Gastvortrag Dr. Sarah von Hagen: Maritime Gewalten. Die Schlacht in den atlantischen Seekriegen, 1665–1783

Gastvortrag am 11. Juni 2026 | 18:15 Uhr | HS 10

 

Dr. Sarah von Hagen: Maritime Gewalten. Die Schlacht in den atlantischen Seekriegen, 1665–1783

Was geschah wirklich, wenn sich zwei Flotten auf hoher See gegenüberstanden? Dieser Vortrag nimmt Seeschlachten nicht als taktische Abstraktionen, sondern als Orte körperlicher Gewalt in den Blick. Auf der Grundlage von Selbstzeugnissen, Gerichtsakten und visuellen Darstellungen werden die zentralen Gewaltpraktiken des atlantischen Seekriegs zwischen 1665 und 1783 – Verbrennen, Entern, Jagen, Beschießen – analysiert und in eine „Grammatik maritimer Gewalt“ übersetzt. Dabei zeigt sich ein tiefgreifender Wandel: Während Seeschlachten im späten 17. Jahrhundert auf spektakuläre Zerstörung einzelner Schiffe setzten, dominierten im 18. Jahrhundert Formen der Erschöpfung durch koordinierte Flottengewalt. An der Schnittstelle von Militär-, Gewalt- und Kulturgeschichte erschließt der Vortrag einen in der deutschsprachigen Forschung bislang kaum erkundeten Bereich frühneuzeitlicher Kriegsführung.

Referentin:
Sarah von Hagen studierte Geschichte, deutsche Philologie sowie History of War in Göttingen und Oxford. 2025 wurde sie mit einer Studie zu maritimen Gewaltpraktiken im 17. und 18. Jahrhundert promoviert. Die Arbeit wurde 2025 mit dem 1. Platz des Förderpreises für Militär- und Militärtechnikgeschichte der Bundeswehr sowie dem Aufsatzpreis „Tradier et Diffuser“ des Deutschen Historischen Instituts Paris ausgezeichnet. Sie ist aktuell wissenschaftliche Mitarbeiterin (PostDoc) an der Universität Göttingen und forscht zu Akteuren und Praktiken am Reichshofrat.

Plakat__Vortrag_Sarah von Hagen_11062026

Neues zur Burg im Mittelalter – 6. Mittelaltergespräche 2026

Freitag, 19. Juni 2026, 9:00 bis 16:30 Uhr, HS 10 (Mensagebäude)

Online: https://classroom.aau.at/b/mul-vdo-0lc-0lk

Weniges wird so stark mit dem Mittelalter verbunden, wie Burgen. Gerade im 19. Jahrhundert erlebte dieser Gebäudetyp eine Renaissance. Zahlreiche Burgen wurden überformt, rekonstruiert oder sogar neu errichtet, was Auswirkungen auf die Vorstellungen von Burgen bis heute hat. Im 19. Jahrhundert beschäftigten sich vor allem Privatleute intensiv mit Wehrbauten, an den Universitäten wurde hingegen nicht an ihnen geforscht. Auf diese frühe Burgenforschung gehen zahlreiche Mythen und Falschannahmen zurück, die sich bis heute sehr hartnäckig halten. Erst zaghaft begann sich die Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten mit dem Phänomen Burg auseinanderzusetzen. Verschiedene Fächer entdeckten den Festungsbau neu. Als gemeinsamer Ansatz konnte sich die Bauforschung etablieren. Sie will interdisziplinär bauliche Zustände und Zusammenhänge erforschen. Vor allem der Bauprozess wird betrachtet, so können die bei Burgen spezifischen Erweiterungen und Umbauten perfekt integriert werden. In weiterer Folge konnte die Burg als Symbol neu bewertet werden. Schließlich ist sie Residenz, Verwaltungsmittelpunkt und Zentrum eines landwirtschaftlichen Betriebes. Burgen haben einen repräsentativen Mehrzweckcharakter, der durch fortifikatorische Elemente unterstützt wird.

Details zum Programm:  6. MAG 2026 Folder

Konferenz: International Simone de Beauvoir Society mit dem Titel „Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience“, 28.-29. Mai, Stiftungssaal (O.0.01)

Hiermit möchten wir Sie herzlich zur Teilnahme an der kommenden Konferenz der

International Simone de Beauvoir Society mit dem Titel „Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience“ einladen.

