičigoj, Gwendolyn Dolske, Kaoutar Elouahab, Shayna Federico, Andrea Elena Gabara, Priyanka Gairola, Deniz Hric, Anthony Isong, Amine Martah, Anne-Sophie Meincke, Tove Petersen, Susan Pickard, Erika Rounakoski, Pia Schneider, Dianna Taylor, Tong Wei, Wangchen Zhou

 

Um an der Konferenz teilzunehmen, bitten wir Sie, sich über folgendes Formular zu registrieren: https://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7

 

Wir nehmen außerdem Beiträge für die BookFairSession entgegen, die während der Konferenz stattfinden wird. Wenn Sie in den vergangenen fünf Jahren eine Monografie zu Beauvoir und/oder Reproduktion und/oder feministischer Philosophie, Theorie oder Geschichte veröffentlicht haben und diese im Rahmen der Konferenz ausstellen und kurz präsentieren möchten, senden Sie uns bitte bis Dienstag, 28. April, eine 200WörterBeschreibung der Monografie inklusive aller bibliografischen Angaben (Autor:in(nen), Titel, Erscheinungsjahr, Verlag usw.).

 

Wenn Sie Ihr Buch auf der Book Fair präsentieren möchten und/oder am Conference Dinner am Donnerstag, 28. Mai teilnehmen wollen, ist ebenfalls eine Registrierung über den oben genannten Link bis Dienstag, 28. April erforderlich: https://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7

 

Wenn Sie nicht am Conference Dinner teilnehmen und/oder kein Buch präsentieren möchten, sondern die Konferenz als Zuhörer:in besuchen wollen, können Sie sich jederzeit bis einschließlich 28. Mai registrieren: https://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7

 

Bei Fragen zur Konferenz wenden Sie sich gerne an: beauvoirconference2026 [at] gmail [dot] com

 

Wir freuen uns sehr darauf, Sie im Mai auf der Konferenz begrüßen zu dürfen!

 

Mit herzlichen Grüßen,

Katja Čičigoj

im Namen des Organisationsteams der Konferenz

 

Tagungsorganisation: Maja Agic, Anna Ceschi, Katja Čičigoj, Selina Dieterle, Angela Fabris, Kirstin Mertlitsch, Katarina Nebelin, Katrin Pfeifhofer, Alexandra Preitschopf, Ashley Scheu, Cornelia Stefan, Petra Stroj

Vortrag: „Ethik zwischen schlechtem Gewissen und wahrem Leben“

Einladung zum Vortrag

Ethik zwischen schlechtem Gewissen und wahrem Leben

 von Dr. Gerhard Weinberger (ehemaliger österr. Botschafter in Tunesien)

am 12. November 2025, um 18:30 Uhr, im N.1.71

 

Gerade in Zeiten wie der gegenwärtigen, in denen die Krisenhaftigkeit beständig thematisiert wird, liegt es nahe, von der Philosophie eine kritische Einordnung des Beunruhigt-Seins zu erhoffen.

Gerhard Weinberger unternimmt in seinem Essay einen derartigen Versuch, der Besorgnis, ausgehend von ihren Grundlagen, nicht nur ihren (durchaus konstruktiven) Platz unter den Gemütslagen zuzuweisen, sondern rekonstruiert diese im Sinne einer Triebkraft des Menschen, die es ihm ermöglicht, sein Leben als eine Folge ethischer Fragestellungen und so auch als aktiv zu gestaltendes ethisches Projekt zu verstehen.

Als Gewährsmänner und Dialogpartner dienen ihm hierbei Emmanuel Levinas und Francois Jullien, deren beiden Philosophien einen solchen fundamentalen Vorrang der Ethik behaupten. Dieser findet sich bei Levinas im Anruf der anderen Menschen in seiner Zerbrechlichkeit an mein (schlechtes) Gewissen, das mich aus unvordenklichen Zeiten zur Verantwortung ruft. Bei Jullien im Gefangensein des Menschen in Gesellschaft und Sprache, gegen die das Ich sich zur Wehr setzen will und kann. Immer ist Beunruhigung die Voraussetzung für ethisches Handeln, welches sich jedoch, sowohl in der persönlichen Begegnung als vor allem im gesellschaftlichen Dasein, als sehr unterschiedlich herausstellt, insbesondere hinsichtlich der Verantwortung des Einzelnen für den anderen Menschen, die beiden Pole, zwischen denen sich Ethik zu bewegen hat.

 

Gerhard Weinberger hat Sprachen in Graz und Wien und Philosophie in Wien und Paris studiert. Er verfasste eine Dissertation über Levinas und Merleau-Ponty an der Universität Paris-Nanterre und war viele Jahre im diplomatischen Dienst tätig, u.a. in Peking, Bangkok und Paris, zuletzt als österreichischer Botschafter in Dakar und Tunis.

Publikationen: „Mit dem Koran ist kein Staat zu machen“ (Morawa, 2018)

Zuletzt die von ihm übersetzte und kommentierte Edition von Emmanuel Levinas‘ „Ethik als erste Philosophie“ sowie sein Essai „Beunruhigungen – Ethik zwischen schlechtem Gewissen und wahrem Leben“ (beide Sonderzahl, 2022 bzw. 2024)

International Simone de Beauvoir Society Conference: „Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience“

Sehr geehrte Damen und Herren!
Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Das Institut für Philosophie möchte Sie zu folgender Konferenz einladen:

 

International Simone de Beauvoir Society Conference

Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience

Institute of Philosophy, University of Klagenfurt/Celovec (Austria)

28-29 May 2026

 

Keynotes:

Prof. Stella Sandford (Manchester Metropolitan University)

Prof. Sylvie Chaperon (University of Toulouse-Jean-Jaurès)

 

Convened by: Katja Čičigoj

Organising Committee: Anna Ceschi, Katja Čičigoj, Selina Dieterle, Angela Fabris, Kirstin Mertlitsch, Nicole Miglio, Katarina Nebelin, Alexandra Preitschopf, Ashley Scheu, Cornelia Stefan

 

The deadline for submissions is 22nd September 2025.

 

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