CarinthiJa 2020. Jugendbeteiligung und Demokratisierung im Zeitalter der Beschleunigung

Wissenschaftliche Fachtagung im Rahmen des Jubiläumsjahres „100 Jahre Kärntner Volksabstimmung“

09. – 11. November 2020 | Klagenfurt, Feldkirchen

Das hundertjährige Jubiläum der Kärntner Volksabstimmung bietet die Chance, einen historischen Markstein aus Perspektive der Demokratieentwicklung zu reflektieren. Dies soll im Rahmen einer Fachtagung in drei Schritten geschehen und auf die Situation historischer und gegenwärtiger Jugendbeteiligung bezogen werden. Einerseits sollen dabei historische Reflexionen und Gegenwartsanalysen aufgegriffen, andererseits Zukunftsperspektiven entwickelt werden. Thematischen Mittelpunkt dieser Fachtagung bildet die Frage nach politischen Partizipationschancen junger Menschen. Über die Aufarbeitung historischer Perspektiven soll dabei zugleich ein Dialograum zwischen unterschiedlichen Generationen geschaffen werden.Die Fachtagung beginnt mit einer Abendveranstaltung an der Pädagogischen Hochschule Kärnten, hier werden eine geschichtlich orientierte Keynote mit einer gegenwartsbezogenen Perspektive und anschließender Podiumsdiskussion kombiniert. An den beiden folgenden Tagen wird methodisch unter Einbeziehung der teilnehmenden Akteur*innen in Workshops gearbeitet. Nach dem eröffnenden ersten Abend beschäftigt sich der Vormittag des ersten Tages mit der Vergangenheit und widmet sich historischen Reflexionen, der Nachmittag konzentriert sich auf die Gegenwart und deren Analyse. Der zweite Tag befasst sich in Workshop-Formaten mit der Zukunft, bietet einen Poetry Slam und führt die Ergebnisse in einen World Café zusammen.

Kooperationspartner: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, FH Kärnten und PH Kärnten

Details zur Veranstaltung

Plakat CARINTHIja 2020

Beiträge vom IfEB zum Tag der Sprachen und Kulturen der AAU

Schon zum fünften Mal lud die Fakultät für Kulturwissenschaften Schülerinnen und Schüler der Oberstufenklassen dazu ein, die Welt der Sprachen und Kulturen an der AAU zu entdecken.

Am 4. Februar 2020 boten Kolleg*innen von unterschiedlichen Instituten Kurzvorlesungen und Workshops an, die einen Einblick in die breite Vielfalt der Studienangebote an der Fakultät für Kulturwissenschaften ermöglichen.

Beiträge vom IfEB

Nadja Danglmaier konzipierte einen Workshop mit dem Titel „Wir und die Anderen“, der anhand von kurzen Videosequenzen mit Holocaust-Überlebenden aufzeigt, wie Zugehörigkeitssysteme funktionieren und sich verändern können. Im Zentrum des Workshops stand die Frage, wann jemand dazugehört und wer darüber entscheidet. Mithilfe der Analyse der Erzählung von ZeitzeugInnen des Nationalsozialismus wurde zu der Frage übergeleitet, wie Ausgrenzung auch heute funktioniert.

Veronika Michitsch gestaltete einen Workshop zum Thema „Alle Farben. Flucht bringt Vielfalt in unsere Gesellschaft“. In diesem Workshop wurde der Frage nachgegangen, was Diversität und „Anderssein“ im schulischen und gesellschaftlichen Kontext bedeuten und wie diversitätssensible Begegnungen mit Menschen mit Fluchterfahrung achtsam gestaltet werden können. Anhand von praktischen Beispielen aus der Lebenswelt der Jugendlichen wurde ressourcenorientiert erarbeitet, welchen gesellschaftlich wertvollen Beitrag sie zu einem gelingenden Inklusionsprozess leisten können.

Neue Publikation: Lehrerbildung im europäischen Kontext

Tomas Kasper / Ehrenhard Skiera / Gerald Grimm (Hrsg.): Lehrerbildung im europäischen Kontext. Anfänge, sozio-kulturelle Bedingungen, Ausbildungsprofile und Institutionen. Bad Heilbrunn 2019. Klinkhardt

Der Band „Lehrerbildung im europäischen Kontext“ ist das Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit von Kolleginnen und Kollegen aus Universitäten von elf Ländern des west-, zentral- und südosteuropäischen Raumes.
Die Autoren analysieren jeweils einen Korpus ausgewählter repräsentativer Texte aus den Anfängen der Ausbildung der Elementarschullehrer. Ihr Anliegen besteht darin, maßgebliche (sowohl übergreifende wie regional-spezifische) Faktoren im Zusammenhang mit der Entwicklung des modernen Verfassungsstaates im 18. und 19. Jahrhundert in Hinsicht auf die Professionalisierung der Lehrerschaft und die Entwicklung der Lehrerbildung aufzuzeigen.
Der historisch vertiefende Blick zeigt die außerordentliche Komplexität des Gegenstandes und macht deutlich, mit welchen Größen jegliche Reform auf dem Gebiet der Bildung zu rechnen hat.

Bildungsforschung auf dem Weg der Profilbildung

Die Universität Klagenfurt wurde als Hochschule für Bildungswissenschaften gegründet. Bis heute arbeiten viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Thema Bildung – verteilt auf verschiedene Institute und Fakultäten. Nun bemüht man sich, im Sinne einer verstärkten Profilbildung, um den Aufbau einer intensiveren Kooperation. Wir haben mit Monika Kastner und Jasmin Donlic (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung) über diesen Prozess gesprochen.

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