Die Konferenz findet von Donnerstag, 28. Mai, bis Freitag, 29. Mai 2026 an der Universität Klagenfurt / Celovec, Raum O.0.01 (O‑Gebäude) statt.

Beauvoir Conference 2026_FINAL POSTER BIL_

 

Vor dem Hintergrund anhaltender und erneut verschärfter Einschränkungen reproduktiver Rechte und im Dialog mit feministischen und queeren Debatten untersucht die Konferenz Beauvoirs Philosophie als eine zentrale kritische Ressource zur Analyse reproduktiver Erfahrungen, von Unterdrückung, Arbeit und Technologien sowie zur Neubestimmung von Reproduktion und nicht‑reproduktiver Verwandtschaft als Teil emanzipatorischer Zukunftsentwürfe.

Keynotes:

Prof. Stella Sandford (Manchester Metropolitan University)
Prof. Sylvie Chaperon (Université Toulouse‑Jean‑Jaurès)

Bestätigte Vortragende: Alexander Antonopoulos, Martina Barnaba, Claudia Bouliane, Chris Brudett, Thomas Chesworth, Sara Cohen Shabot, Katja Čičigoj, Gwendolyn Dolske, Kaoutar Elouahab, Shayna Federico, Andrea Elena Gabara, Priyanka Gairola, Deniz Hric, Anthony Isong, Amine Martah, Anne-Sophie Meincke, Tove Petersen, Susan Pickard, Erika Rounakoski, Pia Schneider, Dianna Taylor, Tong Wei, Wangchen Zhou

Um an der Konferenz teilzunehmen, bitten wir Sie, sich über folgendes Formular zu registrieren: https://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7

Wir nehmen außerdem Beiträge für die Book‑Fair‑Session entgegen, die während der Konferenz stattfinden wird. Wenn Sie in den vergangenen fünf Jahren eine Monografie zu Beauvoir und/oder Reproduktion und/oder feministischer Philosophie, Theorie oder Geschichte veröffentlicht haben und diese im Rahmen der Konferenz ausstellen und kurz präsentieren möchten, senden Sie uns bitte bis Dienstag, 28. April, eine 200‑Wörter‑Beschreibung der Monografie inklusive aller bibliografischen Angaben (Autor:in(nen), Titel, Erscheinungsjahr, Verlag usw.).

Wenn Sie Ihr Buch auf der Book Fair präsentieren möchten und/oder am Conference Dinner am Donnerstag, 28. Mai teilnehmen wollen, ist ebenfalls eine Registrierung über den oben genannten Link bis Dienstag, 28. April erforderlich: https://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7

Wenn Sie nicht am Conference Dinner teilnehmen und/oder kein Buch präsentieren möchten, sondern die Konferenz als Zuhörer:in besuchen wollen, können Sie sich jederzeit bis einschließlich 28. Mai registrierenhttps://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7

Bei Fragen zur Konferenz wenden Sie sich gerne an: beauvoirconference2026 [at] gmail [dot] com

 

SdBSC2026_Programme_12.5._FR_za print (ležeče)_4 str

SdBSC2026 Programme_12.5._ENG_for print (ležeče)_4str

 

Wir freuen uns sehr darauf, Sie im Mai auf der Konferenz begrüßen zu dürfen!

Mit herzlichen Grüßen,

Katja Čičigoj

im Namen des Organisationsteams der Konferenz

 

Tagungsorganisation: Maja Agic, Anna Ceschi, Katja Čičigoj, Selina Dieterle, Angela Fabris, Kirstin Mertlitsch, Katarina Nebelin, Katrin Pfeifhofer, Alexandra Preitschopf, Ashley Scheu, Cornelia Stefan, Petra Stroj

 

*****

 

Dear friends and colleagues,

this is to cordially invite you to attend the upcoming International Simone de Beauvoir Society Conference „Beauvoir and Reproduction: Politics, Labour, Biology, Lived Experience“, which will take place Thu 28th May – Fri 29th May at the University of Klagenfurt / Celovec in O.0.01 (O Building).

 

Amid persistent and renewed restrictions on reproductive rights and in dialogue with feminist and queer debates, the conference examines Beauvoir’s philosophy as a critical resource for analysing reproductive experiences, oppression, labour, and technologies, and for reimagining both reproduction and non-reproductive kinship as part of emancipatory futures.

