The AI-Military Complex: On Drones and New Ways of Warfare

Lecture & Discussion with Jutta Weber, University of Paderborn

Wednesday, 15th of April 2026, 17:00-19:00
University of  Klagenfurt, HS 7, Mensa Building

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IfEB-Spotlight April 26: Jasmina Deljanin-Hudelist „Von Doing Difference zu Practicing Solidarity „

Welches Thema bearbeitest Du und was bedeutet das für Dich?

Von Doing Difference zu Practicing Solidarity – bildungspolitische Praktiken aus herrschaftskritischer Perspektive an exemplarischen Beispielen aus (non-)formalen Bildungskontexten

Ich untersuche in meiner Dissertation, wie Ungleichheiten in formalen und non-formalen Bildungskontexten entstehen und reproduziert werden. Dabei nutze ich das Konzept des Doing Difference. Es beschreibt, wie Unterschiede in Interaktionen hergestellt und stabilisiert werden. Gleichzeitig frage ich, wie ein Practicing Solidarity dazu beitragen kann, diese Unterschiede bewusst wahrzunehmen und anzuerkennen. Dazu gehört auch, die soziale Position von Lernenden zu berücksichtigen. So können Verbindungen zwischen Lernenden entstehen, die Lernprozesse fördern und Ungleichheiten zumindest teilweise verringern.

Ich habe praktische Erfahrungen in der außerschulischen Bildungsarbeit und in der Schule gesammelt. In beiden Bereichen wurde deutlich, wie stark Ungleichheitsverhältnisse wirken. Deshalb verbinde ich Theorie und Praxis bewusst im Kontext von Ungleichheit in Bildung. Im Sinne von Girouxs „Allianz“ von Theorie und Praxis reflektiere ich meine pädagogischen Erfahrungen theoriegeleitet und unter Einbezug intersubjektiver Validierung. Dabei berücksichtige ich gesellschaftliche Machtverhältnisse sowie die Grenzen und Möglichkeiten pädagogischen Handelns innerhalb bestehender Strukturen. Eine solche Perspektive auf Lernprozesse eröffnet Möglichkeiten für Lernen und veränderungsorientiertes Handeln.

Wie ist dieses Thema mit deinem Studium verbunden?

Das Projekt ist in der empirischen Bildungsforschung verortet und fokussiert Lehr- und Lernprozesse in formalen wie non-formalen Settings unter Bedingungen sozialen Wandels. Theoretisch arbeite ich mit Bildungsbegriffen, Differenztheorien (Doing Difference) und Solidaritätskonzepten (Practicing Solidarity), die ich mit qualitativer Forschung, insbesondere der Vignettenforschung, verknüpfe. Die interdisziplinäre Ausrichtung sowie unterschiedliche qualitative Zugänge sind mir besonders wichtig, da sie helfen, komplexe gesellschaftliche Verschränkungen sichtbar zu machen und die Wirkung von Handeln in Bildungskontexten zu verstehen.

Wie gehst du im Forschungsprozess vor?

Im Forschungsprozess verbinde ich diese theoretischen Ansätze mit qualitativen Methoden, z.B. der Vignettenforschung oder Expert:innen-Interviews. Die Kombination verschiedener Zugänge ermöglicht es, komplexe soziale Zusammenhänge differenziert zu analysieren und sichtbar zu machen, welche Wirkung Handeln unter bestimmten Bedingungen entfaltet.

Was möchtest du anderen Studierenden an Erfahrungen und Tipps mitgeben?

Anderen Studierenden möchte ich mitgeben, Breite und Tiefe miteinander zu verbinden. Das gelingt, indem man unterschiedliche Lehrveranstaltungen als Wahlfächer nutzt und keine Scheu vor Theorie und Schreibprozessen hat. Beides braucht Zeit und kann herausfordernd sein, schärft aber das Denken und verändert die eigene Wahrnehmung und das Handeln.

Die Verbindung von Theorie und Praxis hilft, das eigene Handeln zu reflektieren und fördert pädagogische Professionalität. Verschränktes Denken ist dabei eine wichtige Ressource – Es ermöglicht, Herausforderungen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und Zusammenhänge herzustellen.

Zu allen Spotlights

KUBI on air – episode 2

Die 2. Folge von KUBI on air – der Radiosendung der Fakultät für Kultur- und Bildungswissenschaften der Uni Klagenfurt – wird am 25. März 2026 um 18:00 Uhr ausgestrahlt.

In welcher Welt wollen wir leben? Nachhaltigkeit in Bildung und Gesellschaft

Mit Irene Cennamo, Franz Rauch & Alexandra Schwell

 

 

Einladung zur Veranstaltung Peer-Mentoring: Perspektiven auf Rassismus und Schule

Donnerstag, 26. März 2026 von 17:00 bis 18.30 Uhr, O.0.01

Einladung zu zwei Gastvorträgen

„‘Ja, dadurch wird sichtbar, wo ihr herkommt.‘“ – Rassismus in Schule destabilisieren / Prof.in Dr. in Aysun Doğmuş

Mit dem Vortrag soll Rassismus in Schule nachvollzogen und danach gefragt werden, wie sich Rassismus in schulischen Routinen einfädelt. Dabei werden unter Rückbezug auf empirische Beispiele Varianten des Rassismus aufgezeigt, die auch seine Relativierung etwa bei Rassismushinweisen implizieren, und abschließend Möglichkeiten seiner Destabilisierung diskutiert.

 

Umgang mit Beschwerden über Rassismus in der Schule. Eine Institutionenanaylse – Prof.in Dr.in Juliane Karakyali

Wie gehen Schulen mit Rassismus und Beschwerden darüber um? Schüler*innen verfügen über ein Recht auf diskriminierungsfreies Lernen. In der schulischen Praxis kommt es jedoch zu Verletzungen dieses Rechts. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technik und Raumfahrt geförderte Forschungsprojekt „ORAS – Organisation, Rassismus, Schule“ hat untersucht, wie Schulen mit Beschwerden über Rassismus umgehen. Anhand von Interviews und Gruppendiskussionen mit Schulleitungen, Lehrkräften, Schüler*innen und Mitarbeiter*innen von Antidiskriminierungs-Beratungsstellen zeigt sich, wie schwierig es ist, in Schulen ein gemeinsames Verständnis von Rassismus zu entwickeln und im Rahmen der bestehenden Strukturen gegen Diskriminierung vorzugehen.

Herzliche Grüße
Jasmina Deljanin-Hudelist & Rosemarie Schöffmann
Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung