Dissertation aus dem Institut für Geschichte mit dem Herbert-Steiner-Preis ausgezeichnet

Am 29. Jänner wurde die Dissertation von

Dr.in Hannah Riedler, Fahrt ins Ungewisse. Die deutschen und sowjetischen Deportationen im doppelt besetzten Polen 1939-1941 im Vergleich

mit dem Herbert-Steiner-Preis des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes und der International Conference of Labour and Social History  in Wien ausgezeichnet.

 

https://www.doew.at/foerderpreise/herbert-steiner-preis/herbert-steiner-preistraeger-innen/hannah-claudia-riedler-fahrt-ins-ungewisse

 

Die ausgezeichnete Dissertation ist im FWF-Projekt des Instituts für Geschichte „Gewalt im deutsch und sowjetisch besetzten Polen 1939-1941“ entstanden und wurde 2024 fertiggestellt. Sie behandelt die Deportationen der deutschen und sowjetischen Besatzungsmächte im besetzten Polen von September 1939 bis Juni 1941, das Schicksal von insgesamt 800.000 Menschen. Es handelt sich um eine der ganz wenigen empirischen Untersuchungen zum Diktaturvergleich in der internationalen Forschung.

 

Die gewichtige Dissertation (447 S.) ist bereits als Buch beim Böhlau-Verlag erschienen!

 

Zwei Klagenfurter Historikerinnen im Podcast „Monarchy and Money“

The Royal Studies Podcast greift seit 2022 Themen rund um die Geschichte von Monarchien auf und bringt neue Forschungsergebnisse und Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Royal Studies einem breiteren Publikum näher. In einer Miniserie zum Thema „Monarchy and Money“ präsentieren die beiden Historikerinnen Charlotte Backerra (Klagenfurt) und Cathleen Sarti (Oxford) die zahlreichen Verflechtungen öffentlichen, monarchischen und dynastischen Wirtschaftens mit Eliten, Wirtschaftssektoren und der entstehenden frühneuzeitlichen Finanzwelt anhand dreier ausgesuchter Beispiele, die jeweils im Rahmen eines 30-40 minütigen Beitrags auf Englisch besprochen werden: 1. die Rolle der Ressourcen der englischen Königinnen im 14. Jahrhundert; 2. die Ökonomie des schwedischen Hofes im 17. und 18. Jahrhundert und 3. die ökonomische Grundlage der adeligen Elite in der Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert.

Im letztgenannten Beitrag spricht Veronika Hyden-Hanscho (Klagenfurt) über die zahlreichen Verflechtungen adeligen Vermögens und adeliger Geldflüsse mit dem Staatswerdungsprozess der Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert. Sie gibt Einblicke in die Erforschung von Quellenbeständen aus Familienarchiven, in die Buchführung adeliger Familien, in die Logiken von kreditbasiertem, bargeldlosem Wirtschaften der Vormoderne und wie das Herrscherhaus und die Monarchie sich diese Bereiche zu Nutze machten und damit gleichzeitig ein System finanzieller Abhängigkeiten und Verflechtungen schufen und ausbauten.

 

Die Podcast-Serie finden Sie unter:

https://royalstudies.buzzsprout.com/1934722

 

Den Podcast mit Veronika Hyden-Hanscho finden Sie unter:

https://royalstudies.buzzsprout.com/1934722/episodes/18331207-monarchy-money-episode-on-the-revenues-of-habsburg-nobility-in-the-long-18th-century-interview-with-veronika-hyden-hanscho-klagenfurt

Einkommenssituation des Adels in der Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert

Veronika Hyden-Hanscho arbeitet am Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt an ihrer Habilitationsschrift zur Einkommenssituation des Adels in der Habsburgermonarchie im 18. Jahrhundert. Protoindustrien, wie das abgebildete Manufakturdorf der Familie Waldstein in Horní Litvínov/Oberleutensdorf in Böhmen nach einem Kupferstich von Birckhart und Reiner 1728, sowie Geldinvestitionen, Kreditgeschäfte und die Güterverwaltung stehen im Zentrum der Betrachtung. Ihr Projekt ist Gegenstand eines Blogbeitrags im Österreichischen Wissenschaftsblog Schrödingers Katze der UNIKO. Nachzulesen unter:

https://www.schroedingerskatze.at/wie-verdiente-der-adel-in-der-habsburgermonarchie-geld/

Sophie Marie Kornsee mit dem Europa-Preis des Landes Kärnten ausgezeichnet

Sophie Marie Kornsee wurde für ihre Masterarbeit mit dem Europa-Preis des Landes Kärnten ausgezeichnet. Dieser Preis wird an Studierende vergeben, die sich in ihren Abschlussarbeiten mit den Themen Europa oder Europäische Union sowie deren Auswirkung und Relevanz für Kärnten beschäftigt haben.

Die feierliche Preisverleihung erfolgte am 13. 1. 2026 durch LH Peter Kaiser im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung.

Die ausgezeichnete Masterarbeit mit dem Titel Che storia! Italienisch-deutscher Geschichteunterricht in Theorie und Praxis darf zweifellos als Pionierleistung gesehen werden. Bilingualer Geschichteunterricht ist zwar ein moderner didaktischer Zugang und auch gut erforscht; bislang gab es allerdings keine Studie zur Sprachenkombination Italienisch / Deutsch. Zudem leistet die Studie einen willkommenen Beitrag zur Förderung von Europa-Bewusstsein, vor allem mit dem bilingual aufbereiteten Kapitel über die Geschichte der EU.

Wir gratulieren herzlich!