 

Keynotes:
Prof. Stella Sandford (Manchester Metropolitan University)
Prof. Sylvie Chaperon (University of Toulouse-Jean-Jaurès)

 

Confirmed speakers: Alexander Antonopoulos, Martina Barnaba, Claudia Bouliane, Chris Brudett, Thomas Chesworth, Sara Cohen Shabot, Katja Čičigoj, Gwendolyn Dolske, Kaoutar Elouahab, Shayna Federico, Andrea Elena Gabara, Priyanka Gairola, Deniz Hric, Anthony Isong, Amine Martah, Anne-Sophie Meincke, Tove Petersen, Susan Pickard, Erika Rounakoski, Pia Schneider, Dianna Taylor, Tong Wei, Wangchen Zhou

To attend the event, you need to register using the following form: https://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7 

We are also accepting proposals for the Book Fair Session that will take place during the conference. If you have authored a monograph on Beauvoir and/or reproduction and/or feminist philosophy/theory/history in the past 5 years and would like to display it and briefly present it at the conference, send us a 200 word description of the monograph with all bibliographical information (author(s), title, year of publication, publisher, etc.) by Tuesday, 28th April.

If you want to present your book at the book fair and/or if you want to join the Conference Dinner on Thu, 28th May, you need to register at the link provided by Tuesday, 28th April: https://forms.gle/MWjKe47JknYAvhZg7 

If you do not plan to attend the Conference dinner and/or do not aim to present at the book fair session but would like to attend the conference as audience, you are very welcome to register anytime by 28th May.

If you have any questions related to the conference, feel free to write to: beauvoirconference2026 [at] gmail [dot] com  

We very much look forward to seeing you at the conference in May!

All best wishes,

Katja Čičigoj

on behalf of the conference organising Committee

 

Organising Committee: Maja Agic, Anna Ceschi, Katja Čičigoj, Selina Dieterle, Angela Fabris, Kirstin Mertlitsch, Katarina Nebelin, Katrin Pfeifhofer, Alexandra Preitschopf, Ashley Scheu, Cornelia Stefan, Petra Stroj

Antrittsvorlesung von Thomas Wozniak am Institut für Geschichte

Das Institut für Geschichte lädt gemeinsam mit dem Rektorat und dem Dekan der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften herzlich zur öffentlichen Antrittsvorlesung von Univ.-Prof. Dr. Thomas Wozniak, M.A. ein:

 

21. Mai 2026 um 17:00 Uhr c.t. im Hörsaal 3 (Zentraltrakt der AAU)

Vortragstitel: Die Ottonen. „Eine schrecklich nette Familie?“

 

Im Anschluss gibt es ein kleines Buffet. Um Anmeldung unter geschichte [at] aau [dot] at wird gebeten.

 


Zur Person

THOMAS WOZNIAK geboren 1973, ist seit September 2025 Universitätsprofessor für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften am Institut für Geschichte der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften. Thomas Wozniak studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Historische Hilfswissenschaften und Geographie an der Universität zu Köln. Nach seiner Promotion zu einem Thema der Stadtgeschichte im Jahr 2009 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. In der Zeit von 2015 bis 2020 war Wozniak als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Eberhard Karls Universität Tübingen tätig, wo 2017 seine Habilitation „Naturereignisse im frühen Mittelalter. Das Zeugnis der Geschichtsschreibung vom 6. bis 11. Jahrhundert“ angenommen wurde. Im Jahr 2019 lehre er als Gastdozent an der Weber State University in Ogden/Utah in den USA. 2021 hatte er ein Research Fellowship bei einem BMBF-Projekt der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg inne, dessen Ergebnisse er später bei der NASA in Washington D.C. präsentieren konnte. Von 2022 bis 2025 war er Mitarbeiter im Bereich mittelalterlicher Epidemiegeschichte am Leibniz-Institut für Geschichte
und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig. Er vertrat Professuren für Historische Hilfswissenschaften, Vergleichende Landesgeschichte und Mittelalterliche Geschichte in Tübingen (2017/18), an der LMU München (2018/19) und in Bamberg (2024/25).

FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:
Europäische Geschichte des Früh-, Hoch- und Spätmittelalters, Geschichte der Ottonen, Kreuzzüge und des Hundertjährigen Krieges, Geschichte extremer Naturereignisse und ihrer Folgen (Hunger, Epidemien, Migration), Historische Hilfswissenschaften und Medienkunde, Stadt-, Umwelt-, Wirtschafts- und Politikgeschichte.